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Haarkämme und Spangen mit Steinen: Haarschmuck, der die Frisur hält und Blicke fängt

Haarkämme und Spangen mit Steinen: Haarschmuck, der die Frisur hält und Blicke fängt

Der Haarkamm ist älter als Ohrring und Ring. Mit ihm steckte und hielt man die Frisur schon in der Steinzeit, als Menschen von Metallschmuck nur träumen konnten: Die ersten Kämme schnitt man aus Knochen, Horn und Holz, lange bevor man Draht biegen lernte. Ein Schmuckstück, das wir für eine Kleinigkeit auf dem Boden des Kosmetikbeutels halten, ist in Wahrheit eines der ältesten Objekte auf dem Kopf des Menschen.

Und bis heute ist es eine seltene Sache, die gleich in zwei Rollen arbeitet. Ein Kamm mit Steinen hält den Dutt wie ein Werkzeug und glänzt am Hinterkopf wie ein Schmuckstück. Ein Ohrring schmückt nur. Ein Ring schmückt nur. Der Kamm aber leistet Arbeit und bleibt dabei der auffälligste Akzent in der Frisur, weil er sich auf Augenhöhe des Gegenübers befindet.

Dieser Artikel handelt von der ganzen Familie des Haarschmucks: Kämme, Steckkämme, Haarnadeln, Klammern, Haarkrebse, Haarklemmen mit Stein, Haarreifen. Woher sie stammen, wodurch sie sich unterscheiden, woraus sie gemacht sind, wie sie in unterschiedlichem Haar halten und wie man sie zum Look wählt, ohne den Kopf in eine Vitrine zu verwandeln.

Welches Haarschmuckstück ist deins?
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Wie sind deine Haare?

Arten von Haarschmuck: wer ist wer

Das Wort Spange dehnt sich im Alltag auf ein Dutzend verschiedener Dinge. Zwischen ihnen gibt es echte Unterschiede: in der Form, darin, wie sie halten, und darin, für welchen Anlass sie taugen. Gehen wir die ganze Familie durch, ein Stück nach dem anderen.

Peineta-Kamm: der hohe Kamm, den man in den Dutt steckt

Die Peineta (spanisch peineta, gesprochen Peineta) ist ein hoher, gewölbter Kamm mit langen Zinken, den man senkrecht in das aufgesteckte Haar steckt, meist in einen Dutt am Hinterkopf. Ursprünglich hielt er die Spitzenmantilla, doch auch für sich allein wirkt er wie eine Krone, die die Silhouette der Frisur nach oben hebt. Die Zinken sind lang, um den dichten Haarknoten ganz zu durchstechen, und der obere Bogen bleibt sichtbar und trägt den ganzen Dekor: Schnitzerei, Steine, Perlmutt. Die spanische Tradition von Spitze und Kamm haben wir ausführlich im Beitrag über Mantilla und Peineta behandelt.

Dekorativer Steckkamm: Akzent seitlich oder über dem Dutt

Goldene dekorative Haarnadel, fränkische Arbeit, 7. Jahrhundert
Goldene Haarnadel fränkischer Arbeit, 7. Jahrhundert. Schon eine einzige dekorative Spange an der Schläfe arbeitete jahrhundertelang als Akzent der Frisur. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0).Hairpin, 7th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Der dekorative Steckkamm ist niedriger und kompakter als die Peineta. Es ist ein kurzer Kamm mit ein paar Zentimetern Zinken und einer schmucken Leiste oben, übersät mit Steinen, Perlen oder Emaille. Man versteckt ihn nicht, im Gegenteil, man setzt ihn an eine sichtbare Stelle: seitlich über dem Ohr, am Rand des Dutts, am Ansatz des Pferdeschwanzes. Er hält, weil die Zinken eine Strähne fassen und sich darunter schieben, und das Gewicht der Leiste drückt den Kamm an den Kopf. Das ist die schmuckhafteste von allen Varianten und die häufigste Wahl für den Abend.

Kanzashi-Nadel: das japanische Stäbchen mit Anhänger

Kanzashi (kanzashi, Kanzashi) sind japanischer Haarschmuck: Stäbchen, Nadeln und Blütenanhänger, mit denen man traditionelle Frisuren feststeckte. Ein Teil davon ist als lange, spitze Nadel mit verziertem Kopf gebaut, ein Teil als Kamm, ein Teil als herabhängende Traube aus Seidenblütenblättern. Der Stein oder die Perle sitzt am Ende, das außerhalb der Frisur bleibt und sich bei Bewegung wiegt. Kanzashi halten das Haar nicht mit einer Klemme, sondern durch das Durchstecken durch den Knoten, deshalb arbeiten sie umso besser, je dichter und voller die Strähnen aufgesteckt sind.

Haarklemme: die Feder, die die Strähne greift

Die Klemme (manchmal Klick-Klack oder Automatikspange genannt) hält das Haar mit einer Metallfeder: drücken, die Strähne einrasten lassen, loslassen. Das ist das praktischste Format für jeden Tag, weil es kein Stylingkönnen verlangt und sogar rutschiges, glattes Haar hält. Die Schmuckversion der Klemme trägt Steine auf der oberen Platte und versteckt den Mechanismus im Inneren. Die Größe wählt man nach dem Haarvolumen: Eine kleine Klemme öffnet sich an einem dicken Schwanz einfach wieder.

Haarkrebs: die Klaue mit Zinken für den voluminösen Dutt

Der Haarkrebs (nach der Form der Klaue auch Krebsklammer genannt) ist eine Klemme mit zwei kammartigen Hälften an einer Feder, die ein großes Haarvolumen im Ganzen fasst. Der Haarkrebs ist unersetzlich für den lässigen hohen Dutt: Strang drehen, einschlagen, mit dem Krebs greifen, fertig. Ein verzierter Krebs mit Steinen über den Rücken verwandelt die faulste Frisur mit einer Bewegung in eine schmucke. Je größer der Krebs, desto mehr Haar hält er, deshalb nimmt man für die dichte Mähne einen großen und für feine Strähnen einen kleinen, sonst rutscht er unter dem eigenen Gewicht ab.

