Kostenloser Versand in die Eurozone und USA14 Tage Ruckgabe ohne Angabe von GrundenSichere Zahlung: Karte und PayPalDesign inspiriert von Spanien
Roter Zirkon im Schmuck: der Feuerstein, den man mit dem Rubin verwechselt

Roter Zirkon: der Stein, den man mit dem Rubin verwechselt, und das zu Unrecht

Ein Feuer, mit dem man nicht rechnet

Legt man einen roten Zirkon neben einen Rubin, unterscheiden viele beide auf den ersten Blick nicht. Die Farbe ähnelt sich, der Glanz ähnelt sich. Dann dreht sich der Zirkon zum Licht, und an seinen Kanten laufen regenbogenfarbene Blitze entlang, wie sie ein Rubin nie hervorbringen kann. Das ist seine Signatur: Zirkon bricht das Licht fast so wie ein Diamant, deshalb wirkt das Rot in ihm lebendig, von innen entzündet.

Zirkon kannte man lange, bevor er einen wissenschaftlichen Namen bekam. Er wanderte über die Seidenstraße, wurde für Kirchengerät geschliffen und jahrhundertelang mit Granat und Hyazinth verwechselt. Das Wort selbst geht auf das persische "zargun", "goldfarben", zurück. Für den Geologen ist das Mineral alltäglich, an der Ladentheke des Juweliers aber selten: schöne rote Stücke werden in geringer Menge gewonnen, und fast alle stammen aus einer Handvoll Orte auf der Karte.

Von hier an das Praktische: woraus Zirkon besteht, wo man ihn findet, wie man ihn von ähnlichen Steinen und von Fälschungen unterscheidet, wie man ihn pflegt und wozu man ihn trägt. Ohne Esoterik und ohne große Versprechen.

Wie gut kennen Sie roten Zirkon?
1 / 6
Welches Land produziert Zirkon mit der intensivsten roten Farbe?

Was Zirkon ist: Chemie und Physik

Zirkon ist ein Zirkoniumsilikat, Formel ZrSiO₄. Im Kristallgitter ist ein Zirkoniumatom von Sauerstoff umgeben und an Silizium gebunden, und diese Bindung verleiht dem Stein zugleich Härte und Sprödigkeit. Das Mineral ist in der Erdkruste verbreitet, doch durchsichtige Kristalle in Edelsteinqualität treten weit seltener auf.

Natürlicher Zirkonkristall in rötlich-brauner Färbung, mineralogisches Stück
So sieht natürlicher Zirkon vor dem Schliff aus: ein undurchsichtiger Kristall mit der typischen rötlich-braunen Tönung und glasartigem Glanz. Mineralogisches Stück. Wikimedia Commons, Public Domain (USGS).ZirconUSGOV, 2005-10-02 05:23:07. Wikimedia Commons, Public domain

Härte. Auf der Mohs-Skala liegt Zirkon bei 6,5 bis 7,5. Das ist über Quarz (7), aber deutlich unter Korund, also Rubin und Saphir (9), und erst recht unter Diamant (10). Für ein Alltagsschmuckstück reicht diese Härte, doch vor Stößen und Schmirgel muss man den Stein schützen.

Kristallsystem. Zirkon kristallisiert im tetragonalen System, kurze quadratische Prismen mit pyramidalen Spitzen. Das Mineral hat Spaltrichtungen, entlang derer es leichter bricht, deshalb gibt es bei einem heftigen Schlag eher einen Abplatzer als einen Kratzer.

Dichte. 4,6 bis 4,7 g/cm³, einer der höchsten Werte unter den durchsichtigen Steinen. Beim Granat liegt sie bei etwa 3,5 bis 3,8, beim Rubin bei 4,0. In der Praxis heißt das: Zirkon wiegt spürbar mehr als ein gleich großer Stein, ein kleiner Stein liegt überraschend schwer in der Hand.

Optik. Ein Brechungsindex von 1,93 bis 1,98, nahe dem Diamant (2,42) und höher als bei den meisten Farbsteinen. Daher der starke Glanz und die merkliche Dispersion, jenes "Feuerspiel", die Zerlegung des weißen Lichts ins Spektrum. Zirkon ist überdies doppelbrechend und pleochroitisch: dreht man ihn, kann eine Facette vom reinen Rot in einen bräunlichen oder orangen Unterton wechseln. Ein guter Schleifer richtet den Stein so aus, dass er von oben möglichst rot wirkt.

