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Sommerschmuck: Was die Symbole des Sommers bedeuten, von Eis bis Flamingo

Sommerschmuck: Was die Symbole des Sommers bedeuten, von Eis bis Flamingo

Sommer zum Anziehen

Im achtzehnten Jahrhundert kostete eine Ananas in Europa so viel, dass eine einzige Frucht dem Monatslohn eines Dienstboten entsprach, und man aß sie nicht, sondern lieh sie aus. Gastgeber besorgten sich die exotische Frucht beim Händler für einen Abend, stellten sie als Schmuckstück auf den Tisch und brachten sie am Morgen zurück, woraufhin der Händler sie weiterverlieh, bis die Ananas allmählich zu verderben begann. Dann wurde sie endlich an denjenigen verkauft, der es sich leisten konnte, ein Statusobjekt ganz zu verspeisen. Heute kostet eine Ananas am Anhänger nur Kleingeld, doch die Bedeutung, Gastfreundschaft und ein herzliches Willkommen, ist geblieben. Fast alle Sommersymbole sind so gebaut: leicht und fröhlich im Anblick, mit einer überraschend alten Geschichte dahinter.

Sommer im Schmuck ist eine eigene Sprache. Eis, Wassermelone, Palme, Flamingo, Sonnenbrille, Cocktail: Jedes Zeichen trägt Urlaubsstimmung, doch viele haben auch eine tiefere Schicht. Im Folgenden klären wir, was sie bedeuten, woher sie kommen, woraus sie gemacht sind, wie man sie trägt und wie man aus ihnen ein stimmiges Sommerbild zusammenstellt, statt einer zufälligen Handvoll fröhlicher Anhänger.

Welches Sommersymbol ist deins?
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Woher die Sommersymbole stammen

Saisonaler Schmuck ist keine Erfindung der letzten Jahre. Menschen haben die Jahreszeit immer durch das markiert, was sie trugen: im Winter warme Steine in tiefen Tönen, im Sommer helle Materialien und farbenfrohe Motive. Ein leichter Sommeranhänger ist eine kleine Art, den Urlaub zu verlängern, ein Stück Meer und Sonne bei sich zu behalten, wenn der Urlaub selbst längst vorbei ist.

Die meisten Sommersymbole stammen aus zwei Quellen. Die erste ist die Natur des Südens: Früchte, tropische Pflanzen, Vögel. Die zweite ist das Ritual der Erholung selbst: Eis, Brille, Hut, Cocktail, Dinge, die wir nur in den Ferien hervorholen. Deshalb lesen sich Sommerschmuckstücke fast immer als Freude und Pause, als Zeichen dafür, dass jemand sich zu entspannen weiß und sich nicht zu ernst nimmt. Das ist ein ehrliches und warmes Signal, und darin liegt ihre Stärke.

Eine besondere Rolle spielte die Mode der Souvenir-Schmuckstücke. Armbänder mit Anhängern kannte man schon in der Antike: Ähnliche Ketten aus Amuletten trug man in Ägypten und bei den Römern, und im neunzehnten Jahrhundert liebte Königin Victoria ein solches Armband und sammelte an einer Kette winzige Medaillons und Herzen. Doch zur Massengewohnheit wurde dies erst Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, als Reisen nach dem Krieg schlagartig billiger und nicht mehr nur für Reiche zugänglich wurden. Damals begann man, Anhänger als Reisesouvenirs zu verkaufen: eine Palme von einem Urlaubsort, eine Muschel von einem anderen, eine kleine Sehenswürdigkeit von einem dritten. Das Armband verwandelte sich in eine persönliche Landkarte der Routen, und genau daher rührt die Gewohnheit, den Sommer als Sammlung kleiner Symbole zu tragen statt als ein einzelnes Stück. Diese Logik lebt bis heute, nur ist die Zahl der Formate gewachsen: Anhänger, Ohrringe, Ketten unterschiedlicher Länge.

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Sommerfrüchte: Wassermelone, Ananas, Zitrone, Kirsche

Fruchtmotive sind das Herz des Sommerthemas. Sie sind leuchtend, leicht erkennbar und fast bei jedem mit einer konkreten Erinnerung verbunden.

Wassermelone: Erinnerung an Picknicks

Die Wassermelone scheint die Verkörperung des modernen Picknicks zu sein, doch sie hat eine Geschichte von Jahrtausenden. Ihre wilden Vorfahren wuchsen in Afrika, und im alten Ägypten wurden Wassermelonen so lange angebaut, dass man ihre Kerne und Abbildungen in über viertausend Jahre alten Gräbern findet: Man legte die Frucht den Verstorbenen als Wasser- und Nahrungsvorrat für die Reise mit. Die damalige Wassermelone war klein und bitterlich, zum süßen roten Fruchtfleisch brachte man sie erst über Jahrhunderte der Zucht. Im Schmuck setzt man sie aus kontrastierenden Farben zusammen, grüne Schale, rotes Fruchtfleisch, und fügt oft schwarze Steinchen als Kerne oder Emaille-Sprenkel hinzu. Eine alte Mythologie hat sie kaum, ihre Bedeutung ist einfach und warm: Unbeschwertheit, Erholung, gute Laune. Genau deshalb verschenkt man sie im Sommer so gern, auch an Jugendliche.

Ananas: Gastfreundschaft und neues Zuhause

Die Ananas hat unter den Sommerfrüchten die reichste Geschichte. Nach Europa brachte sie Kolumbus, der auf der Frucht während seiner zweiten Fahrt zur Karibik stieß, und jenseits des Ozeans wurde die Ananas sofort zum Wunder: Sie im kalten Klima anzubauen gelang fast nie, und der Transport über den Atlantik war lang und teuer. Eine einzige Frucht kostete so viel wie ein Monatslohn, deshalb aß man sie nicht, sondern stellte sie zur Schau: Man lieh sie für einen Empfang aus, stellte sie in die Tischmitte und brachte sie dem Händler zurück. Die Ananas wurde in Tore, Möbel und Geschirr geschnitzt als Wunsch eines herzlichen Willkommens, und diese Mode reichte bis in die Architektur. Im Schmuck blieb die Bedeutung erhalten: Die Ananas schenkt man zum Einzug und als warmes Zeichen der Gastfreundschaft. Die stachelige Krone oben macht die Silhouette stilvoll und grafisch.

