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Saraswati im Schmuck: Göttin des Wissens, der Weisheit, der Musik und der Künste

Saraswati im Schmuck: Göttin des Wissens, der Weisheit, der Musik und der Künste

Welches Saraswati-Symbol passt zu Ihnen?
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Was zieht Sie an der Göttin des Wissens an?

Die Göttin, die kostbarer ist als Gold

Es gibt einen alten indischen Glauben: Lakshmi und Saraswati wohnen selten zugleich im selben Haus, denn großer Reichtum und große Gelehrsamkeit vertragen sich nur schwer. Und wenn man wählen muss, rieten die Weisen, zuerst Saraswati zu rufen. Geld ohne Wissen zerrinnt, doch Wissen verschafft alles Übrige.

Saraswati ist die hinduistische Göttin des Wissens, der Weisheit, der Sprache, der Musik und aller Künste, die Gemahlin des Schöpfergottes Brahma. Man erkennt sie an ihrem weißen Gewand, an der Vina (einem Saiteninstrument), am weißen Hamsa-Schwan zu ihren Füßen, am Lotos, am Buch der Veden in ihrer Hand und an der Gebetskette. Im Schmuck lebt ihr Bild seit langem: Anhänger mit der Vina, Götterfiguren an einem weißen Faden, Motive des Schwans und der weißen Lotosblume.

Der Reihe nach: wer Saraswati ist und woher ihr Name stammt, wie ihr Kult vom Wasser eines uralten Flusses bis zum Fest Vasant Panchami lebt, was jedes ihrer Attribute bedeutet, warum ihr Wissen zugleich Klarheit der Sprache, Schöpferkraft und Reinheit ist, wodurch sie sich von Lakshmi unterscheidet, aus welchen Materialien solcher Schmuck gefertigt wird und wie man ihn respektvoll trägt. Saraswati ist kein Talisman und kein Ornament, sondern eine lebendige Göttin, die Hunderte Millionen Menschen gerade jetzt verehren, und das gilt es zu bedenken.

Wer Saraswati ist

Der Name und seine Bedeutung

Saraswati (auf Sanskrit सरस्वती) bedeutet wörtlich „die Fließende", „die einen Strom besitzt", „die Wasserreiche". Die Wurzel „saras" steht für Wasser, See, Strom. Ursprünglich hieß so ein heiliger Fluss, und erst später wurde der Name zum Namen der Göttin. Die Verbindung zum Wasser ist kein Zufall: Sprache fließt wie ein Fluss, der Gedanke strömt, Musik ergießt sich. Die Göttin des Wissens trägt den Namen eines Stroms, weil alles, worüber sie wacht, sich bewegt und nicht stillsteht.

Sie hat viele weitere Namen. Vani und Bharati sind mit Rede und Wort verbunden. Sharada heißt „die Herbstliche", unter diesem Namen verehrt man sie besonders in Kaschmir. Vagdevi bedeutet „Göttin der Sprache". Jeder Name beleuchtet eine eigene Facette: hier den Fluss, dort das Wort, anderswo die Musik.

Wie sie aussieht

Bronzefigur einer stehenden indischen Göttin, ruhige Haltung und zurückhaltende Verarbeitung, 6.–7. Jahrhundert, Andhra Pradesh
Stehende Göttin, Bronze, 6.–7. Jahrhundert, Andhra Pradesh. Dieses frühe indische Bronzebild einer Göttin gibt jene zurückhaltende, gesammelte Haltung wieder, an der man auch Saraswati erkennt. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)Standing Goddess, 6th–7th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Das kanonische Bild ist sofort erkennbar und unterscheidet sich stark von der prächtigen Lakshmi. Eine schöne Frau in einem schlichten weißen Sari sitzt auf einer weißen Lotosblume oder auf einem entfalteten Lotos am Wasser. Meist hat sie vier Arme. In zweien hält sie die Vina, ein langes Saiteninstrument, und spielt darauf. In der dritten Hand das Buch der Veden oder eine Schriftrolle, in der vierten die Gebetskette. Neben ihr ein weißer Schwan, manchmal ein Pfau. Schmuck trägt sie wenig, ihre Haut ist hell, das Gesicht ruhig und gesammelt. Kein Gold, kein Strom von Münzen: aller Glanz Saraswatis besteht aus Weiß, Reinheit und Musik.

Jedes Detail trägt einen Sinn, und so ging das Bild leicht in die Goldschmiedekunst über. Man kann die ganze Gestalt nehmen oder ein einzelnes Attribut: die Vina, die weiße Lotosblume, den Schwan, das Buch. Wer Bescheid weiß, liest den Bezug zur Göttin heraus, selbst wenn der Anhänger ihr Gesicht nicht zeigt.