Woher das Rot kommt

Die Farbe gibt dem Zirkon Verunreinigungen, Eisen und Seltene Erden im Gitter sowie innere Strukturdefekte. Ein Teil davon sammelt sich über Jahrmillionen an: neben dem Zirkon liegen oft Uran und Thorium, und schwache natürliche Strahlung verändert nach und nach Gitter und Ton. Geht die Veränderung zu weit, verliert der Kristall teils seine geordnete Struktur und trübt ein; Gemmologen nennen solche Steine "niedrige" Zirkone, sie sind weniger durchsichtig und spröder. "Hohe" Zirkone haben ihr Gitter bewahrt und geben den besten Glanz.

Deshalb unterscheiden sich rote Zirkone verschiedener Herkunft in Ton wie in Festigkeit. Das ist kein Fehler eines bestimmten Steins, sondern eine Eigenschaft des Minerals.

Ist Zirkon radioaktiv

Die Frage taucht oft auf, weil der Stein Uran und Thorium enthalten kann. Ihre Menge in Schmuckzirkonen ist verschwindend gering, und die Strahlung eines geschliffenen Steins im Schmuckstück bewegt sich auf dem üblichen natürlichen Untergrund, deutlich schwächer als etwa die Dosis bei einem Flug. Beim Tragen besteht keine Gefahr.

Die Gemmologie ist etwas anderes. Es ist gerade der Zerfall dieser Spuren von Uran und Thorium über Jahrmillionen, der das Gitter zerstört und den Stein "niedrig" (metamikt) macht: er trübt ein, verliert den Glanz und wird spröde. Ein stark metamikter Zirkon lässt sich leichter spalten und schwerer polieren, deshalb zählt bei der Wahl weniger das Vorhandensein von Beimengungen als die Durchsichtigkeit und der Glanz des Steins, an denen man sieht, wie heil das Gitter ist.

Zevira Schmuck online anprobieren

Kamera einschalten, Ohrringe, Anhänger oder Ring wählen, und das Stück in Echtzeit an sich sehen.

Modell mit einem Tippen wechseln.

Alles läuft im Browser: kein Foto und kein Video wird hochgeladen.

Geologie und Lagerstätten

Zirkon wächst in magmatischen und metamorphen Gesteinen, gewonnen wird er aber überwiegend aus Seifen, Flussablagerungen, in die die schweren Körner beim Zerfall des Muttergesteins gespült werden. Die hohe Dichte hilft hier: Zirkon setzt sich zusammen mit Saphir und Rubin ab, und oft findet man sie an denselben Waschstellen.

Kambodscha. Der Nordwesten des Landes (das Gebiet von Ratanakiri und Umgebung) ist eine bekannte Quelle für gesättigtes rotes und orangerotes Zirkon. Die örtlichen Seifen geben die "heißeste" Farbe, auch wenn die Qualität von Partie zu Partie schwankt.

Thailand. Historisches Zentrum von Schliff und Handel mit Farbsteinen. Thailändischer Zirkon ist häufiger heller, mit bräunlichem oder orangem Unterton, dafür meist klarer und farblich stabiler.

Sri Lanka. Eine Insel mit jahrhundertealtem Ruf als "Schatztruhe der Edelsteine", das Gebiet von Ratnapura. Zirkone von hier sind oft heller, rosa-rot, und gelten als zuverlässiger im Tragen. Rote Steine der Insel kannte man schon im antiken Handel.

Roter Zirkon findet sich auch in Australien, Brasilien und den Ländern Ostafrikas, doch handelsübliche Mengen an gutem Rot liefern eben Südostasien und Sri Lanka. Große reine Kristalle sind selten: Steine über 5 bis 10 Karat in ordentlicher Qualität sind bereits eine deutliche Rarität.

Die Geschichte des Steins

Zirkon begleitet den Menschen seit Langem, er versteckte sich nur jahrhundertelang unter fremden Namen. Im mittelalterlichen Europa nannte man goldrote und braunrote Steine Hyazinth, und unter diesem Namen kam Zirkon in Ringe, Broschen und Kirchengerät. Das Rot verband man mit Blut und Martyrium, deshalb setzte man den Stein gern in religiöse Stücke.