Zitrone: sonniger Optimismus

Die Zitrone ist konzentrierte Sonne und Frische. Ursprünglich stammt sie wohl aus den Vorgebirgen Asiens, und ins Mittelmeer brachten sie arabische Händler vor etwa tausend Jahren, und seither ist sie mit dem Bild der südlichen Terrassen und steinigen Hänge der Amalfiküste und Siziliens verwachsen. Ihr gelbes Kolorit und ihre saure Frische lesen sich als Optimismus und ein Blick aufs Leben ohne Trübsal. Ein Zitronenzweig mit ein paar Früchten und einem Blatt wurde zu einem eigenen Modemotiv, das auf den mediterranen Sommer verweist. Es ist eine leichte Art, dem Bild Farbe und gute Laune hinzuzufügen.

Orange: südlicher Überfluss

Die Orange ist wärmer und süßer als die Zitrone, sie ist ein Zeichen südlichen Überflusses, des Festes und der Wärme. Die süße Orange, die wir heute kennen, kam später als die Zitrone nach Europa und war lange ein solcher Luxus, dass wohlhabende Höfe eigens verglaste Galerien, Orangerien, für einige Bäume in Kübeln bauten. Das Wort Orangerie selbst stammt eben von der Orange. Die saftige orange Frucht legt sich gut auf Emaille und gibt dem Bild ein sattes Kolorit. Wenn die Zitrone für Frische und Munterkeit steht, dann die Orange für Großzügigkeit und sonnige Süße, und man wählt sie, wenn man Wärme statt Kühle sucht.

Kirsche: Spiel und Paar

Zwei Kirschen an einem Stiel sind ein verspieltes und leicht freches Zeichen. Die Paarigkeit der Beeren deutet auf Zweisamkeit hin, deshalb liest sich die Kirsche oft als Symbol für ein Paar oder eine enge Freundschaft. Das Motiv selbst ist leicht und kokett, man wählt es, wenn man keine tiefe Bedeutung sucht, sondern Sommerstimmung und ein Lächeln. Die Kirsche hat eine reiche kulturelle Vergangenheit: Die Römer schätzten sie so sehr, dass der Feldherr Lucullus der Überlieferung nach die Süßkirsche aus einem Feldzug ans Schwarze Meer als Kriegsbeute nach Italien brachte, und von dort verbreitete sie sich über ganz Europa. In der japanischen Kultur verbindet man mit dem Wort Kirsche allerdings vor allem nicht die Beere, sondern die Sakura, deren Blüte zum Symbol vergänglicher Schönheit wurde, doch im Sommerschmuck herrscht eben die fröhliche reife Doppelbeere.

Erdbeere: Süße und Koketterie

Die Erdbeere ist die früheste Sommerbeere, und im Schmuck liest sie sich als Süße, Zartheit und leichte Koketterie. Die vertraute große Gartenerdbeere ist übrigens recht jung: Man züchtete sie in Europa erst im achtzehnten Jahrhundert, durch die zufällige Kreuzung zweier wilder amerikanischer Arten, davor aß man die kleine Walderdbeere. Ihr rotes Kolorit und ihre erkennbare Form mit den feinen Samenpunkten legen sich gut auf Emaille. Den Erdbeeranhänger nimmt man, wenn man eine leuchtende, etwas verspielte Sommernote in warmer Palette möchte.

Pfirsich: Wärme und Zartheit

Der Pfirsich mit seiner sanften Röte steht für Wärme, Weichheit und südlichen Überfluss. Die Heimat des Pfirsichs ist nicht Persien, wie der Name andeutet, sondern China, wo die Frucht jahrtausendelang als Symbol für Langlebigkeit und Unsterblichkeit galt: Mit Pfirsichen beschenkte man Götter, und geschnitzte Pfirsiche schenkt man bis heute Älteren zum Geburtstag als Wunsch für lange Jahre. Es ist ein ruhigeres und reiferes Motiv als die leuchtende Erdbeere, näher an Gärten und einem gemächlichen Sommer. Die samtige Seite des Pfirsichs gibt ein weicher Emaille-Verlauf oder rosafarbenes Perlmutt schön wieder.

Süßes und Getränke: Eis und Cocktail

Wenn Früchte die Natur des Sommers sind, dann sind Eis und Cocktail seine Rituale. Diese Symbole stehen für Genuss und Pause, für die Fähigkeit innezuhalten und sich über eine Kleinigkeit zu freuen.

Eis: unbeschwerte Freude

Die Eiswaffel ist ein Zeichen reiner, fast kindlicher Freude, und die Waffeltüte selbst hat ihren genauen großen Auftritt. Die Waffeltüte wurde auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 berühmt: Der Legende nach gingen einem Eisverkäufer die Pappbecher aus, während sein Standnachbar dünne Waffeln verkaufte, und dieser rollte eine Waffel zur Tüte, um dem Kollegen auszuhelfen. So konnte man die Köstlichkeit erstmals im Gehen essen, ohne Löffel und Geschirr, und die Eistüte wurde augenblicklich zum Sommerhit. Eine alte Symbolik hat sie nicht, und darin liegt ihr Charme: Sie spricht ehrlich von guter Laune und einer leichten Lebenshaltung. Den cremigen Teil macht man oft aus rosafarbenem Perlmutt oder leuchtender Emaille. Es ist das perfekte Sommergeschenk ohne Hintersinn, einfach um eine Freude zu machen.

Eis am Stiel: Retro und Frechheit

Das Eis am Stiel ist der etwas retrohaftere und frechere Verwandte der Tüte, ein Gruß an die Sommerkindheit und die Kioske am Meer. Das Eis am Stiel selbst entstand einer verbreiteten Geschichte nach durch einen Zufall: Ein Jugendlicher im Amerika des frühen zwanzigsten Jahrhunderts vergaß bei Frost ein Glas Limonade mit einem Rührstäbchen darin, und am Morgen zog er am Stäbchen ein fertiges Wassereis heraus. Man macht es aus saftiger Emaille, manchmal mit einem Biss an der Seite. Das Eis am Stiel wählt man, wenn man keine Zartheit möchte, sondern eine fröhliche, etwas freche Sommernote.

