
Geburtsblume nach Monat: Welche Blume gehört zu deinem Monat und was bedeutet sie
Einleitung
Eine junge Frau im viktorianischen England durfte das Wort „Liebe" nicht laut aussprechen. Statt Worten schickte sie einen Strauß. Nelke, Veilchen, Maiglöckchen, jede Blume trug ihre eigene Botschaft, und man las sie wie einen Brief. Aus dieser Gewohnheit wuchs die Tradition der Geburtsblume: Jeder Monat hat seine eigene Blume und seinen eigenen Sinn.
Heute erinnert man sich daran vor allem, wenn ein Geschenk zum Geburtstag ansteht. Den Geburtsstein kennen fast alle. Dass ein Monat aber auch seine eigene Blume besitzt, ist für viele eine Entdeckung. Dabei ist diese Tradition älter, volkstümlicher und wärmer als der Kalender der Edelsteine.
Auf den folgenden Seiten geht es um jeden Monat einzeln: welche Blume ihm gehört, was sie bedeutet und zu wem sie passt. Nebenbei sehen wir uns an, woher diese Tradition stammt, worin sich Blume und Stein unterscheiden und wie sich all das schön in ein Schmuckstück fassen lässt, das man jeden Tag trägt.
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Was eine Geburtsblume ist
Jedem Monat im Jahr ist eine Blume zugeordnet, manchmal auch zwei. Dem Januar gehört die Nelke, dem Februar das Veilchen, dem März die Narzisse, und so geht es der Reihe nach bis zum Dezember. Diese Liste entstand in der englisch-amerikanischen Tradition und lebt bis heute: Blumengeschäfte drucken sie auf Karten, Juweliere fertigen danach Anhänger, und Mütter schenken ihren Töchtern „deine Blume" zum Geburtstag.
Die Idee ist einfach und schön. Eine Pflanze, die in deinem Monat blüht oder durch alte Bräuche mit ihm verbunden ist, wird zu deinem persönlichen Zeichen. Hinter jeder Blume zieht sich eine Spur von Bedeutungen her: Liebe, Treue, Hoffnung, Erinnerung, Erneuerung. Diese Bedeutungen sind nicht von gestern. Sie sind aus der Beobachtung der Natur gewachsen, aus Mythen, aus religiösen Festen und aus eben jener viktorianischen „Sprache der Blumen", von der weiter unten die Rede sein wird.
Ein wichtiger Vorbehalt gleich vorweg: Einen einheitlichen Kanon gibt es nicht. In verschiedenen Ländern und sogar in verschiedenen Blumengilden weichen die Listen ein wenig voneinander ab. Beim August steht mancherorts der Mohn, anderswo die Gladiole. Beim Dezember streiten sich Stechpalme und Paperwhite-Narzisse. Das ist kein Fehler und keine Verwirrung, sondern eine lebendige Tradition, die nie ein Gesetz war. Unten steht die verbreitetste Variante, jene, die im Westen am häufigsten auftaucht.
Die Geburtsblume steht in einer Reihe mit den Geburtssteinen nach Monat und mit der weiteren Welt der Natursymbole im Schmuck. Der Unterschied liegt darin, dass die Blume weicher, persönlicher ist und fast immer etwas Warmes trägt: nicht „Reichtum" und „Macht", sondern Zuneigung, Zärtlichkeit, Anfang.
Geburtsblume und Blume nach Sternzeichen
Die Blume nach Sternzeichen und die Geburtsblume nach Monat werden oft verwechselt, obwohl es zwei verschiedene Systeme sind. Die Sternzeichenblume ist an den Abschnitt zwischen zwei Daten und an das Element des Zeichens gebunden: Dem Widder schreibt man leuchtende Wiesenblumen zu, dem Krebs weiße und Wasserblumen, der Waage die Rose wegen ihrer Liebe zur Harmonie. Die Geburtsblume ist einfacher: Sie ist dem ganzen Kalendermonat zugeordnet, vom Ersten bis zum Letzten, und teilt ihn nicht in zwei Hälften, wie es der Tierkreis tut. Wer an der Grenze zweier Zeichen geboren ist, dem nimmt die Monatsblume die Verwirrung, denn der Monat ist immer eindeutig. Beide Traditionen leben friedlich nebeneinander, und viele nehmen beide Zeichen gleich zusammen: den Monat für die Klarheit und das Sternzeichen für den Charakter. Wählen Sie das, was Ihnen von der Bedeutung her näher ist.
Geburtsblume und Namenstag
Die Monatsblume wird manchmal mit der Blume zum Namenstag verwechselt, doch das sind unterschiedliche Anlässe. Der Geburtstag ist an das Datum der Geburt gebunden, der Namenstag an den Tag des Heiligen, dessen Namen ein Mensch trägt, und im Kalender fallen beide gewöhnlich nicht zusammen. Die Monatsblume zählt man streng vom Geburtsmonat, deshalb hat sie zum Namenstag keinen direkten Bezug. Trotzdem spricht nichts dagegen, zum Namenstag eine Blume mit passender Bedeutung zu schenken oder eine Blume, die mit dem Heiligen selbst verbunden ist: Viele Pflanzen tragen in der europäischen Tradition die Namen von Heiligen und der Gottesmutter. Maiglöckchen und Nelke etwa brachte man mit den Tränen der Gottesmutter am Kreuz in Verbindung. So bedient eine einzige Blumensprache beide Feste, obwohl man sie nach verschiedenen Kalendern zählt.
Wie die Monatsblume auf Englisch heißt
In der englischsprachigen Tradition, aus der die Liste stammt, heißt die Monatsblume „birth flower", wörtlich „Geburtsblume", nach dem Vorbild von „birthstone", dem Geburtsstein. Gerade aus englischen Karten und Blumengilden sind sowohl die Paare „Monat, Blume" als auch ihre Bedeutungen zu uns gewandert. Deshalb begegnet einem im deutschen Sprachraum oft der englische Begriff „birth flower" neben der geläufigen Übersetzung „Geburtsblume". Ein Unterschied besteht im Kern nicht, es ist ein und dasselbe. Der englische Name ist nützlich, wenn Sie Schmuck oder eine Karte in ausländischen Quellen suchen: Unter dem Stichwort „birth flower" erscheint dieselbe Monatstabelle wie in der deutschen Variante. Die Liste der Blumen deckt sich dabei fast vollständig, nur bei Monaten mit zwei Pflanzen weichen kleine Details ab.
Welche Blume steht für Liebe, Hoffnung und Erinnerung
Wenn man nicht vom Monat, sondern vom Gefühl ausgeht, findet sich für jede Stimmung eine eigene Blume. Liebe, das ist vor allem die Rose, und ihr Farbton schärft den Sinn: rot für Leidenschaft, rosa für Zärtlichkeit, gelb für Freundschaft. Die Hoffnung tragen Schneeglöckchen und Paperwhite, beide drängen in der dunkelsten Zeit des Jahres zum Licht. Für Treue stehen Veilchen und Geißblatt, für Erinnerung Mohn, Aster und Chrysantheme, die man seit alters her als Zeichen des Abschieds und der guten Reise niederlegte. Bescheidenheit ist dem Veilchen und dem Maiglöckchen zugeordnet, Charakterstärke trägt die Gladiole, Erneuerung und Neuanfang die Narzisse. Eine solche Auswahl ist praktisch, wenn es wichtiger ist, einen Wunsch zu übermitteln, als den Kalender zu treffen: Sie nehmen die Blume nach dem Sinn, nicht nach dem Datum, und das Geschenk liest sich genauer.
Warum die Farbe der Blume ihre Bedeutung verändert
Bei vielen Blumen entscheidet nicht die Form, sondern die Farbe über die Bedeutung, und das sollte man im Kopf behalten, wenn man das Email für einen Anhänger auswählt. Die rote Rose spricht von Leidenschaft, die weiße von Reinheit, die rosa von zarter Zuneigung, die gelbe von Freundschaft, nicht von Liebe. Die weiße Nelke ist mit Glück und Reinheit verbunden, die rote mit heißem Gefühl, die rosa mit mütterlicher Zärtlichkeit. Sogar der Mohn wechselt den Ton: Das leuchtende Rot liest sich als Erinnerung, die sanfteren Töne als Schlaf und Fantasie. Deshalb trägt die Farbe der Blume auf einem Schmuckstück eine eigene Botschaft, und man wählt sie ebenso bewusst wie die Blume selbst. Warmes gelbes Metall verstärkt die sonnigen Bedeutungen, kühles Silber unterstreicht die weißen und blauen Töne mit ihren Themen der Reinheit und der Würde.
Die Blume trägt man zur Haut, nicht zur Laune: Gold auf warmem, Silber auf kühlem Ton. Vertu dich und sie welkt am Hals.
