Kostenloser Versand in die Eurozone und USA14 Tage Ruckgabe ohne Angabe von GrundenSichere Zahlung per KarteDesign inspiriert von Spanien
Zirkon: alle Farben des ältesten Minerals der Erde

Zirkon: alle Farben des ältesten Minerals der Erde

Das älteste je gefundene Stückchen fester Erdkruste ist ein winziger Zirkonkristall aus Australien, rund 4,4 Milliarden Jahre alt. Er ist kaum jünger als der Planet selbst. Dasselbe Mineral, das diese Aufzeichnung der Tiefenzeit bewahrt, sitzt in Ringen und Ohrringen: klar, schwer, mit einem Feuer, das es mit weit teureren Steinen aufnimmt. Jahrhundertelang verwechselte man Zirkon mit anderen Edelsteinen, und eine Zeit lang stufte man ihn ungerecht als billige Imitation ein. In Wahrheit ist er ein eigenständiger Edelstein, mit eigener Chemie, Geologie und eigenem Charakter.

Zirkon-Quiz: Finde deine perfekte Farbe
1 / 6
Welche Stimmung spricht dich am meisten an?

Trage das Symbol, lies nicht nur darüber. Jetzt verfügbar:

Kostenloser Versand14 Tage Rückgabe ohne Angabe von GründenSichere Zahlung

Was Zirkon ist: Chemie und Physik

Zirkon ist ein Zirkoniumsilikat mit der Formel ZrSiO4. Er kristallisiert tetragonal, weshalb die typischen Kristalle wie kurze vierseitige Prismen aussehen, gekrönt von kleinen Pyramiden. Uran, Thorium und Hafnium schleichen sich oft ins Gitter ein, und genau diese Elemente machen den Stein leicht radioaktiv. In Material von Schmuckqualität ist die Konzentration verschwindend gering und völlig ungefährlich.

Auf der Mohs-Skala liegt Zirkon bei etwa 7,5. Das ist härter als Quarz (7), aber spürbar weicher als Saphir (9) und Diamant (10). Er hat zudem eine Schwachstelle: Er ist spröde und neigt dazu, an den Facettenkanten abzuplatzen, vor allem an den scharfen. Der Stein verträgt also das tägliche Tragen gut, scheut aber harte Stöße.

Die Dichte ist hoch, 4,6 bis 4,7 g/cm³, manchmal mehr. Ein Zirkon wiegt deutlich mehr als ein Quarz oder Topas gleicher Größe, und für einen Gemmologen ist dieses Gewicht bereits ein Hinweis.

Die Optik ist seine große Stärke. Der Brechungsindex ist hoch (etwa 1,93 bis 1,99), daher der helle, fast diamantähnliche Glanz. Die Dispersion, jenes Aufspalten des Lichts in regenbogenfarbene Funken, das man Feuer nennt, ist ebenfalls ausgeprägt, rund 0,039, höher als bei vielen verbreiteten Edelsteinen. Das auffälligste Merkmal aber ist eine sehr hohe Doppelbrechung: Der eintretende Strahl spaltet sich in zwei, und die durch den Stein gesehenen Rückfacetten verdoppeln sich sichtbar. Bei einem geschliffenen Zirkon erkennt man das mit bloßem Auge, und es dient als verlässliches Erkennungszeichen.

Metamikter Zirkon

Wegen der radioaktiven Beimengungen verlieren manche Kristalle mit der Zeit ihre geordnete Struktur: Uran und Thorium zerstören das Gitter langsam von innen. Einen solchen Stein nennt man metamikten oder niedrigen Zirkon. Er ist weicher, weniger dicht und in der Optik gedämpft, oft grünlich und etwas trüb. Kristalle, die ihre Struktur unversehrt bewahren, heißen hoher Zirkon, und bei ihnen sind Glanz und Doppelbrechung am stärksten ausgeprägt. Zwischen diesen Extremen liegen die mittleren Zirkone.