Cocktail: Fest und Erholung

Das Glas mit Schirmchen und Fruchtscheibe ist ein Symbol für Urlaub und Fest, für den Abend am Wasser, für Erholung ohne Eile. Das Papierschirmchen im Glas, jenes Detail, ohne das der Cocktail sich nicht als Urlaubsgetränk lesen lässt, stammt aus der Tropenmode der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, als Lokale im hawaiianischen und polynesischen Stil die Getränke mit winzigen Schirmchen und Spießchen schmückten, um nicht bloß Alkohol zu verkaufen, sondern ein Stück Tropen. Hier sollte man zwei verschiedene Bedeutungen des Wortes Cocktail im Schmuck auseinanderhalten. Die erste ist das Motiv selbst, ein kleines Glas als Anhänger. Die zweite ist der Cocktailring, ein großer auffälliger Ring mit einem großen Stein, der zur Zeit der Prohibition in Mode kam, als Frauen offen verbotene Getränke bestellten und ebenso offen mit einem auffälligen Ring glänzten. Beides steht für Fest, doch es sind verschiedene Dinge, und man sollte sie nicht verwechseln.

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Urlaubsutensilien: Brille, Flip-Flops, Hut

Eine eigene Gruppe von Sommersymbolen sind Gegenstände, die wir nur in den Ferien hervorholen. Sie lesen sich augenblicklich als Urlaub, gerade weil sie im Alltag keinen Platz haben.

Sonnenbrille

Die Sonnenbrille scheint eine Erfindung des modischen zwanzigsten Jahrhunderts zu sein, doch die allerersten Sonnenbrillen erdachten die Völker des Nordens vor Jahrtausenden. Die Inuit und andere arktische Jäger schnitzten aus Knochen, Holz oder Walrosszahn dichte Schilde mit einem schmalen Schlitz für beide Augen: Solche Schlitzbrillen schützten nicht vor Helligkeit, sondern vor Schneeblindheit, indem sie fast das gesamte blendende Licht von Schnee und Eis abschnitten. Die vertrauten dunklen Gläser als Schutz vor UV-Strahlung kamen viel später. Im Schmuck liest sich die kleine Brille als Anhänger als ich bin im Urlaub und verleiht dem Bild Leichtigkeit. Es ist eines der städtischsten Sommersymbole: Es steht für die Fähigkeit abzuschalten und sich zu entspannen, nicht unbedingt am Meer.

Flip-Flops und Strandsandalen

Flip-Flops oder Zehentrenner sind das direkteste Zeichen von Meer und Sand. Die Form des Schuhs mit dem Riemen zwischen den Zehen selbst ist uralt: Ähnliche Sandalen trug man schon im alten Ägypten und in Japan, und zum massentauglichen Sommerschuh der ganzen Welt wurden Gummi-Flip-Flops Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, vielfach dank der japanischen Zori, die sich nach dem Krieg über die Strände des Planeten verbreiteten. Im Alltag haben Flip-Flops keinen Platz, deshalb sagt der Flip-Flop-Anhänger augenblicklich Sommer, Strand, barfuß. Man nimmt sie oft als Souvenir einer bestimmten Reise oder schenkt sie jemandem, der von der Vorfreude auf den Urlaub lebt.

Strohhut

Der Strohhut ist ein Zeichen des gemächlichen Südens: Terrassen, Meer, Abendsonne. Beim berühmtesten Sommerhut, dem Panamahut, gibt es eine lustige Verwirrung im Namen: Geflochten wurde er in Ecuador, doch Panamahut nannte man ihn, weil man ihn massenhaft über Panama zu verkaufen begann, und der Ruhm kam, nachdem man den US-Präsidenten in einem solchen Hut beim Bau des Panamakanals fotografierte. Er liest sich sanft und entspannt, als Bild urlauberischer Leichtigkeit. Den Hut-Anhänger nehmen jene, für die der Sommer für Stil und warme Tage steht, nicht für Sport.

Koffer

Der Koffer, besonders der Vintage-Koffer, ist ein reines Symbol der Reise und der Vorfreude auf den Weg. Interessant ist, dass den Koffer mit Rädern, ohne den heute kein Flughafen denkbar ist, erstaunlich spät erfand: Das erste Patent für einen Rollkoffer kam erst Anfang der Siebziger, und den praktischen Teleskopgriff fügte man gar erst gegen Ende des Jahrhunderts hinzu. Davor trug man schwere Koffer einfach in den Händen, und der Weg war buchstäblich schwerer. Den Koffer-Anhänger schenkt man vor einer großen Reise oder sammelt ihn als Erinnerung an sie.

Flugzeug

Das kleine Flugzeug ist ein Zeichen für den Flug, ferne Länder und den Traum vom Weg. Der Massenurlaub mit dem Flugzeug ist ebenfalls ein Zeichen einer gar nicht so fernen Vergangenheit: Bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts war der Flug ein Luxus für Auserwählte, und erst die Düsenflugzeuge machten ferne Länder für gewöhnliche Urlauber zugänglich und verwandelten das Flugzeug in ein Symbol der Ferien statt eines Geschäftstermins. Es steht für den Moment des Abhebens und die Vorfreude auf Neues. Das Flugzeug lieben jene, für die der Urlaub mit der Gangway beginnt, und man schenkt es oft vor einer Reise als warmen Wunsch für eine gute Fahrt.

Sonnenschirm am Strand

Der gestreifte Strandschirm ist ein Zeichen für die faule, gemächliche Erholung, eben jene, bei der es nichts gibt, wofür man sich beeilen müsste. Der Sonnenschirm selbst ist älter als der Regenschirm: Im alten Ägypten, in Assyrien und in China hatten Diener den Wedelschirm über einer vornehmen Person zu halten, und der Schatten vor der Sonne war ein Privileg, ein Zeichen hoher Stellung. Bräune verriet damals den Armen, der auf dem Feld arbeitete, und helle Haut wurde geschätzt, und erst im zwanzigsten Jahrhundert kehrte sich die Mode um und machte die Bräune zum Zeichen der Erholung. Der Strandschirm liest sich als Schatten, Pause, das Recht nichts zu tun. Das Motiv ist selten und gerade deshalb frisch, es nehmen jene, die am Sommer nicht die Aktivität schätzen, sondern die Ruhe und die langsamen Tage am Wasser.

