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Krishna im Schmuck: Gott der Liebe, Flöte, Pfauenfeder und Radha

Krishna im Schmuck: der blauhäutige Gott der Liebe mit Flöte, Pfauenfeder und der Geschichte von der gestohlenen Butter

Ein blauer Kuhhirte, der den Nachbarinnen die Butter stiehlt, mit dem Flötenspiel eine ganze Rinderherde verzaubert und sich in die Hirtin Radha verliebt. Das ist kein Gutenachtmärchen für Kinder, sondern einer der beliebtesten Götter des Planeten. Krishna trägt eine Pfauenfeder im Haar, hält eine Bambusflöte und lächelt auf eine Weise, die Millionen Menschen als das Gesicht der Freude selbst lesen.

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Was zieht Sie an Krishna am meisten an?

Wer Krishna ist

Krishna ist einer der am meisten verehrten Götter des Hinduismus, die achte irdische Gestalt des großen Gottes Vishnu. Wo viele Götter furchtbar oder majestätisch gemalt werden, ist Krishna anders. Er lächelt, spielt, liebt und treibt Schabernack. Ihm kommt die Rolle der Verkörperung der göttlichen Liebe und Freude zu, und deshalb wird sein Bild sowohl in Indien als auch weit über seine Grenzen hinaus mit so viel Wärme aufgenommen.

Der Name Krishna bedeutet im Sanskrit dunkel, blau, anziehend. Daher seine erkennbare blaue oder blauschwarze Haut, das wichtigste sichtbare Zeichen des Gottes. Die Farbe wird auf verschiedene Weise gelesen: als Farbe des endlosen Himmels und Ozeans, als Zeichen des Grenzenlosen, als Hinweis auf etwas, das nicht in die gewöhnlichen irdischen Töne passt. Krishna hat viele Namen: Govinda und Gopala (der Kuhhirte, der Hüter der Kühe), Madhava, Murali (der die Flöte spielt), Giridhari (der den Berg hob). Jeder Name öffnet eine eigene Facette seiner reichen Lebensgeschichte.

Im Schmuck erscheint Krishna sowohl als ganze flötenspielende Figur als auch durch seine erkennbaren Zeichen. Die Bambusflöte Bansuri, die Pfauenfeder im Haar, die blaue Farbe, die Kuh und der Hirtenstab, der Lotos, das Paarbild von Radha und Krishna. Diese Zeichen werden von jedem, der die indische Kultur kennt, sofort gelesen, und allen anderen schenken sie eine elegante Form mit tiefem Sinn. Ein Anhänger mit Flöte oder mit der Figur des tanzenden Hirten wirkt als Zeichen der Liebe, der Freude und einer Leichtigkeit, die die Tiefe nicht leugnet.

Krishna nimmt einen besonderen Platz unter den Bildern des hinduistischen Pantheons ein. Er ist nicht einer der drei höchsten Götter wie Brahma, Vishnu und Shiva, sondern die irdische Erscheinung Vishnus des Erhalters, der in menschlicher Gestalt in die Welt herabstieg. Zugleich ist für Millionen Menschen, Anhängern des Vishnuismus und besonders der Krishna-Tradition, gerade Krishna selbst die höchste, allumfassende Gottheit, die Quelle alles Bestehenden, und nicht einer unter vielen Avataren. Diese Doppelheit, ein Gott, der zugleich ein naher, zugänglicher, liebender Freund ist, macht sein Bild so lebendig.

Worin sich Krishna von anderen Göttern unterscheidet

Neben furchtbaren oder majestätischen Göttern fällt Krishna durch seine Menschlichkeit auf. Sein Leben ist keine abstrakte Kosmologie, sondern eine ausführliche Lebensgeschichte: Geburt im Gefängnis, eine heimliche Rettung, eine Kindheit unter Hirten, jugendliche Spiele mit den Hirtinnen, Freundschaft, Krieg, ein philosophisches Gespräch. Man wendet sich ihm nicht aus Furcht zu, sondern aus Liebe und Zärtlichkeit. Viele Gläubige bauen zu Krishna persönliche, fast familiäre Beziehungen auf: Sie sehen in ihm ein Kind, einen Freund, einen Geliebten, einen Lehrer. Darin ist er dem Menschen näher als kaum ein anderer großer Gott, und diese Nähe erklärt, warum man sein Bild so gern nahe am Herzen trägt.

Namen und Gestalten Krishnas

Krishna hat viele Namen, und jeder öffnet seine eigene Facette. Govinda und Gopala knüpfen an die Sorge um die Kühe und das Hüten an, Murali und Murlidhar an das Flötenspiel, Madhava an den Frühling und die Süße, Giridhari an den gehobenen Berg, Madhusudana an den Sieg über einen Dämon. Auch dargestellt wird er auf vielerlei Weise: als pummeliges Kleinkind mit Butter in der Handfläche, als junger Hirte mit Flöte und Feder, als weiser Wagenlenker, als zärtlicher Geliebter Radhas. Diese Vielgestaltigkeit bietet dem Schmuck eine reiche Auswahl: Der eine trägt das schelmische Kind, der andere den zärtlichen Flötenspieler, ein Dritter das Paarbild der Liebe. Hinter jeder Gestalt steht eine eigene Geschichte, und deshalb ist das Symbol Krishnas selten gesichtslos: Es verweist fast immer auf eine bestimmte Szene.

Was folgt, der Reihe nach: woher das Bild Krishnas kam und welche Geschichten dahinterstehen, was jedes seiner Symbole bedeutet, warum man solchen Schmuck trägt, was die Liebe von Radha und Krishna bedeutet, woraus solche Stücke gefertigt werden, wie und womit man sie respektvoll trägt, und welche erstaunlichen Tatsachen sich um diesen Gott gesammelt haben.

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Geschichte und Kult Krishnas

Das Bild Krishnas ist eines der am vollständigsten ausgearbeiteten jeder lebendigen Religion des Planeten. Dahinter steht eine ausführliche Lebensgeschichte, in heiligen Texten erzählt, und ein Kult, der zu einer der größten geistigen Traditionen der Welt heranwuchs. In fast jeder Etappe dieser Geschichte hinterließ Krishna eine Spur in der Kunst, in der Malerei, in der Bildhauerei und in der kleinen Plastik des Schmucks.