Wie Zirkon entsteht: Geologie und Vorkommen

Zirkon kristallisiert in magmatischen Gesteinen, vor allem in Graniten, daneben in Syeniten und Pegmatiten. Er gehört zu den frühesten Mineralen, die aus einer abkühlenden Schmelze ausfallen, weshalb seine winzigen Körner durch fast jeden Granit des Planeten verstreut sind. Auch in metamorphen Gesteinen, in Gneisen und Schiefern, kommt Zirkon vor.

Das Mineral selbst ist außerordentlich widerstandsfähig: Es übersteht den Zerfall seines Muttergesteins, wird von Flüssen fortgetragen und neu abgelagert, ohne sich aufzulösen und fast ohne sich abzunutzen. Deshalb gewinnt man Edelstein-Zirkon vor allem aus Seifen, den Fluss- und Küstenkiesen, in denen sich schwere Körner zusammen mit anderen Edelsteinen sammeln.

Die historische Hauptstadt des Edelstein-Zirkons ist Sri Lanka, der Distrikt Ratnapura, wo man den Stein seit Jahrhunderten aus alluvialen Kiesen gewinnt. Weitere große Seifenvorkommen sind Kambodscha (die berühmten blauen und rötlichen Steine aus der Region Ratanakiri), Thailand, Vietnam, Myanmar, Tansania, Madagaskar, Nigeria, Australien und Brasilien. Viele braune und rötliche Zirkone aus Südostasien werden nach dem Erhitzen blau oder farblos, dazu weiter unten mehr.

Physikalisch-chemische Eigenschaften von Zirkon

Natürlicher Zirkonkristall in honigbrauner Farbe, mineralogisches Belegstück
So sieht Zirkon in der Natur vor dem Schliff aus: ein gedrungener Kristall mit dem charakteristischen Diamantglanz, dessen Farbe von Spurenelementen und natürlicher Bestrahlung bestimmt wird. Mineralogisches Belegstück. Wikimedia Commons, gemeinfrei.ZirconUSGOV, 2005-10-02 05:23:07. Wikimedia Commons, gemeinfrei

Kurz gefasst, das sollten Sie über den Stein wissen:

Blauer Zirkon gehört ins elektrische Licht, nicht ins Kerzenlicht. Die Kerzen überlasst dem Honigton, basta.
Finde deinen Zirkon
1 / 5
Welches Metall steht deiner Haut näher?

Wozu man Zirkon trägt

Nach Jahren mit farbigen Steinen ist Zirkon durch Dutzende meiner Looks gegangen, vom Alltag bis zum Abend. Hier steht, was wirklich funktioniert, nach Anlass.

Wie trage ich Zirkon jeden Tag? Für alle Tage empfehle ich einen blauen Zirkon in Silber: Er lebt wunderbar neben einer weißen Bluse, einem Leinentop oder einem schlichten Strick in ruhigen Tönen. Ein U-Boot- oder V-Ausschnitt schafft Raum für den Anhänger, und der Stein wirkt sogar im Lauf zwischen Erledigungen. Ich rate zu einem Anhänger mittlerer Länge, etwa auf Schlüsselbeinhöhe, der zu den meisten Ausschnitten passt und nie verloren geht.

Passt Zirkon ins Büro? Ja, wenn er dezent bleibt. Fürs Büro wähle ich denselben blauen oder einen kühlen grünen Zirkon als Ohrstecker: Sie setzen einen ruhigen Punkt und streiten nicht mit einer Bluse oder einem Blazer. Ein einziger sauberer Akzent schlägt hier eine Handvoll Steine, deshalb rate ich, den Look nicht zu überladen.

Wie baue ich einen Abend-Look? Für den Abend empfehle ich einen dunklen, glatten Grund, ein graphit- oder marineblaues Kleid. Ein blauer Zirkon darauf wirft ein fast elektrisches Aufblitzen, während ein roter neben Bordeaux oder Schwarz kühn und warm wirkt. Für einen besonderen Anlass schlage ich vor, den Akzent um einen einzigen großen Stein in einem Anhänger an feiner Kette zu bauen und die Hände frei zu lassen.