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Aktivurlaub: Surfen, Wasser und Weg

Eine eigene Gruppe von Symbolen steht für den Sommer in Bewegung, für jene, denen das Liegen im Sand nicht reicht. Sie sprechen nicht von Ruhe, sondern vom Abenteuer.

Surfbrett

Das Surfbrett ist ein Symbol der Freiheit und der Fähigkeit, den Moment zu ergreifen. Surfen ist kein Strandvergnügen der letzten Jahrzehnte, sondern eine alte Kunst Polynesiens: Auf Hawaii war das Reiten auf der Welle schon Jahrhunderte vor den Europäern Teil der Kultur, das Brett besaßen einfache Bewohner wie auch die Häuptlinge, wobei der Adel eigene riesige Bretter hatte und die Welle selbst als fast heiliges Element galt. Am Anhänger spricht das Brett von der Liebe zum Ozean und zum aktiven Urlaub, von einem Charakter, der die Welle sucht, nicht den Schatten. Die Silhouette ist schlicht und erkennbar, leicht zu stilisieren. Es ist das Zeichen jener, für die der Sommer für Sport und Adrenalin steht.

Schnorchelmaske

Die Maske zum Schnorcheln oder Tauchen steht für die Unterwasserwelt und die Neugier. Unter Wasser zu blicken versuchten die Menschen seit Jahrtausenden: Perlen- und Schwammtaucher tauchten mit einem Atemzug in die Tiefe, und die ersten Tauchbrillen machte man schon in der Antike aus poliertem Schildkrötenpanzer. Die vertraute Maske mit Glas und Schnorchel ist bereits eine Erfindung des zwanzigsten Jahrhunderts. Dieses Symbol wählen jene, die das Verborgene unter der Oberfläche interessiert: Meeresliebhaber und jene, die vom warmen Wasser träumen. Im Schmuck liest sich die Maske als Zeichen der Erkundung und des Drangs zur Tiefe, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Schwimmbrille

Die Schwimmbrille ist der sportlichere Verwandte der Maske, ein Zeichen für Schwimmbad, Bahnen und Disziplin. Wenn die Maske für die Betrachtung der Unterwasserwelt steht, dann die Brille für Bewegung und Überwindung. Interessant ist, dass die Brille im Schwimmsport spät auftauchte: Noch Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts traten Schwimmer ohne sie an und litten unter dem Chlor, und massenhaft hielt die geschlossene Brille erst gegen die Siebziger in den Sport Einzug und veränderte die langen Bahnen merklich. Man wählt sie, wenn das Wasser für einen Sport ist und der Sommer ohne Schwimmen undenkbar.

Rettungsring

Der gestreifte Rettungsring ist ein maritimes Retro-Zeichen mit doppelter Bedeutung. Einerseits ist es ein leichtes Urlaubsmotiv im Stil alter Postkarten, andererseits ein Symbol für Halt und Rettung, für denjenigen, der immer zu Hilfe kommt. Der Ring selbst hat auch eine ernste Herkunft: Die weiß-rote Färbung ist kein Zufall, dieser Kontrast ist auf dem Wasser am besten zu sehen, und seit Jahrhunderten gilt er als Standard der Rettungsausrüstung auf Schiffen. Deshalb verschenkt man einen solchen Anhänger manchmal als warmes Zeichen für ich bin da, falls etwas ist.

Wohnmobil und Weg

Das Haus auf Rädern, der Wohnwagen, der Bus ist ein Symbol für die Reise ohne Plan und für die Freiheit der Straße. Die Idee des Hauses auf Rädern zur Erholung ist älter als das Automobil: Die ersten Wohnwagen baute man noch mit Pferdezug, für Zirkusleute und Liebhaber des Nomadenlebens, und zum massentauglichen Sommersymbol wurde der Bus Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts zusammen mit der Mode der Autoreisen und jenem kompakten Kleinbus, der ganze Gesellschaften an die Küste brachte. Es steht für den Sommer als Route, die man selbst wählt, für Übernachtungen unter den Sternen und für die Bewegung um der Bewegung willen. Dieses Motiv ergänzt die Gesellschaft aus Flugzeug und Koffer gut.

Tropen: Palme, Flamingo, Monstera

Die tropische Gruppe ist der bekannteste Sommercode. Diese Motive wurden in den letzten Jahren fast zum Synonym für Erholung und südlichen Stil.

Palme

Die Palme ist ein Zeichen für Urlaub, Wärme und Entspannung, doch ursprünglich hatte sie eine feierliche Bedeutung. In der Antike bedeutete der Palmzweig Sieg: Man überreichte ihn Triumphatoren und Siegern der Spiele, daher auch die Wendung Palme des Sieges, und später wurde der Zweig zum Symbol für Frieden und Triumph. Heute ist von dieser Strenge nur die Silhouette geblieben, die sich als reine Erholung liest. Sie ist schlicht und sieht selbst in kleinster Ausführung gut aus, deshalb nimmt man die Palme oft als feinen goldenen Anhänger für jeden Tag, der leise ans Meer erinnert. Es ist eines der vielseitigsten Sommersymbole, am Strand wie in der Stadt am Platz.

Flamingo

Der rosa Flamingo wurde zur Ikone des Sommers vielfach dank der Plastikfigur für den Rasen. Sie erdachte der amerikanische Designer Don Featherstone 1957: Der billige rosa Vogel aus Plastik auf Drahtbeinen verbreitete sich über die Rasenflächen der Vorstädte und wurde zugleich zum Symbol unbeschwerter Erholung, des Kitschs und der guten Laune. Das rosa Kolorit echter Flamingos ist selbst nicht angeboren: Die Vögel werden grau geboren und färben sich rosa durch die Pigmente in den Krebschen und Algen, von denen sie sich ernähren. Im Schmuck steht der Flamingo für Leichtigkeit, Buntheit und ein wenig verspielten Schick, und die rosa Emaille macht den Anhänger auffällig und fröhlich.