Ein Avatar Vishnus

Südindische Bronzefigur Krishnas, 18. bis 19. Jahrhundert
Krishna. Südindien, 18. bis 19. Jahrhundert, Bronze. Gegossene Bronzefiguren wie diese wurden als irdische Erscheinung Vishnus verehrt.Krishna, 18th–19th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Im Hinduismus gibt es die Idee des Avatars: Der höchste Gott Vishnu, Hüter der Weltordnung, steigt von Zeit zu Zeit in verschiedenen Gestalten auf die Erde herab, um die Gerechtigkeit wiederherzustellen, wenn das Böse die Oberhand gewinnt. Die Tradition zählt mehrere solcher irdischen Erscheinungen, und Krishna ist die achte von ihnen, eine der vollsten und am meisten geliebten. Er kommt in einer schweren Stunde in die Welt, um die Erde von der Tyrannei zu befreien und das Gleichgewicht zurückzubringen. Das gilt es klar zu fassen: Krishna ist kein eigener, selbstständiger Gott, der aus dem Nichts erschien, sondern das Antlitz Vishnus selbst, den Menschen mit besonderer Wärme zugewandt. Deshalb steht seine Symbolik so oft neben den Zeichen Vishnus: dem Lotos, der Scheibe, der Muschel.

Geburt im Gefängnis und heimliche Rettung

Die Geschichte Krishnas beginnt dramatisch. Der böse König Kamsa, der die Weissagung gehört hatte, dass ihn der achte Sohn seiner Schwester vernichten werde, sperrt seine Schwester und deren Gatten in einen Kerker und tötet ihre Kinder eines nach dem anderen. Als Krishna geboren wird, geschieht ein Wunder: Die Wächter schlafen ein, die Ketten fallen ab, die Tore öffnen sich von selbst. Der Vater trägt den Säugling aus dem Gefängnis, durchwatet einen über die Ufer getretenen Fluss und gibt das Kind einer Hirtenfamilie zur Erziehung, indem er es gegen ein neugeborenes Mädchen tauscht. So wächst Krishna nicht in einem Palast auf, sondern unter einfachen Hirten, im Dorf Vrindavan, und das entscheidet den ganzen Charakter seines Bildes: ein Gott, der kein ferner Herrscher ist, sondern einer von uns, aufgewachsen unter Kühen, Wiesen und gewöhnlichen Menschen.

Eine schelmische Kindheit und der Butterdiebstahl

Bronzeskulptur der Yashoda mit dem Kind Krishna, Tamil Nadu, frühes 12. Jahrhundert
Yashoda mit dem Kind Krishna. Tamil Nadu, frühes 12. Jahrhundert, Kupferlegierung. Die Pflegemutter hält eben jenen Jungen, der den Hirtinnen die Butter stibitzte.Yashoda with the Infant Krishna, early 12th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Die Kindheit Krishnas ist eine endlose Kette reizender Streiche, die seit Jahrhunderten mit Liebe weitererzählt werden. Der kleine Krishna liebte frische Butter und Sahne über alles und stibitzte sie mit seinen Freunden aus den Töpfen, die die Hausfrauen hoch oben außer Reichweite der Kinder aufhängten. Die Kleinen kletterten einander auf die Schultern zu einer lebenden Pyramide, um an den Leckerbissen zu gelangen. Diese Szene, der Butterdieb, wurde zu einer der liebsten: Krishna wird oft als pummeliges Kleinkind mit einem Stück Butter in der Handfläche und einem verschmitzten Lächeln dargestellt. Hinter dem Schabernack steht eine tiefe Idee: ein Gott, der im Einfachsten, Häuslichsten, Menschlichsten zugänglich ist, der die Welt und die Menschen ohne jede Strenge liebt. Bis heute wird zu seinen Ehren bei Festen ein Spiel veranstaltet, bei dem Mannschaften menschliche Türme bauen, um einen hoch aufgehängten Topf zu zerschlagen.

Jugend in Vrindavan und der Tanz mit den Hirtinnen

Den jungen Krishna in Vrindavan umgeben die Gopis, Hirtinnen, die sein Flötenspiel gefangen nimmt. Die berühmteste Szene jener Zeit ist die Rasa Lila, der nächtliche Reigentanz Krishnas mit den Hirtinnen unter dem Mond. Der Überlieferung nach spürte jede Gopi, dass Krishna gerade mit ihr tanze, denn er vervielfältigte auf wunderbare Weise sein Bild, damit keine ohne Aufmerksamkeit bliebe. Dieser Tanz wird nicht als einfache Liebesgeschichte gelesen, sondern als Bild der Seele, die zum Göttlichen strebt, und des Göttlichen, das jeder Seele mit Liebe antwortet. Unter allen Hirtinnen nimmt Radha einen besonderen Platz ein, und von ihr ist weiter unten in einem eigenen Abschnitt die Rede.

Die Bhagavad Gita

Der reife Krishna ist kein verspielter Hirte mehr, sondern ein weiser Lehrer und ein Teilnehmer des großen Krieges, der im Epos beschrieben wird. Auf dem Schlachtfeld verliert der Krieger Arjuna seinen Willen: Er soll gegen die eigenen Verwandten und Lehrer kämpfen und senkt die Waffe. Da führt ihn sein Wagenlenker, der sich als Krishna selbst erweist, durch ein langes Gespräch über die Pflicht, über das Handeln ohne Anhaftung an seine Früchte, über die Unsterblichkeit der Seele, über die verschiedenen Wege zum Höchsten. Dieses Gespräch ging in den heiligen Text Bhagavad Gita ein, eines der meistgelesenen und meistverehrten philosophischen Werke des Hinduismus. Aus dem fröhlichen Jungen mit der Butter offenbart sich Krishna hier als der tiefste der Lehrer, und beide Facetten, Spiel und Weisheit, leben in einem einzigen Bild.