Wie stimme ich die Farbe des Zirkons aufs Metall ab? Ich halte eine Metalllinie: Silber und Weißgold wähle ich für die kühlen Blau- und Grüntöne, Gelbgold für die warmen Gelb- und Orangetöne. Warmer gelber und oranger Zirkon belebt eine Herbstpalette wunderbar: ein senffarbener Pullover, ein beiger Mantel, sandfarbene Seide. Zwei oder drei dünne Ketten kombiniere ich nur, wenn der Stein allein steht und die übrigen Glieder glatt sind.

Wem steht welche Farbe von Zirkon? Zirkon steht fast allen, besonders aber jenen, die gern mit Licht spielen und keine Angst vor Farbe haben. Kühle Hauttöne führe ich zu Blau und Grün, warme zu Gelb und Orange. Farblosen und grauen Zirkon empfehle ich allen, die das diamantartige Spiel ohne Farbe lieben: Sie fassen den Look zusammen und streiten nie mit dem Metall.

Zevira Schmuck online anprobieren
Probiere das Schmuckstück direkt im Browser an dir an.
Zevira Schmuck online anprobieren

Kamera einschalten, Ohrringe, Anhänger oder Ring wählen, und das Stück in Echtzeit an sich sehen.

Modell mit einem Tippen wechseln.

Alles läuft im Browser: kein Foto und kein Video wird hochgeladen.

Farben und Varietäten von Zirkon

Die Farbe eines Zirkons bestimmen Spurenelemente und der Zustand seines Gitters. In der Natur sind braune, rotbraune und gelbliche Steine am häufigsten; die blauen sind größtenteils das Ergebnis einer Erhitzung. Hier die wichtigsten Töne.

Blauer Zirkon

Die heute gefragteste Farbe. Reiner blauer Zirkon ist in der Natur selten: Die überwiegende Mehrheit der blauen Steine gewinnt man, indem man braune Zirkone (vor allem aus Kambodscha und Thailand) bei etwa 800 bis 1000 Grad in reduzierender Atmosphäre erhitzt. Die Farbe kann von einem zarten Himmelblau bis zu einem satten, fast türkis-stählernen Ton reichen. Die Doppelbrechung beim blauen Zirkon ist gut ausgeprägt: Schauen Sie durch den Stein auf eine Facette oder einen gedruckten Text, und die Linien verdoppeln sich. Wer den Charakter dieses Tons tiefer ergründen will, liest unsere gesonderte Betrachtung zum blauen Zirkon.

Gelber und goldener Zirkon

Eine warme Spanne von blassem Zitronengelb bis zu honiggoldenem Ton. Ein Teil dieser Steine ist natürlich, ein Teil entsteht durch Erhitzen. Gelber Zirkon ist meist klar und leuchtend, mit einem lebendigen Lichtspiel.

Roter und oranger Zirkon

Antiker Silberring mit Granat, ein tiefroter Stein in der Fassung
Das Rot, das man heute im seltenen roten Zirkon sucht, verkörperten jahrhundertelang Granate und Hyazinthe: Diese Steine wurden verwechselt und als gleichwertig getragen. Granatring, spätes 18. Jahrhundert. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0).Ring, late 18th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Rotbraune und orangebraune Zirkone nannte man historisch Hyazinthe. Ein reines, sattes Rot ist selten und wird über den anderen Tönen geschätzt. Orange entsteht oft durch ein sanftes Erhitzen brauner Rohsteine. Die Quellen der rötlichen Steine sind vor allem Südostasien. Über die Herkunft dieser Farbe haben wir ausführlicher in unserem Beitrag zum roten Zirkon berichtet.

Grüner Zirkon

Einer der seltensten Töne. Die grüne Farbe hängt meist mit dem metamikten Zustand zusammen, also mit der angesammelten inneren Strahlenschädigung des Gitters. Solche Steine sind eher gedämpft, oliv, weniger durchsichtig, und Sammler schätzen sie gerade wegen ihrer Ungewöhnlichkeit.