Monsterablatt

Das Monsterablatt mit seinen geschnittenen Schlitzen ist ein moderneres, fast designerisches Motiv, das auf Botanik und tropisches Grün verweist. Die Löcher in den Blättern haben eine praktische Erklärung: So kann die Pflanze aus den unteren Schichten des Dschungels leichter Licht durchlassen und tropische Regengüsse überstehen, ohne unter den Wassermassen zu brechen. Das Motiv funktioniert gut bei großen Ohrringen und Anhängern und wirkt frisch, ohne Süße. Die Monstera nehmen jene, denen ein stilvoller statt urlaubssouvenirhafter Blick auf die Tropen näher liegt.

Sonne und Himmel im Sommer

Die Sonne ist wohl das wichtigste Sommerzeichen, Wärme, Energie, Leben. Im Sommerschmuck macht man sie strahlend, golden, manchmal mit einem Gesicht im alten Stil. Doch die Sonne hat eine lange eigenständige Geschichte im Paar mit dem Mond, und darüber sprechen wir ausführlich in einer eigenen Betrachtung über Sonne und Mond im Schmuck. Im Sommerthema wirkt die Sonne als warmer Akzent und versammelt die übrigen Symbole gut um sich.

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Maritimes Thema: wohin man weiterschauen kann

Das Meer ist die Hälfte des Sommers, doch die maritimen Symbole verdienen ein eigenes Gespräch, und das haben wir bereits. Damit dieser Ratgeber nicht ausufert, halten wir ihn bewusst beim Festland und beim Urlaubsalltag und überlassen den maritimen Teil den einschlägigen Beiträgen.

Wenn es einen gerade zum Meer zieht, werfen Sie einen Blick auf die allgemeine Betrachtung über maritime Symbole im Schmuck, wo Muschel, Anker, Stern und Welle versammelt sind. Über einzelne Helden gibt es eigene Beiträge: Delfin als Symbol für Freude und Freundlichkeit, Kammmuschel mit ihrer Pilgergeschichte, rote Koralle als alter mediterraner Talisman. Seestern, Seepferdchen und Krabbe leben ebenfalls in diesen Betrachtungen. So lässt sich die Sommerkapsel leicht mit maritimen Motiven aufstocken, ohne sich zu wiederholen.

Materialien des Sommerschmucks: was wählen

Der Sommer diktiert seine eigene Palette und seine eigenen Materialien. Hier herrschen Farbe und Leichtigkeit, nicht strenge Kostbarkeit. Doch hinter dem fröhlichen Anblick eines Sommeranhängers stehen ganz konkrete Materialien, und jedes hat seinen eigenen Charakter: Das eine gibt sattes Kolorit, das andere ein sanftes Leuchten, das dritte einen warmen Glanz. Klären wir der Reihe nach, woraus man Sommerschmuck macht, worin die Stärke jedes Materials liegt und wovor es sich fürchtet. Das hilft, ein Stück zu wählen, das die Saison übersteht und nicht bis August abgenutzt ist.

Heißemaille

Heißemaille ist die klassische Emaille, eben jenes Material, das dem Sommeranhänger das reine, satte Kolorit gibt. Im Grunde ist es farbiges Glas: Auf das Metall trägt man zerstoßenes Glaspulver auf und brennt es im Ofen bei etwa achthundert Grad, das Pulver schmilzt und verschmilzt fest mit der Grundlage. Die Technik ist alt, mit farbiger Emaille schmückten schon die Kelten und byzantinische Meister ihre Werke. Der Vorteil der Heißemaille liegt in der Beständigkeit: Die verglaste Oberfläche ist hart, sie verblasst nicht in der Sonne, fürchtet kein Wasser und bewahrt ihre Leuchtkraft über Jahre. Der Nachteil liegt in einer anderen Art von Zerbrechlichkeit: Wie jedes Glas kann die Heißemaille bei einem starken Stoß gegen Stein oder Fliesen absplittern oder einen Riss bekommen. Sie fürchtet eben scharfe Stöße und Stürze auf Hartes, vor Sonne, Meerwasser und Creme braucht sie sich dagegen nicht zu fürchten.

Kaltemaille

Kaltemaille ist kein Glas, sondern farbiges Harz (Epoxid oder Acryl), das man in die Zellen gießt und ohne Brennen trocknet. Daher der Name: Hohe Temperatur gibt es im Prozess nicht. Man liebt sie dafür, dass sie billiger und leichter zu verarbeiten ist und beliebige Töne und feine Übergänge ermöglicht, weshalb viele leuchtende Sommeranhänger eben so gemacht sind. Doch in der Beständigkeit steht die Kaltemaille der Heißemaille deutlich nach. Das Harz ist weicher als Glas, kann mit der Zeit erblassen oder vergilben, mag keine lange Sonne, kein heißes Wasser und keine Lösungsmittel, und von Parfüm und Alkohol wird die Oberfläche trüb. Kurz gesagt: Die Heißemaille ist fester und langlebiger, die Kaltemaille leuchtender in der Palette und günstiger, verlangt aber einen behutsamen Umgang. Am Tastsinn unterscheidet man sie so: Die Heißemaille ist kühl und klingend wie Glas, die kalte etwas warm und weich wie Plastik.

Perlmutt

Perlmutt verwendet man für die cremigen und weißen Teile der Sommermotive: die Eiskugel, das Blütenblatt, das Wölkchen, den Körper der Muschel. Es ist die innere schillernde Auskleidung der Muschelschale, mit der das Weichtier seine Schutzschicht aufbaut, dasselbe Material, aus dem die Perle entsteht. Seine Stärke ist das sanfte lebendige Leuchten mit einem leichten Schimmer, den weder Emaille noch Stein geben, und dabei schreit es überhaupt nicht, es liest sich hell und sommerlich. Die Schwäche des Perlmutts liegt darin, dass es organisch und weich ist: Es fürchtet Säuren, Parfüm, Cremes und Haushaltschemie, von denen es trüb wird, mag keine lange Sonne und keine trockene Hitze, kann sich abblättern und zerkratzt an Metall und Schleifmittel. Meer- und Chlorwasser verträgt es schlecht, deshalb nimmt man den Perlmuttanhänger am Strand und im Schwimmbad besser ab.

