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Peridot im Schmuck: der gelbgrüne Stein aus dem Erdmantel, der komplette Ratgeber

Peridot im Schmuck: der gelbgrüne Stein aus dem Erdmantel, der komplette Ratgeber

Ein Stein, älter als die Kontinente

Der Peridot in einem Ring entstand Dutzende Kilometer unter der Kruste, bei über tausend Grad. An die Oberfläche brachte ihn vulkanisches Gestein. Im Grunde ist er ein Stückchen Erdmantel, das jemand geschliffen und in eine Fassung gesetzt hat.

Er besteht aus Olivin. Olivin gehört zu den häufigsten Mineralen des Planeten, der durchsichtige Kristall in Schmuckqualität dagegen ist selten. Deshalb kostet ein guter Peridot mehr als viele gewohnte Steine.

Gehen wir der Reihe nach vor: woraus er besteht, warum er ausgerechnet gelbgrün ist, wo man ihn abbaut, was man in der Antike mit ihm machte, wie man das Echte von der Imitation und von ähnlichen Steinen unterscheidet und wie man ihn pflegt, damit er nicht zerspringt. Die Symbolik streifen wir auch, aber ehrlich: wo die Überlieferung endet und wo die nachprüfbare Tatsache beginnt.

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Was Peridot ist: Chemie und Physik

Zusammensetzung und Formel

Peridot ist die durchsichtige Schmuckvarietät des Olivins. Olivin ist kein einzelnes Mineral, sondern eine Reihe zwischen zwei Endgliedern: Forsterit (Mg₂SiO₄, magnesiumreich) und Fayalit (Fe₂SiO₄, eisenreich). Schmuck-Peridot liegt näher am Forsterit-Ende, enthält aber immer etwas Eisen. Gerade das Eisen, das einen Teil des Magnesiums im Kristallgitter ersetzt, sorgt für die grüne Farbe.

Das Verhältnis von Magnesium und Eisen bestimmt den Ton. Je mehr Eisen, desto grüner der Stein; je mehr Magnesium, desto gelber und heller. Die besten Exemplare halten die goldene Mitte: genug Eisen für ein tiefes Grün und genug Magnesium für einen warmen, goldigen Schimmer. Zu viel Eisen drückt die Farbe ins Bräunliche, zu wenig lässt ein blasses Grasgrün übrig.

Nicht verwechseln: Peridot hat mit Beryll nichts zu tun, auch wenn man ihn farblich manchmal mit dem Smaragd vergleicht. Das sind verschiedene Mineralfamilien.

Härte, Struktur, Dichte

Die Sprödigkeit ist die entscheidende praktische Eigenschaft. Ein harter Schlag oder ein starker Temperaturwechsel kann einen Riss verursachen, selbst wenn der Stein optisch heil ist. Deshalb fasst man Peridot fast immer in eine schützende Fassung, nicht in offene Krappen auf Knöchelhöhe.

Optik

Unter UV-Licht ist Peridot in der Regel inert, ohne nennenswerte Fluoreszenz. Auch das hilft bei der Bestimmung.

Natürliche Peridotkristalle in gelbgrüner Farbe, mineralogisches Belegstück von Olivin
Natürliche Peridotkristalle: die gelbgrüne Farbe stammt vom Eisen im Olivingitter, der größte Kristall misst etwa 1,5 cm. Mineralogisches Belegstück. Wikimedia Commons, CC0.Peridot (GeoDIL number - 1027), Darla Sondrol, 3 July 2001. Wikimedia Commons, Open Access (CC0 1.0)
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Wie Peridot in der Natur entsteht

Olivin kristallisiert in der Tiefe, im oberen Erdmantel, in etwa 50 bis mehreren hundert Kilometern. Er ist eines der wichtigsten gesteinsbildenden Minerale des Mantels. Nach oben bringen ihn basaltische Laven und tektonische Bewegungen, die Mantelgestein an die Oberfläche heben.