Janmashtami

Die Geburt Krishnas wird als eines der freudigsten Feste des Hinduismus gefeiert, Janmashtami. An diesem Tag fastet man bis Mitternacht, der vermuteten Stunde der Geburt des Gottes, dann singt man, schmückt Wiegen mit einer Figur des Kindes und stellt Szenen aus seinem Leben nach. In verschiedenen Gegenden veranstaltet man lärmende Spiele mit dem Zerschlagen eines hoch aufgehängten Buttertopfs, in Erinnerung an seine Kinderstreiche. Das Fest ist nicht von feierlicher Strenge erfüllt, sondern von familiärer Wärme und Heiterkeit, ganz nach Krishna selbst. Für Millionen Menschen ist es der liebste Tag des Jahres, und die Stimmung des Festes sagt viel über den Charakter eines Gottes, zu dem man mit Freude und nicht mit Furcht kommt.

Vishnuismus und die Verehrung Krishnas

Die Verehrung Krishnas ist Teil einer großen Strömung des Hinduismus, des Vishnuismus, der jene vereint, für die der höchste Gott Vishnu und seine irdischen Gestalten sind. Innerhalb dieser Tradition hebt sich die Krishna-Tradition ab, in der gerade Krishna als Fülle des Göttlichen verehrt wird. Ein besonderer Platz kommt dem Weg des Bhakti zu, dem hingebungsvollen liebenden Dienst am Gott: kein trockenes Ritual, sondern eine Liebe des Herzens, ausgedrückt in Gesang, Tanz und der Wiederholung der Namen. Dieser Weg machte das Bild Krishnas so emotional und warm. Die Hingabe an Krishna wird auch durch Schmuck mit seinen Zeichen ausgedrückt, den man als sichtbares Bekenntnis dieser Liebe trägt.

Die Symbole Krishnas

Krishna besitzt eine ganze Reihe erkennbarer Zeichen, und fast jedes wurde zu einem eigenständigen Motiv des Schmucks. Gehen wir sie eines nach dem anderen durch und verweisen dort auf eigene Artikel, wo ein Symbol ein eigenes Gespräch verdient.

Die Flöte Bansuri

Steinfigur Krishnas beim Flötenspiel, Orissa, 17. bis 18. Jahrhundert
Krishna beim Flötenspiel. Orissa, 17. bis 18. Jahrhundert, Stein. Die Haltung mit der an die Lippen geführten Bansuri ist die erkennbarste Gestalt des Gottes.Krishna Playing a Flute, 17th–18th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Die Flöte ist das wichtigste und erkennbarste Zeichen Krishnas. Die Bansuri ist eine einfache Bambusquerflöte, und in den Händen des Gottes wird sie zu einem Instrument, dessen Musik alles Lebendige bezaubert: Menschen, Tiere, selbst die Flüsse halten still, um zu lauschen. Der Klang der Flöte wird als Ruf des Göttlichen gelesen, an die menschliche Seele gerichtet, als Liebe, die ohne Zwang anzieht, allein durch ihre Schönheit. Die Leere im Inneren der Flöte trägt ihren eigenen Sinn: Erst wenn der Mensch sich von Stolz und Ego leert, wird er zum Instrument in den Händen des Höchsten, durch das die göttliche Melodie strömt. Im Schmuck liest sich die Bansuri elegant und grafisch, und von allen Zeichen Krishnas findet gerade die schlanke Flöte am häufigsten ihren Weg in schlichte Anhänger und Schmuckstücke.

Die Pfauenfeder

Im Haar Krishnas glänzt stets eine Pfauenfeder, und das ist eines seiner zärtlichsten Zeichen. Der Überlieferung nach freuten sich die Pfauen so sehr über die Musik des Gottes, dass sie für ihn tanzten, und zum Dank schmückte Krishna sich mit ihrer Feder. Das Auge auf der Pfauenfeder wird mit dem allsehenden Blick und mit Schönheit verbunden, und ihre leuchtenden Farben mit Freude und dem Spiel des Lebens. Der Pfau als eigenständiges Symbol lebt seit Langem seine reiche Geschichte, und ihm ist ein eigener Beitrag über die Bedeutung des Pfaus im Schmuck gewidmet. Für Krishna fügt die Pfauenfeder Leichtigkeit, Festlichkeit und eine Verbindung zur Natur hinzu, inmitten derer er aufwuchs.

Die blaue Haut

Die blaue oder dunkelblaue Haut ist die sichtbare Signatur Krishnas. Die Künstler lesen diese Farbe als Zeichen der Unendlichkeit: Die Haut des Gottes hat die Farbe des grenzenlosen Himmels und des tiefen Ozeans, jener Elemente, die keine sichtbare Grenze haben. Das Blau deutet an, dass Krishna bei all seiner menschlichen Nähe unermesslich bleibt, unfähig, in die gewöhnlichen irdischen Töne zu passen. Es gibt auch eine poetischere Lesart: So wie reines Wasser und durchsichtige Luft in großer Tiefe blau erscheinen, so offenbart sich das unendlich Reine des Göttlichen durch das Blau. Im Schmuck wird die blaue Haut durch blaue Steine und Email wiedergegeben, und oft ist es gerade die Farbe, die zum Akzent wird, der das Bild Krishnas auszeichnet.

Die Kuh und der Hirte

Krishna wuchs unter Hirten auf und hütete selbst die Kühe, daher seine Namen Govinda und Gopala, die mit der Sorge um die Herde verbunden sind. Die Kuh ist im Hinduismus ein heiliges Tier, Symbol der Sanftmut, der Fülle und der mütterlichen Großzügigkeit der Erde. Das Bild des Hirten Krishna, von Kühen umgeben, ihnen auf der Flöte spielend, trägt die Idee eines Gottes, der alles Lebendige zärtlich hütet, wie ein Hirte seine Herde hütet. Der Hirtenstab und Figuren von Kühen begleiten zuweilen die Bilder des Gottes. Im Schmuck erscheint diese Facette seltener als die Flöte, doch gerade sie erklärt, warum Krishna als naher, häuslicher, irdischer Gott empfunden wird und nicht als ferner himmlischer Herrscher.