Ein Paar goldener Ohrringe aus dem 18. Jahrhundert mit Hyazinthen (alter Name für Zirkon)
Hyazinth ist der alte europäische Name für Zirkon: diese goldenen Ohrringe aus dem 18. Jahrhundert sind genau damit besetzt. Pair of earrings, 18. Jahrhundert. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0).Pair of earrings, 18th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

In der indischen Tradition gehört Zirkon zu den "Navaratna", den neun mit den Himmelskörpern verknüpften Steinen. Über persische und arabische Händler verbreiteten sich Stein und Name entlang der Seidenstraße; das persische "zargun" ("goldfarben") ergab das europäische "Zirkon". Im viktorianischen Zeitalter, als die Mode für Farbsteine aufblühte, wurde der Hyazinth-Zirkon im Schmuck wieder beliebt.

Eine reizvolle Einzelheit: Wissenschaftlich beschrieben wurde Zirkon erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als Mineralogen erkannten, dass Hyazinth, Jargon und eine Reihe weiterer "verschiedener" Steine ein und derselbe Stoff sind, ein Zirkoniumsilikat. Und im 20. Jahrhundert drängten synthetische Steine und der lautere Name des Rubins den Zirkon kurz beiseite, sodass rote Stücke eine Zeit lang in den Schatten traten.

Arten und Schattierungen des roten Zirkons

Unter "rotem Zirkon" verbirgt sich ein ganzer Fächer an Tönen, und vom Farbton hängen sowohl der Charakter des Steins als auch sein Verhalten im Tragen ab.

Leuchtend rot. Der spektakulärste und gefragteste, mit fast "feurigem" Kern, meist aus Kambodscha. Er hat eine Kehrseite: die satte Farbe geht oft mit größerer Sprödigkeit und einer Neigung zum Ausbleichen unter starkem Licht einher.

Rosa-rot. Rot mit einem Hang ins Kühle, ins Himbeer- oder Purpurfarbene. Wirkt sanfter, ist in der Regel farblich stabiler und nimmt den täglichen Gebrauch gelassener. Häufiger Gast unter thailändischen und sri-lankischen Steinen.

Rotbraun (Hyazinth). Ein warmer, "erdiger" Ton, der historische Hyazinth schlechthin. Oft sind das unbehandelte Steine. Der heutige Schmuck schätzt ihn bescheidener, doch Sammler natürlicher Stücke lieben gerade diesen.

Karmesin, kirschrot. Ein tiefes Rot mit violettem Schimmer, einer der seltensten Töne, der nur in einzelnen Steinen vorkommt.

Die Qualität innerhalb jedes Tons beurteilt man an zwei Dingen: an der Sättigung (von blassrosa bis dichtem Rot) und an der Reinheit (von sichtbaren Einschlüssen bis zum Stein ohne erkennbare Mängel). Die glückliche Kombination ist ein sattes, aber nicht "schreiendes" Rot bei guter Durchsichtigkeit: ein solcher Stein leuchtet von innen und hält seine Farbe länger.

Rot ist nur einer der Töne dieses Minerals. Wer die ganze Palette sehen möchte, vom Blau bis zum Honigton, findet eine eigene Übersicht über alle Farben des Zirkons.

Behandlung: das Erhitzen und warum das normal ist

Die meisten Farbzirkone werden erhitzt, eine alte und im Handel anerkannte Praxis. Bei kontrolliertem Erhitzen (etwa 800 bis 900 °C, mit langsamem Anstieg und Abkühlen, damit der Stein nicht reißt) wird ein bräunlicher Zirkon reiner und röter, ein trüber durchsichtiger. Mit demselben Verfahren gewinnt man aus unscheinbarem Rohmaterial auch andere Töne: bei anderer Temperatur entsteht etwa der blaue Zirkon, eine der bekanntesten Schattierungen des Minerals.

Das Erhitzen macht den Stein nicht "unecht": die Zusammensetzung bleibt dieselbe, nur die Optik des Gitters ändert sich. Meist ist ein behandelter Zirkon sogar farblich stabiler als das Rohmaterial. Ein ehrlicher Verkäufer verschweigt die Behandlung nicht, und auf den Preis eines guten Steins wirkt sie sich in der Regel nicht aus.