Wozu man einen Anhänger mit der Geburtsblume trägt
In den Jahren bei Aufnahmen und Stylings ist der Anhänger mit der Geburtsblume bei mir durch Dutzende von Looks gegangen. Hier habe ich zusammengetragen, was wirklich funktioniert, nach Anlässen geordnet.
Wie wählt man das Metall zum Hautton? Als Erstes schaue ich auf den Unterton der Haut, nicht auf die Lieblingsfarbe. Warmer Haut empfehle ich Gold: eine goldene Narzisse, Rose oder Ringelblume scheint auf ihr wie von innen zu leuchten. Kühler Haut rate ich zu Silber, es gibt eine reine grafische Kontur und hält weiße und blaue Blumen schön, das Maiglöckchen, das Veilchen, den Rittersporn. Ist der Unterton neutral, wähle ich nach der Blume selbst: eine warme Blume zu Gold, eine kühle zu Silber.
Welche Länge und zu welchem Ausschnitt? Die Länge wähle ich zum Ausschnitt, nicht umgekehrt. Zu einem offenen V-Ausschnitt empfehle ich einen längeren Anhänger, 45 bis 50 cm, damit die Blume in die freie Zone an den Schlüsselbeinen fällt, das ist ihre beste Position. Zu einem geschlossenen hohen Kragen rate ich zu einer kürzeren Kette, 40 bis 42 cm, dann liegt die Blume auf dem Stoff und ist zu lesen, statt sich unter dem Kragen zu verstecken. Eine große Emaille-Blume wirkt gut auf einem glatten einfarbigen Oberteil, eine kleine Silhouette lebt ruhig unter dem Hemd.
Email in Farbe oder glattes Metall? Das hängt davon ab, wie laut man klingen möchte. Für einen leuchtenden Akzent wähle ich Email in der echten Farbe der Pflanze: die gelbe Narzisse, den leuchtend roten Mohn, den blauen Rittersporn. Durchscheinendes Plique-à-jour-Email lässt das Licht hindurch und macht das Blütenblatt wie lebendig. Für einen zurückhaltenden Alltagslook empfehle ich glattes Metall ohne Farbe oder eine feine Gravur der Silhouette, eine solche Blume streitet nicht mit der Kleidung und ist überall passend.
Und wie kleidet man sich für einen Auftritt oder eine Aufnahme? Für einen Auftritt und eine Aufnahme wähle ich eine einzelne Blume als Akzent auf einem glatten Stoff in satter Farbe: weinrot, smaragdgrün, schwarz. Eine goldene oder Emaille-Blume fängt das warme Licht ein und ist im Bild gut zu lesen. Ein Rat: Die Blume nicht in einem Dickicht aus fünf Anhängern ertränken, sie braucht ihre eigene Linie. Braucht man Schichten, dann lassen Sie der Blume eine eigene Längenlinie, damit sie sich nicht zwischen den übrigen Ketten verliert.
Wie wählt man eine Blume als Geschenk zum Geburtstag? Hier gewinnt die Genauigkeit. Ich empfehle, die Blume genau des Monats zu nehmen, in dem der Mensch geboren ist, das ist ein fertiger persönlicher Treffer ohne Geschmacksraten. Ist die beschenkte Person Schmuck gegenüber gleichgültig, rate ich zu einem feinen silbernen Anhänger mit der Silhouette der Blume und der Gravur des Datums: Der Sinn erschließt sich sofort, und das Stück drängt nicht mit Luxus. Für einen geliebten Menschen, der Farbe mag, wähle ich eine hellere Emaille-Blume. Und denken Sie daran, dass die Blume beim Anlass flexibel ist: vom kleinen Zeichen der Aufmerksamkeit bis zum ernsten Geschenk zu einem runden Datum bleibt das Zeichen dasselbe.

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Die Blume jedes Monats und was sie bedeutet
Januar: Nelke und Schneeglöckchen
Die Nelke blüht, wenn kaum etwas blüht. Dafür hat man sie liebgewonnen: eine Blume der Wintermitte, die Form und Farbe dort hält, wo die übrigen aufgeben. In der Sprache der Blumen bedeutet die Nelke Bewunderung und tiefe Zuneigung. Die rote spricht von Liebe, die weiße von Reinheit und Glück, die rosa ist mit mütterlicher Zärtlichkeit verbunden. Bei den frühen Christen galt die rosa Nelke als Blume, die aus den Tränen der Gottesmutter gewachsen ist.
Die zweite Blume des Januars, das Schneeglöckchen, steht für Hoffnung. Es drängt als Erstes durch den Schnee, noch vor dem Frühling, und wurde deshalb zum Sinnbild der Erneuerung und dessen, dass die dunkle Zeit ein Ende hat. In alten europäischen Vorstellungen galt das Schneeglöckchen als Blume des Trostes: Der Legende nach verwandelte ein Engel die ersten Schneeflocken in diese Blume, um den aus dem Paradies vertriebenen Menschen ein Zeichen zu schenken, dass der Winter nicht ewig währt. Genau deshalb schenkt man es oft jemandem, der eine schwere Zeit durchlebt.
Den Januar-Geborenen stehen Nelke und Schneeglöckchen dem Wesen nach gut: Menschen, die das Jahr mit einem sauberen Blatt beginnen, die Standhaftigkeit schätzen und sich in der Kälte zu halten wissen. Ein Nelken-Anhänger oder ein zartes Schneeglöckchen in Silber passt zu jemandem, der nicht laut von sich spricht, aber nicht zerbricht. Die Nelke ist zudem in vielen Ländern die Blume des Muttertags, sodass ein Januar-Anhänger leicht auch zum Zeichen des Dankes an die Mutter wird.
Februar: Veilchen und Primel
Das Veilchen ist klein, bescheiden, wächst dicht am Boden und versteckt sich leicht im Gras. Genau dafür machte man es zum Sinnbild der Bescheidenheit, der Treue und der stillen Ergebenheit. Im alten Griechenland verband man das Veilchen mit Athen und trug es als Zeichen der Beständigkeit. Die Viktorianer schenkten das Veilchen, wenn sie „ich werde treu sein" sagen wollten, ohne viele Worte.
Die Primel, die zweite Blume des Februars, blüht als eine der ersten auf und bedeutet in der Sprache der Blumen Jugend und erste Liebe. Ihr Name geht auf das lateinische „primus", der Erste, zurück. In der englischen Folklore galt ein Pfad aus Primeln als Weg in die Welt der Feen und die Blume selbst als Schutz vor Kummer im dunkelsten Ende des Winters.
Den Februar-Geborenen stehen diese Blumen gut zu Gesicht: feinen, verlässlichen Menschen, denen es nicht um Aufmerksamkeit geht, die aber ihren Nächsten tief ergeben sind. Ein Veilchen in Email oder eine eingravierte Primel auf einem Anhänger liest sich als Versprechen der Beständigkeit, ruhig und ohne Pathos. Die geringe Größe beider Blumen ist beim Schmuck von Vorteil: Ein zarter Anhänger sitzt nah am Hals und trägt sich gut unter dem geschlossenen Kragen der Winterkleidung.
März: Narzisse
Die Narzisse ist der offizielle Bote des Frühlings. Sie schießt in Gelb hervor, wenn die Erde noch kahl ist, und bedeutet deshalb weltweit Neuanfang, Wiedergeburt und die Ankunft der Wärme. In Wales ist die Narzisse die Nationalblume, man steckt sie am Tag des heiligen David an. In China gilt die Narzissenblüte zum neuen Jahr als Zeichen für Glück und Wohlstand für das ganze Jahr.
Mit der Bedeutung der Narzisse ist ein feiner Brauch verbunden: Man soll sie als Strauß schenken, nicht als einzelne Blume. Man glaubte, eine einzelne Narzisse bringe Unglück, ein ganzer Arm voll dagegen verspreche Freude und Wohlstand. Der Name der Blume reicht zurück auf den griechischen Mythos vom Jüngling Narziss, der sich in sein Spiegelbild im Wasser vertiefte, doch mit der Zeit verdrängte der helle Sinn des Frühlings die Geschichte von der Selbstverliebtheit, und heute liest sich die Blume als reiner Wunsch nach einem Neuanfang.
Den März-Geborenen steht die Narzisse dem Charakter nach gut: Optimisten, jenen, die von vorn beginnen können und zum Licht streben. Eine schmückende Narzisse mit offener Blütenschale wirkt großzügig und frühlingshaft, besonders in Gelbgold. Die Form der Blume mit der hervortretenden Nebenkrone in der Mitte gibt dem Meister eine schöne Tiefe, und das warme Metall unterstreicht den sonnigen Charakter des März.
April: Gänseblümchen und Duftende Wicke
Das Gänseblümchen sieht aus wie eine Kinderzeichnung der Sonne: weiße Blütenblätter um einen gelben Kern. Für diese Schlichtheit machte man es zum Sinnbild der Unschuld, der Reinheit und der treuen Liebe. Es gibt einen alten Brauch: Das Gänseblümchen „hütet ein Geheimnis", daher das Orakel „er liebt mich, er liebt mich nicht" nach den Blütenblättern. Der englische Name „daisy" entstand aus „day's eye", das Auge des Tages, weil die Blume sich zur Nacht schließt und mit dem Morgengrauen öffnet.