Doch der Mantelolivin ist fast durchweg fein, trüb oder rissig. Damit ein durchsichtiger Kristall der richtigen Größe und Farbe entsteht, muss vieles zusammenpassen: die richtige Chemie mit ausgewogenem Magnesium-Eisen-Verhältnis, langsames Abkühlen, das Fehlen starker Spannungen, die den Kristall sprengen würden. Solche Zufälle sind selten, deshalb gilt Schmuck-Peridot als rar, obwohl Olivin buchstäblich überall unter den Füßen liegt.

Eine kuriose Einzelheit: Olivin findet sich auch in Meteoriten, in den sogenannten Pallasiten, wo gelbgrüne Körner in einer Eisen-Nickel-Matrix sitzen. Ein verwandtes Mineral kristallisiert also nicht nur in unserem Mantel.

Geografie: wo Peridot abgebaut wird

Insel Zabargad, Rotes Meer

Die älteste und berühmteste Quelle. Eine kleine Insel im Roten Meer vor der Küste Ägyptens, die alte Texte unterschiedlich nannten (unter anderem "Sankt-Johannes-Insel"). Hier wurde über Jahrtausende abgebaut. Geologisch besteht die Insel aus Mantelgestein, das eine Störung an die Oberfläche brachte, daher die Olivin-Konzentration. Steine mit belegter Herkunft von hier sind heute eine Rarität und werden ihrer Geschichte wegen geschätzt.

Pakistan, Gilgit-Baltistan

Der heutige Spitzenreiter in der Qualität. Die Vorkommen im Hochgebirge Nordpakistans brachten dem Markt gesättigte, oft große und reine Steine. Der intensive Abbau begann Ende des 20. Jahrhunderts. Die Olivinbildung hängt hier mit der Kollision der indischen und der eurasischen Platte zusammen, demselben Vorgang, der den Himalaja aufgetürmt hat.

Myanmar (Birma)

Historisches Vorkommen in der Gegend von Mandalay, das Steine in dunklerem, gesättigtem Ton lieferte. Heute ist der Abbau hier gering.

China, Arizona, Madagaskar und andere

Die Provinz Henan in China und die Vorkommen im Südwesten der USA (besonders in Arizona) liefern viel hellen Peridot in erschwinglicher Güte. Madagaskar wurde in den letzten Jahrzehnten zu einer beachtlichen Quelle mit ordentlicher Transparenz. Kleine Funde gibt es in Tansania, Kenia, Norwegen und an etlichen anderen Orten, doch auf den Markt wirken sie sich kaum aus.

Geschichte des Peridots

Das alte Ägypten

Altägyptischer Goldring mit drehbarem grünem Stein, Epoche des Neuen Reichs
Goldener Siegelring mit grünem geschnittenem Stein, altes Ägypten, um 1479-1458 v. Chr. Grüne Edelsteine in Goldfassung schätzte man in der Heimat des Peridots schon zur Zeit der Pharaonen.Scarab Finger Ring, ca. 1479 - 1458 B.C.. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Zabargad war lange Zeit die Quelle grüner Edelsteine für Ägypten. Der römische Autor Plinius der Ältere beschreibt in seiner "Naturgeschichte" (1. Jahrhundert) den Abbau des Steins auf der Insel im Roten Meer. Freilich gerieten in der Antike die Steinnamen durcheinander: mit dem Wort "topazios" bezeichneten die Alten gerade jenen gelbgrünen Stein von der Insel, nicht den heutigen Topas. Wegen dieser Verwechslung könnten viele "Smaragde" in alten Texten in Wahrheit Peridote gewesen sein. Der grüne Stein in Goldfassung war in Ägypten geschätzt, und das belegen Museumsfunde verlässlich.

Das mittelalterliche Europa

Im mittelalterlichen Europa wurden grüne Steine gern im kirchlichen Bereich verwendet: in Ringen der Geistlichkeit, an Buchdeckeln und Reliquiaren. Wegen der aus der Antike geerbten Namensverwirrung lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, wann von echtem Peridot und wann von einem anderen grünen Stein die Rede ist, doch dass grüne Edelsteine in teure Stücke gingen, steht außer Frage. Es kursierte zudem der Glaube, ein durchsichtiger, heller Stein stehe für Klarheit und Ehrlichkeit, daher Vergleiche wie "rein wie Peridot".

