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Schmuck und MRT: Darf man die Untersuchung mit Schmuck machen und was muss ab

Schmuck und MRT: Darf man die Untersuchung mit Schmuck machen und was muss ab

Der Magnet im Tomografen ist zehntausendfach stärker als der am Kühlschrank. Er kann eine stählerne Liege vom Boden reißen und in die Röhre des Geräts schleudern. Vor diesem Hintergrund wirkt Ihre dünne Halskette wie eine Kleinigkeit, doch genau wegen ihr kann die Aufnahme unbrauchbar werden und die Haut unter dem Ring eine Verbrennung erleiden. Deshalb wird vor dem MRT alles abgelegt.

Die Magnetresonanztomografie durchleuchtet den Körper nicht mit Strahlen wie das Röntgen. In ihr arbeiten ein dauerhaft starkes Magnetfeld und Radiofrequenzimpulse. Metall verhält sich in diesem Feld unvorhersehbar: manches wird angezogen, manches erhitzt sich, manches verzerrt das Bild und verbirgt vor dem Arzt genau jene Auffälligkeit, derentwegen Sie zur Untersuchung geschickt wurden.

Wir nehmen Schritt für Schritt auseinander, warum Metall und Tomograf unvereinbar sind, welche drei Risiken real sind, was genau vor der Untersuchung abgelegt wird und wie man mit dem umgeht, was sich nicht ablegen lässt: mit fest geschweißten Armbändern, Piercings, Implantaten. Ohne Panik, aber auch ohne Leichtsinn, denn der Preis eines Fehlers misst sich hier nicht in Geld, sondern in Gesundheit.

Was tun mit deinem Schmuck vor dem MRT?
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Was trägst du vor der Untersuchung am Körper?

Warum Metall und MRT gefährlich sind: einfach erklärt

Um zu verstehen, was abzulegen ist und warum, muss man zuerst begreifen, wie das Gerät überhaupt funktioniert. Ohne das wirken alle Regeln wie Schikanen der Pflegekraft, und das sind sie keineswegs.

Es ist ein Magnet, kein Röntgen

Der größte Irrtum der Patienten: Menschen verwechseln das MRT mit dem Röntgen oder der Computertomografie. Dort arbeitet tatsächlich Strahlung, und Metall wirft schlicht einen Schatten auf das Bild. Im Magnetresonanztomografen ist das Prinzip ein anderes. Im Inneren der Röhre entsteht ein dauerhaftes Magnetfeld von gewaltiger Stärke. Es schaltet sich nicht ab, solange das Gerät läuft, und wirkt auf alles, was den Raum betritt.

Die Stärke des Feldes misst man in Tesla. Ein Kühlschrankmagnet bringt es auf Hundertstel eines Tesla. Ein klinischer Tomograf arbeitet mit 1,5 oder 3 Tesla, Forschungsgeräte erreichen 7 und mehr. Der Unterschied liegt nicht bei Prozenten, sondern bei dem Zehntausendfachen. In einem solchen Feld hört ein Metallgegenstand auf, Schmuck zu sein, und wird zu einem physischen Objekt, auf das mächtige Kräfte wirken.

Das Feld ist die ganze Zeit an, auch wenn keine Aufnahme läuft

Noch eine gefährliche Illusion: als schalte sich der Magnet für eine Minute ein, mache die Aufnahme und schalte sich wieder aus. Nein. Der supraleitende Magnet hält das Feld dauerhaft, rund um die Uhr, auch wenn niemand im Raum ist und das Gerät scheinbar stillsteht. Genau deshalb darf man die Magnetzone grundsätzlich mit keinerlei Metallgegenständen betreten, und zwar nicht erst im Moment der Untersuchung. Der Fall, dass jemand mit Schlüsseln oder einer Schere in der Tasche den Raum betritt, ist die Quelle der meisten Zwischenfälle.

Den Magneten schaltet man äußerst selten ab. Das Herunterfahren des Feldes nennt man Notabschaltung, und sie ist teuer: das flüssige Helium, das die Spulen kühlt, verdampft, und das Gerät wird danach tagelang wiederhergestellt. Deshalb behandelt das Personal die Magnetzone als Quelle ständiger Gefahr und nicht als abschaltbares Gerät. Für Sie bedeutet das eines: die Zutrittsregeln gelten immer, und mit der Pflegekraft über die abgelegte Kette zu streiten ist sinnlos.

Radiofrequenz bringt Wärme hinzu

Neben dem dauerhaften Magneten sendet das Gerät kurze Radiofrequenzimpulse. Genau sie bringen das Körpergewebe dazu, zu antworten und ein Bild zu formen. Diese Impulse tragen Energie, und diese Energie wird von leitenden Metallschleifen bereitwillig aufgenommen. Ein geschlossener Leiterkreis in einem Wechselfeld arbeitet wie ein kleines Heizelement. Hier liegt der Ursprung des zweiten großen Risikos, zu dem wir gleich übergehen.

Drei reale Risiken: jedes einzeln betrachtet

Es gibt genau drei Gefahren, und sie sind ihrem Wesen nach grundverschieden. Eine betrifft die Anziehungskraft, die zweite die Wärme, die dritte die Qualität der Aufnahme. Schmuck wird genau deshalb abgelegt, weil jedes Metall mindestens unter eines dieser Risiken fällt.

Risiko eins: Erwärmung und Verbrennung

Die Radiofrequenzimpulse induzieren im Metall einen elektrischen Strom. Bildet das Metall eine geschlossene Schleife, zirkuliert der Strom im Kreis und erhitzt den Gegenstand. Besonders gefährlich sind eben geschlossene Kreise: Ring-Ohrringe, dünne Ketten, Armbänder, Piercings mit ringförmigem Stab. Ein gerader Stecker erwärmt sich weniger, ein Ring stärker.