Haarklemme mit Stein: punktueller Glanz an der Schläfe

Die Haarklemme (englisch bobby pin) ist genau jene flache Metallnadel, die sich im Haar versteckt. Die Schmuckversion dreht die Idee um: Statt zu verschwinden, trägt sie am Ende einen Stein, eine Perle oder eine Figur und bleibt sichtbar. Mehrere solcher Klemmen legt man als Pfad an der Schläfe aus, entlang des Scheitels oder am Rand des aufgesteckten Haars. Das ist die zarteste Art, Glanz hinzuzufügen: punktuell, ohne ein massives Teil.

Haarreif: der Bogen quer über den Kopf

Der Haarreif (oder Reif) ist ein steifer Bogen, der quer über den Kopf gelegt wird und durch die Stütze hinter den Ohren hält. Die Steine darauf laufen über den ganzen Bogen oder sind seitlich zu einem Akzent gesammelt. Der Reif hält weniger die Frisur, als dass er das Gesicht rahmt und das Haar aus der Stirn nimmt. Wichtig ist, ihn nicht mit dem Diadem zu verwechseln: Der Reif liegt auf dem Scheitel und hinter den Ohren, das Diadem setzt man näher zur Stirn und liest sich als Krone. Den Unterschied zwischen Kopfschmuck und Stirnkränzen haben wir ausführlich im Artikel über Tiara und Diadem erklärt.

Geschichte: vom Knochenkamm bis zum Art déco

Haarschmuck hat eine lange und überraschend reiche Ahnenreihe. Hinter ihm stehen ganze Epochen, Moden und sogar Trauerrituale. Gehen wir die wichtigsten Punkte durch.

Antike Kämme: Knochen, Bronze, Elfenbein

Goldener Haarschmuck mit Granulation und gedrehtem Draht, 12. bis 13. Jahrhundert
Goldener Haarschmuck aus dem 12. bis 13. Jahrhundert: Guss, Granulation und gedrehter Draht. Die paarigen Auflagen wurden in die Frisur gesteckt und betonten den Status der Trägerin. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0).Hair Ornament, One of a Pair, 12th–13th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Die frühesten Kämme fertigte man aus Knochen, Horn und Holz schon in vorgeschichtlicher Zeit, und sie dienten sowohl der Frisur als auch der Hygiene: dem Auskämmen. Im Alten Ägypten schmückte man Kämme aus Holz und Elfenbein mit Schnitzereien von Vögeln und Tieren und legte sie zusammen mit Spiegeln ins Grab. Griechen und Römer trugen Kämme aus Buchsbaum, Knochen und Bronze, wobei die Frauenfrisuren jener Epoche so kompliziert waren, dass sie ohne Nadeln aus Knochen und Metall schlicht nicht hielten. Eine römische Matrone steckte einen Turm aus Locken mit einem Dutzend Knochennadeln fest, und ein Teil davon war ganz offen dekorativ.

Spanische Peineta und Mantilla: der Kamm als Teil des Kostüms

In Spanien wuchs der hohe Kamm zu einem eigenen Stolzobjekt heran. Bis zum achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert wurde die Peineta zum Gerüst, über das man die Spitzenmantilla warf, und zugleich zum eigenständigen Schmuck der Aristokratin. Man schnitt sie aus Schildpatt, und je höher und feiner der Kamm war, desto teurer. Goya hat dieses Bild in seinen Porträts spanischer Schönheiten verewigt. Bis heute ist die Peineta mit Mantilla die festliche Tracht für den Stierkampf, die Karwoche und die Hochzeit im traditionellen Stil.

Japanische Kanzashi: Stäbchen, Jahreszeiten und Status

Goldener Haarschmuck mit Türkis-Einlage, China, 8. Jahrhundert
Goldener Haarschmuck mit Türkis-Einlage, China, 8. Jahrhundert. Die östliche Tradition, die Frisur mit Steinen zu schmücken, ist um einige Jahrhunderte älter als die japanischen Kanzashi. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0).Hair Ornament, 8th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

In Japan formte sich der Haarschmuck zu einer ganzen Sprache. Bis zur Edo-Zeit wurden Kanzashi zum Merkmal für Alter, Jahreszeit und Stellung der Frau: die Kirschblüte im Frühling, der Ahorn im Herbst, herabhängende Anhänger für junge Mädchen, strenge Stäbchen für verheiratete. Geishas und Maiko trugen komplexe Sätze von Kanzashi, an denen sich ihr Status und die Jahreszeit ablesen ließen. Als Material dienten Lack, Schildpatt, Silber, Knochen und Seide. Das ist wohl das am weitesten ausgearbeitete System von Haarschmuck der Welt: schön und mit Bedeutung in jedem Detail.

Jugendstil: Libellenkämme aus Horn und Emaille

An der Wende vom neunzehnten zum zwanzigsten Jahrhundert verliebte sich der Jugendstil in den Kamm. Meister bogen aus Horn halbdurchsichtige Libellenflügel, Irisblüten und Frauenprofile, fügten Emaille, Opale, Mondstein und Perlmutt hinzu. Der Kamm hörte auf, bloße Stütze für die Frisur zu sein, und wurde zur kleinen Skulptur am Hinterkopf. Die fließenden Naturlinien des Stils legten sich ideal auf die Form des Kamms, und genau diese Jahre brachten die berühmtesten Schmuckkämme der Geschichte hervor.

Art déco: Geometrie, Gagat und Glanz

Danach kam das Art déco mit Kurzhaarschnitten und strenger Geometrie. Lange Zöpfe verschwanden, und mit ihnen ein Teil der klassischen Kämme, dafür blühten Bandeaus, Reifen und Broschenspangen, die man in den kurzen Bob oder die Welle steckte. Steine legte man in klaren Strahlen und Zickzacklinien aus, man liebte den Kontrast von Schwarz und Weiß, Bergkristall und Glanz. Der Haarschmuck wurde flach, grafisch und funkelnd, passend zur neuen Epoche der Partys.