Barock und Neuzeit

Im Schmuck des 17. bis 19. Jahrhunderts taucht Peridot regelmäßig auf, vor allem als "historische" und antikisierende Motive in Mode kamen. Das warme Gelbgrün passte gut zu Gelbgold. In den dekorativen Künsten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schätzte man ihn für seine reine, gleichmäßige Farbe, die elegant mit dunklem Email und hellen Steinen in den geometrischen Kompositionen jener Zeit kontrastierte.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts trat das Interesse an Farbsteinen insgesamt hinter die Mode des Diamanten zurück, und Peridot blieb lange ein Stein für Kenner, nicht für die breite Öffentlichkeit. Heute wächst die Aufmerksamkeit für ungewöhnliche Farbsteine wieder.

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Arten und Varietäten

Mineralogisch ist Peridot stets Olivin, die "Arten" sind also vor allem Unterschiede in Farbe, Größe und Herkunft.

Ein Wort zur Terminologie. In der russischen Tradition sagt man eher "Chrysolith", im internationalen Handel hat sich der Begriff "Peridot" durchgesetzt. Am Stein selbst gibt es keinen Unterschied; auf ausländischen Plattformen suchen Sie nach dem Wort peridot. Verwechseln Sie ihn nur nicht mit dem Chrysoberyll: ähnlicher Namensanfang, aber ein völlig anderes Mineral.

Vergleich von Chrysolithen nach Herkunft
HerkunftFarbeKlarheitSeltenheitPreissegment
Ägyptisch (Zebargad)Klassisch gelb-grünMittel mit charakteristischen Einschlüssen
Luxus-Investition
Pakistanisch (Gilgit)Intensiv gelb-grünOft hoch
Premium
Birmanisch (Myanmar)Dunkel gelb-grünMittel
Mittel-Premium
ChinesischHell gelb-grünOft gut
Erschwinglich
AustralischIntensiv, manchmal mit ViolettVariabel
Premium Sammlerstück
MadagassischHell gelb-grünOft gut
Erschwingliches Premium

Wie man Peridot von ähnlichen Steinen und Fälschungen unterscheidet

Der häufigste Fehler ist nicht die Fälschung, sondern die Verwechslung mit anderen grünen Steinen. Hier die Anhaltspunkte.

Turmalin (grün, Verdelith). Härter (7-7,5), robuster, hält das tägliche Tragen besser aus. Er kommt in verschiedenen Grüntönen vor, während Peridot stets ins warme Gelbgrün geht. Die Doppelbrechung des Turmalins ist schwächer.

Aquamarin und andere Berylle. Aquamarin geht ins Blaugrüne, nicht ins Gelbe, ist härter (7,5-8) und zeigt keine merkliche Verdopplung der Facetten. Wer ausgerechnet dieses warme, goldige Leuchten will, aber robuster als Peridot, schaut sich den Heliodor, den goldenen Beryll an.

Demantoid und Tsavorit (grüne Granate). Demantoid "spielt" stark mit Dispersion, funkelt wie ein Diamant, was Peridot nicht tut. Tsavorit gibt ein reineres Grün ohne gelben Unterton.

Die wichtigsten Imitationen von Peridot:

Einfache Merkmale eines echten Peridots: spürbares Gewicht für seine Größe, warmes Gelbgrün ohne grelles "Spiel" und vor allem die sichtbare Verdopplung der hinteren Facetten beim Blick durch den Stein mit der 10x-Lupe. Im Inneren dürfen keine runden Gasbläschen sein (das wäre Glas). Die endgültige Antwort zu einem strittigen Stein gibt ein gemmologisches Labor, doch diese drei Merkmale sieben grobe Fälschungen schon vor Ort aus.