Der Lotos

Der Lotos begleitet Krishna, wie er viele Götter des Hinduismus begleitet. Diese Blume wächst aus trübem Wasser und bleibt dennoch rein und schön, und so wurde sie zum Symbol der geistigen Reinheit, die inmitten einer unvollkommenen Welt entsteht. Bei Krishna verwendet man den Lotos oft, um seine Augen, seine Füße, seine Handflächen zu beschreiben, und unterstreicht so die Schönheit und Reinheit des Gottes. Der Lotos als eigenständiges Symbol wird in einem eigenen Artikel über die Bedeutung des Lotos im Schmuck behandelt. Für Krishna verstärkt der Lotos das Thema der Reinheit, die die Welt nicht beflecken kann, und einer geistigen Schönheit, die jedem offensteht.

Radha und Krishna als Symbol der Liebe

Das Paarbild von Radha und Krishna ist ein eigenes Zeichen, ein besonderes Motiv des Schmucks und eine ganze Philosophie der Liebe. Radha ist die geliebte Hirtin Krishnas, und ihr Bund wurde in der indischen Kultur zum höchsten Bild der Liebe, der irdischen und der göttlichen zugleich. Paaranhänger, zwei einander zugewandte Profile, Figuren der Liebenden zusammen mit Flöte und Feder tragen die Idee einer vollkommenen, hingebungsvollen, zärtlichen Liebe. Diesem Bild ist weiter unten ein größerer Abschnitt gewidmet, denn die Liebe von Radha und Krishna ist das Herz des ganzen Kults und einer der Hauptgründe, warum man seine Symbole als Zeichen des Gefühls trägt.

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Was Krishna im Schmuck bedeutet

Warum ein Symbol Krishnas tragen? Dieser Gott trägt mehrere Bedeutungsschichten, und jede antwortet auf ein anderes menschliches Bedürfnis. Was sie eint, ist die Idee einer Liebe und Freude, die jedem offensteht, und nicht eines strengen Schutzes.

Die göttliche Liebe

Der wichtigste Sinn Krishnas ist die Liebe. Nicht streng und fordernd, sondern zärtlich, sich nähernd, auf das Gefühl des Menschen antwortend. Man wählt das Symbol Krishnas, wenn einem die Idee der Liebe als höchste Kraft und als Weg zum Höchsten nahe ist. Die Flöte, die allein durch ihre Schönheit ruft, das Paarbild von Radha und Krishna, das Lächeln des Gottes selbst sprechen davon. Ein solches Zeichen zu tragen heißt, eine Erinnerung an die Liebe als das Wichtigste im Leben bei sich zu tragen.

Freude und Leichtigkeit

Krishna ist ein Gott der Freude. Seine Kinderstreiche, Tänze, seine Musik und sein Lächeln tragen die Idee, dass das Geistige nicht streng und schwer sein muss. Zum Höchsten kann man mit leichtem Herzen gehen, durch Schönheit, Spiel, Liebe. Für einen Menschen, der der Schwere und dem Ernst müde ist, ist das Symbol Krishnas eine leise Erlaubnis, sich zu freuen, ohne die Freude für etwas Oberflächliches zu halten. Darin hebt sich das Bild Krishnas deutlich von furchtbaren oder asketischen Göttern ab.

Lila, das göttliche Spiel

In der Philosophie Krishnas ist die Idee der Lila, des göttlichen Spiels, von großer Bedeutung. Ihr zufolge ist die ganze Welt das freie, freudige Spiel des Höchsten, geschaffen nicht aus Bedürfnis, sondern aus Fülle und Liebe. Krishna spielt, tanzt und treibt Schabernack eben darum, weil göttliches Handeln frei und leicht ist. Das Symbol Krishnas erinnert daran, dass man das Leben wie ein Spiel behandeln kann, ohne sich an das Ergebnis zu klammern, es mit Interesse und Leichtigkeit lebend. Das ist eine tiefe Idee, dargeboten durch das hellste der Bilder.

Die Hingabe

Der Weg zu Krishna ist der Weg des Bhakti, der hingebungsvollen liebenden Bindung an den Gott. Hier zählt nicht die Zahl der Rituale, sondern die Aufrichtigkeit des Gefühls, die Hingabe des Herzens. Man wählt das Symbol Krishnas als Zeichen dieser Hingabe, der Ausrichtung des Herzens auf etwas Hohes und Geliebtes. Für den Gläubigen ist ein Schmuckstück mit einer Flöte oder mit der Figur des Gottes ein sichtbares Bekenntnis der Liebe. Für einen weltlichen Menschen liest sich dieselbe Idee als Treue zu dem, was teuer ist, als die Fähigkeit, sich ganz einem Gefühl hinzugeben.

Harmonie und innerer Frieden

Die Musik Krishnas, unter der die Welt verstummt, trägt die Idee der Harmonie. Wo die Flöte des Gottes erklingt, kommt Einklang: Die Herde beruhigt sich, die Natur hält in Schönheit inne. Man wählt das Symbol Krishnas als Zeichen einer inneren Eintracht, eines Einverständnisses mit sich selbst und mit der Welt. Das ist kein passiver Frieden, sondern eine lebendige Harmonie, in der Platz ist für Bewegung, für Tanz und für Freude.

Schutz und Vertrauen in die Welt

Krishna hat auch die Facette eines Beschützers. In den Legenden rettet er die Hirten vor einer Flut, indem er einen ganzen Berg auf einem Finger hält, besiegt Ungeheuer und Tyrannen und schirmt die Menschen ab, die ihn lieben. Dieser Schutz beruht nicht auf Donner und Furcht, sondern auf Vertrauen: Wer Krishna sein Herz gegeben hat, fühlt sich unter einem sicheren Flügel. Man wählt das Symbol des Gottes auch als leises Zeichen dieses Halts, des Glaubens, dass die Liebe stärker ist als das Unglück. Für einen Menschen, der eine schwere Zeit durchschreitet, wirkt ein solches Zeichen wie Ermutigung, wie eine Erinnerung daran, dass Fürsorge auch in einer einfachen, menschlichen Gestalt kommt und nicht nur in einer furchtbaren.