Viktorianische Trauerkämme aus Gagat

Ein eigenes und etwas düsteres Kapitel: die viktorianische Trauer. Nach dem Tod von Prinz Albert trug Königin Victoria jahrelang Trauer, und ganz Britannien folgte ihr. In Mode kam Schmuck aus Gagat, schwarzem versteinertem Holz, leicht und matt-schwarz. Aus Gagat schnitt man Trauerkämme, Broschen und Nadeln: dunkel, ohne Glanz, passend zur Trauer. In Spanien spielte das Azabache eine ähnliche Rolle, derselbe Gagat, den man auch in Peinetas und Amulette einsetzte. Der schwarze Kamm war eine Möglichkeit, in voller Aufmachung zu bleiben, ohne die Regeln der Trauer zu brechen.

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Materialien: woraus man Kämme und Spangen macht

Vom Material hängen Gewicht, Glanz, Langlebigkeit und das ab, wie sich das Schmuckstück im Haar verhält. Gehen wir die wichtigsten durch.

Acetat: der ehrliche Ersatz für Schildpatt

Historisch schnitt man die teuersten Kämme aus dem Panzer der Meeresschildkröte: ein warmes honigbraunes Material mit Maserung. Heute steht Schildpatt unter Schutz, und es ersetzt ehrlich das Acetat, ein gepresster Zellulosekunststoff, der genau jenes bernsteinbraune Muster wiederholt. Acetat ist leicht, warm in der Hand, fängt das Haar nicht und federt angenehm. Das Muster nach Schildpatt-Art ist keine Fälschung, sondern eine eigenständige Klassik: Genau so sehen die meisten festlichen Kämme heute aus, und sie sehen wertvoll aus.

Silber: die Fassung für Steine

Silber 925 ist die klassische Basis für Schmuckkämme und Haarnadeln: Darin setzt man Steine, daraus biegt man die durchbrochene Leiste, damit überzieht man die Zinken. Silber ist fester als weiche Legierungen und altert schön, indem es eine leichte Patina in den Vertiefungen des Musters ansetzt. Ein Minus gibt es: das Gewicht. Eine massive Silberleiste zieht den Kamm nach unten, deshalb verlangen große Silberkämme eine dichte Frisur, die das Gewicht hält. Wer das Metall selbst verstehen möchte, findet einen eigenen Ratgeber zu Silber 925.

Perlmutt: das weiche Leuchten der Muschel

Perlmutt ist die innere Schicht der Muschel, dasselbe Material wie die Hülle der Perle. Es schimmert in sanftem Regenbogenlicht ohne harten Glanz und sieht im Haar ideal aus: Es funkelt nicht aggressiv, sondern leuchtet von innen. Perlmutteinlagen in Kämmen und Spangen liebt man dafür, dass sie zu jeder Haarfarbe und jedem Hautton passen. Besonders gut ist Perlmutt im Brautschmuck, wo man Licht braucht und nicht das Funkeln eines Brillanten.

Bergkristall: Glanz ohne den Preis des Brillanten

Bergkristall ist durchsichtiger, farbloser Quarz, den man bis zum funkelnden Glanz geschliffen hat. Er gibt genau jenen Brillant-Effekt auf dem Kamm, ohne Anspruch auf Edelstein: ein ehrlicher, durchsichtiger Stein mit einer Geschichte über Jahrtausende. Im Art déco legte man ihn in Strahlen aus, in Brautkämmen fasst man damit die Perle ein. Kristall ist schwerer als Glas und klingt heller in der Hand, er zerkratzt nicht von Kosmetik und hält die Facetten lange. Über durchsichtigen und rosa Quarz haben wir einen eigenen Beitrag.

Perlen: der Hauptstein des Brautkamms

Perle und Haarschmuck sind verwandt von Natur aus: Beides ist aus der Muschel gewachsen. Perlen im Kamm geben ein weiches, warmes, nicht schreiendes Licht, das besonders der Braut und jedem aufgesteckten, ordentlichen Look steht. Die Perle fürchtet Trockenheit und mag es, herausgeholt und getragen zu werden, deshalb ist Haarschmuck mit Perlen kein Ding für das Regal, sondern eines, das man anlegen sollte. Alles über Arten und Auswahl der Perle haben wir im vollständigen Perlen-Ratgeber gesammelt.

Emaille: die Farbe, die nicht verblasst

Emaille ist Glas, bei hoher Temperatur mit Metall verschmolzen. Sie gibt eine satte, tiefe Farbe, die nicht ausbleicht und sich nicht abreibt: die blaue Iris, das grüne Blatt, der schwarze Grund unter der weißen Blüte. Im Jugendstil brachte man die Emaille auf Kämmen zur Vollendung, und heute ist eine farbige Spange mit Emaille eine Möglichkeit, der Frisur eine Farbe zu geben, die Jahrzehnte übersteht. Über Technik und Pflege von farbigem Glas gibt es einen Beitrag über Emaille.

Gagat und Azabache: mattes Schwarz ohne Glanz

Gagat ist leichtes schwarzes versteinertes Holz, warm in der Hand und matt-dunkel ohne Blitze. In Spanien nennt man dasselbe Material Azabache. Ein schwarzer Kamm aus Gagat braucht es dort, wo Glanz unpassend oder schlicht nicht nötig ist: ein strenger Abend, ein tiefer dunkler Look, ein feiner Stil. Gagat ist so leicht, dass ein großer Kamm daraus die Frisur fast nicht nach unten zieht, und das ist sein großes Plus. Ein Minus gibt es: Er ist weich und fürchtet Stöße, deshalb darf man so einen Kamm nicht fallen lassen und in die gemeinsame Schatulle werfen.

Messing und Vergoldung: warmer Glanz ohne den Preis des Goldes

Nicht jede festliche Spange muss aus Silber sein. Messing und eine vergoldete Basis geben einen warmen goldenen Glanz, der zu warmer Haut und dunklem Haar passt, bei einem weit bescheideneren Preis. Wichtig ist es, den Unterschied zwischen echter Vergoldung und einer dünnen Schicht zu kennen, die sich in einer Saison abreibt: Über die Langlebigkeit der Schicht nach Mikrometern haben wir einen ausführlichen Guide zur Vergoldung. Auf der Spange hält die Schicht länger als auf dem Ring, weil sie sich fast nicht reibt, und ein guter goldener Kamm trägt sich über Jahre.