Mythen und Fakten über roten Zirkon
Zirkon ist eine billige Rubinimitation
Tap to reveal
Kubisches Zirkonium und roter Zirkon sind das Gleiche
Tap to reveal
Roter Zirkon glänzt wegen Farbe oder Beschichtung
Tap to reveal
Kambodschanischer Zirkon ist immer besser
Tap to reveal
Циркон теряет цвет при попадании солнечного света
Tap to reveal
Циркон можно использовать в кольцах для повседневного ношения, как рубин
Tap to reveal
Циркон помогает при болезнях крови и лихорадке
Tap to reveal
Нагревание циркона снижает его ценность
Tap to reveal

Wie man Zirkon von ähnlichen Steinen und Fälschungen unterscheidet

Roten Zirkon verwechselt man mit Rubin, Granat und rotem Turmalin, und zudem ersetzt man ihn durch Glas und Zirkonia (kubisches Zirkoniumdioxid, nicht mit dem Zirkon selbst zu verwechseln). Einige Anhaltspunkte helfen, sich nicht zu irren.

Vom Rubin unterscheiden den Zirkon die Optik und das Gewicht. Der Rubin hat Härte 9 und einen ruhigen Glanz, der Zirkon ein starkes "Feuerspiel" und eine merklich höhere Dichte. Unter der Lupe zeigt sich beim Zirkon durch die Doppelbrechung eine leichte Verdopplung der hinteren Facetten, "doppelte" Kanten, die der Rubin nicht hat.

Vom Granat unterscheiden den Zirkon dieselbe Dispersion und die Dichte. Granat (Brechung 1,73 bis 1,89, Dichte 3,5 bis 3,8) brennt schwächer und ist leichter als Zirkon, seine Farbe ist wärmer und "erdiger". Wer einen roten Stein sucht, der schlichter und alltagsfester ist, sollte sich den Granat ansehen: weicher im Glanz, dafür widerstandsfähiger und vertrauter.

Vom roten Turmalin (Rubellit) unterscheidet den Zirkon wieder der Glanz: er ist heller und schwerer, während Rubellit meist teurer ist und in größeren Steinen vorkommt.

Von Glas und Zirkonia. Im Glas zeigt die Lupe oft Luftblasen und wellige Spuren an den Kanten, die der natürliche Zirkon nicht hat. Zirkonia ist schwerer und härter, ohne Doppelbrechung, und wirkt meist "zu perfekt". Ein verdächtig niedriger Preis ist fast immer ein Zeichen für eine Vertauschung.

Der wichtigste praktische Rat: Lassen Sie sich für einen wertvollen Stein ein Gutachten eines unabhängigen gemmologischen Labors geben. Doppelbrechung, Dichte und Brechungsindex misst ein Fachmann in Minuten, und damit sind fast alle Fragen geklärt.

Vorsicht bei den Namen in Katalogen

Die Hauptverwechslung ist nicht gemmologisch, sondern sprachlich. In Beschreibungen billigen Modeschmucks bedeutet "Zirkon" durchweg Zirkonia, kubisches Zirkoniumdioxid. Das ist kein Naturstein, sondern ein synthetisches Material, und mit unserem Mineral hat es außer dem ähnlich klingenden Namen nichts zu tun. Das englische "cubic zirconia" und das Wort "Zirkon" verwechselt man absichtlich: so klingt das Synthetische teurer.

Was das in der Praxis heißt: Steht in einem Artikel ein roter "Zirkon" verdächtig billig und wird "lose, als Partie identischer Steine ohne Einschlüsse" verkauft, ist es fast sicher Zirkonia oder Glas. Natürlicher Zirkon kommt selten in vollkommen reinen Partien; fast immer zeigt er unter der Lupe jene "doppelte" Facette und ein ordentliches Gewicht. Worauf man in der Beschreibung achten sollte: ob das Wort "natürlich" (natural) genannt ist, ob die Behandlung benannt ist (erhitzt, heated), ob ein Gewicht in Karat und irgendeine Herkunft angegeben sind. Schweigen bei allen Punkten zugleich ist ein Grund, dem Verkäufer direkte Fragen zu stellen.

Der Schliff

Zirkon wird so geschliffen, dass seine starke Seite zur Geltung kommt, Glanz und Dispersion. Wegen der Spaltbarkeit und Sprödigkeit arbeitet der Schleifer behutsamer als bei Korund: zu viel Druck beim Polieren bringt Abplatzer. Klassische Formen für roten Zirkon sind der Rundschliff (maximale Funken), Oval und Tropfen für Anhänger, Kissen und der Treppen-Smaragdschliff für Steine mit tiefer Farbe. Einen schlechten Schliff sieht man mit bloßem Auge: der Stein wirkt flach und "tot", selbst bei guter Farbe und Reinheit.

