Kostenloser Versand in die Eurozone und USA14 Tage Ruckgabe ohne Angabe von GrundenSichere Zahlung per KarteDesign inspiriert von Spanien
Shiva im Schmuck: der Gott der Wandlung, das dritte Auge und der Tanz, der die Welt neu erschafft

Shiva im Schmuck: der Gott der Wandlung, das dritte Auge und der Tanz, der die Welt neu erschafft

Eine tanzende Bronzefigur im Flammenkreis steht in Museen neben den Göttern der Antike, und Physiker des 20. Jahrhunderts wählten gerade sie als Sinnbild für den Rhythmus der Materie. Shiva ist kein „Gott der Zerstörung“ aus Schauergeschichten. Er ist jener, der das Alte beendet, um Raum für das Neue zu schaffen. Sein Dreizack, seine Trommel und seine Mondsichel leben längst in Anhängern.

Welches Shiva-Symbol passt zu Ihnen?
1 / 4
Was zieht Sie an Shiva am meisten an?

Wer Shiva ist

Shiva ist einer der wichtigsten Götter des Hinduismus und gehört zur höchsten Dreiheit zusammen mit Brahma und Vishnu. Ihm ist die Rolle des Wandlers zugewiesen: Er beendet überlebte Zyklen, damit die Welt neu geboren werden kann. Ihn einfach „Gott der Zerstörung“ zu nennen, trifft es daher nicht. Zerstörung bedeutet bei Shiva weder Bosheit noch Katastrophe, sondern ein notwendiges Beenden, ohne das keine Erneuerung möglich wäre. Der alte Wald brennt nieder, und auf der Asche wächst ein junger empor. Genau diesen Gedanken hält Shiva fest.

Der Name „Shiva“ bedeutet im Sanskrit „der Gütige“, „der Gnädige“, „der Glück Bringende“. Schon im Wort selbst liegt ein heller, kein erschreckender Sinn. Der Gott trägt viele weitere Namen: Mahadeva (großer Gott), Nataraja (König des Tanzes), Rudra (der Brüllende, der Schreckliche), Shankara (der Heil Bringende), Nilakantha (der mit der blauen Kehle). Jeder Name öffnet eine eigene Facette: mal ein strenger Asket in den Bergen, mal ein zärtlicher Gemahl, mal ein kosmischer Tänzer, der allem Sein den Takt vorgibt.

Im Schmuck erscheint Shiva sowohl als ganze Figur als auch über seine unverkennbaren Attribute. Der Dreizack Trishula, die Trommel Damaru, die Mondsichel im Haar, die Schlange am Hals, das dritte Auge auf der Stirn, die Gebetskette aus Rudraksha. Diese Zeichen werden von allen, die mit der hinduistischen Kultur vertraut sind, sofort gelesen, und allen anderen schenken sie eine schöne und sinnvolle Form. Ein Anhänger mit der Trishula oder mit dem tanzenden Nataraja wirkt als Zeichen innerer Stärke, Ruhe und der Fähigkeit, Vergangenes loszulassen.

Shiva nimmt einen besonderen Platz unter den Göttern ein, denn das hinduistische Pantheon kennt klare Aufgabenteilung. Wenn Brahma die Welt erschafft und Vishnu sie bewahrt, dann ist Shiva für die Auflösung und den neuen Anfang zuständig. Zu dritt bilden sie die Trimurti, das dreifache Bild eines einzigen göttlichen Prinzips in seinen drei Handlungen. Zugleich ist für Millionen Menschen, die Anhänger der Shaiva-Richtung, gerade Shiva die höchste Gottheit, Quelle und Ursache von allem, und nicht einer von drei Gleichen.

Shivas Platz unter den hinduistischen Göttern

Shiva steht neben anderen großen Gestalten des hinduistischen Pantheons, und seine Rolle unter ihnen ist einzigartig. Seine Gemahlin ist die Göttin Parvati, in einer Gestalt sanft und liebend, in einer anderen die furchterregende Kriegerin Durga oder Kali. Ihr Sohn ist Ganesha, der elefantenköpfige Beseitiger von Hindernissen, einer der beliebtesten und bekanntesten Götter Indiens. Der zweite Sohn, Kartikeya, ist der Kriegsgott. Diese Familie lebt auf dem Berg Kailash, und gemeinsam bilden sie eine ganze Welt von Geschichten, zu der Künstler und Handwerker seit Jahrhunderten zurückkehren.

Auch der engere Kreis von Shivas Symbolen lohnt sich zu merken. Der Stier Nandi ist sein treuer Gefährte und sein Reittier, der Wächter am Eingang jedes Tempels. Der heilige Fluss Ganga stieg der Legende nach durch Shivas Haar vom Himmel herab, damit ihr Strom die Erde nicht zerstörte. Der Berg Kailash im Himalaya gilt als seine Wohnstatt. Diese Bilder erklären, warum man neben der Figur Shivas so oft einen Stier, einen Wasserstrahl und einen Berggipfel sieht: Sie zeigen den Gott nicht allein, sondern eingebettet in ein ganzes Universum von Bedeutungen.

Weiter der Reihe nach: woher das Bild Shivas kommt, was jedes seiner Symbole bedeutet, wozu man solchen Schmuck trägt, was der Tanz des Nataraja in sich trägt, woraus solche Stücke gefertigt werden, wie und womit man sie respektvoll trägt, und welche erstaunlichen Fakten sich rund um diesen Gott angesammelt haben.

Geschichte und Kult Shivas

Das Bild Shivas gehört zu den ältesten einer lebendigen Religion auf dem Planeten. Seine Wurzeln reichen Jahrtausende zurück, und der Kult ist in dieser Zeit zu einer der größten spirituellen Traditionen der Welt herangewachsen. Fast in jeder Etappe dieser langen Geschichte hinterließ Shiva Spuren in der Kunst, darunter in Kleinplastik und Schmuck.

Antike Wurzeln des Bildes

Forscher finden mögliche Vorläufer Shivas schon in der Induskultur, die vor etwa fünftausend Jahren bestand. Auf alten Siegeln begegnet eine gehörnte Gottheit, die in einer dem Yoga ähnlichen Haltung sitzt, umgeben von Tieren. Viele Forscher nennen dieses Bild vorsichtig „Proto-Shiva“ oder „Herr der Tiere“, obwohl es keine direkten Belege für einen Zusammenhang gibt und der Streit weitergeht. In den heiligen Texten der Veden trägt der Gott des Gewitters und der wilden Natur den Namen Rudra, gewaltig und unberechenbar. Mit der Zeit verschmolz das Bild Rudras mit der Figur Shivas, und das Bedrohliche milderte sich zu jener Güte, die schon im Namen anklingt.