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Wie das Schmuckstück im Haar hält

Der häufigste Reinfall mit einem schönen Kamm: Er ist nach einer halben Stunde verrutscht und gefallen. Es liegt fast immer nicht am Kamm, sondern daran, dass man ihn in den falschen Haartyp gesteckt hat. Schauen wir uns die Mechanik an.

Warum der Kamm hält (und warum er rutscht)

Jeder Haarschmuck hält durch Reibung und Stütze. Die Zinken führen die Strähne ein und drücken sie an den Kopf, und der Kamm selbst stützt sich mit dem Bogen in die Haarmasse. Er rutscht aus zwei Gründen ab: Das Haar ist zu glatt, um Reibung zu erzeugen, oder der Kamm ist zu schwer für das Volumen, das er halten soll. Deshalb sind rutschiges glattes Haar und ein massiver Kamm ein schlechtes Paar, und ein leichter Kamm in toupiertem oder texturiertem Haar sitzt wie angegossen.

Feines Haar: leicht und greifend

Feines Haar braucht einen leichten Kamm mit dichten, dünnen Zinken und eine kleine Dekorfläche, sonst zieht das Gewicht alles nach unten. Es hilft ein Kniff: den Kamm mit den Zinken nach oben einführen, in die Strähne stecken und dann nach unten und in die Tiefe drehen, so beißt er sich ins Haar und hält fester. Eine leichte Textur (Trockenshampoo, leichtes Toupieren am Ansatz) fügt Reibung hinzu. Klemmen mit Stein und kleine Steckkämme arbeiten bei feinem Haar besser als ein schwerer Haarkrebs, der einfach abrutscht.

Dichtes Haar: darf schwerer und größer sein

Dichtes Haar hat Glück: Es hält fast alles. Ein großer Haarkrebs, eine massive Peineta, ein schwerer Silberkamm, alles findet hier, wozu es greifen kann. Das Hauptproblem dichten Haars ist das umgekehrte: Ein kleines Schmuckstück versinkt darin und hält das Volumen nicht. Deshalb nimmt man für die dichte Mähne einen großen Haarkrebs oder einen langen Kamm mit tiefen Zinken, der die ganze Masse durchsticht. Eine schwere Silber- oder Steinleiste ist hier ein Plus, kein Minus.

Kurzes Haar und Bob: Setzen auf Klemme und Haarklemme

Kurzes Haar und Bob sind kein Urteil gegen Schmuck, nur ein anderes Set. Einen großen Dutt bekommt man nicht zusammen, dafür arbeiten Klemme seitlich, ein Pfad aus Haarklemmen mit Steinen an der Schläfe, ein kleiner Steckkamm über dem Ohr und der Reif hervorragend. Das Art déco hat ja gerade den Schmuck für kurze Schnitte erfunden: Die flache Broschenspange in der Welle an der Schläfe war der Hauptakzent der Epoche. Je kürzer das Haar, desto stärker setzt man auf punktuellen Glanz und nicht auf ein massives Teil.

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Form des Schmucks und wohin man ihn setzt

Ein und denselben Kamm kann man auf ein Dutzend Arten setzen, und davon hängt der ganze Look ab. Ein paar Orientierungspunkte zu Form und Sitz.

Wohin den Kamm setzen: Hinterkopf, Seite, Ansatz des Schwanzes

Der klassische Platz für einen festlichen Kamm ist der Hinterkopf, am oberen Rand des Dutts, wo er wie eine Krone von hinten arbeitet. Seitlich über dem Ohr liest sich der Kamm weicher und weiblicher und rahmt das Gesicht. Am Ansatz eines tiefen Schwanzes oder Knotens hält er die Frisur und fügt einen Akzent auf Höhe des Nackens hinzu. Die Regel ist einfach: Je höher der Kamm sitzt, desto feierlicher die Silhouette, je tiefer, desto ruhiger und alltäglicher.

Bogen, Fächer oder Kaskade: die Form der Leiste

Die Form der sichtbaren Leiste gibt den Charakter vor. Eine gerade oder leicht gebogene Leiste ist streng und grafisch, sie passt zu glatten Frisuren und zum Minimalismus. Eine fächer- oder bogenförmige Leiste, die sich nach oben spreizt, hebt die Silhouette und wirkt feierlich. Die Kaskadenform, bei der Steine in einer Traube oder an Ketten herabhängen, fügt Bewegung hinzu und ist gut für den Abend, weil sie beim Gehen schwingt und das Licht fängt. Für die lässige Frisur nimmt man eine texturierte, unregelmäßige Form, für die glatte eine klare Geometrie.

Symmetrie oder Akzent an der Seite

Ein symmetrisches Schmuckstück in der Mitte des Hinterkopfs liest sich klassisch und ruhig. Ein asymmetrischer Akzent an der Seite, an einer Schläfe, macht den Look sofort moderner und lebendiger. Asymmetrie hilft besonders bei kurzem und bei offenem Haar: Ein auffälliger Steckkamm oder eine Klemme an der Schläfe nimmt die Strähne aus dem Gesicht und arbeitet als Interessenspunkt, ohne eine komplizierte Frisur zu verlangen. Denselben Kniff der Asymmetrie hat man bei Ohrringen längst übernommen, und wir haben ihn im Beitrag über asymmetrische Ohrringe behandelt.

Braut- und Abendkämme

Es gibt Anlässe, bei denen Haarschmuck zum Hauptdetail des Looks wird. Hochzeit und Abend sind genau das.

Brautkamm: Alternative zu Schleier und Krone

Der Brautkamm ist die universellste Art, die Frisur der Braut zu schmücken. Er ist leichter und ruhiger als die Tiara, drückt nicht mit einer Krone, passt zu offenem Haar, zum Dutt und zum tiefen Knoten und hält bequem den Schleier: Den Schleier hängt man unter den Kamm, und den Kamm setzt man in die Frisur. Die klassische Palette ist hier Perle, Perlmutt und Bergkristall, ein weiches warmes Licht ohne aggressiven Glanz. Ein guter Kamm ersetzt oft den ganzen übrigen Kopfschmuck. Was man sonst zur Hochzeit trägt, haben wir im Ratgeber zum Brautschmuck gesammelt.