Eine Verbrennung beim MRT ist ein seltenes, aber dokumentiertes Phänomen. Die Haut unter dem erhitzten Schmuck rötet sich, in schweren Fällen entsteht eine Blase. Der Mensch liegt unbeweglich in der Röhre, manchmal vierzig Minuten lang, und merkt nicht immer sofort, dass der Schmuck zu brennen beginnt, besonders unter Beruhigungsmitteln oder bei verminderter Empfindlichkeit. Deshalb lautet die Regel schlicht: keine geschlossenen Metallschleifen am Körper.

Warum gerade die Schleife so wichtig ist, lohnt sich gesondert zu merken. Ein gerades Stück Metall, etwa ein glatter Ohrstecker, induziert nur schwach Strom und erwärmt sich kaum merklich. Ein Ring dagegen, eine Kette mit geschlossenem Glied oder ein Armband bilden einen Kreis, in dem der Strom ohne Ausweg im Kreis getrieben wird. Je länger und dünner die Schleife, desto stärker der Effekt. Eine dünne Goldkette ist in diesem Sinne gefährlicher als ein massiver Siegelring ohne durchgehende Öffnungen, und das widerspricht der Intuition, nach der Großes gefährlicher ist als Kleines.

Gesondert erwärmen sich Drähte und alle leitenden Fäden, deshalb betritt man den Raum nicht mit Kopfhörern, in Kleidung mit leitfähigen Fasern oder mit Pflastern, die Metallfolie enthalten. Wenn Sie ein Nikotin- oder Schmerzpflaster tragen, sagen Sie es: manche von ihnen enthalten eine dünne Metallschicht und können sich erhitzen. Wärme sammelt sich langsam an und ist nicht immer sofort zu spüren, deshalb setzt man auf Vorbeugung und nicht darauf, dass der Patient sich rechtzeitig beschwert.

Risiko zwei: der Geschosseffekt

Ferromagnetische Gegenstände, also solche, die Eisen, Nickel oder Kobalt in magnetischer Form enthalten, werden mit gewaltiger Kraft zum Magneten gezogen. In der Fachsprache nennt man das den Geschosseffekt. Eine Stahlschere, Haarnadeln, Büroklammern, Spangen verwandeln sich in kleine Geschosse, die mit einer Geschwindigkeit ins Zentrum der Röhre fliegen, die man mit der Hand nicht aufhalten kann.

Für Schmuck ist das Risiko geringer als für große Stahlgegenstände, aber es besteht. Eine Stahlspange kann sich aus den Haaren lösen. Billiger Modeschmuck aus einer unbekannten Legierung kann zur Wand des Geräts schießen. Und selbst wenn Ihre Kette aus Gold ist und nicht angezogen wird, betrifft der Geschosseffekt alles, was Sie an sich oder in der Tasche vergessen haben könnten: Schlüssel, Münzen, Haarnadeln, Schnallen.

Die Anziehungskraft wächst rasant, je näher man dem Zentrum der Röhre kommt. An der Tür des Raumes ist die magnetische Kraft noch schwach, und man hält den Gegenstand ruhig in der Hand. Zwei Schritte weiter reißt derselbe Gegenstand aus den Fingern. Genau diese Nichtlinearität täuscht: es scheint, dass, wenn am Eingang alles ruhig ist, es auch weiter so bleibt. Deshalb beginnt die Regel, kein Metall hereinzulassen, an der Schwelle und nicht erst am Gerät.

Die häufigsten Geschosse sind gar nicht Schmuckstücke, sondern Alltagskleinigkeiten: Schlüssel, Telefon, Schere, Sprühdosen, Sauerstoffflaschen, Stühle. Schmuck ist eher dadurch gefährlich, dass man ihn vergisst und für eine Kleinigkeit hält. Ein Ohrstecker im Ohrknorpel, ein unauffälliges Piercing, eine dünne Fußkette unter der Hose. Deshalb bittet das Personal, alles abzulegen und sich umzuziehen, um Vergessenes auszuschließen, und nicht weil es Ihrem Gold misstraut.

Risiko drei: verzerrte Aufnahme und verborgene Auffälligkeit

Das dritte Risiko betrifft keine Verletzung, sondern den Sinn der ganzen Untersuchung. Metall in der Nähe des Aufnahmebereichs erzeugt Artefakte: dunkle Löcher, leuchtende Höfe, geometrische Verzerrungen um sich herum. Auf dem Bild erscheint ein schwarzer Fleck, und unter diesem Fleck kann sich genau das verbergen, was der Arzt gesucht hat.

Selbst nichtmagnetischer Schmuck aus Gold oder Titan verzerrt das Magnetfeld in seiner Umgebung. Wird der Hals aufgenommen und liegt dort eine Kette, legt sich das Artefakt genau auf den untersuchten Bereich. Die Aufnahme muss wiederholt werden, und das bedeutet einen neuen Termin, neues Warten und manchmal eine erneute Kontrastmittelgabe. Deshalb wird selbst das abgelegt, was sich nicht erhitzt und nicht angezogen wird: es stört die Sicht.

Die Größe des Artefakts kann ein Vielfaches des Schmuckstücks selbst betragen. Ein kleiner Stahlohrring kann einen ganzen Hirnlappen auf der Kopfaufnahme verdunkeln. Je stärker das Feld des Geräts, desto größer die Verzerrung, deshalb sind die Anforderungen an das Ablegen von Metall an modernen starken Tomografen strenger und nicht milder. Was an einem alten schwachen Gerät unbemerkt durchging, ergibt am neuen eine riesige schwarze Zone.