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Wie man einen Peridot auswählt: worauf vor dem Kauf zu achten ist

Peridot hat kein so strenges Bewertungsraster wie der Diamant, die Logik aber ist dieselbe: Farbe, Reinheit, Schliff, Größe. Gehen wir der Reihe nach durch, worauf es wirklich ankommt.

Die Farbe entscheidet fast alles. Beim Peridot zählen Tiefe und Reinheit des Tons, nicht eine seltene Nuance: je gesättigter und gleichmäßiger das Gelbgrün, desto teurer der Stein. Blasses Grasgrün und das Abdriften ins Bräunliche drücken den Preis. Betrachten Sie den Stein bei Tageslicht und unter warmem Lampenlicht: Peridot ändert seine Farbe nicht je nach Beleuchtung, anders als der Alexandrit, schwankt der Ton also bei wechselndem Licht, ist das ein Anlass, den Stein oder den Verkäufer genauer anzusehen.

Reinheit. Peridot zählt meist zu den Steinen, bei denen Einschlüsse mit bloßem Auge nicht stören sollten. Ein charakteristisches Detail gerade des Olivins sind scheibenförmige Einschlüsse, die Gemmologen "Seerosenblätter" (lily pad) nennen: winzige flache Hohlräume um einen punktförmigen Kristall. Unter der Lupe wirken sie wie runde Blütenblätter. Das ist ein natürliches Merkmal, das die Echtheit bestätigt, kein Mangel, solange es wenige sind und sie nicht im Blickfeld liegen. Risse dagegen, die an die Oberfläche treten, sind für den spröden Peridot gefährlich: ein solcher Stein splittert leichter.

Größe und Verfügbarkeit. Hellen Peridot aus Arizona, China und Madagaskar findet man leicht in kleinen und mittleren Größen. Große, reine Steine in tiefer Farbe dagegen, meist pakistanische, sind deutlich seltener, und der Preis pro Karat steigt nicht linear: ein doppelt so großer Stein kostet mehr als das Doppelte. Für einen Anhänger oder Ohrringe ist das kein Problem, für einen großen Ring sollte man Budgetreserve einplanen.

Schliff. Wegen der starken Doppelbrechung bemüht sich der Schleifer, den Stein so zu drehen, dass die Verdopplung der Facetten das Bild nicht trübt. Ein gut geschliffener Peridot wirkt klar und gleichmäßig, ein schlecht geschliffener innen leicht verschwommen. Prüfen Sie, ob es ein dunkles "Fenster" in der Mitte gibt (die Zone, in der der Stein Farbe verliert) und ob der Glanz nicht durch einen zu flachen Unterteil ins Leere läuft.

Kurz die Checkliste vor dem Kauf: gesättigte, gleichmäßige Farbe ohne Braunstich, Reinheit fürs Auge, sauberer Schliff ohne trübe Mitte, heile Oberfläche ohne austretende Risse, schützende Fassung. Und denken Sie ans Gewicht: ein echter Peridot ist spürbar schwerer als Glas gleicher Größe.

Schliff und Behandlung

Peridot wird meist im Oval, Tropfen oder Kissen geschliffen, oft auf Kosten idealer Proportionen, um Gewicht und Farbe zu erhalten. Trübe und stark eingeschlossene Stücke gehen in Cabochons. Ein guter Schleifer ordnet die Facetten so an, dass die Farbe gleichmäßig zur Geltung kommt, ohne dunkle und leere Zonen.

Ein wichtiger Pluspunkt des Peridots: in der Regel wird er nicht veredelt. Die meisten Steine am Markt sind weder erhitzt noch bestrahlt, ihre Farbe ist natürlich. Manchmal füllt man Oberflächenrisse, um einen Fehler zu kaschieren, und darüber muss der Verkäufer aufklären. Der Satz "natürlich, unbehandelt" ist für Peridot also die Norm, keine Seltenheit.