Trimurti und die Rolle des Wandlers

Die Idee der Trimurti, des dreifachen göttlichen Prinzips, nahm in den heiligen Texten Gestalt an und wurde zu einer praktischen Art, die drei Handlungen des Höchsten zu beschreiben: Schöpfung, Erhaltung und Wandlung. Brahma der Schöpfer, Vishnu der Bewahrer, Shiva der Wandler. Es lohnt sich, die Logik zu verstehen: Die Wandlung steht hier der Schöpfung gleichrangig gegenüber. Ohne das Beenden des Alten gäbe es keinen Platz für das Neue, und darum ist Shiva ebenso notwendig wie Brahma. Diese Philosophie erklärt, warum Menschen keine Scheu haben, seine Symbole zu tragen: Hinter der „Zerstörung“ steht Erneuerung, Befreiung und das Vorwärtsdrängen des Lebens.

Yogi und Asket

Bronzefigur des stehenden Shiva mit zum Knoten gebundenen Haaren, Kerala, Indien
Stehender Shiva mit dem hoch zum Asketenknoten gebundenen Haar. Indien, Kerala, Bronze, um das 13. Jahrhundert. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0).Standing Shiva, ca. 13th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Eine der stärksten Facetten Shivas ist das Bild des großen Yogi und Asketen. Er sitzt in der Meditation hoch im Himalaya, auf dem Berg Kailash, versunken in Betrachtung. Sein Körper ist mit Asche bedeckt, das Haar zu einem hohen Knoten gebunden, der Blick nach innen gewandt. Dieser Shiva lehrt die Beherrschung seiner selbst, die Abkehr vom Überflüssigen, die innere Stille. Gerade aus diesem Bild erwuchs seine Rolle als Schirmherr von Yoga und Meditation, und gerade deshalb wählen Menschen, die den Weg der Achtsamkeit und der Arbeit an sich selbst gehen, so oft die Attribute Shivas.

Nataraja und der kosmische Tanz

Eine ganz andere Facette ist Shiva Nataraja, der König des Tanzes. In dieser Gestalt tanzt der Gott seinen Tanz „Tandava“, und jede Bewegung gibt dem ganzen Universum den Takt vor: Geburt, Bestehen, Auflösung, Erneuerung und Befreiung. Das Bild des Nataraja nahm im Süden Indiens Gestalt an, und die Bronzefiguren des tanzenden Shiva wurden zum Gipfel der indischen Gusskunst. Diesem Tanz ist ein eigener großer Abschnitt weiter unten gewidmet, denn gerade Nataraja gibt das Wesen Shivas als Wandler am besten wieder.

Furchterregende Gestalt: Bhairava

Shiva hat auch eine durchaus strenge Erscheinungsform, Bhairava, den furchterregenden Wächter und Vertreiber der Angst. In dieser Gestalt wird der Gott zornig dargestellt, mit Waffen in den Händen, umgeben von Zeichen, die das Böse vertreiben. Bhairava wird als Beschützer verehrt, und das Paradoxe daran ist, dass das erschreckende Bild gerade dem Schutz dient: Der furchterregende Wächter hält Unheil von dem fern, der unter seinem Schutz steht. Im Schmuck begegnet diese Facette seltener als der friedliche Tänzer oder der Asket, doch sie erklärt, warum die Symbolik Shivas zugleich die Sanftheit der Mondsichel und das Bedrohliche des Feuers in sich trägt. Ein und derselbe Gott vermag sowohl ein stiller Betrachter als auch ein zorniger Beschützer zu sein, und beide Seiten sind gleichermaßen echt.

Shivas Familie: Parvati, Ganesha und der Berg Kailash

Bronzefigur des Shiva, der seine Gemahlin Uma-Parvati umarmt, Südindien, Tamil Nadu
Shiva umarmt seine Gemahlin Uma (Parvati), ein Bild der Harmonie des männlichen und weiblichen Prinzips. Südindien, Tamil Nadu, Kupferlegierung, Ende des 11. Jahrhunderts. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0).Shiva Embracing His Consort, Uma (Alinganamurti), late 11th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Die Mythologie Shivas besteht zu großen Teilen aus Familiengeschichten. Seine Gemahlin Parvati gewann seine Liebe durch strenge Askese, und ihre Verbindung wurde zum Sinnbild der Harmonie des männlichen und weiblichen Prinzips. Aus ihr gingen Söhne hervor: Ganesha, dem Shiva einem berühmten Mythos zufolge im Zorn den Kopf abschlug und ihn dann wiederbelebte, indem er ihm einen Elefantenkopf aufsetzte, und der kriegerische Kartikeya. Der Berg Kailash im Himalaya gilt als Heimat dieser göttlichen Familie und als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte für Anhänger gleich mehrerer Religionen. Das Bild Shivas als liebender Gemahl und Vater wiegt seine Strenge als Asket und sein Bedrohliches als Wandler auf und macht die Gestalt vielschichtig und menschlich.

Trage das Symbol, lies nicht nur darüber. Jetzt verfügbar:

Kostenloser Versand14 Tage Rückgabe ohne Angabe von Gründen

Shivas Symbole

Bronzefigur des Shiva Ardhanarishvara, zur Hälfte männlich und zur Hälfte weiblich, Kerala, Indien
Shiva Ardhanarishvara, zur Hälfte Mann und zur Hälfte Frau, die Einheit des männlichen und weiblichen Prinzips. Indien, Kerala, Bronze, um das 13. Jahrhundert. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0).The Half-Male, Half-Female Form of Shiva (Shiva Ardhanarishvara), ca. 13th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Shiva besitzt ein ganzes Bündel unverkennbarer Attribute, und fast jedes wurde zu einem eigenständigen Schmuckmotiv. Wir gehen sie einzeln durch und verweisen dort auf eigene Artikel, wo das Symbol ein eigenes Gespräch verdient.

Das dritte Auge

Das dritte Auge auf Shivas Stirn ist das Zeichen höherer Sicht, der Fähigkeit, über das Gewöhnliche hinauszuschauen. Dem Mythos nach bricht Feuer hervor, wenn Shiva das dritte Auge öffnet, ein Feuer, das zu Asche verbrennen kann, weshalb das Auge sowohl mit Weisheit als auch mit der zerstörerischen Kraft der Erkenntnis verbunden ist. Es ist das uralte Bild des inneren Sehens. Da das dritte Auge längst als eigenständiges Symbol der Intuition und des Bewusstseins lebt, ist ihm ein eigener Beitrag über das dritte Auge und das Ajna-Chakra gewidmet. Bei Shiva ist das dritte Auge vor allem das Zeichen der Einsicht, die Illusionen verbrennt.