Vergoldung und ihre Beständigkeit

Das warme goldene Kolorit verstärkt die Sonnennote, deshalb macht man Palmen, Sonne und Ananas besonders oft golden. Meist ist es kein massives Gold, sondern Vergoldung: eine dünne Goldschicht über Silber oder einem anderen Metall. Bei der Beständigkeit entscheidet hier alles die Dicke der Schicht. Eine billige dünne Beschichtung nutzt sich schnell ab, in einer Saison aktiven Tragens kann an den Kanten und an Reibungsstellen die Grundlage durchscheinen. Eine dicke Vergoldung dagegen, galvanisch in dichter Schicht aufgetragen (man nennt sie manchmal Vermeil, wenn das Gold auf Silber liegt), hält Jahre und übersteht das gewöhnliche Sommertragen ohne Verluste. Der Feind jeder Vergoldung ist nicht das Wasser an sich, sondern Reibung und aggressive Chemie: Meersalz, Chlor im Schwimmbad, Parfüm, Creme und Schweiß beschleunigen den Verschleiß der Beschichtung. Deshalb ist es sinnvoll, den vergoldeten Anhänger vor dem Meer, der Dusche und dem Auftragen von Kosmetik abzunehmen, dann bleibt das warme Kolorit lange erhalten.

Helle Sommersteine

Der Sommer hat seine eigene Steinpalette, hell und durchsichtig, im Gegensatz zu den tiefen Wintertönen. Hier sind vier, die man am häufigsten in Sommerschmuck setzt, und was man über sie wissen sollte.

Der Aquamarin ist Wasser und Himmel selbst, durchsichtig-bläulich und kühl. Sein Name übersetzt sich aus dem Lateinischen genau so, Meerwasser, und Seeleute hielten ihn einst für einen Talisman auf der Fahrt. Es ist eine Art des Berylls, ein recht harter und beständiger Stein, der Wasser und Tragen gelassen übersteht, aber lange grelle Sonne nicht mag: Von ihr kann das bläuliche Kolorit verblassen, deshalb schützt man ihn im Sommer in der größten Hitze besser vor direkten Strahlen.

Der Peridot, auch Olivin, gibt eine satte frühlingsgrüne Note und dient als Stein des August, deshalb lieben ihn die Sommergeburtstagskinder besonders. Der ungewöhnlichste Peridot kam überhaupt mit Meteoriten zu uns geflogen. Der Stein ist von mittlerer Härte, Wasser verträgt er gut, fürchtet aber Säuren, scharfe Temperaturwechsel und zerkratzt etwas leichter als der Aquamarin, daher meidet man die Nachbarschaft mit harten Steinen in einem Kästchen besser.

Der Citrin ist im Stein gefangene Sonne, ein warmer honigfarbener und goldgelber Glanz, eine Art des Quarzes. Er ist günstig, hart und recht anspruchslos, hält Wasser und Tragen gut aus. Die einzige Schwäche ist dieselbe wie bei vielen gelben Steinen: Von langer heißer Sonne kann der Ton verblassen, deshalb sollte man darin nicht den ganzen Tag in der Sonne liegen.

Der Türkis verweist auf Meer und südlichen Stil, auf Ethno und entspannte Erholung. Es ist der heikelste Stein der vier: porös und weich, saugt er alles in sich auf, von Wasser, Parfüm, Creme, Öl und Schweiß wird er dunkel und grünt, ändert sein Kolorit für immer. Türkis darf man nicht nass machen und schon gar nicht mit ihm ins Meer oder ins Schwimmbad gehen, man wischt ihn nur mit einem trockenen Tuch ab. Dafür hält er bei behutsamem Umgang Jahrzehnte.

Sommersymbole: Bedeutung und Stimmung
SymbolBedeutungBeliebtheitFür wen und wozu
PalmeUrlaub, Wärme, Entspannung
Feiner Anhänger für jeden Tag, für alle
FlamingoLeichtigkeit, Farbe, verspielter Schick
Bunter Akzent, Sommerlaune
AnanasGastfreundschaft, neues Zuhause
Geschenk zum Einzug
WassermeloneUnbeschwertheit, Kindheitssommer
Fröhliches Geschenk, für Teenager
EisReine Freude, ohne Hintersinn
Einfach Freude machen, jedes Alter
ZitroneSonniger Optimismus, der Süden
Mediterraner Sommerlook
Sonnenbrille und KofferErholung, unterwegs, Reise
Geschenk vor einer Reise oder als Andenken

Pflege von Sommerschmuck

Der Sommer ist Strand, Wasser, Sonne, Creme und Parfüm, und fast all das ist feindlich gegenüber feinen Materialien. Die gute Nachricht ist, dass die Pflegeregeln einfach sind und sich auf ein Prinzip zurückführen lassen: Den Schmuck zieht man als Letztes an und nimmt ihn als Erstes ab. Im Folgenden klären wir, was bei jedem Material und in jeder Sommersituation geht und was nicht.

Emaille, Perlmutt und Vergoldung im Wasser

Heißemaille fürchtet kein Wasser und übersteht Dusche wie Baden, gefährlich sind ihr nur Stöße gegen den Beckenrand oder die Fliesen. Kaltemaille verträgt Wasser schlechter: Von heißem Wasser und langem Einweichen kann das Harz trüb werden, deshalb nimmt man sie in der Dusche und im heißen Bad besser ab. Perlmutt und Vergoldung mögen Wasser grundsätzlich nicht. Meersalz und Chlor im Schwimmbad trüben Perlmutt und beschleunigen den Verschleiß der Vergoldung, deshalb nimmt man diese Schmuckstücke vor Meer, Schwimmbad und Dusche ab. Wenn man doch eingetaucht ist, spülen Sie das Stück zu Hause mit klarem Süßwasser ab und trocknen es mit einem weichen Tuch, lassen Sie Salz und Chlor nicht auf der Oberfläche trocknen.

Sonne, Creme und Parfüm

Direkte heiße Sonne schadet nicht dem Metall, sondern dem Kolorit: Kaltemaille kann ausbleichen und vergilben, helle Steine wie Aquamarin, Citrin und Türkis können von langen Strahlen verblassen. Heißemaille und Vergoldung schreckt die Sonne nicht. Creme, Lotion und Sonnenöl sind ein eigenes Übel: Sie setzen sich unter die Steine und in das Relief der Emaille, hinterlassen einen Film, trüben die Vergoldung und fressen sich in den porösen Türkis und das Perlmutt. Parfüm und Spray trägt man aus demselben Grund vor dem Schmuck auf, nicht darüber: Alkohol trübt Kaltemaille und Perlmutt. Es gibt eine Regel, und sie gilt immer: zuerst Creme, Make-up und Parfüm, lassen Sie sie einziehen, und erst dann legen Sie den Schmuck an.