Die zweite Blume des Aprils, die Duftende Wicke, duftet so stark und süß, dass man sie als Zeichen des Dankes und des zärtlichen Abschieds schenkt, „danke für die schöne Zeit". Den April-Geborenen stehen diese Blumen gut zu Gesicht: aufrichtigen, leichten Menschen, denen das ganze Jahr über Frühling im Herzen ist. Ein Gänseblümchen in Email oder ein Anhänger mit Wicke passt zu jemandem, der die schlichte Schönheit ohne Überladung schätzt.
Mai: Maiglöckchen und Weißdorn
Das Maiglöckchen ist winzig, duftet aber durch den ganzen Raum. Seine weißen Glöckchen wurden zum Sinnbild der Rückkehr des Glücks, der Reinheit und der Demut. In Frankreich schenkt man am ersten Mai das Maiglöckchen für das Glück, diese Tradition lebt seit über einem Jahrhundert. In einer christlichen Legende wuchsen Maiglöckchen aus den Tränen der Gottesmutter am Kreuz, daher der zweite Name „Marientränen".
Der Weißdorn, die zweite Blume des Mai, blüht in weiß-rosa Schaum mitten im Frühling. Bei den Kelten war er mit Hoffnung und Frühlingsliebe verbunden, und Weißdornzweige hängte man zum Schutz des Hauses auf. In der englischen Tradition war der blühende Weißdorn das Herz der Maifeste, mit denen man den Frühling begrüßte, und man nannte ihn schlicht „Maibaum".
Den Mai-Geborenen stehen diese Blumen dem Wesen nach gut: bescheidenen, hellen Menschen, jenen, die schon mit ihrem Erscheinen Wärme in den Raum bringen. Das Maiglöckchen mit seiner Streuung kleiner Glöckchen wirkt schön in Silber, fein und frühlingshaft. Eine Reihe winziger Blüten entlang des Bogens eines Anhängers ergibt einen zarten Rhythmus, der das Licht bei Bewegung gut einfängt.
Juni: Rose und Geißblatt
Die Rose ist die Königin der Blumen und die mit Bedeutungen am dichtesten beladene Blume der Geschichte. Ihr Hauptsinn ist die Liebe, doch die Nuancen entscheidet die Farbe: rot für Leidenschaft, weiß für Reinheit, rosa für Zärtlichkeit, gelb für Freundschaft. Die Rose begleitet den Menschen seit Jahrtausenden, von römischen Festmählern bis zu mittelalterlichen Wappen, und bleibt ein universelles Zeichen des Gefühls.
Das Geißblatt, die zweite Blume des Juni, rankt und umschlingt seine Stütze, weshalb es zum Sinnbild starker Bande, der Ergebenheit und des Glücks im Haus wurde. Sein süßer Abendduft verlieh ihm die Bedeutung einer zarten, dauernden Liebe. In viktorianischen Gärten pflanzte man das Geißblatt an die Schwelle und über die Tür: Man glaubte, seine Umarmung schütze das Haus und bewahre die Liebe derer, die darin wohnen.
Den Juni-Geborenen stehen diese Blumen gut zu Gesicht: Romantikern, warmen und im guten Sinne anhänglichen Menschen. Die Rose im Schmuck ist ein ewiger Klassiker: ein Knospen-Anhänger, ein Ring mit Rose, eine Gravur, alles liest sich sofort und ohne Erklärung. Schön spielt auch die Zahl der Blütenblätter: Eine halb geöffnete Knospe spricht von einem entstehenden Gefühl, eine voll erblühte Rose von reifer Liebe.
Juli: Rittersporn und Seerose
Der Rittersporn strebt in hohen blauen und violetten Kerzen nach oben. In der Sprache der Blumen bedeutet er Leichtigkeit, ein offenes Herz und eine positive Haltung, und der blaue Ton fügt Würde und Vornehmheit hinzu. Der Name „Delphinium" kommt aus dem Griechischen „Delphin": Die Knospe erinnert in der Form an einen Delphinkopf.
Die Seerose, die zweite Blume des Juli, öffnet sich am Morgen auf dem Wasser und schließt sich zum Abend. Sie trägt eine tiefe Symbolik der Reinheit des Herzens und der Erleuchtung: Im Buddhismus und in der ägyptischen Kultur bedeutet der ihr verwandte Lotus das geistige Erwachen aus dem dunklen Wasser zum Licht. Die Ägypter sahen im Öffnen der Blüte bei Sonnenaufgang das Bild der aufgehenden Sonne und verbanden sie deshalb mit Geburt und der Erneuerung eines jeden Tages.
Den Juli-Geborenen stehen diese Blumen dem Charakter nach gut: lebensfrohen, offenen Menschen mit einer klaren Seele. Ein blauer Emaille-Rittersporn oder eine perlmuttfarbene Seerose fügt dem Schmuck eine kühle sommerliche Tiefe hinzu. Perlmutt ist hier besonders passend: Sein feuchter Schimmer wiederholt das Wasser, auf dem die Blume liegt, und lässt den Anhänger selbst in der Hitze kühl erscheinen.
August: Gladiole und Mohn
Die Gladiole wächst hoch und gerade wie eine Klinge. Ihr Name kommt vom lateinischen „gladius", das Schwert, daher das volkstümliche Beiwort „Schwertlilie". In der Sprache der Blumen bedeutet die Gladiole Charakterstärke, Ehre und Treue, und außerdem „durchbohrtes Herz", eine Anspielung auf tiefe Verliebtheit. Die Römer verbanden die Blume mit den Gladiatoren und der Standhaftigkeit im Kampf.
Der Mohn, die zweite Blume des Augusts, trägt einen doppelten Sinn. Einerseits Fantasie und Trost, andererseits ewiger Schlaf und Erinnerung: Der leuchtend rote Mohn wurde zum Sinnbild des Gedenkens an die Gefallenen. In der Antike verband man den Mohn wegen seiner schlaffördernden Eigenschaften mit den Göttern des Schlafes, und die Griechen legten ihn neben die Darstellungen von Hypnos und Morpheus. Derselbe Mohn, der einschläfert, schenkt auch lebhafte Träume, daher seine Verbindung zu Fantasie und Schöpfung.
Den August-Geborenen stehen diese Blumen gut zu Gesicht: geistesstarken, geradlinigen Menschen mit einem inneren Kern. Die Gladiole ergibt eine schöne Vertikale im Design eines Anhängers, der Mohn einen satten roten Akzent. Der Kontrast der beiden August-Blumen lässt sich im Paar gut ausspielen: Die strenge Form der Gladiole und das weiche, zerknitterte Blütenblatt des Mohns ergänzen einander wie Kraft und Gefühl in einem Menschen.
September: Aster und Winde
Die Aster ähnelt einem kleinen Stern, was schon in ihrem Namen steckt: „aster" bedeutet auf Griechisch Stern. Der Legende nach wuchsen Astern dort, wo die sternenhaften Tränen einer Göttin auf die Erde fielen. In der Sprache der Blumen bedeutet die Aster Weisheit, Glauben und Liebe, und außerdem legte man sie auf Gräber als Zeichen der Erinnerung und als Wunsch der guten Reise. Im Herbst, wenn der Sommer erlischt, hält die Aster den Garten in Blüte.
Die Winde, die zweite Blume des Septembers, öffnet sich im Morgengrauen und verwelkt zum Abend desselben Tages. Für diese Kürze wurde sie zum Sinnbild der Vergänglichkeit, der zarten Zuneigung und dessen, dass man Schönheit im Jetzt schätzen muss. In der viktorianischen Sprache der Blumen bedeutete die Winde auch die Bande, die zwei Menschen verbinden, wegen der Art der Pflanze, alles um sich herum zu umschlingen.
Den September-Geborenen stehen diese Blumen dem Wesen nach gut: weisen, nachdenklichen Menschen, jenen, die im ruhigen Verwelken des Jahres Schönheit sehen. Die Stern-Aster fügt sich schön in einen geometrischen Anhänger mit klaren Strahlen, die Winde in eine zarte, luftige Form mit offener Blütenschale. Das Paar aus der strengen Aster und der weichen Winde gibt die Doppelnatur des Septembers gut wieder, in dem der Sommer sich schon verabschiedet und der Herbst gerade erst eintritt.
Oktober: Ringelblume und Kosmee
Die Ringelblume brennt orange und gelb bis zum ersten Frost. Man nennt sie die Blume der Herbstsonne: Sie bedeutet Wärme, Schöpfung und Ergebenheit und öffnet und schließt sich der Sonne folgend. In Mexiko ist die Studentenblume, eine nahe Verwandte der Ringelblume, die Blume des Tags der Toten, mit ihren Blütenblättern legt man den Weg der Erinnerung nach Hause aus.