Trishula: der Dreizack

Die Trishula ist der Dreizack Shivas, seine wichtigste Waffe und eines seiner mächtigsten Symbole. Die drei Zinken werden unterschiedlich gedeutet, und gerade darin liegt der Reichtum des Bildes. Am häufigsten verbindet man sie mit den drei Handlungen des Gottes: Schöpfung, Erhaltung und Wandlung. Man deutet sie auch als die drei Gunas, die drei grundlegenden Eigenschaften der Natur, als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sowie als drei Bewusstseinszustände. Die Trishula bedeutet Macht über alle drei Welten und die Fähigkeit, Unwissenheit zu durchtrennen. Im Schmuck wirkt der Dreizack scharf und grafisch, weshalb von allen Attributen Shivas gerade die Trishula am häufigsten in schlichte Anhänger und Ringe gelangt.

Die Mondsichel im Haar

In Shivas Haar leuchtet eine junge Mondsichel, und das ist eines seiner zartesten Zeichen. Der Mond an der Schläfe steht für die Macht über Zeit und Zyklen, denn der Mond wächst und schwindet und durchläuft seinen Kreis. Er verleiht der bedrohlichen Erscheinung des Gottes zugleich Kühle und Frieden und wiegt die Hitze des dritten Auges auf. Die Mondsichel als Schmuck führt längst ein eigenes Leben, und ihr ist ein eigener Beitrag über die Mondsichel mit Stern sowie ein Artikel über Sonne und Mond gewidmet. Bei Shiva fügt der Mond dem Bild Ruhe und zyklische Weisheit hinzu.

Die Schlange Vasuki

Um Shivas Hals windet sich eine Schlange, die meist mit dem Schlangenkönig Vasuki gleichgesetzt wird. Die Schlange um den Hals des Gottes ist keine Bedrohung, sondern ein Zeichen der Macht über die Angst vor dem Tod und über die urtümliche Kraft selbst. Dem berühmten Mythos vom Quirlen des Ozeans zufolge trank Shiva das tödliche Gift, um die Welt zu retten, und das Gift blieb in seiner Kehle und färbte den Hals blau, daher der Name Nilakantha, der mit der blauen Kehle. Die Schlange bewacht dieses Gift und hütet die Kraft des Gottes. Die Schlange als eigenständiges Symbol der Erneuerung und Weisheit wird in einem eigenen Artikel über die Schlange im Schmuck behandelt. Bei Shiva ist die Schlange das Zeichen gebändigter Urenergie.

Damaru: die Trommel

Die Damaru ist eine kleine zweiseitige Trommel in Form einer Sanduhr, die Shiva im Nataraja-Tanz in einer seiner Hände hält. Der Klang der Damaru gilt als der Urklang, aus dem die Welt geboren wurde, als rhythmischer Puls, der die Schöpfung in Gang setzt. Die Form der Trommel, zwei durch einen schmalen Steg verbundene Kegel, wird als Vereinigung des männlichen und weiblichen Prinzips gedeutet, aus deren Begegnung das Universum entsteht. Im Schmuck begegnet die Damaru seltener als der Dreizack, doch als Motiv trägt sie einen schönen Gedanken: Alles beginnt mit Rhythmus und Klang. Die kleine Trommel taucht oft als Detail der Nataraja-Figur auf, in einer seiner oberen Hände, und ein aufmerksamer Blick erkennt sie an der charakteristischen Sanduhrform. Als eigenen Anhänger wählen die Damaru jene, denen der Gedanke nahe ist, dass die Welt nicht auf erstarrter Form ruht, sondern auf dem Puls, auf dem Rhythmus, der keinen Augenblick aussetzt.

Rudraksha: die Gebetskette

Rudraksha sind Samen eines Baumes, die seit tiefster Vorzeit zu Gebetsketten für Meditation und das Wiederholen von Mantras aufgereiht werden. Der Name selbst wird mit „Auge des Rudra“ übersetzt, also Auge Shivas: Der Legende nach entstanden diese Samen aus den Tränen des Gottes. Gebetsketten aus Rudraksha trägt man als Zeichen der Hingabe an Shiva und als Hilfe in der spirituellen Praxis. Jeder Samen hat „Facetten“, und der Anzahl der Facetten wird unterschiedlicher Sinn zugeschrieben. Für Schmuck gibt Rudraksha eine warme, natürliche, nichtmetallische Haptik, und Armbänder oder Schnüre aus diesen Perlen trägt man sowohl im religiösen Kontext als auch als ethnischen Akzent.

Lingam

Der Lingam ist ein abstraktes Symbol Shivas, das in Tempeln und Heiligtümern in ganz Indien verehrt wird. Es ist kein „Götzenbild“ im gewohnten Sinn, sondern ein Zeichen der formlosen schöpferischen Energie des Gottes, seiner Gegenwart und gestaltenden Kraft. Der Lingam verbindet sich meist mit einem Sockel, der Yoni, und gemeinsam drücken sie die Einheit des männlichen und weiblichen Prinzips aus, die Untrennbarkeit alles Seienden. Für Gläubige ist dies ein zutiefst heiliges Bild, weshalb man ihm respektvoll und ohne vulgäre Deutungen begegnen sollte. Im Schmuck begegnet der Lingam als Motiv durchaus, doch er verlangt Feingefühl und Verständnis für den Kontext, weshalb man häufiger universellere Zeichen Shivas wie die Trishula oder die Nataraja-Figur wählt.

Kundenstimmen

Zevira ist ein echter Schmuckshop. Echte Zahlungen, Lieferungen und Dankesnachrichten von Kunden.

100% verifizierter kaufechte Bestellungen nach Spanien, Frankreich und in die USA
Screenshots von Zahlungen und Dankesnachrichten
Bestellung per Post versandt, Spanien
Unser Stück in einer Correos-Station
Echte Zahlungen der letzten Tage
Ein Kunde bedankt sich per WhatsApp
Immer erreichbar über WhatsApp und TelegramNicht das Richtige? Geld zurück innerhalb von 14 Tagen, ohne Begründung
🥰🥰🥰 gracias
Colgante Navaja Jerezana Mini
Pedro L. · Jaén, España
Verifizierter Kauf
Ok, ¡gracias! 🙂
Pendiente Navaja
Raphaël C. · Toulouse, France
Verifizierter Kauf

Die Bedeutung Shivas im Schmuck

Wozu ein Symbol Shivas tragen? Dieser Gott hat mehrere Bedeutungsschichten, und jede beantwortet ein eigenes menschliches Bedürfnis. Sie eint der Gedanke der Bewegung und der inneren Arbeit, nicht des passiven Schutzes.