Abendkamm: ein Akzent statt einer Streuung

Für den Abend gilt dieselbe Regel wie für den ganzen Look: ein starker Akzent ist stärker als fünf schwache. Ein großer Kamm am Hinterkopf oder seitlich über dem Ohr macht die Frisur für sich schon festlich, und dann nimmt man die Ohrringe lieber bescheidener, damit sie nicht mit dem Kamm um Aufmerksamkeit streiten. Ein schwarzer Gagat- oder Kristallkamm in einem glatten Dutt ist ein fertiger Abendlook, dem man nur noch Lippenstift hinzufügen muss. Der Abendkamm liebt eine glatte Basis: Je sauberer die Frisur, desto wirkungsvoller das glänzende Detail darauf.

Wie man ein Set zusammenstellt und nicht übertreibt

Kamm, Ohrringe und etwa ein Ring lassen sich leicht zu einem Set zusammenstellen, wenn sie sich in einem Material oder Stein wiederholen: Perle mit Perle, Kristall mit Kristall. Der Anfängerfehler ist, alles Auffällige auf einmal zu nehmen: den massiven Kamm, die Lüster in den Ohren und die Kette. Der Kopf wird überladen, und der Blick weiß nicht, woran er sich halten soll. Ist der Kamm groß, hält man die Ohrringe leise, und umgekehrt. Beim Wählen der Ohrringe zur aufgesteckten Frisur hilft der Ratgeber zu Ohrringen und Gesichtsform.

Alltagsspangen mit Stein

Haarschmuck muss nicht auf das Fest warten. Die klügste Art, ihn zu tragen, ist der Alltag, wo er sowohl als Werkzeug als auch als unauffälliger Luxus arbeitet.

Haarkrebs mit Steinen: die faule Frisur in einer Sekunde

Der Haarkrebs ist der Champion des Alltags. Ein hoher lässiger Dutt entsteht mit dem Krebs in einer Bewegung, und wenn über den Rücken des Krebses Steine laufen, sieht diese faule Frisur sofort durchdacht aus. Ein Perlmutt- oder Kristallkrebs zu Jeans und Hemd sieht wertvoller aus, als er ist, weil der Glanz am Kopf auf Augenhöhe arbeitet und sofort gelesen wird. Das ist wohl die lohnendste Investition von allem Haarschmuck: maximale Wirkung bei minimalem Aufwand.

Klemme und Haarklemmen für jeden Tag

Eine Klemme mit Stein nimmt die Strähne aus dem Gesicht und wird zugleich zum punktuellen Schmuck: Eine solche Klemme an der Schläfe belebt sogar offenes Haar. Haarklemmen mit Perle oder Stein sind gut, weil man sie einzeln als kleines Detail tragen kann, ohne Angst, zu übertreiben. Ein Pfad aus drei Haarklemmen entlang des Scheitels ist ein leiser, fast unsichtbarer Glanz, den man nur aus der Nähe bemerkt, und genau deshalb arbeitet er.

Alltagssteckkamm: zwischen nebenbei und schmuck

Ein kleiner Steckkamm mit Steinen ist der Kompromiss zwischen einfach das Haar zusammengesteckt und herausgeputzt. Er hält die halboffene Frisur (ein Teil des Haars ist hochgesteckt, ein Teil frei) und fügt ein ordentliches Detail ohne jeden Anlass hinzu. So ein Steckkamm trägt sich leicht vom Büro in den Abend hinüber: Tagsüber hält er einfach die Frisur, abends wird er zum Schmuck, und ändern muss man nichts.

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Wie und womit man Kämme und Spangen trägt

Ein schöner Kamm in der Schatulle arbeitet nicht. Er entfaltet sich nur im Zusammenspiel mit Haar, Frisur und Kleidung, und der ganze Kniff besteht darin, dieses Zusammenspiel auf sich abzustimmen. Gehen wir es Schritt für Schritt durch: vom Haartyp bis zu den Ohrringen.

Zu welchem Haartyp und welcher Länge

Der Haartyp diktiert die Wahl früher als das Design. Feinem und glattem Haar stehen leichte Steckkämme mit dichten Zinken, Haarklemmen und kleine Klemmen, während massive Haarkrebse und hohe Peinetas darauf abrutschen. Dichtem und welligem Haar braucht es im Gegenteil einen großen Haarkrebs oder einen langen Kamm mit tiefen Zinken, sonst versinkt das kleine Detail in der Masse und hält das Volumen nicht. Die Länge entscheidet nicht weniger: Bis zu den Schultern und kürzer geht die Wahl auf den Seitenakzent (Klemme, Steckkamm über dem Ohr, Pfad aus Haarklemmen an der Schläfe), ab den Schulterblättern und länger öffnet sich das ganze Arsenal, samt hohem Dutt mit Peineta und tiefem Knoten mit Kamm am Nacken.

In welche Frisur: Dutt, Banane, offenes Haar, Brautfrisur

Jede Frisur verlangt ihren eigenen Sitz des Schmucks. In den hohen oder tiefen Dutt setzt man den Kamm am oberen Rand des Knotens, wo er wie eine Krone von hinten arbeitet, und der Haarkrebs sammelt den lässigen voluminösen Dutt mit einer Bewegung. Für die Banane (den französischen Dutt) nimmt man einen langen Kamm oder eine Nadel, die die gedrehte Rolle durchstechen und sie halten, dabei die Naht verdeckend. Offenem Haar steht der seitliche Steckkamm oder die Klemme, die die Strähne aus dem Gesicht nimmt und den Look ohne komplizierte Styling belebt, und ein Pfad aus Haarklemmen mit Stein entlang des Scheitels fügt leisen Glanz hinzu. Die Brautfrisur liebt den Perlen- oder Kristallkamm: Er ist leichter als die Tiara, hält den Schleier und ist in Dutt und offenen Locken gleichermaßen gut.