Die Kosmee, die zweite Blume des Oktobers, erhielt ihren Namen vom griechischen „kosmos", Ordnung und Harmonie. Ihre Blütenblätter sind so ebenmäßig und symmetrisch angeordnet, dass die Alten in ihr das Bild des Weltgleichgewichts sahen. In der Sprache der Blumen bedeutet die Kosmee Harmonie, Ruhe und Schönheit im Gleichgewicht. Den Oktober-Geborenen stehen diese Blumen gut zu Gesicht: warmen, schöpferischen Menschen, jenen, die dem Leben sowohl Farbe als auch Ordnung geben. Eine orangefarbene Emaille-Ringelblume klingt herbstlich und großzügig, und eine feine Kosmee mit ebenmäßigen Blütenblättern wirkt schön in einem grafischen, fast geometrischen Anhänger, in dem die reine Symmetrie der Form zählt.
November: Chrysantheme
Die Chrysantheme blüht, wenn der Garten schon einschläft, und hält bis zur größten Kälte durch. Für diese Standhaftigkeit liebt man sie an zwei Enden der Welt auf ganz verschiedene Weise. In Asien ist die Chrysantheme ein Sinnbild der Sonne, der Langlebigkeit und der Freude: In Japan ist sie die Blume des Kaisers und die höchste staatliche Auszeichnung, und das herbstliche Chrysanthemenfest feiert man seit Jahrhunderten. In Europa verbindet man die Chrysantheme eher mit der Erinnerung und bringt sie am Tag Allerheiligen auf die Friedhöfe.
In der Sprache der Blumen bedeutet die Chrysantheme Freundschaft, Fülle und lange treue Zuneigung. Ihre üppige, vielschichtige Blüte wirkt reich und festlich. Der Name selbst übersetzt sich aus dem Griechischen als „goldene Blume": Die ersten Chrysanthemen, die Europa kennenlernte, waren gerade gelb, sonnig, passend zum Monat an der Schwelle des Winters.
Den November-Geborenen steht die Chrysantheme dem Charakter nach gut: treuen Freunden, standhaften Menschen, jenen, die aufblühen, wenn die übrigen sich schon versteckt haben. Die Chrysantheme mit ihrer Vielzahl von Blütenblättern gibt dem Juwelier eine schöne Textur, plastisch und greifbar. Eine solche Blume wirkt gut in einem plastischen Anhänger, in dem die Schichten der Blütenblätter das Licht unterschiedlich einfangen und das Stück bei jeder Bewegung lebendig wird.
Dezember: Paperwhite-Narzisse und Stechpalme
Die Paperwhite ist eine weiße Tazetten-Narzisse, die genau zum Winter blüht, oft gerade zu Weihnachten. Ihre zarten weißen Sterne mit dem starken Duft wurden zum Dezember-Sinnbild der Hoffnung, der Erneuerung und des Glaubens an das Bessere mitten im dunkelsten Monat. Anders als ihr gelber Frühlingsverwandter ist die Paperwhite ganz weiß und passt besonders gut ins winterliche Ambiente.
Die Stechpalme, das zweite Sinnbild des Dezembers, das sind immergrüne, glänzende Blätter und leuchtend rote Beeren. Mit ihren Zweigen schmückt man in ganz Europa das Haus zu den Winterfesten, und die Wurzeln der Tradition reichen bis in vorchristliche Riten des Schutzes des Herdes in der dunklen Zeit. Die Römer schenkten Stechpalmenzweige zum Fest der Saturnalien als Wunsch guter Gesundheit, und die Kelten glaubten, die immergrüne Pflanze bewahre das Leben, während der übrige Wald schläft.
Die Stechpalme bedeutet Schutz, Standhaftigkeit und die Wärme des Hauses inmitten der Kälte. Den Dezember-Geborenen stehen diese Sinnbilder gut zu Gesicht: Menschen, die Licht und Wärme halten, wenn ringsum Frost herrscht. Die weiße Paperwhite ist schön in Email, und die Stechpalme mit den leuchtend roten Beeren ergibt einen festlichen, warmen Anhänger. Die Verbindung von dunkelgrünem Blatt und roter Beere gibt eine fertige festliche Palette, die sich besonders für ein Geschenk zu den Winterfesten anbietet.
Geschichte der Tradition: Woher die Monatsblume stammt
Die viktorianische Sprache der Blumen
Die Hauptquelle der Tradition ist die Floriografie, die „Sprache der Blumen", die im Britannien und Frankreich des 19. Jahrhunderts aufblühte. In einer Zeit, in der es als unschicklich galt, direkt über Gefühle zu sprechen, lernten die Menschen, sich mit Sträußen zu erklären. Jede Blume trug eine festgelegte Bedeutung, und die Kombination der Blumen, ihre Farbe und sogar die Hand, mit der man den Strauß reichte, fügten sich zu einer ganzen Botschaft.
Die Floriografie war so beliebt, dass eigene Blumenwörterbücher erschienen, Dutzende von Ausgaben, nach denen junge Frauen Sträuße zusammenstellten und entzifferten. Die Rose für Liebe, das Veilchen für Treue, die Gladiole für Kraft, der Mohn für Erinnerung. Gerade aus diesen Wörterbüchern wanderten die Bedeutungen in die Listen der Monatsblumen, als jemandem der Gedanke kam, jedem Monat eine eigene Blume zuzuordnen, nach dem Vorbild der Geburtssteine.
Römische und volkstümliche Wurzeln
Die Floriografie erfand nicht die Bedeutungen, sondern das System. Die Sinngehalte selbst sind weit älter. Die Römer schmückten ihre Festmähler mit Rosen und weihten den Göttern Blumen: die Rose der Venus, den Mohn der Ceres und den Göttern des Schlafes, den Lorbeer dem Apollon. Volkstümliche Bräuche Europas verbanden Blumen mit der Zeit ihrer Blüte: das Schneeglöckchen mit dem Ende des Winters, den Weißdorn mit dem Höhepunkt des Frühlings, die Chrysantheme mit der Schwelle der Kälte.
Viele Bedeutungen kamen aus der christlichen Tradition. Maiglöckchen und Nelke verband man mit den Tränen der Gottesmutter, die Lilie mit der Reinheit, die Rose zugleich mit der himmlischen und der irdischen Liebe. Der kirchliche Festkalender legte sich über den Kalender der Blüte, und allmählich bekam jede Jahreszeit und danach jeder Monat seine eigene Schutzblume.
Wie sich die Liste festigte
Die uns vertraute Liste entstand in der englisch-amerikanischen Kultur am Ende des 19. und im 20. Jahrhundert, vor allem durch das Bemühen der Blumengilden und der Kartenverleger. Sie nahmen die alten Bedeutungen, ordneten sie der Blütezeit zu und brachten sie in eine praktische Tabelle „Monat, Blume". So verwandelte sich die Tradition aus verschwommener Folklore in eine fertige Liste, die dem Floristen und dem Juwelier bequem in der Hand liegt.
Genau deshalb ist der Kanon flexibel. Bei verschiedenen Gilden und Ländern kamen leicht verschiedene Tabellen heraus: irgendwo hat der Monat eine Blume, irgendwo zwei, und manchmal konkurrieren gleich drei Pflanzen miteinander. Eine einheitliche „richtige" Liste gibt es nicht und kann es nicht geben, weil die Tradition von unten wuchs, aus volkstümlichen Bräuchen, und nicht als ein einheitliches Gesetz von oben herabkam.
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Worin sich die Monatsblume vom Monatsstein unterscheidet
Stein und Blume des Monats sind zwei parallele Traditionen, und man sollte sie nicht verwechseln. Der Geburtsstein stützt sich auf alte Listen von Edelsteinen, deren Wurzeln bis zum Brustschild des Hohepriesters aus der Bibel und zur Astrologie zurückreichen. Die Blume wuchs aus volkstümlichen Bräuchen und der Sprache der Blumen. Der eine handelt von Mineralien, die andere von Pflanzen, aber sie wirken auf ähnliche Weise: Sie binden ein persönliches Zeichen an den Geburtsmonat.
Der Unterschied liegt auch im Charakter der Bedeutungen. Steine sprechen häufiger von Schutz, Reichtum, Gesundheit, Kraft: der Saphir von Weisheit, der Rubin von Leidenschaft, der Smaragd von Treue. Blumen sind fast immer weicher und wärmer: Hoffnung, Bescheidenheit, Zuneigung, Erneuerung, Erinnerung. Wenn der Stein ein Wappen ist, dann ist die Blume eine handgeschriebene Notiz.