Wandlung und Veränderung

Der Hauptsinn Shivas ist die Fähigkeit zur Veränderung. Sein Symbol wählt man an der Schwelle einer großen Lebenswende: bei einem Jobwechsel, einem Umzug, am Ende eines Abschnitts und dem Beginn eines neuen. Die Trishula oder die Figur Shivas erinnern daran, dass ein Ende nicht der Schluss ist, sondern die Bedingung für einen neuen Anfang. Für einen Menschen, der Veränderungen durchlebt, ist das ein stützender und kein erschreckender Gedanke.

Erneuerung durch Beenden

Shiva lehrt das Loslassen. Vieles im Leben hält an der Vergangenheit fest: an Kränkungen, an Gewohnheiten, an Rollen, die längst zu eng geworden sind. Die Symbolik des Wandlers hilft, gedanklich einen Punkt zu setzen und Platz zu schaffen. Ein Zeichen Shivas zu tragen heißt, eine leise Erinnerung bei sich zu haben: Was sich überlebt hat, darf man mit Achtung loslassen, und das ist eine gesunde Bewegung und kein Verlust.

Meditation und innere Stille

Das Bild des Yogi Shiva, der in Betrachtung auf dem Gipfel sitzt, spricht vom Wert der inneren Stille. Wer Meditation praktiziert oder einfach einen Weg sucht, im lauten Leben langsamer zu werden, dem dienen die Symbole Shivas und die Gebetskette aus Rudraksha als Anker der Sammlung. Das ist kein Versprechen sofortiger Ruhe, sondern eine Stütze für die eigene Praxis.

Innere Stärke und Macht über die Angst

Die Schlange an Shivas Hals, das getrunkene Gift, das bedrohliche dritte Auge. All das handelt von der Fähigkeit, dem Schweren ins Gesicht zu blicken und nicht zu weichen. Das Symbol Shivas wählt man als Zeichen innerer Festigkeit: Ich kann meine Ängste bändigen, wie der Gott die Schlange und das Gift bändigte. Das ist nicht die Kraft der Aggression, sondern die der Selbstbeherrschung.

Befreiung

Im Hinduismus ist das höchste Ziel des Weges die Befreiung, der Austritt aus dem Kreis der Wiedergeburten und das Verschmelzen mit dem Höchsten. Shiva als Zerstörer der Illusionen und Fesseln ist unmittelbar mit dieser Idee verbunden. Für den Gläubigen ist sein Symbol ein Zeichen des Strebens nach Befreiung des Geistes. Für den weltlichen Menschen liest sich dieselbe Idee als Freiheit vom Überflüssigen, vom Aufgezwungenen, von den inneren Gefängnissen, die wir selbst bauen. Der untere Fuß des Nataraja, auf den seine Hand weist, ist gerade das Zeichen dieser Zuflucht und Befreiung: Der Gott reicht gleichsam jenem eine Stütze, der dem Kreis aus Angst und Gewohnheit entrinnen will. Daher wählen die Figur des Tänzers oft Menschen, die den Ausstieg aus einer schweren Phase durchleben, als leises Zeichen dafür, dass es einen Weg nach draußen gibt.

Zevira Schmuck online anprobieren

Kamera einschalten, Ohrringe, Anhänger oder Ring wählen, und das Stück in Echtzeit an sich sehen.

Modell mit einem Tippen wechseln.

Alles läuft im Browser: kein Foto und kein Video wird hochgeladen.

Nataraja: der Tanz der Schöpfung

Unter allen Bildern Shivas steht der tanzende Nataraja für sich, und er verdient ein eigenes Gespräch. Gerade diese Bronzefigur wird am häufigsten zum Herzstück eines Schmuckstücks und erklärt am besten, wer Shiva ist.

Was der Tanz zeigt

Bronzefigur des Shiva Nataraja im Flammenkreis, vier Arme, erhobener Fuß, Südindien
Shiva Nataraja, der Herr des Tanzes. Südindien, Tamil Nadu, Kupferlegierung, etwa Ende des 11. Jahrhunderts. Sichtbar sind die Trommel Damaru, eine Flammenzunge, die Geste „Fürchte dich nicht“ und der erhobene Fuß der Befreiung. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0).Shiva as Lord of Dance (Nataraja), ca. late 11th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Nataraja ist mitten in der Bewegung erstarrt, im Flammenkreis. Er hat vier Arme, und jeder trägt einen Sinn. In der oberen rechten Hand hält er die Trommel Damaru, die den Takt der Schöpfung schlägt. In der oberen linken das Feuer, dessen Zungen das Überlebte auflösen. Die untere rechte Hand ist zur Geste „Fürchte dich nicht“ geformt, die Schutz und Ruhe schenkt. Die untere linke weist auf den erhobenen Fuß, das Symbol der Befreiung und Zuflucht. Ein Fuß des Tänzers tritt auf die kleine Figur eines Zwergdämons, die Verkörperung von Unwissenheit und Illusion. Der Flammenkreis ringsum ist das Universum, das seine Zyklen durchläuft. In einer einzigen Figur ist die ganze Philosophie Shivas versammelt: Schöpfung, Erhaltung, Auflösung, Verhüllung und Befreiung geschehen auf einmal, in einem einzigen ewigen Tanz.

Woher das Bild kommt

Der Kanon des tanzenden Shiva nahm im Süden Indiens Gestalt an, und die Bronze-Natarajas wurden zum Gipfel der indischen Gusskunst. Die Meister gossen sie im Wachsausschmelzverfahren und erreichten eine erstaunliche Genauigkeit und Dynamik. Diese Figuren trug man in Tempelprozessionen, und für Millionen Menschen wurde das Bild des Tänzers zum wichtigsten sichtbaren Antlitz Shivas. Mit der Zeit trat Nataraja über die Grenzen des Tempels hinaus und wurde zum weltweit bekannten Symbol der indischen Kunst und der hinduistischen Philosophie.