Das Problem ist, dass das Artefakt sich als Auffälligkeit tarnt oder sie verbirgt. Das dunkle Loch an der Stelle des Metalls verwechselt man leicht mit einem Krankheitsherd, den hellen Hof darum mit einer Entzündung. Der Arzt verliert Zeit damit herauszufinden, was vor ihm liegt: ein echter Befund oder die Spur eines vergessenen Ohrrings. Im schlimmsten Fall verbirgt sich unter dem Artefakt ein früher Tumor oder ein Gefäßproblem, und man sieht es schlicht nicht. Deshalb ist eine metallfreie Aufnahme keine Formalität, sondern die Voraussetzung für eine richtige Diagnose.

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Was vor dem MRT abzulegen ist: die vollständige Liste

Die kurze Antwort: alles. Die lange Antwort steht unten, denn Schmuck versteckt sich an Stellen, die man in der Eile vergisst. Gehen Sie diese Liste zu Hause durch und nicht im Behandlungsraum vor dem Gerät.

Ohrringe und jedes Piercing

Ein Paar goldene Ohrringe mit Anhängern
Ohrringe und jedes Piercing werden zuerst abgelegt: kleines Metall im Gesicht erwärmt sich am stärksten und überstrahlt die Aufnahme. Ein Paar goldene Ohrringe, Griechenland, 2.–1. Jahrhundert v. Chr. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)Pair of gold earrings with dolphins' heads with emerald, glass, and gold beads, 2nd–1st century BCE. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Ohrringe werden immer abgelegt, unabhängig vom Metall. Ringe in den Ohren und jedes Körperpiercing sind geschlossene Schleifen, also direkte Kandidaten für die Erwärmung. Ein eigenes Thema ist ein frischer Stich, den man sich scheut, ohne Stab zu lassen, dazu mehr im Abschnitt über Retainer. Vergessen Sie nicht die kleinen Ohrringe im Ohrknorpel und in zusätzlichen Stichen: sie übersieht man leicht, und sie sind genauso gefährlich wie große.

Ketten, Anhänger und Colliers

Eine Kette am Hals gerät fast immer in den Aufnahmebereich von Kopf, Hals oder Brustkorb. Wir legen die Kette selbst und den Anhänger ab. Ein Anhänger mit Stein ebenfalls: der Stein entstellt die Aufnahme weniger, doch die Metallfassung und die Kette ergeben ein Artefakt.

Ringe und Eheringe

Ein schlichter Goldring ohne Steine
Selbst ein glatter Goldring ohne Steine wird zum Ablegen gebeten: Gold ist kaum magnetisch, doch jedes Metall verzerrt die Aufnahme und kann sich erhitzen. Ring, Gold, 17. Jahrhundert. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)Ring, 17th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Ringe werden alle abgelegt, der Ehering eingeschlossen. Ja, es ist schade um ihn und manchmal sitzt er stramm, doch ein Ring ist ein geschlossener Kreis am Finger, und er erwärmt sich. Lässt sich der Ring nicht abziehen, muss man das vorab sagen, bevor man am Gerät steht, damit Zeit bleibt. Ein strammer Ring gibt meist nach, wenn man den Finger mit kühlem Wasser einseift und mit drehenden Bewegungen abzieht, statt mit einem Ruck zu ziehen. Ringe am Fuß, an der Zehe und Piercing-Ringe im Bauchnabel werden ebenfalls abgelegt, auch wenn man an sie zuletzt denkt.

Uhren, Fitnessarmbänder und smarte Ringe

Uhren werden aus zwei Gründen zugleich abgelegt: Metall plus Elektronik. Das Magnetfeld tötet mechanische Uhren garantiert und verdirbt viele elektronische. Fitnessarmbänder, smarte Ringe, jedes Gerät am Körper werden ebenfalls abgelegt: im Feld haben sie nichts zu suchen. Um mechanische Uhren ist es besonders schade: das Feld magnetisiert Feder und Unruh, woraufhin die Uhr vorgeht oder stehen bleibt, und es braucht einen Fachmann mit Entmagnetisierung. Es ist günstiger, sie vorher abzulegen, als sie später reparieren zu lassen.

Haarspangen, Haarnadeln, unsichtbare Klammern

Das Haar ist das beliebteste Versteck vergessenen Metalls. Eine kleine Haarklammer aus Stahl ist klein, doch sie ist ein ideales Geschoss und eine Quelle von Artefakten bei der Kopfaufnahme. Vor der Tomografie des Kopfes löst man die Haare und entfernt alles Metallische daraus, einschließlich Haargummis mit metallischer Klemme.

Verstecktes Metall: Schnallen, Bügel, Beschläge an Kleidung

Hierher gehört alles, was kein Schmuck, aber Metall ist: die Gürtelschnalle, Druckknöpfe, Reißverschlüsse, BH-Bügel, Nieten an der Jeans. Deshalb zieht man beim MRT oft ein Einweghemd an. Wehren Sie sich nicht dagegen: das ist keine Laune, sondern Schutz vor Geschoss und Artefakten.

Kosmetik und Accessoires, an die man nicht denkt

Metall versteckt sich dort, wo man es nicht erwartet. Perlmuttlidschatten und Mascara enthalten manchmal Metallpartikel und erwärmen sich in seltenen Fällen leicht an den Augen bei der Kopfaufnahme, deshalb wäscht man Kosmetik vor dem MRT des Kopfes besser ab. Farbige Kontaktlinsen mit metallisierter Beschichtung werden ebenfalls abgelegt. Ein Hörgerät, ein herausnehmbarer Zahnersatz mit Metallklammern, eine Perücke auf Metallnetz, künstliche Wimpern auf Magneten: all das wird vor der Untersuchung entfernt.

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Praktische Checkliste vor der Untersuchung

Damit nichts vergessen wird, gehen Sie diese Liste zu Hause durch, am Vortag, in Ruhe. Am Gerät ist es zu spät, sich zu erinnern.