Farbloser Zirkon

Nach dem Erhitzen werden viele braune Zirkone vollständig farblos. Dank seines starken Glanzes, seines Feuers und seiner hohen Brechung ähnelt ein solcher Stein tatsächlich einem Diamanten, und gerade der farblose Zirkon brachte dem Mineral einst den Ruf einer Imitation ein, obwohl es ein eigenständiger Edelstein ist. Es gibt einen gesonderten Artikel zum farblosen Zirkon.

Kundenstimmen

Zevira ist ein echter Schmuckshop. Echte Zahlungen, Lieferungen und Dankesnachrichten von Kunden.

100% verifizierter kaufechte Bestellungen nach Spanien, Frankreich und in die USA
Screenshots von Zahlungen und Dankesnachrichten
Bestellung per Post versandt, Spanien
Unser Stück in einer Correos-Station
Echte Zahlungen der letzten Tage
Ein Kunde bedankt sich per WhatsApp
Immer erreichbar über WhatsApp und TelegramNicht das Richtige? Geld zurück innerhalb von 14 Tagen, ohne Begründung
🥰🥰🥰 gracias
Colgante Navaja Jerezana Mini
Pedro L. · Jaén, España
Verifizierter Kauf
Ok, ¡gracias! 🙂
Pendiente Navaja
Raphaël C. · Toulouse, France
Verifizierter Kauf

Der Schliff von Zirkon: warum er anders erfolgt

Die starke Doppelbrechung, die den Zirkon dem Gemmologen verrät, schafft dem Schleifer ein Problem. Liegt die Tafel des Steins in einem ungünstigen Winkel zur optischen Achse, wird die Verdopplung der Rückfacetten zu deutlich, und die Tafel wirkt trüb und unscharf. Man nennt das den schläfrigen Effekt: Der Stein scheint wie von Dunst verhangen. Daher richtet ein guter Schleifer den Rohstein so aus, dass die Verdopplung in der Blickrichtung von oben möglichst gering bleibt, und bezieht das schon vor dem Sägen des Rohstoffs ein.

Für runde Zirkone ersannen Schleifer historisch eine eigene Variante mit einer zusätzlichen Facettenreihe am unteren Teil des Steins, dem Pavillon. Man nennt sie tatsächlich Zirkonschliff: Dieser zusätzliche Facettengürtel wirft das Licht zum Auge zurück und kaschiert die Verdopplung, während er zugleich den Glanz verstärkt. Erwähnt die Beschreibung eines runden Steins diesen Schliff, ist das ein Zeichen, dass der Meister gezielt auf die Eigenheiten des Zirkons hin gearbeitet und ihn nicht wie gewöhnlichen Quarz geschliffen hat.

Eine praktische Folgerung: Vergleichen Sie Zirkone in der Vitrine, indem Sie genau von oben darauf schauen. Ein Stein, dessen Tafel klar und hell wirkt, ist gut geschliffen. Sieht man durch die Oberseite einen merklichen Dunst und verdoppeln sich die Facetten schon mit bloßem Auge nicht von der Seite, sondern frontal, dann wurde der Schliff ohne Rücksicht auf die Optik gewählt, und der Glanz wird darunter leiden.

Wie man einen Zirkon auswählt: worauf zu achten ist

Zirkon beurteilt man nach denselben vier Merkmalen wie jeden klaren Stein: Farbe, Reinheit, Schliff und Größe. Doch er hat Feinheiten, die andere nicht kennen.

Betrachten Sie die Farbe bei verschiedenem Licht. Ein blauer Zirkon sollte rein sein, ohne grauen oder grünlichen Einschlag; der geschätzteste Ton ist satt, ohne in ein stumpfes Stahlblau zu kippen. Gelbe und orange Steine schätzt man wegen Wärme und Durchsichtigkeit, rote wegen der Tontiefe. Grauschleier und Trübung mindern einen Stein stets.