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Radha und Krishna: Symbol der Liebe

Unter allen Facetten Krishnas steht die Liebe von Radha und Krishna für sich, und sie verdient ein eigenes Gespräch. Gerade dieses Paarbild wird am häufigsten zum Herz eines Schmuckstücks und erklärt am besten, warum man Krishna den Gott der Liebe nennt.

Wer Radha ist

Radha ist die geliebte Hirtin Krishnas, seine wichtigste Geliebte unter den Gopis von Vrindavan. In den Legenden ist sie älter als Krishna und liebt ihn selbstlos, mit ihrem ganzen Wesen. Ihre Liebe ist voll von Zärtlichkeit und von der Sehnsucht der Trennung, denn Krishna ist bestimmt, Vrindavan für seine große Bestimmung zu verlassen. In der indischen Tradition wurde Radha zur Verkörperung der vollkommenen liebenden Seele, und man verehrt sie oft zusammen mit Krishna als untrennbares Paar. In vielen Tempeln stehen ihre Bilder nebeneinander, und man wendet sich an sie wie an ein einziges Bild der Liebe.

Irdische Liebe und Liebe zum Höchsten

Die Liebe von Radha und Krishna wird auf zwei Ebenen zugleich gelesen. Auf der ersten ist sie die Geschichte der irdischen, menschlichen Liebe in ihrer ganzen Fülle: Anziehung, Zärtlichkeit, Eifersucht, Trennung, Treue. Auf der zweiten ist sie ein Bild der Seele, die zum Gott strebt, und des Gottes, der ihr mit Liebe antwortet. Radha verkörpert hier die menschliche Seele und Krishna das Höchste, zu dem sie sich erhebt. Die Sehnsucht Radhas in der Trennung wird als Sehnsucht einer vom Göttlichen losgerissenen Seele gelesen. Dieser doppelte Sinn macht das Bild tief: Indem es von der irdischen Liebe spricht, spricht es auch von der Liebe als Weg zum Höchsten.

Paarschmuck

Das Bild von Radha und Krishna dient seit Langem als Grundlage für Paarschmuck. Zwei Anhänger, die zusammen eine einzige Szene bilden, paarige Schmuckstücke mit Figuren der Liebenden, Ringe mit ihren Namen oder Zeichen werden als Symbol der Liebe und Treue getragen. Ein solches Geschenk trägt die Idee des vollkommenen Paares, der gegenseitigen Hingabe, einer Liebe, in der sich das Irdische und das Erhabene vereinen. Für Liebende ist es ein bedeutungsvolles Zeichen mit tausend Jahren Gefühl im Rücken und kein zufälliges hübsches Andenken. Mehr über die Sprache solcher Zeichen steht im Beitrag über die Liebessymbole im Schmuck.

Materialien

Das Bild Krishnas ist historisch mit bestimmten Materialien verbunden, und jedes hat seine eigene Logik. Ein Teil kommt direkt aus der Tempeltradition, ein Teil aus dem Handwerk des Goldschmieds.

Gold

Gold gibt dem Bild Krishnas eine festliche, warme Tiefe. Eine Goldfigur des flötenspielenden Gottes erinnert an Tempelbilder, mit Gold und Edelsteinen geschmückt, denn in den Tempeln kleidet man Krishna reich und festlich. Ein Goldanhänger mit einer Flöte oder mit einer Pfauenfeder liest sich als feierliche, förmlichere Variante, passend für ein bedeutendes Geschenk oder einen besonderen Anlass. Der warme Schimmer des Metalls antwortet auf den freudigen, festlichen Charakter des Gottes selbst.

Silber

Sterlingsilber 925 mit seinem kühlen Schimmer gibt die elegante, grafische Linie der Flöte und der schlanken Feder wunderbar wieder. Die Bansuri, die Silhouette des tanzenden Hirten, das paarige Profil von Radha und Krishna aus Silber wirken edel und zurückhaltend, und Silber lässt sich in den Vertiefungen des Reliefs leicht schwärzen, um die Details hervorzuheben. Silber ist haltbar, alltagstauglich und löst bei den meisten Menschen keine Allergie aus. Für eine schlichte Flöte oder einen kleinen Anhänger ist es wohl die vielseitigste Wahl.

Pfauenemail und Farbe

Eine besondere Linie des Schmucks mit Krishna ist die Arbeit mit der Farbe. Die blaue Haut des Gottes und die leuchtende Pfauenfeder werden durch Email wiedergegeben, indem man tiefes Blau, Türkis, Grün, Gold aufträgt. Heißes Email auf Metall ergibt eine satte, fast edelsteinhafte Farbe, und gerade es fängt das blaugrüne Schimmern der Pfauenfeder und das Blau Krishnas selbst am besten ein. Solche Stücke wirken festlich und prächtig, im Geist der indischen Tradition, in der das Bild des Gottes stets reich gefärbt ist. Email verlangt sorgsame Behandlung: Man schützt es vor Stößen und Kratzern und nimmt es vor jeder anstrengenden Tätigkeit ab.

Steine

Eine eigene Linie ist die Verwendung von Steinen, die in Farbe und Sinn auf Krishna antworten. Blaue Steine antworten auf die blaue Haut des Gottes und die Unendlichkeit des Himmels, blaugrüne greifen das Spiel der Pfauenfeder auf, durchsichtige fügen dem Bild Licht hinzu. Der Stein wirkt hier als Akzent und nicht als Hauptfigur, denn im Schmuck Krishnas steht das Symbol selbst an erster Stelle: die Flöte, die Feder, die Figur des Gottes, das Paarbild der Liebe.

Wie man ein gutes Stück von einem gestanzten unterscheidet

Das Bild Krishnas lebt im Detail, und die Qualität der Arbeit zeigt sich sofort. An einer guten Figur liest sich die elegante Haltung mit gekreuzten Beinen, man erkennt die Flöte an den Lippen, die Feder im Haar, das sanfte Lächeln. Bei einem schwachen Guss verlaufen die Details, das Gesicht ist verschwommen, die Flöte wird zu einem formlosen Stäbchen. Email beurteilt man nach der Sauberkeit und Gleichmäßigkeit der Füllung: Die Farbe soll glatt liegen, ohne Blasen und Abplatzungen, und die Grenzen zwischen den Tönen sollen scharf sein. Echtes Silber trägt einen Feingehaltsstempel, meist 925, während ein verdächtig leichtes Silberstück ohne Stempel, das schnell zu einem grünlichen Ton nachdunkelt, eine billige Legierung unter einer Beschichtung verrät. Paarschmuck prüft man daran, wie die beiden Teile zusammenkommen: Bei einem guten Stück treffen die Linien genau aufeinander und bilden eine einzige Szene.