Am Tag vor dem MRT

Legen Sie zu Hause alles ab, was sich schwer abnehmen lässt, besonders stramme Ringe. Geht der Ring nicht ab, zerren Sie nicht bis zum Schmerz, sondern rufen Sie in der Praxis an und fragen Sie nach dem Vorgehen. Bereiten Sie einen nichtmagnetischen Retainer vor, wenn Sie ein frisches Piercing haben. Suchen Sie die Implantatpässe, falls vorhanden. Legen Sie mechanische Uhren ab und lassen Sie sie zu Hause, um sie nicht in die Magnetzone mitzunehmen.

Was zur Untersuchung anziehen

Wählen Sie Kleidung ohne Metall: Jogginghose mit Gummibund ohne Reißverschlüsse und Nieten, ein T-Shirt ohne Druckknöpfe, Wäsche ohne Bügel. Das erspart das Umziehen und beschleunigt den Ablauf. Lassen Sie Telefon, Schlüssel, Bankkarten, USB-Sticks zu Hause oder im Schließfach: das Magnetfeld verdirbt ihre Daten.

Was Sie dem Personal unbedingt sagen müssen

Melden Sie alle Implantate, Prothesen, Platten, Stifte, einen Herzschrittmacher, eine Pumpe, eine Spirale, Splitter. Erwähnen Sie eine Schwangerschaft, falls sie möglich ist. Sagen Sie Bescheid über nicht abnehmbaren Schmuck und Piercings, die schwer zu entfernen sind. Schweigen Sie nicht über große oder alte Tätowierungen im Aufnahmebereich. Ein vollständiges Bild beim Arzt ist Ihre Sicherheit.

Magnetische und nichtmagnetische Metalle: warum beides abgelegt wird

Eine logische Frage des Patienten: wenn mein Gold nicht zum Magneten gezogen wird, warum es ablegen? Die Antwort liegt darin, dass Magnetismus nur eines von drei Risiken ist, und fehlende Anziehung schützt nicht vor den anderen beiden.

Was angezogen wird: Stahl, Eisen, Nickel

Am stärksten reagieren ferromagnetische Materialien: gewöhnlicher Stahl, Eisen, Kobalt, Nickel in magnetischer Form. Billiger Modeschmuck besteht oft aus Stahllegierungen und wird merklich angezogen. Auch chirurgischer Stahl, aus dem viele Piercings gefertigt sind, ist mitunter schwach magnetisch. All das sind Geschosse und Kandidaten für die Erwärmung zugleich.

Die Tücke liegt darin, dass das Wort chirurgisch beruhigt. Chirurgischer Stahl der Sorte 316L ist tatsächlich medizinisch und relativ schwach magnetisch, doch er ist bei der Reaktion auf das Feld nicht gleich null, und obendrein erwärmt er sich bestens und ergibt ein Artefakt. Vernickelter und verchromter Modeschmuck wirkt edel, glänzt wie Platin, und im Inneren steckt ein Stahlkern, der zum Magneten schießt. Farbe und Glanz sagen nichts über die Zusammensetzung aus.

Was fast nicht angezogen wird: Gold, Platin, Silber, Titan

Edelmetalle und Titan sind praktisch nichtmagnetisch. Gold, Platin, reines Silber, Titan schießen nicht zur Wand des Geräts. Es scheint, man könne sie anbehalten, doch das ist eine Falle. Sie leiten dennoch Strom, also erwärmen sie sich in einer geschlossenen Schleife. Und sie verzerren dennoch das Feld, also ergeben sie ein Artefakt. Die Anziehung fehlt, doch die anderen beiden Risiken bleiben.

Auch die Zusammensetzung der Legierungen ist zu bedenken. Reines Gold mit 999er Feingehalt findet sich in Schmuck kaum, es ist weich, deshalb kommen Zusätze mit Kupfer, Silber, manchmal Nickel zum Einsatz. Weißgold enthält oft nichtmagnetische Zusätze, doch es gibt auch palladiumhaltiges und nickelhaltiges. Silber im Schmuck ist meist 925er, wo der Rest häufiger Kupfer ist. All diese Zusätze sind nichtmagnetisch, doch die Leitfähigkeit wächst durch sie nur, und damit wächst auch die Erwärmung. Die Edelheit des Metalls hebt die Regeln also nicht auf.

Warum dennoch jedes Metall abgelegt wird

Die Regel, alles abzulegen, entstand nicht aus Übervorsicht, sondern aus der Praxis. Die Pflegekraft muss nicht mit bloßem Auge die Legierung Ihrer Kette bestimmen, und Sie müssen den Feingehalt des geschenkten Armbands nicht kennen. Einfacher und sicherer ist es, alles abzulegen, als zu raten, ob es eine magnetische Legierung ist und ob sie in den Aufnahmebereich gerät. Das Verhalten verschiedener Metalle zu vergleichen hilft unser Artikel über Messing, Stahl und Silber: der Unterschied in der Zusammensetzung erklärt auch den Unterschied in der Reaktion auf den Magneten.

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Nicht abnehmbarer Schmuck: was tun mit geschweißten Armbändern

Ein eigenes Kopfzerbrechen sind permanente Schmuckstücke. Ein dünnes Armband oder eine Kette ohne Verschluss legt man an und verschweißt sie am Handgelenk, um sie jahrelang ohne Abnehmen zu tragen. Und nun wird dem Menschen ein MRT verordnet.