Nataraja heute

Das Bild des tanzenden Shiva gelangte auf unerwartete Weise in die Weltkultur. Eine große Nataraja-Statue steht am Eingang eines der größten Zentren der Physik weltweit, weil Wissenschaftler im kosmischen Tanz eine Metapher für den Rhythmus subatomarer Teilchen sahen, für die ewige Bewegung der Materie. Für Schmuck gibt Nataraja ein komplexes, bedeutungsreiches Motiv. Ein Anhänger mit dem tanzenden Shiva trägt eine verdichtete Philosophie der Bewegung, der Veränderung und der Ruhe inmitten der Veränderung. Tragen tun ihn meist jene, denen dieser Gedanke vom Rhythmus des Lebens nahe ist, und die Ästhetik selbst ist hier zweitrangig.

Materialien

Das Bild Shivas ist historisch mit bestimmten Materialien verbunden, und jedes hat seine eigene Logik. Ein Teil kam unmittelbar aus der religiösen Praxis, ein Teil aus der Schmucktradition.

Rudraksha

Rudraksha ist das „shivaitischste“ Material von allen. Warme braune Samen mit reliefierter Oberfläche werden zu Armbändern, Schnüren und Gebetsketten aufgereiht. Sie sind leicht, angenehm in der Hand und tragen eine natürliche, nichtmetallische Ästhetik. Im religiösen Kontext ist Rudraksha ein Zeichen der Hingabe an Shiva, im weltlichen ein ethnischer, ruhiger Akzent, der sich gut neben Silber an den Arm legt. Die natürlichen Samen brauchen sorgsame Pflege: Man sollte sie nicht lange nass werden lassen oder feucht aufbewahren, sonst können sie reißen. Mitunter verbindet man Rudraksha mit silbernen Einsätzen und Anhängern in Trishula-Form.

Silber

Silber 925 mit seinem kühlen Glanz gibt die asketische, grafische Ästhetik Shivas hervorragend wieder. Trishula, Nataraja-Figur und Damaru aus Silber wirken streng und edel, dabei lässt sich Silber leicht in den Vertiefungen des Reliefs schwärzen, um die Details des Tanzes oder die Zinken des Dreizacks hervorzuheben. Silber ist robust, alltagstauglich und löst bei den meisten Menschen keine Allergie aus. Für eine schlichte Trishula oder einen kleinen Nataraja-Anhänger ist das wohl die universellste Wahl.

Gold

Gold verleiht dem Bild Shivas eine festliche, warme Tiefe. Eine goldene Nataraja-Figur verweist auf die vergoldeten Tempelbronzen, und eine goldene Mondsichel oder ein goldener Dreizack lesen sich als statushafte, feierliche Variante. Gold passt gut, wenn das Schmuckstück als bedeutendes Geschenk oder als Stück für einen besonderen Anlass gedacht ist. Der warme Glanz des Metalls korrespondiert mit dem Feuer des dritten Auges und dem Flammenkreis des Nataraja.

Bronze und Messing

Bronze ist das historisch genaue Material für Shiva: Gerade aus Bronze goss man die klassischen Natarajas. Der warme Schimmer verleiht der Figur eine museale, archaische Tiefe. Messing mit goldenem Ton wirkt ähnlich und ist erschwinglicher. Der Nachteil von Legierungen mit Kupfer liegt darin, dass sie mit der Zeit dunkler werden und Spuren auf der Haut hinterlassen können, weshalb sie Pflege brauchen: vor Dusche und Schlaf ablegen, mit einem weichen Tuch abreiben, trocken aufbewahren. Wer gerade die warme Haptik ohne Mühe möchte, wählt vergoldetes Silber: Der Anblick kommt der Bronze nahe, und die Basis ist edler.

Steine

Eine eigene Linie sind Einsätze aus Steinen, die mit Shiva durch Farbe und Sinn verbunden sind. Blaue Steine korrespondieren mit seiner blauen Kehle und der Kühle der Mondsichel, dunkle setzen die Grafik des Silbers in Szene, durchsichtige fügen dem Bild Licht hinzu. Der Stein wirkt hier als Akzent und nicht als Hauptdarsteller, denn im Schmuck Shivas steht das Symbol selbst an erster Stelle: Dreizack, Tanz, Trommel.

Wie man ein gutes Stück von einer Massenware unterscheidet

Das Bild Shivas lebt von Details, und die Qualität der Ausarbeitung sieht man sofort. Bei einer guten Nataraja-Figur lassen sich alle vier Arme ablesen, man erkennt die Trommel und die Flammenzunge, die Haltung hält die Balance und wirkt nicht verflossen. Bei einem schwachen Guss verkleben die Details, das Gesicht ist verschwommen, der Flammenkreis wird zu einem formlosen Reif. Die Trishula prüft man an der Schärfe der Zinken: Die Kante muss scharf und nicht abgerundet sein, sonst verliert der Dreizack seine Grafik. Echtes Silber trägt einen Feingehaltsstempel, meist 925, und ein verdächtig leichtes „silbernes“ Stück ohne Stempel, das schnell grünlich anläuft, verrät eine billige Legierung unter der Beschichtung. Rudraksha prüft man auf Risse und auf die natürliche, nicht ideal glatte Oberfläche des Samens: Allzu glatte „Perlen“ erweisen sich nicht selten als Kunststoffimitat.

Wie und womit man es respektvoll trägt

Die Symbolik Shivas ist stark und kulturell aufgeladen, weshalb man ihr Tragen bewusst angehen sollte. Das Bild ist universell in der Form, doch dahinter steht eine lebendige Religion, und Respekt vor ihr gehört zum guten Geschmack.

Anhänger mit Trishula oder Nataraja

Der Anhänger ist die häufigste Art, Shiva zu tragen. Eine schlichte Trishula trägt man an einer Kette mittlerer Länge, und sie wirkt gut für sich allein, ohne um Aufmerksamkeit ringende Nachbarn. Die Nataraja-Figur ist komplexer in der Silhouette, sie braucht Raum: ein schlichtes Oberteil ohne Muster und eine ausreichende Kettenlänge, damit die Figur sich auf die Brust legt und ganz ablesbar ist. Silber passt zum Alltagslook, Gold zum festlichen.

Ring und Armband

Einen Ring mit Trishula oder mit dem Antlitz Shivas trägt man als persönliches Zeichen, gewöhnlich an einer Hand ohne andere große Ringe daneben. Ein Armband aus Rudraksha, mitunter mit einem silbernen Dreizack-Anhänger, legt sich als ruhiger ethnischer Akzent ans Handgelenk und verträgt sich gut mit anderen Schnüren und dünnen Armbändern. Eine Gebetskette aus Rudraksha ist streng genommen ein Gegenstand der spirituellen Praxis, und sie als bloßen Schmuck zu tragen sollte man mit Verständnis für ihren Zweck tun.