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Wie und womit man ihn trägt, respektvoll

Die Symbolik Krishnas ist hell und anziehend, doch hinter ihr steht eine lebendige Religion, und der Respekt vor ihr gehört zum guten Geschmack. Das Bild ist universell in der Form, trägt aber einen tiefen Sinn, und man sollte es bewusst tragen.

Ein Anhänger mit Flöte oder der Figur des Gottes

Der Anhänger ist die häufigste Art, Krishna zu tragen. Die schlichte Flöte Bansuri trägt man an einer Kette von mittlerer Länge, und sie kommt für sich allein gut zur Geltung, ohne Nachbarn, die um Aufmerksamkeit wetteifern. Die Figur des spielenden Gottes ist in der Silhouette komplexer, sie braucht Raum: ein schlichtes Oberteil ohne Muster und eine ausreichend lange Kette, damit die Figur auf der Brust liegt und sich als Ganzes liest. Silber passt zu einem Alltagslook, Gold und Email zu einem festlichen.

Paarschmuck für Liebende

Das Paarbild von Radha und Krishna tragen Liebende als Zeichen der Liebe und Treue. Zwei Anhänger, die sich zu einer einzigen Szene zusammenfügen, oder paarige Schmuckstücke mit Figuren der Liebenden wirken als bedeutungsvoller Tausch von Symbolen. Ein solches Set eignet sich als Geschenk zum Jahrestag oder zur Verlobung und hat eine Tiefe, die ein namenloses Herzchen nicht besitzt. Man trägt es gewöhnlich direkt am Herzen, an einer Kette unter der Kleidung oder darüber.

Ring und Armband

Einen Ring mit einer Flöte oder mit dem Antlitz Krishnas trägt man als persönliches Zeichen, gewöhnlich an einer Hand ohne andere große Ringe daneben. Ein Armband mit einem Flötenanhänger oder mit einer Pfauenfeder legt sich ans Handgelenk als warmer ethnischer Akzent und harmoniert gut mit feinen Armbändern und Perlenreihen. Für einen femininen Look eignen sich feinere, elegantere Formen, für einen maskulinen strenge und grafische.

Respekt vor der Kultur

Krishna ist kein abstraktes Dekor, sondern eine Gottheit einer lebendigen Religion, der Hunderte Millionen Menschen huldigen. Sein Symbol zu tragen ist normal und gilt nicht als Beleidigung, solange man es mit Respekt tut. Man sollte wenigstens den grundlegenden Sinn dessen kennen, was man trägt, und vulgäre oder spöttische Deutungen eines heiligen Bildes meiden. Krishna wird als naher, liebender Gott empfunden, und sein Zeichen mit Wärme zu tragen liegt ganz im Geist der Tradition. Weniger angemessen ist es, ein heiliges Bild ohne jedes Verständnis in ein provokantes Accessoire zu verwandeln. Eine einfache Regel: Der Respekt vor dem Sinn macht ein Schmuckstück tiefer, nicht ärmer.

Womit man ihn kombiniert

Ein einzelnes starkes Symbol Krishnas wirkt besser als Akzent denn im Gewimmel. Die Flöte oder die Figur des Gottes lässt man am besten solo. Thematisch fügt sich das Bild Krishnas gut zu anderen Zeichen der hinduistischen Tradition: zur heiligen Silbe Om, zum Lotos, zur Pfauenfeder, zum Symbol des Ganesha. Farbiges Email mit Krishna kombiniert man am besten mit einem ruhigen Hintergrund der Kleidung, damit die leuchtenden Farben der Feder und des Blaus sich lesen und nicht verlieren.

Krishna-Symbole im Vergleich
SymbolBedeutungIm SchmuckWie oft getragen
Flöte (Bansuri)Der Ruf göttlicher Liebe, HarmonieSchlanke grafische Linie, alltagstauglich
PfauenfederFreude, Schönheit, Natur, allsehendes AugeHell in farbiger Emaille, festlich
Radha und KrishnaVollkommene treue Liebe, irdisch und göttlichPaaranhänger für Verliebte
Blaue HautUnendlichkeit, Himmel und Ozean, das GrenzenloseBlaue Steine und Emaille als Akzent
LotosReinheit, die unberührt aus der Welt aufsteigtWeiches Blütenmotiv, oft kombiniert

Krishna in Kunst, Tanz und Gesang

Krishna hat ein weites kulturelles Leben jenseits des Tempels, und es nährt die moderne Symbolik des Schmucks. Seine Hauptfelder sind die bildende Kunst, der klassische Tanz und die Tradition des Singens der Namen des Gottes.

Krishna in der Kunst

Messingfigur Krishnas, Südindien, 18. bis 19. Jahrhundert
Krishna. Südindien, 18. bis 19. Jahrhundert, Messing. Der Guss aus Kupferlegierungen blieb jahrhundertelang die wichtigste Sprache der Tempelplastik des Südens.Krishna, 18th–19th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Die Künstler kehrten Jahrtausende lang zu Krishna zurück. Steinreliefs alter Tempel zeigen den Gott beim Flötenspiel, umgeben von Hirtinnen und Kühen. Die spätere indische Miniaturmalerei schuf ganze Reihen über sein Leben: der blaue Krishna inmitten der grünen Haine von Vrindavan, der nächtliche Tanz unter dem Mond, zärtliche Szenen mit Radha, die Trennung und das Wiedersehen der Liebenden. Diese Miniaturen wurden mit ihren satten Farben und ihrem feinen Empfinden zu einem Gipfel der indischen Malerei. Aus dieser reichen Tradition gingen alle erkennbaren Details in den Schmuck über: die Haltung mit der Flöte, die gekreuzten Beine, die Feder im Haar, die blaue Farbe, das Paarbild der Liebe. Jeder Anhänger mit einem Flötenspieler ist ein ferner Nachkomme des Tempelreliefs und der höfischen Miniatur.