Darf man ein MRT mit nicht abnehmbarem Armband machen

Mit einem metallischen, nicht abnehmbaren Armband im untersuchten Bereich darf man kein MRT machen: es erwärmt sich und verzerrt die Aufnahme. Liegt der Aufnahmebereich weit vom Handgelenk entfernt, trifft der Arzt manchmal eine Entscheidung im Einzelfall, doch das ist immer seine Entscheidung, nicht Ihre. Eigenmächtig darauf zu hoffen, dass man es bemerkt und durchlässt, ist nicht erlaubt.

Wird nicht abnehmbarer Schmuck durchgesägt

Ja, vor dem MRT wird ein permanentes Armband in der Regel vorsichtig durchgeknipst oder durchgesägt. Das ist eine reguläre Situation, das Personal macht das ruhig, der Schmuck lässt sich danach im Studio wieder verschweißen. Besser, man kommt früher und löst die Sache ohne Eile, als das Problem eine Minute vor der Untersuchung zu entdecken. Mehr dazu, wie solche Schmuckstücke aufgebaut sind und wie man sie abnimmt, im Artikel über fest geschweißte Armbänder.

Eine dünne Kette mit einem Nagelknipser durchzuknipsen ist einfach, und das Glied lässt sich danach leicht wieder verlöten. Schwieriger ist es, wenn das Armband dick oder steif ist: es wird durchgesägt, und die Spur des Schnitts wird beim erneuten Verschweißen kaschiert. Ein wichtiges Detail: Metall direkt in der Magnetzone mit einem Werkzeug aus Stahl zu schneiden ist nicht erlaubt, das ist selbst ein Geschoss. Deshalb nimmt man das Armband in einem sicheren Raum ab und nicht am Gerät. Liegt der Aufnahmebereich am Arm, etwa das Handgelenk, gibt es keine Chance, das Armband zu erhalten, es muss eindeutig abgenommen werden.

Wie man sich vorbereitet, wenn man permanenten Schmuck trägt

Wenn Sie nicht abnehmbaren Schmuck tragen und ein MRT verordnet bekommen, weisen Sie bei der Terminvereinbarung darauf hin. Erfragen Sie, ob er vorab beim Juwelier abzunehmen ist oder ob das vor Ort geschieht. Nehmen Sie die Nummer des Studios mit, in dem er verschweißt wurde, um ihn später wiederherzustellen. Planen Sie das erneute Verschweißen als eigenen Besuch ein, nicht als Kleinigkeit nebenbei. Ist das MRT dringend und bleibt keine Zeit fürs Studio, machen Sie sich keine Sorgen: die Kette wird vor Ort abgenommen und kann später wieder verschweißt werden. Der Schmuck selbst leidet darunter nicht, verloren geht nur die Lötstelle, die sich leicht wiederherstellen lässt. Hauptsache, man versucht nicht, das Armband heimlich zu behalten: Sie riskieren die Aufnahme und die Haut darunter.

Piercings und Retainer: wie man den Stich nicht verliert

Ein Piercing ist sowohl eine geschlossene Schleife als auch oft schwach magnetischer Stahl und fast immer nah am Aufnahmebereich. Es abzulegen ist Pflicht, doch das Problem liegt im frischen Stich, der während der Untersuchung zuwachsen kann. Besonders betrifft das Piercings an unbequemen Stellen: Zunge, Septum, Intimpiercing, Stiche im Knorpel. Sie sind in der Eile schwer selbst herauszunehmen, deshalb muss man sich zu Hause vorbereiten.

Frischer Stich: warum man nicht einfach herausnehmen und vergessen kann

Ein frischer Stich zieht sich in wenigen Stunden zusammen. Nimmt man den Stab für die Dauer des MRT heraus und lässt den Kanal leer, kann man zu einem geschlossenen Loch zurückkehren und muss neu stechen lassen. Deshalb muss man das Metall herausnehmen, aber den Kanal mit nichts Metallischem offen halten.

Nichtmagnetischer Ersatz: Bioplast, Glas, Teflon

Der Ausweg liegt darin, den Metallstab gegen einen nichtmagnetischen Einsatz zu tauschen, einen Retainer. Man fertigt sie aus Bioplast, speziellem medizinischem Glas oder Teflon. Diese Materialien erwärmen sich nicht, werden nicht angezogen und verzerren die Aufnahme nicht, halten dabei den Kanal offen. Einen Glasretainer setzt man in den frischen Stich vorab ein, zu Hause, in Ruhe, und nicht an der Schwelle des Behandlungsraums.

Jedes Material hat seine Vorzüge. Glas ist glatt und hypoallergen, hält den frischen Kanal gut, ist aber zerbrechlich. Bioplast und Teflon sind biegsam, leicht einzusetzen und praktisch für Piercings an beweglichen Stellen wie Lippe oder Zunge. Für die Aufnahme eines konkreten Bereichs wird manchmal sogar der nichtmagnetische Retainer zum Herausnehmen gebeten, wenn er direkt ins Bild gerät: Kunststoff ergibt fast kein Artefakt, doch eine geringe Feldverzerrung durch den Einsatz ist möglich. Deshalb stimmt man die Entscheidung zum Retainer mit der Praxis ab und trifft sie nicht aufs Geratewohl.

Was man den Arzt vorab zum Piercing fragen sollte

Sagen Sie bei der Terminvereinbarung, dass Sie ein Piercing haben und wo. Fragen Sie, ob Sie mit einem nichtmagnetischen Retainer kommen dürfen oder ob er trotzdem abgelegt werden muss. Für frische Stiche klären Sie mit dem Piercer, der den Stich gemacht hat, welcher Retainer genau zu Ihrem Kanal passt. Besser einen Tag in die Vorbereitung investieren, als den Stich verlieren.

Tätowierungen, Implantate und Prothesen: was mit dem Arzt zu besprechen ist

Nicht alles lässt sich ablegen. Ein Teil des Metalls befindet sich im Körper oder in der Farbe unter der Haut. Hier entscheidet allein der Arzt, und hier darf man nichts verbergen.