Prüfen Sie die Reinheit gegen das Licht. Ein hochwertiger Zirkon ist meist durchsichtig, und sichtbare Einschlüsse und Risse sind seltener als bei vielen Farbsteinen, sodass ein trübes oder deutlich rissiges Exemplar ein Grund ist, den Preis zu senken oder weiterzugehen. Betrachten Sie die Facettenkanten gesondert mit der Lupe oder zumindest bei hellem Licht: Wegen seiner Sprödigkeit splittert Zirkon mit der Zeit an den scharfen Kanten etwas ab, es entstehen Mikroabsplitterungen, die Gemmologen Papierverschleiß nennen, weil der Rand am Ende wie ausgefranstes Papier aussieht. Bei einem neuen Stein sollten sie nicht vorhanden sein; bei einem getragenen sind sie eine normale Tragespur, sagen aber, dass der Stein sorgsame Behandlung verlangt.

Den Schliff beurteilen Sie nach der Reinheit der Tafel von oben (siehe oben zum schläfrigen Effekt) und nach der Symmetrie. Die Größe ist beim Zirkon tückisch: Wegen der hohen Dichte wiegt ein Stein gleichen Durchmessers wie ein Aquamarin oder Topas deutlich mehr. Richten Sie sich daher nach der sichtbaren Größe, den Millimetern über die Oberseite, nicht nach Karat. Dasselbe Gewicht ergibt beim Zirkon eine kleinere Tafel als bei einem leichteren Edelstein.

Die Behandlung und ihre ehrlichen Grenzen

Die überwiegende Mehrheit der blauen und farblosen Zirkone auf dem Markt wurde erhitzt. Das ist eine alte, anerkannte und stabile Behandlung: Brauner Rohstoff, vor allem aus Kambodscha und Thailand, wird gebrannt, und je nach Atmosphäre und Temperatur wird er blau, golden oder farblos. In dieser Behandlung liegt kein Betrug, solange der Verkäufer sie nennt, und nach der Behandlung eines blauen Zirkons zu fragen, ist völlig normal.

Das Erhitzen hat zwei ehrliche Einschränkungen. Erstens: Die Farbe mancher Steine ist nicht ganz stabil. Schlecht oder nur halb durcherhitzte Zirkone, die man bisweilen unterbacken nennt, können mit der Zeit oder bei hellem Licht teils zu ihrem ursprünglichen bräunlichen Ton zurückkehren. Ein fachgerecht behandelter Stein hält seine Farbe über Jahre, doch das ist ein Argument, bei jemandem zu kaufen, der für die Qualität der Erhitzung einsteht. Zweitens: Nach dem Erhitzen wird der Stein an den Kanten manchmal etwas spröder, was ein weiteres Argument für eine schützende Fassung liefert.

Grüner Zirkon steht für sich: Seine stumpfe olivgrüne Farbe hängt meist nicht mit Erhitzung zusammen, sondern mit dem metamikten Zustand, der angesammelten inneren Schädigung des Gitters durch die eigene Radioaktivität. Ein solcher Stein ist weicher und weniger durchsichtig, man nimmt ihn nicht wegen des Leuchtens, sondern wegen der Ungewöhnlichkeit, und das sollte man vorher wissen.

10% auf Ihre erste Bestellung

Geben Sie Ihre E-Mail an, wir senden Ihren Rabattcode. Kein Spam, Abmeldung mit einem Klick.

Der Code kommt per E-Mail, gültig für Ihre erste Bestellung.

Die Geschichte des Zirkons

Der Name geht der verbreiteten Deutung nach auf ein persisches Wort zurück, das mit der goldenen Farbe verbunden ist. Rötliche und gelbliche Zirkone kannte man in Indien und auf Ceylon lange, bevor es die Mineralogie im modernen Sinne gab, und man fasste sie in Schmuck.