Krishna im Tanz

Das Leben Krishnas ist ein Lieblingsstoff des klassischen indischen Tanzes. Szenen seiner Kindheit, des Tanzes mit den Hirtinnen, der Liebe von Radha und Krishna werden seit Jahrhunderten in Bewegung, Geste und Ausdruck verkörpert. Mit der Sprache des Körpers erzählt die Tänzerin, wie Krishna die Butter stiehlt, wie er die Hirtinnen mit seiner Flöte ruft, wie Radha sich sehnt und liebt. Diese Sprache des Tanzes ist voll von Zärtlichkeit und Spiel, ganz nach dem Gott selbst. Das Bild des flötenspielenden Krishna, in ein Schmuckstück übertragen, bewahrt dieselbe tänzerische Anmut: die Leichtigkeit der Haltung, die Biegung des Körpers, die im Metall erstarrte Bewegung.

Das Singen der Namen und die Hare-Krishna-Bewegung

Der Weg des Bhakti zeigt sich am lebendigsten im Singen der Namen des Gottes. Die Wiederholung und der Gesang der Namen Krishnas, darunter das berühmte Mantra mit den Worten «Hare Krishna», ist eine alte geistige Praxis, die das Herz mit Liebe zum Gott füllen soll. Im zwanzigsten Jahrhundert verbreitete sich die Hingabe an Krishna durch Gesang und Tanz weit über Indien hinaus, zusammen mit einer internationalen Bewegung, die viele unter den Worten «Hare Krishna» kennen. Hier ist von einer lebendigen religiösen Praxis von Millionen Menschen die Rede, und man sollte ihr denselben Respekt entgegenbringen wie jedem Glauben. Für den Schmuck bedeutet das, dass die Zeichen Krishnas längst über Indien hinausgetreten und in der ganzen Welt erkennbar geworden sind, und mit dieser Erkennbarkeit kam auch die Verantwortung, sie mit Sinn zu tragen.

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Tatsachen, die überraschen

Im Lauf der Jahrtausende haben sich um Krishna so viele Geschichten gesammelt, dass einige fast unglaublich klingen.

Krishna hob einen ganzen Berg auf einem einzigen Finger. Der berühmten Legende nach hob der junge Krishna, um die Hirten und das Vieh vor einem siebentägigen Regenguss zu schützen, den der erzürnte Gott des Regens sandte, den großen Hügel Govardhana und hielt ihn auf seinem kleinen Finger, wie einen Schirm, bis das Unwetter sich legte. Daher sein Name Giridhari, der den Berg hob. Die Szene wird als Sieg der unmittelbaren Liebe und Fürsorge über die Furcht vor furchtbaren Kräften gelesen.

Der Name Krishna bedeutet buchstäblich blau oder dunkel. Die erkennbare Farbe des Gottes ist in seinen Namen selbst eingelassen. Im Sanskrit bedeutet «krishna» dunkel, blauschwarz, anziehend. Das heißt, seine dunkelblaue Haut ist keine Erfindung der Künstler, sondern die wörtliche Bedeutung des Namens, zum sichtbaren Bild geworden.

Jede Hirtin im Tanz glaubte, Krishna tanze nur mit ihr. Der Legende von der Rasa Lila, dem nächtlichen Reigentanz, nach vervielfältigte Krishna auf wunderbare Weise sein Bild, um zugleich neben jeder Gopi zu stehen. So fühlte sich keine zurückgesetzt, und man liest darin ein Bild der göttlichen Liebe, die ganz jeder Seele gehört, ohne sich zu teilen.

Die Bhagavad Gita wird eines der meistgelesenen philosophischen Bücher der Welt genannt. Das Gespräch Krishnas mit dem Krieger Arjuna auf dem Schlachtfeld wurde zu einem eigenständigen heiligen Text, der jahrhundertelang weit über Indien hinaus übersetzt, kommentiert und studiert wurde. Große Denker vieler Länder lasen ihn und schöpften Inspiration aus ihm.

Zu Ehren der Kinderstreiche Krishnas baut man bis heute lebende Türme aus menschlichen Körpern. Bei einem Fest zu seinen Ehren bilden die Mannschaften eine hohe menschliche Pyramide, um an einen hoch aufgehängten Topf mit Butter oder Quark zu gelangen und ihn zu zerschlagen. Das Spiel stellt die Kinderstreiche des Gottes nach, als er die Butter stahl, indem er auf die Schultern seiner Freunde stieg.

Krishna und Radha haben keine «Hochzeit» im gewöhnlichen Sinn. Ihre Liebe wird gerade darum als höchstes Bild des Gefühls verehrt, weil sie frei und selbstlos ist, nicht durch einen Ehevertrag festgelegt. Viele Traditionen stellen diese reine, hingebungsvolle Liebe über jede förmliche Bindung und sehen in ihr ein Bild der Liebe der Seele zum Gott.

Das Blau Krishnas erklärt man über die Physik des Wassers und des Himmels. Eine poetische Deutung besagt, dass reines Wasser und durchsichtige Luft in großer Tiefe und Weite blau erscheinen, obwohl sie an sich farblos sind. So offenbart sich das unendlich Reine des Göttlichen, das keine eigene «Farbe» hat, dem Auge als Blau, der Farbe des Grenzenlosen.

Die Pfauen, so die Legende, schenkten Krishna ihre Feder selbst. Vom Gott bezaubert, der zu seiner Musik tanzte, brachen die Pfauen vor Freude in einen Tanz aus, und dann legten sie zum Dank für das Entzücken ihre Federn zu seinen Füßen. Eine davon steckte Krishna sich ins Haar, wo sie sein ewiges Zeichen geblieben ist.

Häufige Fragen

Wer ist Krishna im Hinduismus?