Zu welchem Outfit und Anlass

Je strenger der Anlass, desto ruhiger der Glanz, und umgekehrt. Zur Arbeit und in den Alltag nimmt man einen kleinen Steckkamm, einen Haarkrebs oder eine Klemme im Ton des Schmucks, der schon an Ihnen ist. Zum Abendkleid mit offenem Hals und Rücken verlangt es einen großen Kamm am Hinterkopf oder seitlich: Er greift die Linie der entblößten Haut auf und liest sich auf Augenhöhe des Gegenübers. Eine glatte Basisfrisur mit einem schwarzen Gagat- oder Kristallkamm ist ein fertiger Abendlook zu einem schlichten Kleid. Zum bräutlichen oder hellen Outfit gehen Perle und Perlmutt, zum farblich satten Look farbige Emaille oder eine kontrastierende dunkle Fassung. Hauptsache, der Charakter des Schmucks trifft den Charakter der Kleidung: Der grafischen Geometrie des Art déco steht ein strenger Schnitt, den fließenden Linien des Jugendstils eine weiche Silhouette.

Wie viel Schmuck im Haar ist die Norm

Der Kopf ist eine kleine Zone, und laute Details passen nicht viele darauf. Die Arbeitsregel ist einfach: ein starker Akzent oben. Ein großer Kamm, oder ein auffälliger Haarkrebs, oder eine wirkungsvolle Klemme an der Schläfe. Die Ausnahme bildet der Pfad aus gleichen Haarklemmen mit Stein: drei oder vier gleiche Details entlang des Scheitels lesen sich als ein einheitliches Muster und nicht als Anhäufung. Ein großer Kamm plus Reif plus Klemme aber streiten bereits um Aufmerksamkeit und zersplittern die Frisur. Möchte man mehrere Details, hält man sie in einer Familie: ein Material, ein Stein, eine Größe, dann fügen sie sich zum Set.

Kombination mit Ohrringen und dem übrigen Look

Kamm und Ohrringe teilen sich eine Zone rund um das Gesicht, deshalb dürfen nicht beide laut sein. Ist der Kamm groß, nimmt man die Ohrringe leise: Stecker, kleine Anhänger, glattes Silber. Sind in den Ohren Lüster, hält man den Kamm bescheiden oder glatt. Sie zum Set zu verbinden gelingt am einfachsten über ein gemeinsames Material oder einen gemeinsamen Stein: Perle mit Perle, Kristall mit Kristall, goldene Fassung mit goldener. Die Kette fügt man diesem Zusammenspiel vorsichtig hinzu, besonders mit aufgestecktem Haar und offenem Hals, wo der Haarschmuck ohnehin im Blick ist. Und der umgekehrte Kniff: bei offenem Haar kann man den Akzentkamm an der Schläfe mit einem asymmetrischen Ohrring derselben Seite wiederholen, und der Look fügt sich sofort in eine Linie.

Wie man zum Look wählt und nicht überlädt

Das Hauptrisiko bei Haarschmuck liegt nicht darin, dass es zu wenig ist, sondern darin, dass man leicht zu viel davon zusammensammelt. Ein paar Orientierungspunkte.

Die Regel des einen Akzents am Kopf

Der Kopf ist eine kleine Zone, und es passen nicht viele laute Details darauf. Es arbeitet eine einfache Regel: ein starker Akzent oben. Ist es ein großer Kamm, hält man die Ohrringe leise. Sind es Lüster in den Ohren, nimmt man den Kamm bescheiden oder glatt. Wenn Kamm, Ohrringe und Reif gleichzeitig schreien, zerfällt der Look, weil sich der Blick an nichts als Hauptsache halten kann.

Zur Haarfarbe und zum Hautton

Helle Steine (Perle, Perlmutt, Kristall) leuchten schön auf dunklem Haar und schaffen Kontrast. Auf hellem Haar lesen sich farbige Steine und dunkle Fassungen stärker, sonst löst sich der Glanz auf. Warme Haut ist mit goldenen Fassungen und warmen Steinen befreundet, kühle mit Silber und durchsichtigem Kristall. Das ist kein strenges Gesetz, sondern ein Ausgangspunkt: Es ist einfacher, mit Kontrast zu beginnen und dann zu entscheiden, ob es gefällt.

Zum Anlass und zur Frisur

Je strenger der Anlass, desto ruhiger der Glanz: zur Arbeit ein kleiner Steckkamm oder eine Klemme, zum Abend ein großer Kamm, zur Hochzeit ein Perlen- oder Kristallset. Und die umgekehrte Bindung an die Frisur: Dem glatten Dutt steht ein glänzendes, klares Detail, dem lässigen Dutt ein matter oder strukturierter Kamm, offenem Haar punktuelle Haarklemmen und Klemmen. Wenn der Schmuck mit der Frisur im Charakter streitet, sieht er fremd aus.

Wie viel Haarschmuck man auf einmal trägt

Hier arbeitet dieselbe Regel der Zurückhaltung wie beim ganzen Look: eine starke Sache ist stärker als drei schwache. Der Pfad aus gleichen Haarklemmen mit Stein ist eine Ausnahme, er liest sich als ein einheitliches Muster und nicht als Anhäufung. Ein großer Kamm plus Reif plus Klemme an der Schläfe aber streiten bereits um Aufmerksamkeit und zersplittern die Frisur. Möchte man mehrere Details, hält man sie in einer Familie: ein Material, ein Stein, eine Größe. Dann lesen sie sich als Set und nicht als zufällig zusammengeraffte Handvoll.

Haarschmuck: welcher für welchen Anlass
SchmuckHaartypAnlassHalt
Peineta-KammDicht, fester DuttHochzeit, Zeremonie
Dekorativer KammFast alle, außer sehr kurzAbend, Hochzeit
HaarklammerDicht, voluminösJeden Tag
Spange mit SteinAlle, auch glattAlltag, Büro
Klammer mit SteinFein, kurzPunktueller Glanz

Pflege und Aufbewahrung

Haarschmuck lebt schwerer als Ohrringe: Man biegt ihn, steckt ihn ein, auf ihm setzen sich Haarspray und Handcreme ab. Damit ein Kamm mit Steinen über Jahre dient, gibt es ein paar einfache Regeln.