Es gibt auch einen praktischen Unterschied. Ein Stein im Schmuck ist teurer und dauerhafter, man wählt ihn als Anlage und Familienerbstück. Die Blume ist im Design flexibler: Man malt sie in Email, graviert sie, gießt sie in Metall, und ein solcher Anhänger ist gewöhnlich zugänglicher im Preis und liest sich leichter als persönliches, warmes Geschenk. Viele verbinden gern beide Zeichen: den Monatsstein in der Fassung und die Blütenblätter seiner Blume ringsum.
Man sollte auch bedenken, dass die Blume ohne Hilfestellung verständlicher ist. Nicht jeder erinnert sich, dass der Granat der Stein des Januars ist, eine Nelke aber erkennt fast jeder. Deshalb gewinnt die Blume oft als Geschenk für einen Menschen, der der Welt der Mineralien fernsteht: Der Sinn erschließt sich mit einem Blick, ohne Tabellen und Erklärungen. Und wer beides liebt, stellt sich ein Paar zusammen, in dem der Stein für Glanz und Status und die Blume für Wärme und Geschichte steht.
Was schenken, Blume oder Monatsstein
Die Wahl zwischen Blume und Monatsstein hängt vom Menschen und vom Anlass ab. Der Stein gewinnt, wenn ein Geschenk zu einem runden Datum, ein Familienerbstück oder ein Ding gebraucht wird, das man als Anlage schätzt: Er ist dauerhaft, kostbar und mit Status verbunden. Die Blume überzeugt durch Weichheit und Klarheit: Ihre Bedeutung erschließt sich ohne Tabellen, eine Nelke oder eine Rose erkennt jeder, und warme Sinngehalte wie Zärtlichkeit und Hoffnung liegen näher am Herzen als „Reichtum" oder „Macht". Wenn ein Mensch der Welt der Mineralien fernsteht, trifft die Blume fast immer genauer. Für ein Jubiläum oder eine Hochzeit ist eher der Stein passend, für ein herzliches Zeichen der Aufmerksamkeit und ein Geschenk an die Mutter oder eine Freundin die Blume. Und wer beide Zeichen möchte, verbindet sie in einem Schmuckstück: davon unten mehr.
Blume und Stein desselben Monats in einem Schmuckstück
Am schönsten wirken Blume und Monatsstein zusammen, in einem Stück. Der Meister setzt den Monatsstein in den Kern der Blume desselben Monats: den Granat in die Januarnelke, den Smaragd in das Maiglöckchen des Mai, den Rubin in die Rose des Juli nach der westlichen Steinliste. So entsteht ein doppelter Talisman, in dem die Pflanze für Wärme und Geschichte und das Mineral für Glanz und Licht steht. Der Kniff ist besonders schön beim Anhänger und beim Ring: Die Blütenblätter umrahmen den Stein wie eine Fassung, und das Stück liest sich sofort in zwei Sprachen, der blumigen und der mineralischen. Für ein Familiengeschenk fasst man in einem Schmuckstück mehrere Paare zusammen, je eine Blume und einen Stein für jedes Kind, und der Anhänger verwandelt sich in eine kleine Chronik der Familie am Herzen.
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Wie sich die Monatsblume in Schmuck fügt
Blumen-Anhänger und Email
Der direkteste Weg, seine Blume zu tragen, ist ein Anhänger in ihrer Form. Juweliere gießen die Blütenblätter in Gold und Silber und fügen die Farbe mit Email hinzu: die gelbe Narzisse, den blauen Rittersporn, den leuchtend roten Mohn, das weiße Maiglöckchen. Email ist hier unersetzlich, denn nur es gibt die wahre Farbe der Blume wieder. Die Plique-à-jour-Technik lässt das Licht durch das durchscheinende Email fallen und macht das Blütenblatt wie lebendig, halbdurchsichtig, wie ein echtes.
Die Form der Blume ist dem Juwelier praktisch: Sie ist symmetrisch, lässt sich gut von einem winzigen Ohrstecker bis zum großen Anhänger skalieren und spielt schön mit dem Licht. Eine feine goldene Blume an der Kette wirkt zurückhaltend und passt für jeden Tag, eine große Emaille-Blumenbrosche wird zum leuchtenden Akzent auf einem einfarbigen Stoff.
Gravur und Personalisierung
Man muss die Blume nicht buchstäblich tragen. Oft wirkt eine Gravur eleganter: die Silhouette der Blume auf der Rückseite eines Medaillons, eine feine Kontur auf einem Ring, eine Streuung kleiner Blütenblätter entlang eines Anhängers. Die Gravur fügt eine zweite Schicht hinzu: außen ein Schmuckstück, innen ein persönliches Zeichen, das nur du siehst.
Gerade die Personalisierung macht die Monatsblume zu einem so gelungenen Geschenk. Zur Silhouette der Blume lässt sich leicht das Geburtsdatum, ein Initial oder ein kurzes Wort hinzufügen. So entsteht ein Ding, das man nicht zufällig kaufen kann: Es ist für einen bestimmten Menschen und seinen Monat zusammengestellt. Wie sich Blumenbilder in das allgemeine Wörterbuch der Symbole auf Schmuck einfügen, sollte man im Kopf behalten: Die Blume liest sich augenblicklich, ohne Erläuterung, und das ist ihre Stärke.
Metalle und Steine
Warmes Gold verträgt sich mit warmen Blumen: der Narzisse, der Ringelblume, der Rose. Kühles Silber unterstreicht die weißen und blauen, das Maiglöckchen, das Veilchen, den Rittersporn. Für einen Menschen mit warmem Hautunterton wird eine goldene Blume leuchten, für einen kühlen Unterton gibt Silber ein reineres und grafischeres Bild.
Steine fügen der Farbe Tiefe hinzu. Ein kleiner Rubin im Kern der Rose, ein blauer Saphir im Rittersporn, ein Perlentropfen im Maiglöckchen. Schön ist es, die Monatsblume mit dem Stein desselben Monats zu verbinden: So entsteht ein doppelter Talisman, in dem Pflanze und Mineral einander verstärken. Für alle, die Textur lieben, macht man die Blütenblätter matt und poliert den Kern, damit das Spiel des Lichts die Form betont.
Ring und Ohrringe mit Monatsblume
Der Anhänger ist nicht die einzige Form für die Monatsblume. Einen Ring mit Blume trägt man als tägliches Zeichen: ein kleines Blütenblattmotiv auf der Ringschiene oder eine einzelne plastische Blume anstelle eines Steins. Ohrringe lassen ein Paar gleicher Blumen bei Bewegung schön schwingen und das Licht einfangen, besonders wenn die Blütenblätter in der echten Farbe der Pflanze mit Email überzogen sind. Für den Ring sind kompakte Blumen mit klarer Form vorteilhaft, das Gänseblümchen, das Veilchen, die Kosmee: Sie verhaken sich nicht und halten ihr Aussehen über Jahre. Ohrringe vertragen auch üppigere Motive, die Rose oder die Chrysantheme, bei denen das Volumen zählt. Auch die Gravur ist hier passend: Eine feine Blumensilhouette entlang des Ringrandes wirkt zurückhaltend und passt zu jenen, die es nicht auffällig mögen. Ring und Ohrringe lassen sich leicht mit einem Anhänger derselben Blume zu einem Set zusammenstellen.
Armband und Brosche mit Monatsblume
Armband und Brosche geben der Monatsblume mehr Raum als ein feiner Anhänger. Auf dem Armband stellt man die Blumen in einer Reihe auf, je eine für jeden geliebten Menschen, und das Stück verwandelt sich in einen Familientalisman am Handgelenk. Ein einzelner Blumen-Charm an der Kette des Armbands wirkt als persönliches Zeichen, das immer sichtbar ist. Die Brosche bringt die Mode alter Porträts zurück: Eine große Emaille-Blume auf einfarbigem Stoff wird zum leuchtenden Akzent und zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. Für die Brosche sind üppige Motive mit plastischen Blütenblättern gut, die Chrysantheme, die Rose, der Mohn, bei denen der Meister mit Licht und Textur spielt. Das Armband mag kleinere und ebenmäßigere Blumen, damit die Reihe klar zu lesen ist. Beide Formen lassen sich leicht mit Datum oder Initial auf der Rückseite personalisieren, und dann ist das Schmuckstück nicht mehr zufällig zu kaufen.
Die Monatsblume als Tattoo
Man trägt seine Monatsblume nicht nur in Metall. Ein Tattoo mit der Geburtsblume ist zu einem stillen Weg geworden, ein persönliches Zeichen fürs ganze Leben zu verankern, ohne Kette und Verschluss. Am häufigsten sticht man eine feine grafische Silhouette der Blume des eigenen Monats, manchmal mit dem Geburtsdatum oder einem Initial daneben. Beliebt sind auch Familienvarianten: mehrere Blumen in einer Komposition, je eine für jeden geliebten Menschen, in einen gemeinsamen Stängel eingeflochten. Den Ort für das Bild wählt man nach dem Charakter: Handgelenk und Schlüsselbein für eine kleine Silhouette, Unterarm für einen größeren Zweig. Der Sinn ist derselbe wie beim Anhänger: die Nelke für Zuneigung, die Narzisse für Erneuerung, das Maiglöckchen für die Rückkehr des Glücks. Der Unterschied ist, dass ein Tattoo immer bei dir ist und sich als Versprechen an sich selbst liest. Wer nicht bereit für ein bleibendes Bild ist, kann dasselbe Motiv leicht in ein Schmuckstück übertragen und es nach Stimmung tragen und später entscheiden, ob es sich lohnt, es auf die Haut zu bringen.