Passender Schmuck zum Thema, in unserem Shop erhältlich

Kostenloser Versand14 Tage Rückgabe ohne Angabe von Gründen

Karat und tatsächliche Größe: warum Zirkon kleiner wirkt, als sein Gewicht vermuten lässt

Hier eine für den Kauf wichtige Feinheit. Wegen der hohen Dichte (4,6 bis 4,7 gegenüber 3,5 bis 3,8 beim Granat und 4,0 beim Rubin) bedeckt ein Zirkon von einem Karat von oben weniger Fläche als ein leichterer Stein desselben Gewichts. Schlicht gesagt: nimmt man einen Zirkon und einen Granat zu je 1 Karat, wirkt der Zirkon in der Fassung etwas kleiner.

Das praktische Fazit: Steine vergleicht man besser nach dem Durchmesser in Millimetern als nach Karat. Wenn man eine bestimmte "Schauseite" des Steins im Ring oder Ohrring will, richtet man sich nach Millimetern und sieht aufs Gewicht erst danach, sonst wirkt der Zirkon auf dem Papier größer, als er in Wirklichkeit aussieht. Dafür gibt diese Dichte ein angenehmes Gewicht: ein kleiner Stein liegt schwerer in der Hand, als man erwartet.

Pflege und Tragbarkeit

Eine Härte von 6,5 bis 7,5 ist ein gebrauchstaugliches, kein "unzerstörbares" Niveau, und Zirkon ist überdies spröde und empfindlich gegen Stöße. Daher die ganze Pflege.

Reinigung. Warmes (nicht heißes) Wasser, ein Tropfen milde Seife, eine weiche Bürste, das genügt. Vorsichtig reinigen, abspülen, mit einem weichen Tuch trocknen. Was man nicht tun sollte: Ultraschall und Dampfreinigung sind bei Zirkonen tabu, sie arbeiten an den Rissen und können den Stein spalten; Scheuerpasten braucht es ebenfalls nicht.

Aufbewahrung. Getrennt von anderem Schmuck, in einem weichen Beutel oder einem eigenen Fach: härtere Steine zerkratzen den Zirkon leicht, und der Zirkon selbst platzt an Metall ab. Lange Lagerung in direkter Sonne ist unerwünscht, leuchtend rote Stücke können über die Jahre etwas verblassen.

Was wo tragen. Ohrringe und Anhänger sind die sichersten Positionen: der Stein liegt frei und bekommt kaum Stöße ab. Ringe und Armbänder haben es schwerer, nehmen Sie dafür also farblich ruhigere Steine (oft die festeren sri-lankischen) und legen Sie das Stück vor Sport, Putzen und Handarbeit ab. Einmal im Jahr lohnt es, einen Ring dem Juwelier zu zeigen: die feinen Krappen der Fassung lockern sich mit der Zeit, und der Stein beginnt, sich in der Fassung etwas zu bewegen.

Wenn er matt geworden ist oder einen Abplatzer hat. Den Oberflächenschleier nimmt oft eine einfache Reinigung. Das eigentliche Nachpolieren und jede Arbeit an Rissen überlassen Sie dem Fachmann, zu Hause gelingt das nicht und der Stein ist leicht verdorben.

Symbolik, kurz und ohne Versprechen

Das Rot hat man in verschiedenen Kulturen herkömmlich mit Leben, Energie und Leidenschaft verbunden, und der Zirkon bildet keine Ausnahme: man schrieb ihm Frische zu, Schutz auf Reisen, einen Schutz vor Krankheit. In der indischen Tradition ordnete man rote Steine dem Mars zu; im mittelalterlichen Europa galt der Hyazinth als Stein der Reisenden.

Man sollte es offen sagen: All das ist kultureller Glaube, keine Eigenschaft des Minerals. Eine nachgewiesene Wirkung des Steins auf Gesundheit, Schlaf oder Stimmung gibt es nicht, und man nimmt es besser als schönen Teil der Geschichte denn als Kaufgrund. Gefällt die Symbolik, sei sie ein angenehmer Hintergrund; Zirkon zu kaufen, ist hingegen wegen Farbe, Glanz und Seltenheit vernünftig.

Wozu man roten Zirkon trägt

Roter Zirkon verhält sich wie ein heller Akzent, deshalb hält man alles um ihn herum besser ruhig. Die Hauptregel: eine kühne Farbe pro Look. Tragen Sie schon roten Zirkon, sei der Rest Hintergrund.