In der Antike und im Mittelalter trug man rotbraune Zirkone unter dem Namen Hyazinth, während man die gelblichen mitunter Jargon nannte. Man verwendete sie gern in Siegelringen und im kirchlichen Gerät; der Stein wird mehr als einmal in den mittelalterlichen Lapidarien erwähnt, den Abhandlungen über die Eigenschaften der Edelsteine. Lange jedoch trennte man Zirkon nicht klar von ähnlichen roten und gelben Steinen, vor allem nicht von Granaten.

Als Mineral mit eigener Zusammensetzung erkannte man Zirkon Ende des 18. Jahrhunderts: 1789 isolierte der deutsche Chemiker Martin Heinrich Klaproth beim Studium eines Ceylon-Steins ein neues Element, das Zirkonium. Von da an hatte das Mineral einen wissenschaftlichen Namen und einen Platz im System.

Im 20. Jahrhundert erlebte der Zirkon auch die umgekehrte Geschichte. Erhitzte farblose Steine fasste man massenhaft in günstigen Schmuck als Diamantersatz, und das Mineral erhielt den Ruf einer Imitation. Einen ungerechten: Zirkon ist ein natürlicher Edelstein mit eigener Optik und Geschichte. Heute schätzt man ihn wieder als eigenständigen Stein, besonders die blauen und roten Varietäten.

Zirkon als Uhr des Planeten

Ein eigenes, durchaus wissenschaftliches Kapitel ist die Rolle des Zirkons in der Geologie. Da sich Uran ins Gitter einbaut, Blei aber nicht, bestimmen Geologen über das Verhältnis von Uran zu seinen Zerfallsprodukten (die Uran-Blei-Datierung) das Alter von Gesteinen mit hoher Genauigkeit. Die ältesten bekannten Mineralkörner der Erde sind eben jene Zirkone aus der Region Jack Hills in Westaustralien, rund 4,4 Milliarden Jahre alt. Aus solchen Kristallen rekonstruiert man die Bedingungen der frühen Erde. Für den Schmuckzirkon ist das nur eine schöne Tatsache, aber eine echte.

Zirkon-Vergleich: Eigenschaften und Merkmale
ZirkontypFarbeHärte (Mohs)GlanzSeltenheitPreis/Karat
Blauer ZirkonElektrisch blau bis himmelblau7.5
€80-250/ct
Gelber ZirkonZitronengelb bis Golden7.5
€60-180/ct
Roter ZirkonScharlachrot bis Granat7.5
€250-450+/ct
Oranger ZirkonAprikose bis tiefes Orange7.5
€100-220/ct
Grüner ZirkonOlive bis Grasgrün7.5
€180-350/ct

Wie man Zirkon von ähnlichen Steinen und Fälschungen unterscheidet

Die größte Verwechslung besteht zwischen natürlichem Zirkon und kubischem Zirkonia. Die Namen klingen ähnlich, doch es sind völlig verschiedene Materialien: Kubisches Zirkonia ist synthetisches Zirkoniumoxid (ZrO2), im Labor gezüchtet, während Zirkon ein natürliches Silikat (ZrSiO4) ist. Einige Merkmale helfen, sie zu unterscheiden und Zirkon von anderen Edelsteinen abzugrenzen.

Doppelbrechung

Der verlässlichste Alltagstest. Schauen Sie durch den Stein (besser durch die Tafel schräg) auf die fernen Facetten oder eine dünne Linie. Beim Zirkon verdoppeln sie sich deutlich, und das ist sein Markenzeichen. Diamant, kubisches Zirkonia, Saphir und Topas zeigen keine derart ausgeprägte Verdopplung.

Gewicht und Glanz

Zirkon ist wegen seiner hohen Dichte schwer. Er hat einen starken Glanz und ein merkliches Feuer, doch die Facetten stumpfen mit der Zeit an den scharfen Kanten etwas ab, denn der Stein ist spröde. Kubisches Zirkonia behält seine Facetten meist schärfer, und eine Facettenverdopplung gibt es nicht.