Tätowierungen mit metallhaltigen Farben

Manche dunklen Farben, besonders alte und in Eigenregie gemachte, enthalten Metallpartikel, etwa Eisenoxide. In seltenen Fällen kann sich der Bereich einer frischen oder großen Tätowierung leicht erwärmen oder ein leichtes Kribbeln während des MRT geben. Solche Fälle sind selten und meist harmlos, doch wenn die Tätowierung groß ist und in den Aufnahmebereich gerät, weisen Sie den Arzt darauf hin. Moderne hochwertige Pigmente reagieren schwach.

Am stärksten daran denken sollten Träger großer schwarzer oder bunter Arbeiten alter Schule und alle, die sich kürzlich tätowieren ließen. Permanent-Make-up an Brauen und Lidern gehört ebenfalls hierher: das Pigment liegt nah an den Augen, und die Kopfaufnahme betrifft genau diesen Bereich. Die Lösung heißt nicht, das MRT abzusagen, sondern es vorab zu melden und bei Kribbeln sofort über den Ball des Notrufknopfs Bescheid zu geben, den man jedem Patienten gibt. Eine Tätowierung ist fast nie ein Grund, die Untersuchung abzulehnen, aber ein Grund, vorab davon zu sprechen.

Gesondert zu den Farbstoffen: der Mythos, jede Tätowierung koche unter dem MRT, ist stark übertrieben. Eine ernste Erwärmung ist die Ausnahme, nicht die Regel. Weit häufiger durchläuft ein Tätowierungsträger die Untersuchung ruhig und spürt nichts. Panik braucht es nicht, es braucht nur Information.

Implantate, Prothesen und Herzschrittmacher

Zahnimplantate, Gelenkprothesen, Platten, Stifte, Stents, Herzschrittmacher, Insulinpumpen sind ein eigenes ernstes Gespräch. Die meisten modernen Implantate werden MRT-tauglich gefertigt, doch das entscheidet der Arzt anhand der Unterlagen zum konkreten Erzeugnis und nicht nach einer allgemeinen Regel. Schweigen Sie niemals über Implantate. Bei manchen Modellen alter Herzschrittmacher ist das MRT kategorisch kontraindiziert.

Der Unterschied zwischen einem tauglichen und einem gefährlichen Implantat misst sich nicht am Material, sondern am konkreten Modell und an den Bedingungen. Eine moderne Gelenkprothese aus Titan kommt wahrscheinlich durch, ergibt aber ein Artefakt in ihrem Bereich. Alte ferromagnetische Clips an den Hirngefäßen sind eine absolute Kontraindikation: im Feld können sie sich verschieben. Cochlea-Implantate, Neurostimulatoren, Insulinpumpen erfordern ein eigenes Protokoll, manchmal werden sie zeitweise abgeschaltet oder herausgenommen. Genau deshalb ist der Pass des Erzeugnisses mit Modell und Hersteller wertvoller als alle Worte: anhand dessen findet der Arzt in einer Minute, ob das Implantat an diesem Gerät sicher ist.

Was dem Arzt vor der Untersuchung wichtig zu sagen ist

Erzählen Sie dem Arzt von allem Metallischen im Körper: Operationen, Prothesen, Splitter, Spiralen in der Gebärmutter, Pumpen, Hörgeräte. Nehmen Sie den Implantatpass mit, falls Sie einen haben. Wenn Sie nicht mehr wissen, was genau Ihnen eingesetzt wurde, nennen Sie zumindest Datum und Ort der Operation: das hilft beim Klären. Die Entscheidung über die Zulassung zum MRT liegt immer beim Arzt, und Ihre Aufgabe ist es, ihm ein vollständiges Bild zu geben. Erwähnen Sie gesondert einen Metallspan im Auge in der Vorgeschichte bei allen, die mit Metall gearbeitet haben: das erfordert eine Prüfung vor der Kopfaufnahme. Besser zu viel sagen, als Wichtiges verschweigen.

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Schmuck mit Steinen: der Stein ist ruhig, die Fassung nicht

Es scheint, ein Schmuckstück mit großem Stein sei sicherer, denn der Stein ist kein Metall. Das ist die halbe Wahrheit.

Die Steine selbst sind nicht magnetisch

Diamant, Saphir, Smaragd, Perle, Amethyst, jeder natürliche oder gezüchtete Stein wird nicht zum Magneten gezogen und erwärmt sich nicht. Aus Sicht von Geschoss und Erwärmung ist der Stein selbst harmlos. Minerale sind im Wesentlichen Kristalle aus Sauerstoffverbindungen, und magnetisches Eisen ist in ihnen verschwindend wenig enthalten. Selbst im Labor gezüchtete Steine verhalten sich genauso ruhig wie natürliche.

Es gibt einzelne Minerale mit merklichem Eisengehalt, etwa Magnetit oder Hämatit, und diese reagieren schwach auf den Magneten. Im Feinschmuck kommen sie selten vor, häufiger in Ketten oder Souvenirarmbändern aus Hämatit. Doch auch hier ist das Problem eher theoretisch: der Stein wird zusammen mit dem ganzen Schmuckstück abgelegt, und über seine Magnetbarkeit muss man gar nicht nachdenken.

Die Fassung aber ist Metall

Der Stein sitzt fast immer in Metall: ein goldener Kasten, silberne Krappen, eine Stahlfassung des Modeschmucks. Genau die Fassung ergibt sowohl Erwärmung als auch Artefakt. Deshalb wird Schmuck mit Stein genauso abgelegt wie jeder andere: wegen des Metallteils, nicht wegen des Steins.