Schonen Sie die Zinken

Die Zinken sind die verletzlichste Stelle jedes Kamms. Sie brechen, wenn man den Kamm mit einem Ruck in trockenes, verfilztes Haar steckt oder auf den Boden fallen lässt. Führen Sie den Kamm sanft ein, in Richtung der Strähne und nicht gegen sie. Acetatzinken fürchten plötzliche Wärme (Föhn ganz nah, heißes Auto im Sommer) und können sich verziehen. Ziehen Sie einen verhakten Kamm niemals mit Gewalt: Entwirren Sie die Strähne und nehmen Sie ihn frei heraus.

Reinigen Sie Steine und Fassung

Haarspray, Trockenshampoo und Hautfett setzen sich auf den Steinen ab und dämpfen mit der Zeit den Glanz. Wischen Sie den Kamm nach dem Gebrauch mit einem weichen trockenen oder leicht feuchten Tuch ab, besonders in den Vertiefungen rund um die Steine. Perle und Perlmutt mögen keinen Alkohol, kein Parfüm und keine aggressive Chemie: Man wischt sie nur mit einem weichen feuchten Tuch ab und sofort trocken. Die Silberfassung reinigt man von Zeit zu Zeit getrennt von den Steinen, damit das Mittel nicht unter die Perle gerät.

Aufbewahren getrennt und ohne Druck

Kämme und Spangen darf man nicht in eine gemeinsame Schatulle werfen: Die Zinken verhaken sich, die Steine zerkratzen einander, dünne Leisten verbiegen sich unter fremdem Gewicht. Bewahren Sie jedes Schmuckstück in einem eigenen Beutel oder Fach auf, flach liegend, ohne Druck von oben. Perle und Perlmutt hält man fern von Heizkörpern und direkter Sonne, weil sie von Trockenheit matt werden und reißen. Ein Kamm, der frei liegt und nicht an den Nachbarn reibt, übersteht mehrere Generationen.

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Wodurch sich der Kamm von Tiara und Diadem unterscheidet

Diese Dinge verwechselt man ständig, obwohl man sie unterschiedlich und für Unterschiedliches trägt. Ein kurzer Überblick über den Unterschied.

Wo sie auf dem Kopf sitzen

Der Hauptunterschied liegt im Sitz. Tiara und Diadem setzt man näher zur Stirn und auf den Scheitel und liest sie als Krone, die das Gesicht von vorn rahmt. Kamm, Nadel und Haarkrebs arbeiten hinten und seitlich: am Hinterkopf, im Dutt, über dem Ohr. Der Reif verläuft quer über den Kopf hinter den Ohren. Das heißt, der Kamm ist Schmuck der Rückseite und der Seiten der Frisur, die Tiara aber Schmuck ihrer Front.

Wann was passend ist

Tiara und Diadem sind festliche, seltene, fast zeremonielle Dinge: Hochzeit, Ball, Bühne, Fotoshooting. Der Kamm ist weit demokratischer: Er taugt zur Hochzeit, zum Abend, ins Büro als bescheidener Steckkamm und in den Alltag als Haarkrebs. Grob gesagt legt man die Tiara zu einem besonderen Anlass an, einen Kamm oder eine Spange aber kann man jeden Tag tragen. Möchte man Feierlichkeit von vorn, ist das die Tiara, braucht man einen Akzent von hinten und Vielseitigkeit, ist das der Kamm. Den vollständigen Überblick über Stirnkränze gibt es im Artikel über Tiara und Diadem.

Haarschmuck: wahr oder Mythos
Ein Steinkamm ist nur für Hochzeiten
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Tiara und Kamm sind dasselbe
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Kämme werden noch aus Schildpatt gemacht
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Je schwerer der Kamm, desto besser hält er
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Die Kanzashi-Nadel war nur Schmuck
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Fakten, die überraschen

Zum Schluss ein paar Dinge über Haarschmuck, die selbst die selten kennen, die ihn jeden Tag tragen.

Die Peineta hob die Größe der Frau um eine Handbreit

Die hohe spanische Peineta ist Dekor und optischer Trick zugleich. Senkrecht in den Dutt gesetzt und mit der Mantilla bedeckt, hob sie die Silhouette des Kopfes um eine Handbreit und mehr nach oben und ließ die Figur höher und stattlicher wirken. In der Blütezeit der Mode erreichten die Kämme bis zu dreißig Zentimeter Höhe, und je höher der Kamm war, desto höher der Status der Trägerin. Es war eine Möglichkeit, sich buchstäblich über die Menge zu erheben und nicht nur im übertragenen Sinn.

Kanzashi ließen sich wie ein Kalender lesen

In der japanischen Tradition konnte man an den Kanzashi in der Frisur die Jahreszeit bestimmen, ohne aus dem Fenster zu sehen. Im Frühling trug man Kirsche und Pflaume, im Sommer Libellen und Wasser, im Herbst Ahorn und Chrysantheme, im Winter strenge Kiefernmotive. Bei jungen Maiko hingen die Anhänger in Trauben, bei erwachsenen Geishas wurde der Schmuck schlichter. Ein ganzer Satz an Information über die Frau, ihr Alter und die Jahreszeit ließ sich an einem Detail im Haar ablesen. Das ist ein seltener Fall, in dem Schmuck wie eine Sprache arbeitet.

Der Kamm war manchmal ein Versteck

In verschiedenen Epochen diente ein hohler Kamm oder eine Nadel nicht nur der Frisur. Im Inneren versteckte man Briefchen, Locken zur Erinnerung, manchmal Gift, und eine spitze Metallnadel in einer komplizierten Frisur war ein durchaus reales Mittel der Selbstverteidigung für eine Frau, die sich offen nicht wehren konnte. Ein harmloses Detail im Haar erwies sich als Safe und Waffe zugleich. So hat die Spange eine weit abenteuerlichere Biografie, als es auf den ersten Blick scheint.

Die Zinken des Kamms konnten spinnen und Wolle kämmen

Bevor er zum Schmuck wurde, war der Kamm ein Arbeitswerkzeug, und nicht nur für das Haar. Mit denselben gezahnten Kämmen kämmte man Flachs und Wolle und bereitete die Faser zum Spinnen vor, und im Weben schlug der Kamm die Fäden aneinander. Die Verbindung zwischen Haarkamm, Wollkamm und festlichem Kamm in der Frisur ist direkt: Das ist alles eine Erfindung, eine Reihe von Zinken, die dünne Fäden trennen und halten, seien es Haare oder Fasern. Der kostbare Kamm am Hinterkopf ist der ferne und herausgeputzte Nachfahre des praktischsten Werkzeugs im Haus.