Worüber sie wacht

Saraswati ist für alles zuständig, was mit Verstand und Schöpfung zu tun hat. Wissen und Lernen, Weisheit und Gedächtnis, Sprache und Redekunst, Schrift und Dichtung, Musik und Tanz, jede Kunst und jedes Handwerk, das Meisterschaft verlangt. An sie wenden sich Schüler vor der Prüfung, Musiker vor dem Konzert, Schriftsteller vor dem leeren Blatt, Redner vor der Ansprache. Sie schenkt keine Dinge, sondern Fähigkeiten: einen klaren Geist, das richtige Wort, eine sichere Hand, Inspiration.

Ihr Platz im hinduistischen Pantheon

Saraswati gehört zu den wichtigsten Göttinnen des Hinduismus und bildet zusammen mit Lakshmi und Parvati oder Durga eine der heiligen Dreiheiten weiblicher Gottheiten, die Tridevi. Sie ist die Gemahlin des Schöpfergottes Brahma, des Ersten der Trimurti, des Gottes, der die Welt erschafft. Die Logik ist schön: Um zu schaffen, braucht man Wissen, Wort und Plan, und genau das ist Saraswati. Ohne sie bleibt selbst der Schöpfer stumm.

Tridevi: Wissen, Reichtum, Kraft

Die drei großen Göttinnen teilen die Grundlage eines vollständigen Lebens unter sich auf. Saraswati steht für Wissen, Sprache und Kunst, Lakshmi für Reichtum und Fülle, Durga oder Parvati für Kraft und Schutz. Oft verehrt man sie gemeinsam, besonders an den Tagen der Herbstfeste, denn das eine ist ohne das andere unvollständig: Wissen ohne Wohlstand hungert, Wohlstand ohne Kraft ist wehrlos, Kraft ohne Wissen ist blind. Im Schmuck fasst man die drei Göttinnen manchmal in einem Set zusammen, doch Saraswati ist unter ihnen die „stillste" und strengste, der Idee der inneren Arbeit näher als dem äußeren Glanz.

Wodurch sich Saraswati von Lakshmi unterscheidet

Steinrelief der Gaja-Lakshmi, Göttin des Reichtums, zu ihren Seiten Elefanten, 6. Jahrhundert, altes Königreich Kaschmir
Gaja-Lakshmi, Göttin der Fülle, mit Elefanten, Stein, 6. Jahrhundert, altes Königreich Kaschmir. Die prächtige Göttin des Reichtums ist das volle Gegenteil des strengen Weiß Saraswatis: Münzen und Elefanten gegen Vina und Buch. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)Gaja Lakshmi, Goddess of Fortune, 6th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Das ist das wichtigste Gegensatzpaar im ganzen Hinduismus. Lakshmi schenkt Reichtum, Saraswati schenkt Wissen. Lakshmi in Rot und Gold, unter Münzen und Elefanten, Saraswati in Weiß, mit Vina und Buch. Lakshmi steht für die Früchte, Saraswati für die Wurzeln, für das Können, das diese Früchte hervorbringt. Selten zeigt man sie nebeneinander ohne eine dritte Gestalt, und der Volksglaube weist ihnen sogar verschiedene Häuser zu. Das Symbol Saraswatis zu tragen heißt, eine andere Wahl zu treffen als das Symbol Lakshmis zu tragen: auf Verstand und Meisterschaft zu setzen statt auf Glück und Wohlstand.

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Geschichte und Kult

Vom heiligen Fluss zur Göttin

Die früheste Erwähnung Saraswatis im „Rigveda" sind Hymnen nicht an die Göttin des Wissens, sondern an einen Fluss. Saraswati ist dort ein mächtiger, wasserreicher Strom, „der beste der Flüsse, die beste der Göttinnen", der von den Bergen zum Meer fließt. An seinen Ufern siedelte man, ihm brachte man Opfer, seine Wasser galten als reinigend. Dann versiegte der Fluss und verschwand, einer Überlieferung nach, unter der Erde oder verlagerte sein Bett. Doch der Name blieb, und hinter ihm erhob sich allmählich eine Göttin. Das Wasser wurde zur Metapher: was fließt und reinigt, wurde zu Wissen und Sprache.