Krishna ist einer der am meisten verehrten Götter des Hinduismus, die achte irdische Gestalt des großen Gottes Vishnu, des Hüters der Weltordnung. Man verehrt ihn als Verkörperung der göttlichen Liebe und Freude. Er hat eine ausführliche Lebensgeschichte: Geburt im Gefängnis, Kindheit unter Hirten, jugendliche Spiele, Teilnahme am großen Krieg und das philosophische Gespräch, das in die Bhagavad Gita einging. Für die Anhänger des Vishnuismus ist Krishna die Fülle des Göttlichen, der man sich mit Liebe nähert.

Was symbolisiert die Flöte Krishnas?

Die Flöte Bansuri ist das wichtigste Zeichen Krishnas. Ihre Musik bezaubert alles Lebendige und wird als Ruf des Göttlichen gelesen, an die Seele gerichtet, als Liebe, die allein durch ihre Schönheit anzieht. Die Leere im Inneren der Flöte trägt ihren eigenen Sinn: Erst wenn der Mensch sich vom Stolz befreit, wird er zum Instrument des Höchsten. Im Schmuck liest sich die Flöte elegant und grafisch und findet öfter als die anderen Zeichen ihren Weg in schlichte Anhänger.

Warum hat Krishna eine blaue Haut?

Die blaue Farbe ist in den Namen des Gottes selbst eingelassen: «krishna» bedeutet dunkel, blauschwarz. Die Farbe wird als Zeichen der Unendlichkeit gelesen, denn die Haut Krishnas hat die Farbe des grenzenlosen Himmels und des tiefen Ozeans, Elemente ohne sichtbare Grenze. Es gibt auch eine poetische Lesart: Das Reine und Unendliche offenbart sich als Blau, so wie durchsichtiges Wasser in der Tiefe blau erscheint. Das Blau unterstreicht, dass Krishna bei aller Nähe unermesslich bleibt.

Was bedeutet die Pfauenfeder Krishnas?

Die Pfauenfeder im Haar Krishnas wird mit Schönheit, Freude und der Natur verbunden, inmitten derer der Gott aufwuchs. Der Legende nach tanzten die Pfauen vor Entzücken zu seiner Musik und schenkten ihm ihre Federn. Das Auge auf der Feder wird als Zeichen des allsehenden Blicks gelesen. Die Feder fügt dem Bild Krishnas Leichtigkeit und Festlichkeit hinzu. Mehr über die Bedeutung des Pfaus steht in einem eigenen Artikel.

Wer ist Radha und was bedeutet das Bild von Radha und Krishna?

Radha ist die geliebte Hirtin Krishnas, seine wichtigste Geliebte. Ihre Liebe wurde in der indischen Kultur zum höchsten Bild des Gefühls, der irdischen und der göttlichen zugleich. Auf einer Ebene ist sie die Geschichte der menschlichen Liebe, auf einer anderen ein Bild der Seele, die zum Gott strebt. Paarschmuck mit Radha und Krishna trägt man als Zeichen einer vollkommenen, hingebungsvollen Liebe und Treue.

Darf ein Mensch eines anderen Glaubens ein Symbol Krishnas tragen?

Ja, solange man es mit Respekt tut. Krishna ist eine Gottheit einer lebendigen Religion, aber seine Symbole traten längst durch Kunst, Tanz und die Bewegung der Gläubigen in die Weltkultur ein. Eine Flöte, eine Figur des Gottes oder das Paarbild von Radha und Krishna zu tragen ist normal, solange man den grundlegenden Sinn kennt und vulgäre Deutungen eines heiligen Bildes meidet. Der Respekt vor der Kultur macht ein Schmuckstück tiefer.

Worin unterscheidet sich Krishna von Vishnu?

Krishna ist die irdische Erscheinung Vishnus, sein achter Avatar. Vishnu ist der höchste erhaltende Gott, der die Ordnung der Welt aufrechterhält, während Krishna seine Gestalt ist, auf die Erde in menschlicher Form herabgestiegen, um die Gerechtigkeit wiederherzustellen und den Menschen die Liebe zu offenbaren. Deshalb stehen ihre Symbole oft beieinander: der Lotos, die Scheibe, die Muschel. Für viele Gläubige offenbart sich in Krishna die Fülle Vishnus selbst.

Was ist die Bhagavad Gita?

Die Bhagavad Gita ist ein heiliger Text des Hinduismus, das Gespräch Krishnas mit dem Krieger Arjuna vor der großen Schlacht. Arjuna will nicht gegen die Verwandten kämpfen, und Krishna erklärt ihm den Sinn der Pflicht, des Handelns ohne Anhaftung an seine Früchte, die Unsterblichkeit der Seele und die verschiedenen Wege zum Höchsten. Dieser Text wurde zu einem der meistgelesenen philosophischen Werke der Welt und offenbart Krishna als den tiefsten der Lehrer.

Krishna: Wahrheit und Mythos
Krishna ist ein eigener Gott ohne Bezug zu Vishnu
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Krishnas blaue Haut ist nur eine Erfindung der Künstler
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Die Flöte ist nur ein Schmuckstück in Krishnas Hand
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Radha und Krishna waren verheiratet
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Ein Nicht-Hindu darf Krishnas Symbole nicht tragen
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Krishna ist nur ein Kindermärchen vom Butterdieb
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Schluss

Krishna hat die Jahrtausende überdauert und ist eines der wärmsten und beliebtesten Bilder der Weltkultur geblieben: vom blauen Baby mit einem Stück Butter bis zum weisen Lehrer auf dem Schlachtfeld. Seine Stärke liegt in einer Idee, die einem Menschen jeder Epoche klar ist: Zum Höchsten kann man durch Liebe und Freude gehen und nicht nur durch Strenge und Furcht. Die Flöte, die Pfauenfeder, das Blau und das Paarbild von Radha und Krishna antworten auf einfache menschliche Bedürfnisse: zu lieben, sich zu freuen, leicht und doch tief zu leben, dem treu zu sein, was teuer ist. Wer ein Zeichen Krishnas wählt, trägt eine leise Erinnerung daran bei sich, dass Liebe und Freude keine oberflächlichen Dinge sind, sondern das Wichtigste von allem.

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