Respekt vor der Kultur

Shiva ist kein abstraktes Dekor, sondern eine Gottheit einer lebendigen Religion, die Hunderte Millionen Menschen verehren. Sein Symbol zu tragen ist normal und gilt nicht als Beleidigung, wenn man es mit Respekt tut. Man sollte zumindest den grundlegenden Sinn dessen kennen, was man trägt, und vulgäre oder spöttische Deutungen heiliger Bilder meiden, besonders des Lingam. Es ist passend, ein Symbol Shivas zur Yogastunde, zur meditativen Praxis, in den Alltag zu tragen. Weniger passend ist es, ein heiliges Zeichen ohne jedes Verständnis in ein effekthascherisches Accessoire zu verwandeln. Eine einfache Regel: Respekt vor dem Sinn macht den Schmuck tiefer und nicht ärmer.

Womit man es kombiniert

Ein starkes Symbol Shivas wirkt besser als Akzent und nicht im Gewimmel. Die Trishula oder den Nataraja sollte man solo lassen. Thematisch verträgt sich das Bild Shivas gut mit anderen Zeichen der hinduistischen und meditativen Tradition: mit der heiligen Silbe Om, mit dem Symbol des Ganesha, mit dem dritten Auge, mit der Mondsichel. Meiden sollte man die Vermischung mit im Ton gegensätzlichem Dekor: Der bedrohliche Dreizack neben einer leichtfertigen Streuung verliert seinen Charakter.

10% auf Ihre erste Bestellung

Geben Sie Ihre E-Mail an, wir senden Ihren Rabattcode. Kein Spam, Abmeldung mit einem Klick.

Der Code kommt per E-Mail, gültig für Ihre erste Bestellung.

Shiva in der Kunst und im Yoga

Shiva hat ein großes kulturelles Leben jenseits des Tempels, und es nährt die heutige Symbolik des Schmucks. Die zwei wichtigsten Bereiche sind die bildende Kunst und die Yogapraxis.

Shiva in der Kunst

Künstler kehrten jahrtausendelang zu Shiva zurück. Die Bronze-Natarajas Südindiens wurden zu Weltklassikern der Skulptur, zum Vorbild dafür, wie erstarrtes Metall Bewegung wiedergibt. Steinreliefs alter Tempel zeigen Shiva in Dutzenden Gestalten: als Asket, als Tänzer, als Gemahl Parvatis, als bedrohlichen Bhairava. Die Miniaturmalerei späterer Jahrhunderte malte ihn auf einem Tigerfell im Himalaya sitzend, mit der Mondsichel im Haar und dem Dreizack in der Hand. Aus dieser reichen Tradition gelangten alle unverkennbaren Details in den Schmuck: die Tanzhaltung, der Flammenkreis, das Bündel der Attribute in den vier Händen. Jeder Nataraja-Anhänger ist ein ferner Nachfahre der Tempelbronze, und seine Silhouette spricht in einer Sprache, die über Jahrhunderte geschliffen wurde.

Shiva und Yoga

Shiva wird Adiyogi genannt, der erste Yogi, und Schirmherr des Yoga. Der Überlieferung nach gab gerade er den ersten Schülern das Wissen über die Arbeit mit Körper, Atem und Bewusstsein weiter. Daher sind im Umfeld der Yogapraktizierenden die Symbole Shivas naheliegend: Trishula, Nataraja, Gebetskette aus Rudraksha begegnen sowohl in Studios als auch in persönlichem Schmuck. Hier geht es um Disziplin und innere Arbeit, nicht um Magie und nicht um Schamanismus. Schmuck mit Shiva ist für den Praktizierenden eine Erinnerung an das Ziel der Praxis: an Ruhe, Sammlung, an die Fähigkeit, Überflüssiges loszulassen. Er ersetzt nicht die Arbeit an sich selbst, doch er dient ihr als leise Stütze, und darin liegt sein ehrlicher Sinn.

Nataraja und eine Yogahaltung

Der Name des Königs des Tanzes festigte sich auch in der Praxis selbst. Eine der Yogahaltungen, die Tänzerhaltung, trägt den Namen des Nataraja, weil sie die Haltung des tanzenden Shiva nachbildet: Auf einem Bein stehend, führt man das zweite nach hinten und greift mit der Hand zum Fuß, indem man sich zu einem schönen Bogen biegt. Die Haltung verlangt Balance, Konzentration und Ruhe, gerade jene Eigenschaften, die der Gott selbst verkörpert. So lebt das Bild des Nataraja sowohl im Metall des Anhängers als auch in der Bewegung des Körpers, und der Mensch, der einen solchen Anhänger trägt, kennt diese Verbindung nicht selten.

Psychologie der Wahl eines Symbols der Veränderung

Hinter dem Hang zum Symbol Shivas steht ein verständliches menschliches Bedürfnis: Veränderungen zu durchleben und nicht zu zerbrechen. Psychologen bemerkten längst, dass Talisman-Gegenstände Menschen in schweren Phasen halten, ihnen ein Gefühl von Halt geben und als Anker der Aufmerksamkeit wirken. Ein Anhänger mit dem Dreizack oder die Figur des Tänzers ist keine Magie, sondern eine Erinnerung an sich selbst: Ein Ende ist Teil des Weges und keine Katastrophe.

Warum Menschen den „Gott der Zerstörung“ wählen

Auf den ersten Blick mag es seltsam erscheinen, das Symbol eines Gottes zu tragen, der mit Zerstörung verbunden ist. Doch gerade darin liegt die Stärke des Bildes. Der Mensch fürchtet selten das Erschaffen, weit häufiger fürchtet er das Loslassen: der bisherigen Arbeit, der Beziehung, des gewohnten Gefüges, einer Version seiner selbst. Das Symbol Shivas spricht unmittelbar vom Wert des Beendens, und für den, der an der Schwelle einer großen Veränderung steht, ist das eine Stütze. Indem er ein solches Zeichen wählt, erlaubt sich der Mensch gleichsam, ein altes Kapitel zu schließen und sich nicht aus Angst vor der Leere daran zu klammern.

Anker der Ruhe in der Veränderung

Eine eigene Facette ist das Bild des Yogi Shiva, der reglos inmitten des Sturms der Welt sitzt. Viele wählen sein Symbol nicht der Stärke wegen, sondern der Stille wegen. Im lauten, hektischen Leben wirkt ein kleines Zeichen auf der Brust als Punkt der Rückkehr: Es genügt, den Anhänger zu berühren, um sich an den Atem zu erinnern und das Tempo zu drosseln. Das Stück macht den Menschen nicht von allein ruhiger, doch es hilft ihm, im eigenen Kopf eine ruhige Haltung einzunehmen, und das ist schon nicht wenig.