Vergleich mit verbreiteten Steinen

Grobe Fälschungen sind gefärbtes Glas oder zusammengesetzte Dubletten. Glas verrät sich durch das Fehlen der Doppelbrechung, durch Gasblasen im Inneren und einen warmen Griff. Bei Zweifeln an einem teuren Stein wendet man sich an ein gemmologisches Labor.

Zirkon-Mythen vs Wahrheit
Zirkon ist ein falscher Diamantensatz.
Tippe, um die Wahrheit zu enthüllen
Zirkon ist radioaktiv und unsicher zu tragen.
Tippe, um die Wahrheit zu enthüllen
Zirkon ist weicher und kratzt leicht.
Tippe, um die Wahrheit zu enthüllen
Blauer Zirkon wird mit radioaktiven Behandlungen hergestellt.
Tippe, um die Wahrheit zu enthüllen
Der Glanz des Zirkons verblasst mit der Zeit und dem Verschleiß.
Tippe, um die Wahrheit zu enthüllen
Zirkon kommt nur in Asien und Afrika vor.
Tippe, um die Wahrheit zu enthüllen
Alle Zirkone haben doppelte, sichtbare Brechung.
Tippe, um die Wahrheit zu enthüllen

Die Pflege von Zirkon

Zirkon ist hart genug, um ihn ständig zu tragen, aber spröde, weshalb sein Hauptfeind Stöße und das Reiben an härteren Steinen sind.

Reinigung

Warmes Wasser, ein Tropfen milde Seife und eine weiche Bürste, das genügt. Nach dem Abspülen wischen Sie den Stein mit einem weichen Tuch trocken. Meiden Sie scheuernde Pasten und Pulver: Sie hinterlassen Kratzer. Auch starke Temperaturschwankungen meidet man besser.

Ultraschall- und Dampfreiniger sind für Zirkon riskant: Vibration und Hitze können ein Abplatzen auslösen oder einen unsichtbaren Mikroriss in Gang setzen. Die Reinigung von Hand ist sicherer.

Aufbewahrung

Bewahren Sie Zirkon getrennt von härteren Steinen auf (Saphire, Rubine, Topase, Diamanten): Sie zerkratzen ihn leicht. Ein weiches Säckchen oder ein eigenes Fach im Kästchen genügt. Schützen Sie ihn vor langer direkter Sonne, da manche erhitzten blauen Zirkone unter jahrelangem intensivem Licht etwas an Sättigung verlieren können.

Tragbarkeit

Eine Härte von 7,5 macht Zirkon angenehm für Ohrringe und Anhänger, wo die Belastung geringer ist. Auch in einem Ring ist er passend, doch wegen der Sprödigkeit schützt man ihn klüger mit einer Zargenfassung oder Seitenelementen und nimmt ihn bei grober Arbeit und Sport ab.

Schenken Sie 10% an Freunde

Senden Sie einem Freund einen Rabattcode, er spart bei der ersten Bestellung.

WELCOME10
💬✈️

Die Symbolik des Zirkons

Verschiedene Traditionen schrieben dem Zirkon Klarheit des Denkens, ruhigen Schlaf und Schutz auf Reisen zu, doch das gehört zur Folklore rund um die Edelsteine, mehr nicht. Der Stein hat keine nachgewiesene physische oder heilende Wirkung, und solche Bedeutungen behandelt man besser als schöne Kulturgeschichte denn als Eigenschaft des Minerals. Gefällt der Ton und hebt die Stimmung, ist das schon Grund genug, ihn zu tragen.

Häufige Fragen

Sind Zirkon und kubisches Zirkonia dasselbe?

Nein, das sind verschiedene Materialien mit ähnlich klingenden Namen. Zirkon ist ein natürliches Zirkoniumsilikat; kubisches Zirkonia ist ein künstlich gezüchtetes Zirkoniumoxid. Die Unterscheidung ist einfach: Durch einen natürlichen Zirkon sieht man die Verdopplung der Rückfacetten gut, beim kubischen Zirkonia gibt es sie nicht.