Ein Sonderfall: Steine mit Metalleinschlüssen

Seltene Materialien wie Meteoreisen oder Schmuck mit Metallintarsien reagieren stärker als ein gewöhnlicher Stein. Wenn Sie etwas in der Zusammensetzung Ungewöhnliches tragen, betrachten Sie es als Metall und legen Sie es ohne Zögern ab. Dazu gehören auch Schmuckstücke mit Beschichtung, Emails auf Metallbasis und Anhänger mit mechanischem Innenleben wie einer Uhr oder einem Kompass. Alles, was komplexer ist als ein einheitlicher Stein in einer einfachen Fassung, legt man besser ab, ohne über die Zusammensetzung nachzugrübeln.

Metalle im MRT: was reagiert, sich erhitzt und ab muss
MaterialReaktion auf MagnetErhitzt sich in der SchleifeAbnehmenRisiko im MRT
Stahl und ModeschmuckStark angezogen, ProjektileffektJa, deutlichPflicht
TitanZieht kaum anJa, im geschlossenen RingJa, wegen Hitze und Artefakt
Gold 14-18KZieht nicht anJa, Kette und Ring erhitzen sichJa, erhitzt sich und macht Artefakt
Sterlingsilber 925Zieht nicht anJa, leitet gutJa, erhitzt sich und verzerrt
Implantat oder Prothese im KörperModellabhängig, der Arzt entscheidetManchmal, und macht ArtefaktNicht abnehmbar, Papiere nötig

Was im Behandlungsraum passiert: der Ablauf der Prüfung

Um vorbereitet zu kommen, ist es nützlich zu wissen, wie die Untersuchung am Eingang abläuft. Dann überrascht das Ablegen des Schmucks nicht und wird nicht zur nervösen Hetze.

Sicherheitsfragebogen und Befragung

Vor dem MRT füllt man einen Fragebogen über Metall im Körper, Operationen, Implantate, Allergien, Schwangerschaft aus. Antworten Sie ehrlich und ausführlich: das ist keine Formalität, sondern ein Filter, der Kontraindikationen abfängt. Haben Sie etwas vergessen einzutragen, sagen Sie es mündlich. Das Personal stellt klärende Fragen genau dafür, einen vergessenen Ohrring oder eine alte Platte aufzuspüren.

Schließfach, Umziehen und Detektorrahmen

Schmuck, Telefon, Schlüssel, Karten kommen ins Schließfach. Oft gibt man ein Einweghemd ohne Metall aus. Am Eingang zur Magnetzone steht mitunter ein Hand- oder ein fester Metalldetektor, der Vergessenes abfängt. Das ist die letzte Linie vor der Röhre, und ein Alarm wegen einer Schnalle oder Haarklammer überrascht niemanden, der Gegenstand wird einfach abgelegt.

Notfallball und Verbindung während der Aufnahme

In der Röhre gibt man Ihnen einen Ball oder einen Knopf, den Sie jederzeit drücken können. Wenn etwas zu brennen beginnt, ein Kribbeln auftaucht, es schwül oder beängstigend wird, drücken Sie ohne Scheu. Der Operator hört und sieht Sie, die Untersuchung wird gestoppt. Das ist ein normales Mittel und kein Grund, sich als Störung zu fühlen.

Wenn sich der Schmuck nicht ablegen ließ

Manchmal ist der Ring am Finger festgewachsen, der Ohrring lässt sich nicht öffnen, und das Piercing sitzt in einem frischen Stich, den man sich scheut anzurühren. Lösen Sie das nicht selbst im Flur. Sagen Sie es der MTA vor dem Beginn: bei einem Teil des Schmucks aus Gold und chirurgischem Stahl gibt es kein Problem, und der Arzt entscheidet je nach konkretem Metall und Aufnahmebereich. Liegt der Gegenstand im Interessenbereich oder besteht aus einer unbekannten Legierung, wird die Untersuchung verschoben oder eine andere Methode gewählt. Den Bügel des Ohrrings durchzuschneiden oder den Ring in der Eile vor dem Gerät abzuschlagen ist nicht nötig: besser einen Tag verlieren und sich neu anmelden, als den Schmuck zu verderben oder eine Verbrennung unter dem Gerät zu erleiden.

Mythen über Schmuck und MRT

Um das Thema hat sich viel Halbwahrheit angesammelt, wegen der Menschen Überflüssiges anbehalten. Wir nehmen die wichtigsten Irrtümer auseinander.

Gold ist nichtmagnetisch, also kann man es anbehalten. Nein. Gold wird tatsächlich nicht angezogen, doch es erwärmt sich in der Schleife und ergibt ein Artefakt auf der Aufnahme. Magnetismus ist nur eines von drei Risiken.

Titan ist sicher fürs MRT, deshalb kann man einen Titanring anbehalten. Nein. Titan ist nichtmagnetisch und wird oft in Implantaten verwendet, doch ein Ring ist ein geschlossener Kreis, der sich erwärmt, und seine Leitfähigkeit verzerrt das Feld neben dem Aufnahmebereich.

Eine dünne Kette ist zu klein, um etwas zu verderben. Nein. Gerade dünne geschlossene Kreise erwärmen sich am besten, und eine Kette am Hals legt sich genau in den Aufnahmebereich von Kopf und Hals.

Das MRT ist einfach ein fortgeschrittenes Röntgen. Nein. Beim Röntgen arbeitet Strahlung, beim MRT ein dauerhaft starker Magnet und Radiofrequenz. Das Verhalten von Metall ist grundverschieden.

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Fakten, die überraschen

Einige Dinge über MRT und Metall, die man Patienten selten erzählt.

Der Magnet im Tomografen schaltet sich auch nachts nicht ab. Der supraleitende Magnet hält das Feld dauerhaft. Um ihn in einer Notlage herunterzufahren, macht man eine Notabschaltung, und das ist ein teures Verfahren, das Tage zur Wiederherstellung des Geräts braucht.