Geschenk zum Geburtstag
Die Monatsblume ist wie geschaffen für ein Geschenk zum Geburtstag. Sie ist buchstäblich an das Datum gebunden, trägt eine warme Bedeutung und erfordert nicht, den Geschmack bei Steinen oder Stil zu erraten. Jemandem seine Blume zu schenken heißt zu sagen: Ich weiß, wann du geboren bist, und habe ein Zeichen genau für dich ausgewählt. Das wirkt auch für jemanden, der Schmuck gegenüber gleichgültig ist: Der Sinn erschließt sich sofort.
Praktisch ist auch, dass die Blume beim Budget flexibel ist. Ein feiner silberner Anhänger mit der Silhouette einer Blume klingt genauso warm wie ein großer goldener mit Email und Stein. Das Zeichen ist eines, und die Form wählt man nach Anlass und Geldbeutel, vom kleinen Zeichen der Aufmerksamkeit bis zum ernsten Geschenk zu einem runden Datum.
Die Monatsblumen in Kunst und Legenden
Blumen in Malerei und Stickerei
Lange vor Blumengeschäften und Schmuckkatalogen trugen die Menschen ihre Blumen schon auf dem Stoff und bewahrten sie auf Leinwänden. Mittelalterliche Damen stickten Veilchen und Maiglöckchen auf Tücher und legten in die Stiche dieselben Bedeutungen, die später in die Sprache der Blumen übergehen sollten: Treue, Reinheit, Erinnerung. Ein Strauß auf einem Porträt las sich wie eine Signatur: Der Maler legte der Dame eine Blume in die Hand, um dem Betrachter ohne Worte zu sagen, wer sie ist und wofür sie lebt.
Die holländischen Meister des Stilllebens brachten die Blumenmalerei zur Vollendung. Auf ihren üppigen Sträußen stand die Rose neben Mohn und Narzisse, und jede Blume trug ihre eigene Anspielung: die Rose für Liebe, der Mohn für die Zerbrechlichkeit des Lebens, die welkende Tulpe dafür, dass Schönheit kurz ist. Später, im Zeitalter des Jugendstils, kehrte die Blume schon in Metall und Email zurück: Die Juweliere formten die Blütenblätter so genau, als nähmen sie einen Abguss von einer lebendigen Pflanze, und gerade damals wurde der Blumen-Anhänger zu einem tragbaren Kunstwerk.
Legenden hinter den Blütenblättern
Fast jede Monatsblume hat ihre eigene Legende, und sie erklärt die Bedeutung besser als jedes Wörterbuch. Die Narzisse wuchs nach dem griechischen Mythos dort, wo sich ein Jüngling in sein Spiegelbild im Wasser vertiefte, daher auch der Beiklang der Selbstverliebtheit, der später zum hellen Sinn des Frühlings und der Erneuerung wechselte. Die Aster spross nach einer anderen Legende aus den Tränen einer Göttin, die von der Erde aus zu den fernen Sternen blickte, und trägt deshalb den Namen „Stern".
Das Maiglöckchen verband die christliche Tradition mit den Tränen der Gottesmutter am Kreuz, weshalb man es „Marientränen" nannte. Die Hyazinthe, verwandt mit vielen Frühlingsblumen, wuchs dem Mythos nach aus dem Blut eines umgekommenen Jünglings, den ein Gott beweinte. Diese Geschichten sind keine Verzierung der Blume, sondern ihr Kern: Gerade aus Mythos und Brauch entstand die Bedeutung, die wir heute in einen Anhänger legen.
Blumen in Poesie und Bräuchen
Dichter sprachen über Jahrhunderte in Blumen, und das Volk stimmte ihnen mit Bräuchen bei. Die Rose wurde zur Hauptblume der Liebeslyrik, das Veilchen besang man für seine bescheidene Treue, den Mohn für Schlaf und Vergessen. In dörflichen Vorstellungen sagten Blumen Wetter und Schicksal voraus: Das Gänseblümchen schloss sich vor dem Regen, und nach seinen Blütenblättern orakelte man „er liebt mich, er liebt mich nicht". Das Maiglöckchen bringt man in Frankreich noch heute am ersten Mai für das Glück und setzt einen Brauch fort, der über ein Jahrhundert alt ist.
Die Bräuche gingen von Land zu Land oft auseinander, und das sollte man im Kopf behalten, wenn man eine Blume als Geschenk wählt. Wo ein Volk in der Blume Freude sah, las ein anderes Trauer. Doch gerade diese Vielschichtigkeit macht die Monatsblume zu einem lebendigen Zeichen: Hinter ihr steht nicht eine trockene Zeile, sondern ein ganzer Chor aus Stimmen, Mythen und Vorstellungen, die ein Mensch auf seine eigene Weise hören darf.
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Wem man die Monatsblume schenkt
Der Mutter
Für die Mutter ist die Monatsblume ein fast ideales Geschenk. Man kann ihre eigene Blume nach dem Geburtsmonat nehmen oder in einem Anhänger die Blumen aller Kinder zusammenfassen: bei einer Mutter zweier Kinder sind das zwei Blumen nebeneinander, bei einer Mutter dreier drei. Ein solches Ding verwandelt sich in ein stilles Familienporträt, das sie am Herzen trägt. Die Nelke ist übrigens in vielen Ländern gerade die Blume des Muttertags.
Der Freundin
Der Freundin schenkt man die Blume als Zeichen, dass man sie sieht und sich an ihr Datum erinnert. Hier wirken warme Bedeutungen gut: Freundschaft bei der Chrysantheme, Zuneigung bei der Aster, Treue beim Veilchen. Man kann ihren Charakter aufgreifen und nicht nur den Monat: Der Mutigen steht ein leuchtender Emaille-Rittersporn, der Ruhigen ein feines silbernes Maiglöckchen. Das Geschenk wird persönlich, ohne das Risiko, bei Größe oder Geschmack danebenzugreifen.
Sich selbst
Seine Blume kauft man auch für sich selbst, und daran ist nichts Seltsames. Das ist ein ruhiger Weg, den eigenen Geburtstag zu begehen und jeden Tag ein kleines persönliches Zeichen zu tragen. Viele wählen nicht ihren Monat, sondern eine Blume mit einer im Geiste nahen Bedeutung: die Hoffnung des Schneeglöckchens, die Standhaftigkeit der Gladiole, die Erneuerung der Narzisse. Das Zeichen wirkt als stille Erinnerung an das, was einem Menschen gerade wichtig ist. Ein solches Ding lässt sich gut mit dem Beginn eines neuen Abschnitts verbinden: einem Jobwechsel, einem Umzug, der Erholung nach einer schweren Zeit, wenn man ein stilles Zeichen der Veränderung bei sich tragen möchte, das nur du siehst und das als persönlicher Talisman eines Neuanfangs wirkt.
Dem Partner und dem geliebten Menschen
Die Monatsblume ist auch als Geschenk an einen geliebten Menschen gut, denn hinter ihr steht die Aufmerksamkeit für das Datum und nicht eine zufällige Wahl in der Auslage. Dem Partner schenkt man seine eigene Blume oder eine Blume mit einer im Gefühl nahen Bedeutung: die Rose für Liebe, das Geißblatt für starke Bande, das Maiglöckchen für die Rückkehr des Glücks. Schön wirkt die Paar-Idee: zwei Blumen, seines und ihres Monats, in einem Anhänger oder in einem Paar Schmuckstücke, als stilles Zeichen dafür, dass zwei einander nah sind. Für einen Mann nimmt man das Blumenzeichen in zurückhaltender Form, als Gravur auf einem Medaillon oder als strenge Silhouette, damit das Stück ruhig zu lesen ist. Ein solches Geschenk spricht ohne Worte von der Aufmerksamkeit für einen Menschen und sein Datum, und darin liegt seine Stärke zum Jahrestag oder zum ersten ernsten Rendezvous.
Zur Geburt eines Kindes
Die Monatsblume ist auch ein warmes Geschenk zur Geburt eines Kindes. Der kleine Mensch kommt in einem bestimmten Monat zur Welt, und dieser Monat hat bereits seine eigene Blume mit einer hellen Bedeutung: beim März die Narzisse und der Neuanfang, beim Mai das Maiglöckchen und die Rückkehr des Glücks, beim September die Aster und die Weisheit. Der Mutter zur Erinnerung an die Geburt schenkt man einen Anhänger mit der Blume des Monats des Kindes, und oft fügt man das Datum der Geburt hinzu. Sind mehrere Kinder da, fasst man die Blumen zusammen in einem Schmuckstück, und es wächst mit der Familie mit. Ein solches Geschenk überdauert die ersten Jahre und bleibt lange bei einem Menschen, anders als Spielzeug und Kleidung. Später lässt sich die Blume des eigenen Monats auch an das Kind weitergeben, wenn es heranwächst.