Wie pflegt man Zirkon, und darf man ihn mit Wasser waschen?

Warmes Wasser, ein Tropfen milde Seife und eine weiche Bürste, danach mit einem Tuch trocknen. Wasser scheut Zirkon nicht, doch scheuernde Pasten, Ultraschall und Dampf sind tabu: Vibration und Hitze können ein Abplatzen auslösen. Bewahren Sie den Stein getrennt von härteren Edelsteinen auf, damit er nicht zerkratzt.

Darf man Zirkon unter der Dusche, im Schwimmbad und beim Training tragen?

Unter der Dusche und bei Wasserkontakt passiert nichts Schlimmes, doch beim Sport und bei grober Arbeit nimmt man den Ring besser ab. Zirkon ist spröde und scheut harte Stöße, und im Schwimmbad und in der Sauna wirken Chlor und starke Temperaturschwankungen auf ihn ein. Ohrringe und Anhänger sind in dieser Hinsicht sicherer als ein Ring.

Ist das Blau des Zirkons eine natürliche Farbe oder gewinnt man es durch Erhitzen?

Meist gewinnt man das Blau durch Brennen von braunem natürlichem Rohstoff. Das ist eine alte und anerkannte Behandlung, die Farbe hält über Jahre, und den Verkäufer nach der Erhitzung zu fragen, ist völlig normal. Natürlich reiner blauer Zirkon ist selten.

Wie unterscheidet man einen echten Zirkon von Glas und Fälschungen?

Das Hauptmerkmal ist die Doppelbrechung: Schauen Sie durch die Tafel auf die fernen Facetten oder eine dünne Linie, beim Zirkon verdoppeln sie sich merklich. Der Stein ist zudem wegen seiner hohen Dichte spürbar schwer. Glas verrät sich durch das Fehlen der Verdopplung, durch Blasen im Inneren und einen warmen Griff.

Welchen Zirkon wählt ein Einsteiger, und wem steht er?

Am einfachsten beginnt man mit Blau: Es ist ausdrucksstark, beliebt und erschwinglich. Achten Sie auf Durchsichtigkeit, eine reine Farbe ohne grauen Einschlag und auf die Schliffqualität. Der Stein steht fast allen: Kühlen Hauttönen schmeicheln Blau und Grün, warmen Gelb und Orange.

Als Geschenk

Zum Verschenken? Jedes Stück kommt bereit zum Überreichen.

ZeviraEine Zevira-Schachtel und eine kleine Karte in jeder Bestellung.
Geschenkbox inklusiveEchtheitszertifikat14 Tage Rückgabe ohne Angabe von Gründen
Unsicher bei der Wahl? Das passende Geschenk finden →

Über Zevira und unsere Zirkon-Kollektion

Zevira behandelt Zirkon als eigenständigen Stein, nicht als Ersatz für etwas Teureres. Wir wählen durchsichtige, farbreine Exemplare und fassen sie in 925er Silber und Gold.

In der Arbeit mit Zirkon ist uns mehreres wichtig:

Die Kollektion umfasst Ringe, Ohrringe und Anhänger mit blauem, gelbem, rotem und farblosem Zirkon, von ruhigen Alltagsstücken bis zu ausdrucksstarken Abendstücken. Öffnen Sie den Katalog und wählen Sie Ihre Farbe.

Katalog öffnen

Zirkon ist ein natürlicher Stein mit eigener Optik, eigener Geologie und einer Geschichte von Milliarden Jahren. Von warmem Gelb bis zu elektrischem Blau brennt er hell und trägt sich bei sorgsamer Pflege über Jahre. Wählen Sie Ihren Zirkonton in der Zevira-Kollektion: reine Farbe, hochwertiger Schliff, eine Fassung, die den Stein schützt.

Ihren Zirkon im Katalog wählen

Zurück zur Startseite

War das hilfreich?
Folgen Sie unsAuf WhatsApp fragen