Den Kamm schenkte man zur Verlobung und hütete ihn als Reliquie

In vielen Kulturen war der Kamm keine Kleinigkeit, sondern ein gewichtiges Geschenk. In Japan schenkte man der Braut einen verzierten Kamm, in Spanien gab man die teure Peineta von der Mutter an die Tochter weiter, und ein guter Kamm aus Schildpatt kostete wie ein ernstes Schmuckstück. Einer Frau einen Kamm zu schenken bedeutete, sich ernsthaft einzubringen, und ihn als Erbe zu bekommen, hieß, eine Familienreliquie anzunehmen. Diese Sache überstand mehrere Generationen gerade deshalb, weil man sie hütete und nicht in der Eile verlor, wie man heute Plastikspangen verliert.

Häufige Fragen

Wie sorgt man dafür, dass der Kamm nicht vom glatten Haar rutscht?

Rutschiges Haar hält den Kamm wegen fehlender Reibung schlecht. Es hilft eine leichte Textur (Trockenshampoo oder eine Prise Toupieren am Ansatz) und der Kniff mit dem Durchstecken: den Kamm mit den Zinken nach oben einführen, in die Strähne stecken, nach unten und in die Tiefe drehen, damit sich die Zinken ins Haar beißen. Und nehmen Sie einen leichteren Kamm: je geringer das Gewicht, desto weniger zieht es ihn nach unten.

Welchen Haarschmuck wählt man für feines Haar?

Leicht und greifend: einen kleinen Steckkamm mit dichten, dünnen Zinken, Haarklemmen mit Stein, eine kleine Klemme. Ein schwerer Haarkrebs und eine massive Peineta rutschen bei feinem Haar unter dem eigenen Gewicht ab. Eine leichte Textur am Ansatz fügt Halt hinzu, und selbst ein kleines Schmuckstück hält sich sicherer.

Wodurch unterscheidet sich der Kamm von der Tiara?

Durch Sitz und Charakter. Die Tiara setzt man näher zur Stirn und auf den Scheitel, liest sie als Krone von vorn und sie ist zu einem besonderen Anlass passend. Der Kamm arbeitet hinten und seitlich (im Dutt, am Hinterkopf, über dem Ohr), ist vielseitiger und taugt für jeden Tag. Die Tiara schmückt die Front der Frisur, der Kamm ihre Rückseite.

Woraus macht man heute Kämme nach Schildpatt-Art?

Aus Acetat, einem gepressten Zellulosekunststoff, der das honigbraune Muster des Schildpatts wiederholt. Echtes Schildpatt steht unter Schutz, und Acetat ist leicht, warm in der Hand und fängt das Haar nicht. Das Muster nach Schildpatt-Art ist längst eine eigenständige Klassik geworden, keine Imitation.

Kann man eine Spange mit Steinen jeden Tag tragen?

Ja, und das ist die vernünftigste Art, sie zu tragen. Ein Haarkrebs mit Steinen, eine Klemme an der Schläfe oder ein kleiner Steckkamm arbeiten als Werkzeug für die Frisur und als unauffälliger Luxus. Der Glanz am Kopf wird sofort gelesen, weil er sich auf Augenhöhe befindet, und selbst die faulste Frisur sieht mit so einem Schmuck durchdacht aus.

Wie reinigt man einen Kamm mit Perlen?

Nur mit einem weichen feuchten Tuch und sofort trocken, ohne Alkohol, Parfüm und aggressive Chemie, die Perle und Perlmutt nicht vertragen. Haarspray und Trockenshampoo wischen Sie nach jedem Gebrauch ab, besonders in den Vertiefungen rund um die Steine. Die Silberfassung reinigen Sie getrennt, damit das Mittel nicht unter die Perle gerät.

Passt Haarschmuck zu einem Kurzhaarschnitt?

Ja, nur das Set ist ein anderes. Einen großen Dutt bekommt man nicht zusammen, dafür arbeiten Klemme seitlich, ein Pfad aus Haarklemmen mit Steinen an der Schläfe, ein kleiner Steckkamm über dem Ohr und der Reif hervorragend. Die Epoche des Art déco hat ja gerade den Schmuck für kurze Schnitte erfunden: Die flache Broschenspange in der Welle an der Schläfe war ihr Hauptakzent.

Was hält den voluminösen Dutt besser: Kamm oder Haarkrebs?

Der Haarkrebs. Seine zwei kammartigen Hälften an einer Feder fassen das ganze Haarvolumen im Ganzen, deshalb entsteht der lässige hohe Dutt in einer Bewegung. Der Kamm hält den Dutt ordentlicher und schmuck, verlangt aber, dass man die Frisur zuerst aufsteckt und befestigt. Für lässiges Volumen nehmen Sie den Haarkrebs, für den ordentlichen schmucken Knoten den Kamm.

Ein Kamm, der die Frisur hält und Blicke fängt

Im Katalog von Zevira gibt es Kämme, Spangen und Haarnadeln mit Perlen, Kristall und Perlmutt: für die Hochzeit, den Abend und jeden Tag. Wählen Sie einen Akzent, der als Schmuck und als Werkzeug zugleich arbeitet.

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Über Zevira

Zevira macht Schmuck, den man trägt und nicht versteckt. Wir glauben, dass eine Sache auf dem Kopf ehrlich arbeiten soll: die Frisur halten wie ein Werkzeug und glänzen wie ein Schmuckstück, ohne die Wahl zwischen Komfort und Schönheit. In unserem Katalog stehen Kämme, Spangen und Haarnadeln neben Ohrringen und Anhängern aus demselben Silber, Perlen und Steinen, damit sich der Look zum Set fügt und nicht aus zufälligen Details. Wir erzählen die Geschichte jedes Stücks, weil sich Schmuck mit Biografie anders trägt als eine namenlose Kleinigkeit aus der Schublade.

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