Der Braut und zur Hochzeit
Die Monatsblume findet auch ihren Platz auf der Hochzeit. Der Braut schenkt man einen Anhänger mit ihrer eigenen Blume als stillen persönlichen Talisman unter dem Kleid, und manchmal flicht man dieselbe Blume in den Strauß, um Schmuck und Blumen durch ein Thema zu verbinden. Für das Paar ist die Idee zweier Blumen schön, der Monate von Bräutigam und Braut, in einem Schmuckstück vereint zur Erinnerung an den Tag. Die Bedeutungen wählt man hier hell: die Rose für Liebe, das Maiglöckchen für Glück, das Geißblatt für die Stärke der Bande, den Weißdorn für die Frühlingshoffnung. Das Geschenk ist von den Eltern, von den Gästen und vom Bräutigam an die Braut am Morgen vor der Zeremonie passend. Anders als der Strauß, der verwelkt, bleibt die Blume in Metall dem Paar über Jahre und lässt sich leicht mit der Gravur des Hochzeitsdatums ergänzen.
Der Kollegin, der Lehrerin und zum Einzug
Die Monatsblume hilft auch dort weiter, wo ein persönliches Geschenk riskant scheint: der Kollegin, der Lehrerin, dem Nachbarn zum Einzug. Hier nimmt man neutrale, warme Bedeutungen und eine zurückhaltende Form, damit die Geste als Aufmerksamkeit und nicht als Anspielung gelesen wird. Der Kollegin passt zum Anlass ein feiner Anhänger mit der Silhouette ihrer Monatsblume oder eine Gravur ohne leuchtendes Email. Der Lehrerin ist eine Blume mit der Bedeutung des Dankes angemessen, etwa die Duftende Wicke, oder die Chrysantheme als Zeichen der Achtung. Zum Einzug schenkt man die Blume des Hausherrn oder die Stechpalme, deren Sinn Schutz und die Wärme des Herdes ist. Ein solches Geschenk drängt nicht mit Nähe und zeigt zugleich, dass man das Datum oder den Charakter des Menschen erfahren hat. Die geringe Größe und das ruhige Metall machen es in jeder Umgebung passend.
Welche Blume man nach dem Geburtsdatum schenkt
Um eine Blume nach dem Geburtsdatum zu wählen, genügt es, den Monat zu kennen, Tag und Jahr sind nicht nötig. Sie schauen, in welchem Monat der Mensch geboren ist, und nehmen die dem Monat zugeordnete Blume aus der Liste, und hat der Monat zwei, wählen Sie jene, deren Bedeutung näher ist. Im Januar geboren, schenken Sie Nelke oder Schneeglöckchen, im Juni Rose oder Geißblatt, im November die Chrysantheme. Danach wählen Sie die Form nach dem Menschen: eine Emaille-Blume in Farbe für leuchtende Naturen, eine feine Gravur für zurückhaltende. Wenn die förmliche Monatsblume nicht gefällt, spricht nichts dagegen, eine Blume mit der passenden Bedeutung aus einem anderen Monat zu nehmen, denn die Liste ist ein Rahmen, kein Gesetz. Das hinzugefügte Geburtsdatum auf der Rückseite macht das Geschenk namentlich und genau.
Die Monatsblume als Geschenk zum Geburtstag
Die Monatsblume ist wie geschaffen für den Geburtstag: Sie ist buchstäblich an das Datum gebunden und trägt einen warmen Wunsch ohne viele Worte. Jemandem seine Blume zu schenken heißt zu zeigen, dass man sich daran erinnert, wann er geboren ist, und ein Zeichen genau für ihn ausgewählt hat und nicht das erstbeste Ding. Das hilft weiter, wenn ein Mensch Schmuck oder Steinen gegenüber gleichgültig ist: Der Sinn der Blume erschließt sich sofort, ohne Erklärungen. Praktisch ist auch die Flexibilität beim Budget: Ein feiner silberner Anhänger mit Silhouette klingt genauso warm wie eine große goldene Blume mit Email. Zum Geschenk lässt sich leicht das Datum oder ein kurzes Wort hinzufügen, und dann wird das Ding wirklich persönlich. Zu einem runden Datum verbindet man die Monatsblume oft mit dem Stein desselben Monats.
Die Traditionen unterscheiden sich nach Ländern
Man sollte es ehrlich wiederholen: Eine einheitliche Liste gibt es nicht. Was in einem Land die Blume des Augusts ist, ist in einem anderen die Blume des Juli, und mancherorts hat der Monat überhaupt eine andere Pflanze. Der englische und der amerikanische Kanon decken sich am häufigsten, doch auch sie gehen in Details auseinander, besonders dort, wo im Monat zwei Blumen konkurrieren.
Auch die Bedeutungen selbst unterscheiden sich. Die Chrysantheme ist in Japan Freude und Sinnbild des Kaisers, in Frankreich und Italien aber bringt man sie auf den Friedhof, und ein Strauß Chrysanthemen kann dort falsch verstanden werden. Der Mohn ist für die einen Fantasie und Trost, für die anderen ein strenges Sinnbild des Gedenkens an die Gefallenen. Sogar die Nelke, die warme Blume des Muttertags in manchen Ländern, gilt in anderen als unglückliches Geschenk.
Der Schluss ist einfach: Die Liste der Monatsblumen ist kein Gesetz, sondern ein schöner Rahmen. Wenn Ihre persönliche Blume Ihnen von der Bedeutung her näher ist als die dem Monat förmlich zugeteilte, nehmen Sie jene, die anklingt. Die Tradition ging immer um das Gefühl und nicht um ein Regelwerk, und darin liegt ihre Wärme.
Die Monatsblume im Osten
Im Osten gibt es einen eigenen Blick auf die Monatsblumen, und er weicht mitunter vom westlichen ab. In Japan ist die Chrysantheme ein Sinnbild der Sonne, der Langlebigkeit und des Kaiserhauses, nicht des Gedenkens an die Gefallenen wie in Teilen Europas, und das herbstliche Chrysanthemenfest feiert man dort seit Jahrhunderten. In China gilt die Narzisse, die zum neuen Jahr blüht, als Zeichen für Glück und Wohlstand für das ganze Jahr, und man schenkt sie mit der besten Bedeutung. Der Lotus, verwandt mit der westlichen Seerose, bedeutet in der buddhistischen Tradition das geistige Erwachen und die Reinheit, die aus dem dunklen Wasser zum Licht aufgestiegen ist. Deshalb liest man ein und dieselbe Blume an verschiedenen Enden der Welt unterschiedlich, und ein Geschenk im Ausland sollte man mit dem örtlichen Brauch abgleichen, damit eine warme Geste nicht falsch verstanden wird.
Blume der Woche und Blume des Geburtstags
Neben der Monatsblume begegnen einem auch feinere Systeme: die Blume der Woche und sogar die Blume des Geburtstags. Sie sind jünger und weniger beständig, oft erdenken sie Floristen und Kalendermacher für einen bestimmten Markt, deshalb gibt es hier erst recht keine einheitliche Liste. Die Idee ist dieselbe: eine Pflanze an einen Zeitabschnitt zu binden und ihr eine Bedeutung zu geben. In der Praxis hat sich die Blume des Tages kaum durchgesetzt, die Einteilung ist zu fein, die Monatsblume dagegen bleibt die praktischste: Es gibt genau zwölf Monate, die Liste ist leicht zu merken, und sie deckt sich mit dem vertrauten Kalender der Geburtssteine. Wenn man also ein persönliches Blumenzeichen möchte, ist es sicherer, sich an den Monat zu halten: Die Tradition ist älter, beständiger und verständlicher, sowohl für den Floristen als auch für den Juwelier und für den, der das Geschenk erhält. Die feineren Systeme sollte man als Spiel und angenehme Ergänzung auffassen und nicht als Ersatz für die vertraute Monatstabelle, auf die sich Blumenkarten, Schmuckkataloge und Familientraditionen des Schenkens auf der ganzen Welt stützen.
Mythen und Wahrheit über die Monatsblume
Fakten, die überraschen
Eine einzelne Narzisse bringt Unglück, ein Strauß Glück. Ein alter britischer Brauch rät, niemals eine einzelne Narzisse zu schenken: Man glaubte, sie bringe Unheil. Ein ganzer Arm voll dagegen verspricht Freude und Wohlstand für das ganze Jahr.