Pflege des Peridots

Härte 6,5-7 heißt, der Stein übersteht das normale Tragen, fürchtet aber zwei Dinge: Stöße und aggressive Chemie. Spaltbarkeit und Sprödigkeit machen ihn anfällig für punktuelle Schläge, und Magnesium und Eisen in der Zusammensetzung reagieren mit Säuren.

Reinigung. Warmes Wasser, ein Tropfen milde Seife, eine weiche Bürste. Danach mit einem weichen Tuch trockenreiben. Ultraschall und Dampfreinigung sind tabu: Vibration und plötzliche Hitze können einen Riss auslösen. Keine Säuren, Lösungsmittel oder Alkohol.

Aufbewahrung. Getrennt von anderem Schmuck, in einem weichen Beutel oder einem eigenen Fach. Härtere Steine (und in einer Schatulle gibt es davon fast immer welche) zerkratzen den Peridot leicht. Schützen Sie ihn auch vor schroffen Temperaturwechseln.

Tragen. Den Ring mit Peridot sollte man beim Putzen, beim Sport, bei jeder Handarbeit abnehmen. Ohrringe und Anhänger leben ruhiger, ein Schlag dagegen ist unwahrscheinlich. Einmal im halben bis ganzen Jahr lohnt es sich, die Fassung vom Fachmann prüfen zu lassen: ein lockerer Stein fällt leichter heraus und splittert. Wegen der Sprödigkeit fasst man Peridot besser in eine geschlossene oder halbgeschlossene Fassung als in offene Krappen.

Symbolik: was die Überlieferung sagt und was davon stimmt

Die Symbolik des Peridots liest man besser mit Abschlag wegen ihrer Herkunft. Es sind vor allem kulturelle Assoziationen, an die Farbe geknüpft, keine belegten Eigenschaften des Steins.

Der warme gelbgrüne Ton wurde traditionell mit Sonne, Licht und Fülle verbunden: das Grün des Wachstums plus das Gelb reifer Früchte. In Ägypten legte man grüne Steine in Gräber, und Peridot fügte sich als grüner Edelstein in diese Logik. Neben ihm fand sich in reichem Schmuck oft auch der Lapislazuli, der blaue Stein des Himmels und der Pharaonen: das goldgrüne und das tiefe Blau ergänzten einander. In anderen Kulturen spielte die Rolle des "Steins des Lebens und der Macht" die grüne Jade, der Stein des Kaisers im Osten, wo man den grünen Ton mit Langlebigkeit und Thronanspruch verband.

Wegen der Durchsichtigkeit schrieb man dem Stein Ehrlichkeit und Klarheit zu, daher der alte Vergleich vom Menschen, "rein wie Peridot". In den Kalendersystemen ist Peridot dem August als Monatsstein zugeordnet.

Ohne Illusionen: ein belegter physischer oder heilender Effekt fehlt dem Stein. Die alten Glaubenssätze über Verbesserung der Sehkraft, Schutz auf Reisen oder Einfluss auf die Gesundheit sind Folklore. Peridot ist schön, und das genügt als Grund, ihn zu tragen.

Peridot als Geschenk: für wen und zu welchem Anlass

Peridot ist dem August als Monatsstein zugeordnet, und das ist der erste naheliegende Grund, ihn zu verschenken: ein Schmuckstück für jemanden, der im Zeichen des Löwen oder der Jungfrau geboren ist, liest sich als persönliche, nicht zufällige Wahl. Schenken Sie ihn zum Geburtstag, sollten Sie den Bezug zum Monat direkt ansprechen, sonst wird das warme Grün einfach als hübsche Farbe wahrgenommen.

Es gibt auch einen Hochzeitstag-Anlass. In der Tradition der Geschenke nach Ehejahren verbindet man Peridot meist mit dem sechzehnten Hochzeitstag. Das Datum ist weder rund noch geläufig, deshalb wirkt ein Schmuckstück mit Peridot zu diesem Jubiläum als Zeichen, dass man den Anlass nicht vergessen hat, und das wiegt mehr als die üblichen fünften oder zehnten Jahrestage.