Aufbewahrung und Strand

Wischen Sie den Schmuck nach einem Strandtag mit einem trockenen weichen Tuch ab, Sand ist ein Schleifmittel und zerkratzt Emaille, Perlmutt wie weiche Steine. Bewahren Sie Sommerstücke getrennt auf, in einem Beutelchen oder Fach, damit sie nicht aneinander reiben: Ein harter Stein zerkratzt leicht die benachbarte Emaille oder den Türkis. Und nehmen Sie an den Strand selbst nicht das mit, dessen Verlust oder Beschädigung schade wäre: Salz, Sand und Sonne richten an einem aktiven Tag mit einem feinen Anhänger mehr an als ein Monat städtischen Tragens. Was genau Meer, Sonne und Sand gelassen übersteht und was man besser zu Hause lässt, haben wir ausführlich in einem eigenen Beitrag darüber geklärt, welcher Schmuck am Strand nicht kaputtgeht.

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Stein nach Geburtsmonat

Die hellen Sommersteine haben wir oben geklärt, doch sie haben auch eine andere Auswahllogik, nach dem Geburtsmonat. Der Peridot ist der Stein des August, der Aquamarin ist dem März zugeordnet, den Citrin verbindet man oft mit dem November, und Mondstein und Perle mit dem Juni. Wenn man möchte, dass der Sommeranhänger nicht nur schön, sondern auch persönlich ist, wählen Sie den Stein nach dem Monat dessen, für den er bestimmt ist. Mondstein und Perle geben zudem jenes sanfte Leuchten ohne Glanz und vertragen sich gut mit maritimen Motiven. Die vollständige Liste mit Geschichte und Bedeutungen gibt es in der allgemeinen Betrachtung über Geburtssteine nach Monat.

Sommer: Fakten, die überraschen

Bevor man eine Sommerkapsel zusammenstellt, ein paar interessante Details über die Symbole selbst und über den Sommer. Sie alle sind nachprüfbar und passen gut ins Gespräch, wenn Sie einen solchen Anhänger verschenken.

Der rosa Flamingo auf dem Rasen ist jünger, als es scheint, und er hat einen konkreten Urheber. Die Plastikfigur erdachte der Designer Don Featherstone 1957, und sie ging so fest in die Kultur ein, dass man sie sogar mit einem Spaßpreis würdigte; echte Flamingos hingegen färben sich nicht von selbst rosa, sondern durch die Nahrung, und in Gefangenschaft werden sie ohne spezielles Futter wieder grau.

Die Waffeltüte wurde auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 berühmt. Dieselbe Ausstellung schenkte der Welt der Überlieferung nach gleich mehrere Straßenleckereien, die man bequem im Gehen isst, und eben damals wurde das Eis endgültig zum Sommeressen der Straße statt zum Dessert am Tisch.

Die Ananas war jahrhundertelang kein Essen, sondern ein Statusrequisit. Im Europa des achtzehnten Jahrhunderts kostete eine Frucht so viel wie ein solider Lohn, deshalb liehen die Gastgeber sie für einen Abend für einen eindrucksvollen Tisch aus, und das eigentliche Fruchtfleisch bekamen nur die Reichsten, als die Frucht bereits zu verderben begann.

Die ersten Sonnenbrillen der Geschichte haben nichts mit dem Strand zu tun. Sie schnitzten arktische Jäger aus Knochen und Holz: Der dichte Schild mit dem schmalen Schlitz schützte die Augen nicht vor Hitze, sondern vor Schneeblindheit, indem er den blendenden Widerschein von Schnee und Eis abschnitt.

Die Wassermelone ist älter als fast alle modernen Sommerfreuden. Man baute sie vor Jahrtausenden im Niltal an und legte sie als Wasservorrat für den Weg ins Jenseits in die Gräber, und süß und rot wurde sie erst nach vielen Jahrhunderten der Zucht, anfangs war sie blass und bitterlich.

Bräune galt einst als Zeichen der Armut, nicht der Erholung. Bis ins zwanzigste Jahrhundert wurde helle Haut geschätzt, der Schatten des Schirms war ein Privileg des Adels, und der Strandschirm las sich als Zeichen des Status, als Recht, nicht in der Sonne zu arbeiten.

Das Armband mit Anhängern als Souvenir von Reisen ist eine Erscheinung der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Idee der Amulettkette selbst ist alt, man kannte sie schon in Ägypten, doch eben der Tourismusboom der Nachkriegszeit verwandelte den Anhänger in eine kleine Reisetrophäe, die man von jedem neuen Ort mitbringt.

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Wie man trägt und ein Sommerbild zusammenstellt

Sommersymbole trägt man selten einzeln, und darin liegt ihr Reiz. Sie sind als fröhliche Gesellschaft gedacht, nicht als ein einsames strenges Zeichen.

Der einfachste Zug ist, mehrere Anhänger an einer Kette oder an einem Armband mit Anhängern zu sammeln, wo jedes Symbol eine eigene Geschichte einer Reise oder eines Sommers ist. Gut funktioniert das Schichten von Ketten unterschiedlicher Länge, an der einen eine Palme, an der anderen eine Sonne, an der dritten eine kleine Muschel. Damit das Bild kein Durcheinander wird, halten Sie einen gemeinsamen Ton, meist golden, und eine Emaille-Palette. Mehr über die Logik des Kombinierens mehrerer Schmuckstücke gibt es in einem eigenen Ratgeber.

Sommerschmuck liebt offene Haut und helle Kleidung: das Leinenhemd, das Sommerkleid, der Badeanzug, gebräunte Schultern. Auf einem bunten Tropenmuster gehen kleine Symbole verloren, deshalb gibt man ihnen besser einen ruhigen Hintergrund. Und denken Sie an das Maß: Zwei, drei fröhliche Zeichen lesen sich als Stil, ein ganzes Dutzend sofort als Souvenirladen.