Für Büro und Alltag nehmen Sie Ohrstecker oder einen feinen Anhänger in Silber oder Weißgold. Das kühle Metall dämpft die Wärme des Steins, und das Rot liest sich als Detail, nicht als Ansage. Es liegt gut auf einem einfarbigen Oberteil: cremefarben, grau, dunkelblau, anthrazit. Ein Bootausschnitt oder ein flaches V geben den Hals gerade so weit frei, dass der Anhänger an seinen Platz fällt und sich nicht mit dem Kragen streitet.

Am Abend entfaltet sich der Zirkon. Ein schwarzes Kleid und ein roter Stein sind ein todsicheres Paar: vor dem dunklen Grund zeigt sich das Feuerspiel besonders deutlich. Lange Tropfenohrringe oder ein Anhänger an einer etwas kräftigeren Kette als am Tag machen den Stein zum Mittelpunkt des Looks. Für ein Date oder einen Theaterabend lassen Sie ein auffälliges Stück und überladen Hände und Hals nicht.

Beim Metall ist die Logik einfach. Weißgold und Platin geben einen neutralen, kühlen Kontrast und stehen fast jedem. Roségold mildert den Stein und macht ihn zarter, eine Option für alle, die die warme Palette mögen. Gelbgold ist schön, kann das Rot aber etwas dämpfen, nehmen Sie dafür also einen kräftigeren Stein. Tragen Sie Schmuck in Lagen, setzen Sie den Zirkon als Solisten und halten Sie die benachbarten Ketten dünn und ohne Steine, damit sie ihm nicht die Aufmerksamkeit entziehen.

Warme, satte Rottöne beleben olivfarbene und dunklere Haut und dunkles Haar. Heller Haut steht ein sanfterer rosa-roter Zirkon besser. Zum Schluss zwei Hinweise: Lassen Sie den Anhänger auf Brusthöhe oder etwas tiefer fallen, dort fällt mehr Licht durch den Stein und das Feuer zeigt sich besser; und verbinden Sie roten Zirkon nicht mit rosa Steinen, die Töne beginnen sich zu streiten und beide verlieren.

Vergleich von Rotem Zirkon mit anderen roten Steinen
SteinHärte (Mohs)Preis pro KaratSeltenheitFeuerHaltbarkeitAm besten geeignet für
Roter Zirkon6,5-7,550-150 €SeltenSehr starkZerbrechlich, braucht SchutzAnhänger, Ohrringe
Rubin9500-10 000 €Sehr seltenSchwachSehr langlebigRinge, alle Schmuckstücke
Roter Granat7-7,510-50 €VerbreitetSchwachLanglebigErschwinglicher Schmuck
Roter Turmalin (Rubellit)7-7,520-100 €SeltenMittelLanglebigAlle Schmuckarten
Roter Spinell830-150 €SeltenSchwachSehr langlebigRinge, alle Schmuckstücke
Pyrop (Granat)7-7,55-30 €VerbreitetSehr schwachLanglebigErschwinglicher Schmuck

Passender Schmuck zum Thema, in unserem Shop erhältlich

Kostenloser Versand14 Tage Rückgabe ohne Angabe von Gründen

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich Zirkon von Zirkonia?

Das sind verschiedene Dinge, auch wenn die Namen ähnlich klingen. Zirkon (ZrSiO₄) ist ein natürliches Mineral, ein Zirkoniumsilikat, Härte 6,5 bis 7,5. Zirkonia, das kubische Zirkoniumdioxid, ist ein synthetischer Stein, härter (8 bis 8,5), aber ohne die Doppelbrechung und die starke Dispersion des Zirkons, und er kostet weit weniger.

Kann man Zirkon im Ring jeden Tag tragen?

Man kann, aber mit Vorsicht. Besser wählt man eine Fassung, die den Stein schützt (Zargen- oder Randfassung), und einen festeren Stein, und nimmt den Ring vor Putzen, Sport und Handarbeit ab. Ohrringe und Anhänger sind in dieser Hinsicht einfacher.

Verliert Zirkon mit der Zeit die Farbe?

Ein satter roter Zirkon kann über die Jahre unter starkem Licht im Ton etwas weicher werden. Das ist ein natürlicher Vorgang, die Farbe verschwindet nicht ganz. Zum Verlangsamen halten Sie den Stein nicht lange in die Sonne.