Die Gemahlin des Schöpfers Brahma

Geschnitzte Steinstele mit Vishnu, an seinen Seiten stehen Lakshmi und Saraswati, schwarzer Phyllit, 12. Jahrhundert, Bangladesch
Vishnu zwischen Lakshmi und Saraswati, schwarzer Phyllit, 12. Jahrhundert, Bangladesch. Die Göttin des Wissens steht zur Seite des Gottes, neben der Göttin des Reichtums, zwei große weibliche Kräfte in einem Stein. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)Vishnu Accompanied by Lakshmi and Sarasvati, 12th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Im klassischen Hinduismus ist Saraswati die Gemahlin Brahmas, des Schöpfergottes. Ihr Bund spricht für sich: Schöpfung ist ohne Wissen und Wort unmöglich. Den Mythen nach gab gerade Saraswati Brahma, als er das Universum erschuf, die Weisheit und die Sprache, um das Chaos zu ordnen. Es gibt auch eine poetische Überlieferung, dass Brahma sie selbst aus seinem Mund erschuf, als Verkörperung des Wortes, und dann so von ihrer Schönheit gefesselt war, dass er den Blick nicht abwenden konnte. Das Wesentliche an diesem Paar ist nicht Leidenschaft, sondern das Zusammenwirken von Verstand und Schöpferkraft.

Schirmherrin der Veden und der Sprache

Saraswati ist eng mit den Veden selbst verbunden, den heiligen Texten, und mit dem Sanskrit, der Sprache, in der sie aufgezeichnet sind. Man hält sie für die Mutter der Veden, die Quelle aller Hymnen und Mantras. Der Überlieferung nach gab sie den Menschen auch Schrift und Grammatik. Deshalb verehrt man sie in der indischen Kultur als Göttin allen Lernens überhaupt, vom Auswendiglernen heiliger Verse bis zum Rechnen, Schreiben und jedem Handwerk, das man erlernen muss.

Vasant Panchami: das Fest des Frühlings und des Wissens

Das wichtigste Fest Saraswatis ist Vasant Panchami, das man am Ende des Winters feiert, am fünften Tag der hellen Monatshälfte des Magha, meist Ende Januar oder Anfang Februar. Es ist das Fest des Frühlingsbeginns und zugleich der Tag der Göttin des Wissens. An diesem Tag trägt man Gelb, die Farbe der blühenden Senffelder und der Frühlingssonne, bereitet gelbe Süßigkeiten zu und lässt Drachen steigen. In Schulen und Häusern stellt man ein Bild Saraswatis auf, bringt ihr Bücher, Stifte und Musikinstrumente dar und bittet sie, das Lernen für das kommende Jahr zu segnen.

Der Tag, an dem man die Buchstaben lernt

Mit Vasant Panchami verbindet sich ein rührender Ritus, „Akshar-Abhyasam" oder „Vidya-Arambham", die erste Berührung des Kindes mit dem Lernen. Kleine Kinder setzt man an diesem Tag zum ersten Mal an das Schreiben der Buchstaben, führt ihre Hand über Reis oder über eine Tafel und stellt sie gleichsam unter den Schutz der Göttin des Wissens. Für viele Inder eröffnet gerade Saraswati den Weg in die Welt der Schrift, und sein erstes Wort schreibt das Kind an ihrem Fest.

Schirmherrin der Lernenden und Musiker

Die Verehrung Saraswatis bleibt nicht auf einen Tag beschränkt. Vor Prüfungen beten Studierende in ganz Indien zu ihr, legen Lehrbücher vor ihr Bild und tragen ihr Bildnis als Glücksbringer für das Lernen. Musiker verehren die Göttin besonders, denn sie selbst hält die Vina: es gilt als schlechter Stil, achtlos über ein Musikinstrument zu steigen, denn in ihm wohnt Saraswati. Tänzer, Sänger, Maler, Gelehrte, alle, deren Sache Meisterschaft und Verstand ist, sehen in ihr ihre Schirmherrin.

Saraswati außerhalb Indiens

Die Göttin des Wissens reiste mit dem Buddhismus und der indischen Kultur weit über Indien hinaus. In Japan kennt man sie als Benzaiten, Göttin des Wassers, der Musik, der Beredsamkeit und des Glücks, eine der sieben Glücksgötter. In Tibet und anderen buddhistischen Ländern verehrt man sie unter dem Namen Yangchen oder ähnlich. Das Bild wandelte sich, nahm lokale Züge an, doch der erkennbare Kern blieb: Wasser, Musik, Wort und Wissen gingen zusammen. Dieser lange Weg zeigt, wie universell sich die Idee einer Gottheit der Weisheit und der Kunst erwies.