Mythen über Sommerschmuck
Sommerschmuck ist nur etwas für Teenager
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Sommersymbole bedeuten nichts, sie sind nur niedlich
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Die Ananas ist nur eine Tropenfrucht ohne Geschichte
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Sommer-Emaille darf nie nass werden
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Sommerschmuck trägt man nur im Sommer
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Je mehr Sommersymbole auf einmal, desto besser
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Für wen es passt und wie man eine Sommerkapsel zusammenstellt

Sommersymbole passen zu jenen, die leichten, nicht pathetischen Schmuck lieben und sich vor einem Lächeln im Bild nicht fürchten. Es ist ein hervorragendes Geschenk für einen Jugendlichen, für einen Menschen vor einer Reise, für jemanden, der das ganze Jahr von der Vorfreude auf den Urlaub lebt.

Wenn man nicht einen einzelnen Anhänger möchte, sondern ein stimmiges Thema, stellen Sie eine kleine Sommerkapsel zusammen. Nehmen Sie ein Ankersymbol, zum Beispiel eine Palme oder eine Sonne, als das wichtigste, fügen Sie ihm ein paar unterstützende hinzu, eine Frucht und ein maritimes Motiv, und halten Sie alles in einem Metall. Eine solche Kapsel funktioniert wie eine kleine Kollektion: Die Stücke passen zueinander, man kann sie zusammen und einzeln tragen, und es ist angenehm, sie aus jeder Reise um ein neues Symbol zu ergänzen. Das ist die lebendigste Art, den Sommer zu tragen, nicht als zufälligen Anhänger, sondern als wachsende persönliche Geschichte.

Häufige Fragen

Was symbolisiert Sommerschmuck? Meist liest er sich als Freude, Erholung und eine leichte Lebenshaltung. Ein Teil der Symbole hat auch eine tiefere Schicht: Die Ananas steht für Gastfreundschaft und ein neues Zuhause, die Zitrone für sonnigen Optimismus, die Kirsche für eine Andeutung auf ein Paar, Palme und Flamingo für Urlaub und Tropen. Doch viele Sommermotive, etwa Eis oder Brille, tragen keine alte Mythologie, und ihre Bedeutung ist einfach und ehrlich: gute Laune.

Welches Sommersymbol verschenken? Es hängt vom Menschen ab. Vor einer Reise eignen sich Flugzeug, Koffer oder Palme. Zum Einzug die Ananas als Zeichen der Gastfreundschaft. Einem Jugendlichen das fröhliche Eis, die Wassermelone oder die Kirsche. Wer das Meer liebt, ein maritimes Motiv wie Muschel oder Delfin. Wenn Sie zweifeln, nehmen Sie Sonne oder Palme: Sie gefallen fast allen und lassen sich leicht mit anderen Symbolen kombinieren.

Kann man Sommerschmuck auch außerhalb des Sommers tragen? Ja, und viele tun das auch. Eine kleine goldene Palme oder eine Sonne an einer feinen Kette wirken das ganze Jahr am Platz und funktionieren als warme Erinnerung an den Urlaub mitten im Winter. Leuchtende Emaillemotive wie Wassermelone oder Flamingo sind saisonaler, man trägt sie meist von Frühling bis Herbst, doch eine strenge Regel gibt es nicht.

Woraus macht man Sommerschmuck, und fürchtet er Wasser? Meist ist es Silber oder Vergoldung mit leuchtender Emaille, Perlmutt und hellen Steinen. Emaille und die meisten Steine vertragen Wasser gelassen, doch eine dünne Vergoldung und Organisches wie die Perle schützt man am Strand besser. Wenn Sie planen, den Schmuck im Meer und Schwimmbad nicht abzunehmen, werfen Sie einen Blick in unseren eigenen Beitrag über Schmuck für den Strand.

Warum ist eine Sommerkapsel besser als einzelne Anhänger? Eine Kapsel sind mehrere Symbole in einem Stil und Metall, die zueinander passen. Sie lässt sich bequem zusammen und der Reihe nach tragen, und es ist angenehm, sie aus jeder Reise um ein neues Zeichen zu ergänzen. Ein einzelner zufälliger Anhänger lebt für sich allein, eine Kapsel aber fügt sich zu einer persönlichen Sommergeschichte und wirkt stimmig statt zusammenhanglos.

Passen Sommersymbole zu Erwachsenen, oder ist das nur für Jugendliche? Sie passen zu allen. Der Unterschied liegt in der Ausführung. Die Jugendversionen sind leuchtend, groß, mit saftiger Emaille. Das erwachsene Sommerthema ist häufiger eine feine goldene Palme, eine kleine Sonne, ein schlichtes Monsterablatt, ein Zitronenzweig. Die Bedeutung ist dieselbe, Leichtigkeit und Erholung, doch der Klang ist zurückhaltender.

Womit beginnt man, eine Sommerkapsel zusammenzustellen? Nehmen Sie ein Ankersymbol, das Ihnen am nächsten ist, meist ist es die Palme oder die Sonne, und machen Sie es zum wichtigsten. Dann fügen Sie ihm ein, zwei unterstützende Zeichen im selben Metall hinzu: eine Frucht für die Farbe, ein maritimes Motiv für die Tiefe. Halten Sie eine gemeinsame Palette und greifen Sie nicht nach allem auf einmal. Die Kapsel ist gerade gut darin, dass sie allmählich wächst, und sie aus jeder Reise um ein neues Symbol zu ergänzen ist angenehmer, als ein Dutzend Anhänger auf einmal zu kaufen.

Sieht Sommerschmuck billig aus? Es hängt von der Ausführung ab, nicht vom Thema. Saubere Emaille mit reinem Kolorit, eine gleichmäßige Lötung, gute Beschläge wirken auch beim fröhlichsten Motiv hochwertig. Billig wirkt Nachlässigkeit: ein verschmiertes Muster, schiefe Kanten, eine matte Vergoldung. Wenn man Zurückhaltung möchte, nehmen Sie feine goldene Symbole ohne Emaille, eine schlichte Palme oder Sonne, sie lesen sich ruhig und erwachsen.

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Über Zevira

Zevira ist eine spanische Schmuckmarke aus Albacete. Leichte Sommermotive, maritime Symbole und Emaille-Anhänger, eine der Kategorien des Katalogs. Wir lieben Schmuck mit klarer Bedeutung und guter Laune, keinen leeren Dekor. Aktuelle Stücke und Details finden Sie im Katalog.

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