Symbole des Shiva im Vergleich
SymbolBedeutungGetragen alsVerwendung im Schmuck
Trishula (Dreizack)Macht über drei Welten, Durchtrennen der IllusionGrafischer Anhänger, Ring
Nataraja (Tänzer)Rhythmus der Schöpfung, Erneuerung, BefreiungDetaillierter Figuranhänger
MondsichelMacht über Zeit und Zyklen, RuheMinimalistischer Anhänger
Rudraksha-PerlenHingabe, Meditation, ruhiger FokusHandgelenk-Mala, Armband
Damaru (Trommel)Der erste Klang, der Puls der WeltKleiner Detail-Anhänger

Shiva in der Kultur verschiedener Regionen

Das Bild Shivas ist nicht überall in Indien und darüber hinaus gleich. Verschiedene Regionen und Traditionen heben verschiedene seiner Facetten hervor, und diese Vielfalt spiegelt sich auch im Schmuck wider.

Der Süden Indiens: der König des Tanzes

Gerade im Süden Indiens entstand und erblühte das Bild des Nataraja. Hier ist Shiva vor allem ein Tänzer, und die Bronzefiguren des tanzenden Gottes wurden zum Markenzeichen der Region. Die südliche Tradition schenkte der Welt jene Silhouette im Flammenkreis, die man heute überall erkennt. Schmuck mit Nataraja erbt unmittelbar von dieser Gussschule.

Der Himalaya: der Asket auf dem Gipfel

Im Himalayagürtel und weiter nördlich ist das Bild des Einsiedlers Shiva stärker, der im Schnee auf dem Berg Kailash sitzt. Hier verbindet man ihn mit strenger Askese, Meditation und Abgeschiedenheit. Pilger ziehen seit Jahrhunderten zum heiligen Berg und halten ihn für die Wohnstatt des Gottes. Aus dieser Tradition gelangt eine kargere, meditativere Ästhetik in den Schmuck: schlichte Trishula, Rudraksha, ein Minimum an Glanz.

Jenseits Indiens

Shiva und seine Symbole traten längst zusammen mit dem Hinduismus und dem weltweiten Interesse am Yoga über die Grenzen Indiens hinaus. Das Bild des Tänzers wurde in der Kunst und im Design vieler Länder zu einem bekannten Zeichen der östlichen Philosophie. Dabei ist es jenseits der eigenen Kultur besonders wichtig, den Respekt vor dem Sinn des Symbols zu bewahren und das heilige Bild nicht in ein leeres Ornament zu verwandeln. Das Verständnis des Kontexts unterscheidet sinnvollen Schmuck von gedankenloser Übernahme.

Schenken Sie 10% an Freunde

Senden Sie einem Freund einen Rabattcode, er spart bei der ersten Bestellung.

WELCOME10
💬✈️

Fakten, die erstaunen

Rund um Shiva haben sich über Jahrtausende so viele Geschichten angesammelt, dass manche fast unglaubwürdig klingen.

Die Statue des tanzenden Shiva steht am Eingang eines der größten Zentren der Physik. Ein bronzener Nataraja empfängt die Wissenschaftler vor einem der wichtigsten Forschungslabors der Welt für Teilchen, weil man den kosmischen Tanz Shivas für eine treffende Metapher der ewigen Bewegung und des Rhythmus der Materie hielt. Das uralte Bild und die fortgeschrittene Wissenschaft trafen sich auf einer Schwelle.

Shivas Kehle berührte ein Gift, das die Welt rettete. Dem Mythos vom Quirlen des Milchozeans zufolge stieg aus den Tiefen ein tödliches Gift empor, das alles Lebendige zu vernichten drohte. Shiva trank es, hielt es in der Kehle und ließ es die Welt nicht vergiften. Das Gift färbte seinen Hals blau, und seither nennt man den Gott Nilakantha, den mit der blauen Kehle.

Die Samen der Gebetskette sind „Tränen Shivas“. Der Legende nach wuchs der Rudraksha-Baum aus einer Träne des Gottes, vergossen aus Mitgefühl mit der Welt. Das Wort „Rudraksha“ selbst wird mit „Auge des Rudra“ übersetzt, eines der bedrohlichen Namen Shivas. So steckt in einer einfachen Holzperle ein ganzer Mythos vom göttlichen Mitgefühl.

Ein ganzer Fluss fließt aus seinem Haar. Der Überlieferung nach hätte der himmlische Fluss Ganga sich auf die Erde gestürzt und sie zerstört, doch Shiva nahm ihren Strom auf seinen Kopf und ließ ihn durch die Strähnen seines Haares hindurch, wodurch er den Aufprall milderte. Daher stellt man Shiva mitunter mit einem Wasserstrahl dar, der aus dem Haarknoten fließt.

Shiva hat tausende Namen, und man zählt sie eigens auf. Es gibt heilige Listen von tausend und mehr Namen-Beinamen Shivas, von denen jeder eine Facette seines Wesens öffnet. Man wiederholt sie wie ein Gebet, und in der schieren Fülle der Namen zeigt sich der Versuch, eine unermessliche Gottheit wenigstens durch eine Vielzahl von Bezeichnungen zu beschreiben.

Shivas Tanz ist nicht immer derselbe. Das berühmte „Tandava“ ist nur einer seiner Tänze, und er ist mit der bedrohlichen, wandelnden Kraft verbunden. Es gibt auch den zarten, sanften Tanz „Lasya“, den die Tradition mit seiner Gemahlin Parvati verbindet. Gemeinsam bilden sie ein Paar aus dem männlichen und weiblichen Prinzip der Bewegung.

Der Stier am Tempeleingang ist stets ein Gefährte Shivas. Vor den Heiligtümern Shivas sitzt fast immer die Figur des Stiers Nandi, dem Gott zugewandt. Nandi ist sein treuer Gefährte, Wächter und Reittier, und die Pilger begrüßen der Tradition nach zuerst ehrerbietig den Stier.

Das dritte Auge vermag zu Asche zu verbrennen. Einem Mythos zufolge schoss der Liebesgott einen Pfeil auf Shiva, um in ihm Leidenschaft zu wecken und ihn aus der Meditation zu reißen. Der zornige Shiva öffnete das dritte Auge, und das hervorbrechende Feuer verwandelte den dreisten Gott in Asche. Das dritte Auge ist seither ein Symbol der Kraft der Einsicht, vor der keine Illusion bestehen kann.