Was nach Empfänger wählen. Wer nichts Auffälliges trägt, bekommt am besten einen Anhänger mit einem Stein an feiner Kette oder Ohrstecker: leicht in die Garderobe einzufügen, und die Sprödigkeit des Steins spielt hier kaum eine Rolle, ein Schlag gegen Ohrring oder Anhänger ist unwahrscheinlich. Den Ring schenken Sie vorsichtiger: er wirkt am schönsten, verlangt aber eine sorgsame Hand und eine schützende Fassung, also ein Geschenk für jemanden, der bereit ist, ihn bei Arbeit und Putzen abzulegen. Einem aktiven Menschen, der sich von Schmuck nicht trennt, schenkt man Peridot ehrlicher in Ohrringen als im Ring.

Für eine Gravur eignet sich Peridot mittelbar: der Stein selbst wird nicht graviert, aber fast jedes Modell lässt sich auf der Rückseite im Metall beschriften. Zum Auguststein passen kurze Texte: Geburtsdatum, ein Name, das Zeichen des Monats. Einen langen Spruch zwingt man besser nicht hinein, auf die schmale Ringschiene passt wenig.

Was man mit Peridot nicht tun sollte. Schenken Sie keinen Ring jemandem, der mit den Händen arbeitet oder mit Schmuck Sport treibt: der spröde Stein bekommt schnell eine Absplitterung, und das Geschenk wird zum Problem. Geben Sie keinen blassen, trüben Stein als wertvoll aus: der Farbunterschied ist sichtbar, und ein kundiger Empfänger bemerkt ihn. Und versprechen Sie mit dem Schmuck keine heilenden oder schützenden Kräfte: das ist Folklore, und das Geschenk präsentiert man ehrlicher als ein schönes Stück mit einer Geschichte, die Jahrtausende zurückreicht.

Wozu man Peridot trägt

Gelbgrün ist schwerer zu kombinieren als ein neutraler weißer Stein, und gerade deshalb funktioniert es: ein einziger Akzent sammelt das ganze Bild um sich. Für jeden Tag nehmen Sie einen feinen Anhänger oder Ohrstecker und eine neutrale Basis. Der Stein mag einfarbige Sachen ohne Muster: ein Leinenhemd in Elfenbein, ein weißes Baumwollshirt, ein beiger Strick. Auf diesem Grund liest er sich wie ein Lichttropfen. Der Ausschnitt besser offen oder V-förmig, damit der Anhänger auf der Haut liegt und nicht im Stoff verschwindet.

Ins Büro verlangt Peridot eine ruhige Fassung: Stecker oder ein Ring mit einem Stein unter Hemd, Blazer, Etuikleid. Kombinieren Sie ihn mit kühlen Tönen, Grau, Blau, Graphit, und das warme Leuchten des Steins mildert die strenge Palette. Hier gilt die Regel des einen Akzents: entweder Ohrringe oder Ring, nicht alles auf einmal.

Für den Abend kehrt sich die Logik um, man darf lauter. Lange hängende Ohrringe oder ein Tropfenanhänger auf der Haut wirken gut zu nackten Schultern und tiefem Ausschnitt. Peridot verträgt sich mit weinroten, smaragdgrünen, schwarzen Stoffen und mit Seide, die das Licht so fängt wie der Stein. Zum besonderen Anlass bauen Sie ein monochromes gelbgrünes Bild: Ring plus Ohrringe im selben Ton, oder eine Einfassung aus kleinen hellen Steinen für den Glanz.

Beim Metall steht Peridot dem Gelbgold am nächsten, das seine goldige Note aufnimmt, warmen Typen steht das besonders gut. Weißgold und Silber geben einen kühlen Kontrast und betonen das Grün. Mehrere Schmuckstücke gleichzeitig sind möglich, aber mit Vorsicht: der Stein ist spröde, in eng anliegenden Armbändern bekommt er leicht Stöße, schichten Sie also Anhänger und Ringe, nicht starre Armbänder übereinander. Peridot steht denen, die Wärme und eine natürliche Note statt des kühlen Diamantglanzes suchen: olivfarbener und dunkler Haut verleiht er ein inneres Strahlen, heller betont er den goldenen Unterton. Ein Anhänger an einer Kette von 42-45 cm liegt an den Schlüsselbeinen und funktioniert mit den meisten Ausschnitten, eine längere Kette von 50-60 cm setzt den Akzent tiefer, unter offenem Kragen.