Die Gladiole ist nach dem Schwert benannt. Ihr Name geht auf das lateinische „gladius", das kurze römische Schwert, zurück, wegen der Form der langen, spitzen Blätter. Der deutsche volkstümliche Name „Schwertlilie" sagt genau dasselbe.
Das Gänseblümchen ist das „Auge des Tages". Das englische Wort „daisy" zog sich aus „day's eye" zusammen: Die Blume schließt ihre Blütenblätter zur Nacht und öffnet sie mit dem Morgengrauen, als blinzelte sie der Sonne hinterher.
Die Chrysantheme ist die höchste Auszeichnung Japans. Der Chrysanthemenorden ist die älteste und ehrwürdigste staatliche Auszeichnung des Landes, und die Blume selbst ist das Sinnbild des Kaiserhauses. Der Kaiserthron in Japan heißt entsprechend Chrysanthementhron.
Die Aster wuchs aus sternenhaften Tränen. Nach einer griechischen Legende sprossen die Asterblumen dort, wo die Tränen einer Göttin, die zu den Sternen blickte, auf die Erde fielen. Daher auch der Name: „aster" bedeutet auf Griechisch Stern, und die Form der Blume ist tatsächlich sternförmig.
Der Rittersporn ist ein kleiner Delphin. Das lateinische „Delphinium" gab man der Blume für die Form der ungeöffneten Knospe: Die Alten sahen in ihr einen Delphinkopf. Ein und dieselbe Pflanze trägt zwei verschiedene Namen, Rittersporn und Delphinium.
Die Kosmee ist nach der Ordnung des Universums benannt. Das griechische „kosmos" bedeutet Ordnung und Harmonie. Die Botaniker gaben der Blume diesen Namen für ihre makellos ebenmäßigen, symmetrisch ausgelegten Blütenblätter, in denen sie das Bild des Weltgleichgewichts sahen.
Das Maiglöckchen schenkt man in Frankreich einmal im Jahr für das Glück. Am ersten Mai tauschen die Franzosen Maiglöckchenzweige aus, und an diesem Tag darf man die Blume sogar ohne Lizenz verkaufen. Die Tradition ist über ein Jahrhundert alt.
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Häufige Fragen
Was ist eine Geburtsblume?
Das ist eine Blume, die dem Monat zugeordnet ist, in dem ein Mensch geboren wurde, ähnlich dem Geburtsstein, nur aus der Welt der Pflanzen. Jeder Monat hat seine eigene Blume, manchmal zwei, und jede hat ihre eigene Bedeutung: Liebe, Hoffnung, Treue, Erinnerung. Die Tradition wuchs aus volkstümlichen Bräuchen und der viktorianischen Sprache der Blumen, in der man sich mit Pflanzen in Gefühlen erklärte.
Welche Blume haben die im März Geborenen?
Die Blume des März ist die Narzisse, der Bote des Frühlings und das Sinnbild des Neuanfangs, der Wiedergeburt und des Glücks. Nach einem alten Brauch schenkt man sie besser als Strauß und nicht einzeln. Für die März-Geborenen liest sich die Narzisse als Wunsch nach einem hellen Start und Wohlstand, besonders in Gelbgold.
Worin unterscheidet sich die Monatsblume vom Monatsstein?
Der Geburtsstein stützt sich auf alte Listen kostbarer Mineralien und spricht häufiger von Schutz, Kraft und Reichtum. Die Blume wuchs aus der Sprache der Blumen und trägt wärmere, persönlichere Bedeutungen: Zärtlichkeit, Zuneigung, Erneuerung. Der Stein ist teurer und dauerhafter, die Blume flexibler im Design und leichter als herzliches Geschenk zu lesen. Viele verbinden beide Zeichen in einem Schmuckstück.
Hat jeder Monat wirklich nur eine Blume?
Nicht immer. Ein Teil der Monate hat traditionell zwei Blumen: der Januar Nelke und Schneeglöckchen, der April Gänseblümchen und Duftende Wicke, der Mai Maiglöckchen und Weißdorn. So kam es, weil sich die Listen aus verschiedenen volkstümlichen Bräuchen und Blumengilden zusammensetzten. Man kann jene der beiden wählen, die von der Bedeutung her näher ist.
Darf man einem Mann eine Monatsblume schenken?
Ja, und Blumenzeichen trugen historisch Menschen jeden Geschlechts. Die Gladiole bedeutet Charakterstärke und Ehre, der Mohn Erinnerung und Standhaftigkeit, die Stechpalme den Schutz des Hauses. Im Schmuck für einen Mann nimmt man die Blume gewöhnlich in grafischer, zurückhaltender Form: eine Gravur auf einem Medaillon, eine strenge Silhouette auf einem Siegelring, dunkles Email. Wichtig sind Maßstab und Charakter des Stücks.
Sind die Listen der Monatsblumen überall gleich?
Nein. Die englische und die amerikanische Variante decken sich am häufigsten, doch im Detail gehen die Kanons auseinander, besonders bei Monaten mit zwei Blumen. Auch die Bedeutungen unterscheiden sich: Die Chrysantheme ist im Westen mit der Erinnerung verbunden, in Japan mit Freude und Sonne. Ein einheitliches Gesetz gibt es nicht, und das ist normal: Die Tradition wuchs aus dem volkstümlichen Brauch.
Welches Schmuckstück mit Monatsblume wählt man als Geschenk?
Gehen Sie vom Menschen aus. Für die Mutter ist eine Variante mit den Blumen all ihrer Kinder in einem Anhänger gut. Für eine romantische Natur eine Emaille-Blume in Farbe, für eine zurückhaltende eine feine Gravur der Silhouette. Zum warmen Hautunterton passt Gold, zum kühlen Silber. Das Hinzufügen des Geburtsdatums oder eines Initials verwandelt das Ding in ein Geschenk, das man nicht zufällig kaufen kann.
Muss man unbedingt seine eigene Blume nach dem Monat tragen?
Nein. Die Liste ist ein schöner Rahmen, keine Regel. Wenn Ihnen von der Bedeutung her die Standhaftigkeit der Gladiole oder die Erneuerung der Narzisse näher ist als die Ihrem Monat förmlich zugeteilte Blume, nehmen Sie jene, die anklingt. Die Tradition ging immer um das Gefühl, deshalb ist der persönliche Sinn wichtiger als der Kalender.
Blumen-Anhänger, Anhänger mit Email, Symbolik, Gravur und Paar-Sets in Silber und Gold.
Fazit
Die Geburtsblume ist ein warmer, fast vergessener Weg, einem Menschen zu sagen, dass man sich an sein Datum erinnert und ein persönliches Zeichen für ihn ausgewählt hat. Hinter jeder Blume zieht sich ihr eigener Sinn her: die Hoffnung des Schneeglöckchens, die Treue des Veilchens, die Erneuerung der Narzisse, die Standhaftigkeit der Chrysantheme. Diese Bedeutungen erdachten keine Marketingfachleute, sie wuchsen aus volkstümlichen Bräuchen, Mythen und der alten Sprache der Blumen.
Die Schönheit der Tradition liegt in ihrer Weichheit. Der Monatsstein spricht von Reichtum und Schutz, die Blume von Zärtlichkeit, Zuneigung und Anfang. Sie lässt sich leicht in ein Schmuckstück fassen: in Metall gießen, mit Email bemalen, die Silhouette gravieren, ein Datum hinzufügen. So entsteht ein Ding, das man jeden Tag trägt und das leise an etwas Eigenes erinnert.
Und wenn die Ihrem Monat förmlich zugeteilte Blume Ihnen nicht nahe ist, nehmen Sie jene, deren Bedeutung anklingt. Die Liste war nie ein Gesetz. Sie ging immer um das Gefühl.
Blumen-Anhänger, Emaille-Anhänger, Symbolik der Geburtsblume und persönliche Gravur in Silber und Gold.
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Zevira fertigt Schmuck in den handwerklichen Traditionen von Albacete, Spanien. Blumen- und Naturmotive sind eine der wichtigsten Sprachen unserer Kollektionen: Hinter jeder Blume steht ein konkreter Sinn, den wir genau wiederzugeben versuchen, gestützt auf die Geschichte des Zeichens und nicht ungefähr.
Was sich bei uns zum Thema Geburtsblume finden lässt:
- Blumen-Anhänger mit ausgearbeiteten Blütenblättern in Silber und Gold
- Emaille-Anhänger in den echten Farben der Pflanzen, von der gelben Narzisse bis zum blauen Rittersporn
- Medaillons und Ringe mit der Gravur einer Blumensilhouette zur Personalisierung
- Paar- und Familienanhänger mit den Blumen aller Kinder für die Mutter
- Verbindungen von Blume und Stein desselben Monats in einem Schmuckstück
Persönliche Gravur und das Hinzufügen eines Datums sind möglich. Silber 925 und Gold 14 bis 18 Karat.
