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Die Symbole Saraswatis

Die Vina, das Musikinstrument

Die Vina ist das wichtigste und persönlichste Attribut Saraswatis, das, was sie von allen unterscheidet. Es ist ein langes Saiteninstrument, ein Verwandter der Laute, auf dem die Göttin spielt, indem sie es mit zwei Händen hält. Die Musik der Vina ist das Bild der Harmonie, der Ordnung, aus Klängen errichtet, also des Wissens selbst, in Schönheit verwandelt. Das Spiel verlangt Meisterschaft, Gehör, Disziplin, alles, was die Göttin schenkt. Ein Anhänger oder eine Brosche in Gestalt der Vina ist das sprechendste Zeichen Saraswatis, ein direkter Verweis auf sie und auf die Idee der Kunst als höchstem Können. Im Schmuck begegnet die Vina seltener als der Lotos und ist deshalb für Kenner besonders wertvoll.

Der Hamsa-Schwan

Das Vahana, das Reittier Saraswatis, ist der weiße Schwan, auf Sanskrit „Hamsa". Der Schwan trägt bei der Göttin des Wissens einen tiefen Sinn. Einem alten indischen Glauben nach kann der Schwan Milch von Wasser trennen, wenn man sie mischt, und nur die Milch trinken. Das ist das Bild der Unterscheidung, der wichtigsten Fähigkeit des Weisen: Wahrheit von Lüge zu trennen, Wertvolles von Leerem, Bleibendes von Vergänglichem. Saraswati auf dem Schwan ist das Wissen, das zu wählen versteht. Der Schwan ist schon für sich ein reiches Symbol für Reinheit und Treue, doch als Vahana Saraswatis liest er sich besonders, als Zeichen eines klaren Geistes.

Die weiße Lotosblume

Saraswati sitzt auf einer weißen Lotosblume oder hält sie in der Hand, und die Farbe ist hier wichtig. Während Lakshmis Lotos meist rosa oder rot ist, ist er bei der Göttin des Wissens weiß, die Farbe der Reinheit, der Wahrheit und des unvermischten Verstands. Der Lotos wächst aus trübem Schlamm, erhebt sich über das Wasser und entfaltet sich makellos, und so erhebt sich das Wissen über die Unwissenheit und bleibt dabei rein. Saraswatis weiße Lotosblume ist das Bild des erleuchteten Verstands, unberührt vom Schmutz der Leidenschaften. Über die Blume selbst und ihre Bedeutungen in verschiedenen Kulturen gibt es eine ausführliche Betrachtung der Lotosblume im Schmuck.

Das Buch und die Veden

In einer ihrer Hände hält Saraswati ein Buch oder eine Schriftrolle, meist sind es die Veden, die heiligen Texte. Das Buch ist das direkte Zeichen von Wissen, Gelehrsamkeit, geschriebenem Wort, allem, was Weisheit bewahrt und weitergibt. Anders als die Musik, die im Augenblick lebt, ist das Buch festgehaltenes Wissen, für immer gesichert. Die Verbindung von Vina und Buch in den Händen der Göttin spricht von zwei Seiten der Gelehrsamkeit: der lebendigen Kunst und dem festen Wissen. Ein Anhänger mit einem aufgeschlagenen Buch neben der Vina liest sich als Wunsch nach Erfolg beim Lernen und Schreiben.

Die Gebetskette

In noch einer Hand hält Saraswati oft eine Gebetskette, auf Sanskrit „Akshamala". Die Gebetskette ist das Zeichen der Sammlung, der Meditation, der geistigen Disziplin und des Zählens. Sie erinnert daran, dass Wissen sich nicht auf den nackten Verstand beschränkt: wahre Weisheit verlangt innere Arbeit, Wiederholung, Geduld. Die Gebetskette verbindet Saraswati mit der Vorstellung vom Lernen als geistigem Weg, nicht als Anhäufung von Fakten. Im Schmuck fügt das Motiv der Gebetskette oder der Perlen neben ihren anderen Attributen einen Ton von Sammlung und Geistigkeit hinzu.

Der Pfau

Manchmal stellt man neben Saraswati statt eines Schwans einen Pfau dar, oder der Pfau steht als ihr zweiter Begleiter bei der Göttin. Der Pfau ist das Zeichen von Schönheit, Kunst, Stolz und der Vielfarbigkeit des Schaffens. Doch im Paar mit dem Schwan trägt er auch eine Lehre: der Schwan lehrt Unterscheidung und Zurückhaltung, der Pfau mit seinem Glanz erinnert an die Gefahr der Eitelkeit. Der Weise wählt den weißen Schwan der Einfachheit, nicht den grellen Pfau der zur Schau gestellten Schönheit. Der Pfau ist schon für sich ein tiefes Symbol, dazu gibt es einen eigenen Artikel über den Pfau im Schmuck, doch neben Saraswati liest er sich als ihr Attribut.