Eine Stahlflasche oder eine Liege, die in die Röhre fliegt, kann den Patienten darin einklemmen. Deshalb bringt man in die Magnetzone nichts Stählernes hinein, und das Reinigungsgerät und die Möbel dort sind speziell, nichtmagnetisch.

Ein Piercing findet man manchmal zufällig direkt auf der Aufnahme. Es kommt vor, dass jemand ein altes Intimpiercing oder einen kleinen Ohrring im Knorpel vergisst, und das Metall verrät sich durch ein Artefakt. Besser, man erinnert sich vorab an alles.

Alte dunkle Tätowierungen reagieren stärker als neue. Es liegt an der Zusammensetzung des Pigments: früher kamen in schwarzen Farben häufiger Eisenverbindungen vor. Moderne Studiopigmente reagieren schwach.

Das Kontrastmittel fürs MRT enthält kein Jod, anders als beim CT. Eine Allergie gegen das Jodkontrastmittel fürs CT bedeutet kein Verbot für das MRT-Kontrastmittel: das sind verschiedene Stoffe auf Gadoliniumbasis.

Das Magnetfeld kann die Daten von einer Bankkarte und einem alten Telefon löschen. Den Magnetstreifen der Karte, USB-Sticks, mechanische Uhren bringt man besser gar nicht in den Raum: sie sind leicht zu verderben.

Der Lärm des Tomografen erreicht das Niveau eines Presslufthammers. Das liegt nicht am Magneten als solchem, sondern am schnellen Umschalten der Gradientenspulen. Deshalb gibt man dem Patienten Ohrstöpsel oder Kopfhörer.

Farbe und Glanz des Metalls sagen nichts über den Magnetismus aus. Verchromter Stahl glänzt wie Platin, wird aber angezogen, während mattes Titan nicht magnetisch ist. Mit dem Auge ist die Legierung nicht zu bestimmen, deshalb wird alles abgelegt.

Schmuck und MRT: Wahrheit und Mythen
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Häufige Fragen

Darf man das MRT überhaupt mit Schmuck machen? Nein. Vor dem MRT wird aller Schmuck ohne Ausnahme abgelegt: Ohrringe, Ketten, Ringe, Armbänder, Uhren, Piercings. Das betrifft sowohl Edelmetalle als auch Modeschmuck.

Warum kann man den Goldring nicht anbehalten, er ist doch nicht magnetisch? Magnetismus ist nur eines von drei Risiken. Gold wird nicht angezogen, doch es erwärmt sich in einer geschlossenen Schleife und verzerrt die Aufnahme. Deshalb wird es gleichrangig mit dem Übrigen abgelegt.

Was tun, wenn der Ring sich nicht vom Finger ziehen lässt? Sagen Sie das bei der Terminvereinbarung und kommen Sie früher. Manchmal hilft das Kühlen des Fingers und Seife. Im Notfall wird der Ring vorsichtig durchgeknipst, wie auch nicht abnehmbare Armbänder. Das ist vor der Untersuchung zu lösen und nicht am Gerät.

Wird mir das geschweißte Armband fürs MRT abgenommen? Liegt es im Aufnahmebereich oder kann es sich erwärmen, wird es durchgeknipst oder durchgesägt. Das ist ein regulärer Vorgang. Nehmen Sie die Kontaktdaten des Studios mit, in dem es verschweißt wurde, um es später wiederherzustellen.

Was tun mit frischem Piercing, damit der Stich nicht zuwächst? Setzen Sie einen nichtmagnetischen Retainer aus Bioplast, Glas oder Teflon ein. Er hält den Kanal offen, erwärmt sich nicht und verzerrt die Aufnahme nicht. Tun Sie das zu Hause vorab.

Sind Tätowierungen beim MRT gefährlich? In den meisten Fällen nein. Selten erwärmt sich eine große oder alte Tätowierung mit eisenhaltiger Farbe leicht. Ist die Tätowierung groß und im Aufnahmebereich, weisen Sie den Arzt darauf hin.

Und sind Implantate und Prothesen eine Kontraindikation? Nicht immer. Die meisten modernen Implantate sind MRT-tauglich, doch der Arzt entscheidet anhand der Unterlagen zum Erzeugnis. Melden Sie unbedingt alles Metall im Körper, besonders einen Herzschrittmacher.

Darf man den Schmuck danach wieder anlegen? Gleich nach der Untersuchung, sobald Sie den Raum verlassen. Das Magnetfeld verändert das Metall nicht, es wirkt nur, solange Sie drin sind. Uhren und Elektronik prüfen Sie: manchmal setzt das Feld sie außer Betrieb.

Kurz das Wichtigste

Vor dem MRT wird alles Metallische abgelegt, und dafür gibt es drei Gründe: die Erwärmung geschlossener Schleifen, der Geschosseffekt magnetischer Gegenstände und die Artefakte, die eine Auffälligkeit auf der Aufnahme verbergen. Gold und Titan werden nicht angezogen, doch sie erwärmen sich und verzerren das Bild, deshalb werden auch sie abgelegt. Nicht abnehmbare Armbänder werden durchgeknipst oder durchgesägt, Piercings werden durch einen nichtmagnetischen Retainer ersetzt, über Implantate und große Tätowierungen spricht man unbedingt mit dem Arzt. Bereiten Sie sich zu Hause vor, gehen Sie die Liste vorab durch, und die Untersuchung verläuft ohne verdorbene Aufnahmen und ohne Überraschungen. Geht es jedoch nicht um den Patienten, sondern darum, was man im Dienst trägt, ist das ein anderes Thema, und es wird im Artikel über Schmuck für Ärzte behandelt.

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