Shiva: Mythos und Wahrheit
Shiva ist nur der Gott der Zerstörung.
Tippen zum Aufdecken
Der tanzende Shiva wurde zu einem Symbol der modernen Wissenschaft.
Tippen zum Aufdecken
Ein Shiva-Symbol zu tragen ist respektlos gegenüber der Religion.
Tippen zum Aufdecken
Die Schlange an Shivas Hals ist ein Zeichen der Gefahr.
Tippen zum Aufdecken
Rudraksha-Perlen sind nur dekoratives Holz.
Tippen zum Aufdecken

Häufige Fragen

Ist Shiva ein Gott der Zerstörung oder der Schöpfung?

Beides zugleich. Shiva ist der Wandler: Er beendet überlebte Zyklen, um Raum für das Neue zu schaffen. Zerstörung ist bei ihm keine Bosheit, sondern die notwendige Bedingung der Erneuerung, wie ein Brand, nach dem ein junger Wald emporwächst. Daher trifft man es genauer, Shiva einen Gott der Wandlung und Erneuerung zu nennen, und das Wort „Zerstörung“ gibt nur eine seiner Seiten wieder.

Darf ein Mensch anderen Glaubens ein Symbol Shivas tragen?

Ja, wenn man es mit Respekt tut. Shiva ist eine Gottheit einer lebendigen Religion, doch seine Symbole gingen längst in die Weltkultur ein, besonders über Yoga und Kunst. Eine Trishula, einen Nataraja oder ein Armband aus Rudraksha zu tragen ist normal, wenn man den grundlegenden Sinn kennt und vulgäre Deutungen heiliger Bilder meidet. Respekt vor der Kultur macht den Schmuck tiefer.

Was bedeutet der Dreizack Shivas?

Die Trishula, der Dreizack Shivas, steht für die Macht über die drei Welten und die drei Handlungen des Gottes: Schöpfung, Erhaltung und Wandlung. Die drei Zinken deutet man auch als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie als die drei grundlegenden Eigenschaften der Natur. Der Dreizack bedeutet die Fähigkeit, Unwissenheit zu durchtrennen, und im Schmuck wirkt er scharf und grafisch.

Wer ist Nataraja?

Nataraja ist der „König des Tanzes“, eines der wichtigsten Bilder Shivas. Der Gott tanzt im Flammenkreis, und jede seiner Bewegungen gibt dem Universum den Takt vor: Schöpfung, Erhaltung, Auflösung und Befreiung geschehen auf einmal. Ein Anhänger mit Nataraja trägt den Gedanken der ewigen Bewegung und der Ruhe inmitten der Veränderung.

Warum hat Shiva eine Schlange am Hals?

Die Schlange, meist mit dem Schlangenkönig Vasuki gleichgesetzt, steht für die gebändigte urtümliche Kraft und die Macht über die Angst vor dem Tod. Dem Mythos nach hielt Shiva das tödliche Gift in der Kehle und rettete so die Welt, und die Schlange bewacht diese Kraft. Die Schlange am Hals des Gottes ist keine Bedrohung, sondern ein Zeichen der Selbstbeherrschung und Erneuerung.

Was ist Rudraksha, und darf man eine solche Gebetskette als Schmuck tragen?

Rudraksha sind Samen eines Baumes, aus denen man Gebetsketten für Meditation und das Wiederholen von Mantras aufreiht. Der Name wird mit „Auge Shivas“ übersetzt. Armbänder und Schnüre aus Rudraksha trägt man sowohl im religiösen als auch im weltlichen Kontext als ruhigen ethnischen Akzent. Eine vollständige Gebetskette ist ein Gegenstand der Praxis, weshalb man ihr mit Verständnis für ihren Zweck begegnen sollte.

Eignet sich ein Symbol Shivas für die Yogapraxis?

Ja, und das ist eine der passendsten Anwendungen. Shiva wird der erste Yogi und Schirmherr des Yoga genannt, weshalb Trishula, Nataraja und Rudraksha im Umfeld der Praktizierenden naheliegen. Solcher Schmuck dient als Erinnerung an das Ziel der Praxis: an Sammlung, Ruhe und die Fähigkeit, Überflüssiges loszulassen, ganz ohne Esoterik.

Worin unterscheidet sich Shiva von Ganesha und Buddha?

Shiva ist der höchste Gott und Wandler des Hinduismus, der Vater des Ganesha. Ganesha ist sein Sohn, der elefantenköpfige Beseitiger von Hindernissen, an den man sich zu Beginn von Vorhaben wendet. Buddha hingegen ist eine Gestalt einer anderen Tradition, des Buddhismus, der Begründer der Lehre vom Weg zur Befreiung durch Achtsamkeit. Das sind verschiedene Bilder, auch wenn ihre Symbole im Schmuck meditativer Thematik oft nebeneinander stehen.

Fazit

Shiva überdauerte Jahrtausende und blieb eines der lebendigsten Bilder der Weltkultur: von den alten Siegeln des Industals bis zum bronzenen Tänzer an der Tür eines Physiklabors. Seine Stärke liegt in einem Gedanken, der dem Menschen jeder Epoche verständlich ist: Das Alte endet, damit das Neue geboren wird, und in dieser Bewegung liegt keine Tragödie, sondern der Rhythmus des Lebens selbst. Dreizack, Trommel, Mondsichel und die Figur des tanzenden Gottes beantworten einfache menschliche Bedürfnisse: Veränderungen durchzustehen, Überflüssiges loszulassen, innere Stille und Kraft zu finden. Wer ein Zeichen Shivas wählt, trägt eine leise Erinnerung bei sich daran, dass Ende und Anfang zwei Seiten eines einzigen Tanzes sind.

Katalog von Zevira

Silber, Gold, Symbolik der Weltkulturen, Schutzzeichen und sinnvolle Symbole.

Ansehen SOMNIUM →

Über Zevira

Zevira steht für Schmuck mit Sinn: Symbole, Schutzzeichen, Zeichen der Kraft und der inneren Stütze in klaren Formen aus Silber und Gold. Wir lieben Stücke, deren Geschichte tausende Jahre reicht, und übertragen sie in zeitgemäßes Design ohne unnötiges Pathos und ohne Schamanismus. Die Zeichen alter Kulturen stehen im Katalog neben minimalistischen Anhängern und Sets für zwei, damit jeder sein Symbol findet.

Katalog öffnen · Startseite

War das hilfreich?
Folgen Sie unsAuf WhatsApp fragen