Wie unterscheidet man einen echten Zirkon von einer Fälschung?

Unter der Lupe zeigt Zirkon Doppelbrechung (Verdopplung der hinteren Facetten), er ist merklich dichter als Glas und Granat und "spielt stark mit dem Feuer". Glas verrät sich durch Blasen und wellige Kanten. Für einen wertvollen Stein holen Sie ein Gutachten eines gemmologischen Labors ein.

Wird roter Zirkon behandelt? Ist das schlecht?

Die meisten Farbzirkone werden für Reinheit und Farbe erhitzt, das ist normale Praxis, und die Zusammensetzung des Steins ändert sich nicht. Ein behandelter Zirkon ist oft sogar farblich stabiler. Wichtig ist, dass der Verkäufer die Behandlung angibt.

Welcher Farbton ist der seltenste?

Ein tiefes karmesin-kirschrotes Rot mit violettem Schimmer; davon gibt es in der Natur nur einzelne Stücke.

Warum verwechselt man Zirkon mit Rubin?

Farbe und Glanz liegen nah beieinander, und vor dem 19. Jahrhundert unterschied man diese und viele andere rote Steine ohnehin schlecht. Den Zirkon kennzeichnen die starke Dispersion, die hohe Dichte und die Doppelbrechung, die der Rubin nicht hat.

Ist Zirkon aus Kambodscha besser als thailändischer?

Nicht besser, anders. Der kambodschanische ist meist heller und "heißer" in der Farbe, aber bisweilen spröder; der thailändische und der sri-lankische sind oft durchsichtiger und stabiler. Für Ohrringe und Anhänger nehmen Sie eine kräftigere Farbe, für einen Ring einen festeren Stein.

Welche Größe ist für ein Schmuckstück optimal?

Oft eignen sich Steine von 2 bis 5 Karat gut: schöne Farbe, sichtbares Lichtspiel und vernünftige Festigkeit. Große reine Zirkone sind selten und verlangen noch mehr Sorgfalt.

Lässt sich einem matt gewordenen Zirkon der Glanz zurückgeben?

Den Oberflächenschleier nimmt die Reinigung. Geht es um Mikrokratzer, übernimmt das Nachpolieren ein Fachmann; zu Hause sollte man sich daran nicht versuchen.

Über Zevira

Zevira ist ein Schmuckhaus, das mit seltenen, charakterstarken Steinen arbeitet, und roter Zirkon ist genau einer von ihnen: unterschätzt, mit starkem Glanz und eigener Geschichte. Wir wählen die Stücke nach Farbe, Reinheit und Festigkeit, damit der Stein nicht nur schön aussieht, sondern auch ruhig in einem Schmuckstück lebt.

Für uns ist Zirkon kein "billiger Ersatz für den Rubin", sondern ein eigenständiger Stein mit eigenem Charakter. Wenn Sie zwischen Tönen schwanken oder nicht wissen, was den täglichen Gebrauch aushält, beraten wir Sie und helfen bei der Wahl.

Wählen Sie Ihren roten Zirkon

Jeder Stein hat seinen eigenen Ton und seinen eigenen Funken. Sehen Sie sich den Katalog an oder schreiben Sie uns, wir helfen Ihnen, Farbton und Fassung darauf abzustimmen, wie Sie ihn tragen werden.

Katalog öffnen

Zurück zur Startseite

War das hilfreich?
Folgen Sie unsAuf WhatsApp fragen
10% auf Ihre erste Bestellung

Geben Sie Ihre E-Mail an, wir senden Ihren Rabattcode. Kein Spam, Abmeldung mit einem Klick.

Der Code kommt per E-Mail, gültig für Ihre erste Bestellung.

Kundenstimmen

Echte Bestellungen versandt nach 🇪🇸 🇫🇷 🇺🇸

¡Gracias! 🥰
Colgante Navaja Jerezana Mini
Pedro L. · Jaén, España
Gekauft: Navaja Jerezana Mini
Verifizierter Kauf
Ok, ¡gracias! 🙂
Pendiente Navaja
Raphaël C. · Toulouse, France
Gekauft: Pendiente Navaja
Verifizierter Kauf
Schenken Sie 10% an Freunde

Senden Sie einem Freund einen Rabattcode, er spart bei der ersten Bestellung.

WELCOME10
💬✈️