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Fassungen für einen spröden Stein

Da Peridot Stöße fürchtet, ist die Fassung nicht nur Ästhetik, sondern auch Schutz.

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FAQ zum Peridot

Peridot und Chrysolith, ist das dasselbe? Ja. Es sind zwei Namen für denselben Stein: "Chrysolith" in der russischen Tradition, "Peridot" im internationalen Handel. Beide bezeichnen die durchsichtige Schmuckvarietät des Olivins.

Peridot und Olivin, ist das dasselbe? Nicht ganz. Olivin ist das Mineral insgesamt, und der größte Teil davon ist trüb, fein, zum Schleifen untauglich. Peridot ist die durchsichtige Schmuckvarietät des Olivins. Jeder Peridot ist Olivin, aber nicht jeder Olivin reicht an Peridot heran.

Welche Farbe gilt als die beste? Ein reines, gesättigtes Gelbgrün, weder blass noch ins Bräunliche kippend. Zu helle und zu dunkle Steine werden geringer bewertet.

Kann man einen Ring mit Peridot jeden Tag tragen? Man kann, aber mit Vorsicht. Der Stein ist spröde und fürchtet Stöße, deshalb braucht es eine schützende Fassung, und den Ring nimmt man bei Handarbeit, Sport und Putzen besser ab. Einmal im halben bis ganzen Jahr die Fassung prüfen.

Wie reinigt man Peridot zu Hause? Warmes Wasser, milde Seife, weiche Bürste, dann mit einem Tuch trockenreiben. Ultraschall, Dampf, Säuren und Lösungsmittel sind ausgeschlossen.

Warum ist Peridot selten, wenn Olivin eines der häufigsten Minerale ist? Olivin selbst ist überall, aber fast durchweg trüb und fein. Durchsichtige Kristalle in Schmuckqualität und der richtigen Farbe entstehen nur bei einem seltenen Zusammentreffen von Bedingungen, daher die Knappheit gerade des Peridots.

Wie unterscheidet man Peridot von Glas direkt im Geschäft? Schauen Sie mit der 10x-Lupe durch den Stein: bei echtem Peridot verdoppeln sich die hinteren Facetten (starke Doppelbrechung) und im Inneren sind keine runden Gasbläschen. Glas verrät seine Bläschen und ist leichter. Einen strittigen Stein klärt am Ende ein Labor.

Eignet sich Peridot für einen Verlobungsring? Man kann, wenn man etwas Unkonventionelles möchte, aber es ist ein Kompromiss. Er ist weicher und spröder als die traditionellen Steine, also braucht es die schützendste Fassung und einen behutsamen Umgang. Für eine sehr aktive Hand ist er nicht die beste Wahl.

Wird Peridot wie andere Farbsteine behandelt? In der Regel nicht. Die meisten Peridote am Markt sind weder erhitzt noch bestrahlt, ihre Farbe ist natürlich. Manchmal werden Risse gefüllt, und darüber muss der Verkäufer aufklären.

Stimmt es, dass Peridot heilt oder schützt? Es gibt keinen belegten Effekt. All diese Eigenschaften sind Überlieferung und Folklore, an die Farbe des Steins geknüpft. Tragen lohnt sich seiner Schönheit wegen.

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Zevira fertigt Schmuck von Hand in Albacete, Spanien. Das warme Gelbgrün des Peridots und das Thema Sonne und Fülle liegen uns nahe: wir arbeiten mit grünen und goldenen Steinen, suchen ihnen schützende Fassungen und stellen ruhige Sommerbilder zusammen, die sich jeden Tag tragen lassen.

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