Die Farbe Weiß

Das Weiß ist die Palette Saraswatis, wie Rot mit Gold die Palette Lakshmis. Der weiße Sari, die weiße Lotosblume, der weiße Schwan, die helle Haut: all das spricht von Reinheit, Wahrheit, Klarheit, unvermischtem Wissen. Weiß ist die Farbe, in der kein Trug und nichts Überflüssiges steckt. Deshalb fertigt man Schmuck mit der Göttin des Wissens oft an einem weißen Faden, mit weißen Steinen, Perlen, Perlmutt, in Silber oder Weißgold. Die weiße Palette grenzt Saraswati von der prächtigen Göttin des Reichtums ab und gibt ihren strengen, hellen Geist genau wieder.

Die vier Arme

Die vier Arme der Göttin sind keine Verzierung, sondern ein Bedeutungscode. In der hinduistischen Ikonografie zeigt die Zahl der Arme Macht und Weite der Gaben. Jeder der vier Arme Saraswatis ist mit dem Seinen beschäftigt: die Vina in den beiden mittleren, das Buch und die Gebetskette in den äußeren. Man deutet sie auch anders und verbindet sie mit den vier Seiten des Lernens. Der Geist, der denkt, der Verstand, der urteilt, die Wachsamkeit, die bemerkt, und das Selbst, das erkennt. Die Göttin hält alle vier zugleich und zeigt damit, dass wahres Wissen Ganzheit ist, nicht ein trockenes Gedächtnis allein. Im Schmuck ist die Gestalt mit vier Armen die kanonischste und erkennbarste, sie verweist unmittelbar auf das Tempelbild.

Die gelbe Farbe des Festes

Obwohl die eigene Palette Saraswatis weiß ist, ist mit ihrem Fest Vasant Panchami fest die Farbe Gelb verbunden. Gelb ist die Farbe der blühenden Senffelder, der Frühlingssonne, der Erneuerung und der Freude am Lernen. Am Tag der Göttin trägt man Gelb, bereitet gelbe Süßigkeiten zu, bindet gelbe Fäden. Deshalb liest sich ein Schmuckstück mit Saraswati an einem gelben Faden oder mit einem warmen gelben Stein, Citrin, Bernstein, als festliche, frühlingshafte Variante des Themas, während das Weiß die strenge, alltägliche Seite betont.

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Die Bedeutung Saraswatis im Schmuck

Wissen und Lernen

Der unmittelbarste Sinn. Schmuck mit Saraswati trägt man als Wunsch und Unterstützung beim Lernen: Studierenden, Bewerbern, allen, die Prüfungen ablegen, Neues erlernen, eine Arbeit verteidigen. Es ist kein magischer „Amulett für die Eins", sondern eine Erinnerung an Vorsatz und Mühe. Die Göttin steht für die Früchte des Lernens, und ihr Bild hält den Blick auf das Ziel gerichtet, hilft, sich zu sammeln und das Begonnene nicht aufzugeben.

Weisheit und Unterscheidung

Saraswati schenkt keine Summe von Fakten, sondern Weisheit, die Fähigkeit, Wichtiges vom Leeren zu unterscheiden, Wahrheit von Lüge. Das ist die Lehre ihres Schwans, der die Milch aus der Mischung mit Wasser trinkt. Ihr Symbol zu tragen heißt, Klarheit des Urteils zu schätzen, einen nüchternen Verstand, die Fähigkeit, das Wesentliche zu sehen. Das liegt denen nahe, die Entscheidungen treffen, andere lehren, die Wahrheit suchen und nicht den bequemen Vorteil.

Klarheit der Sprache und Beredsamkeit

Als Göttin der Sprache, als Vagdevi, ist Saraswati Schirmherrin des Wortes. An sie wenden sich Redner, Lehrende, Moderatoren, alle, denen wichtig ist, klar und überzeugend zu sprechen. Ihr Bild trägt man als Unterstützung vor einem öffentlichen Auftritt, einer Verteidigung, Verhandlungen, einem wichtigen Gespräch. Die Gabe der Sprache gilt im Hinduismus als heilig, denn durch das Wort wird die Welt erschaffen, und Saraswati ist die Hüterin dieser Gabe.

Schöpfung und Kunst

Die Vina in den Händen der Göttin spricht von der Schöpfung als höchstem Ausdruck des Wissens. Saraswati ist Schirmherrin von Musikern, Sängern, Tänzern, Malern, Dichtern, allen, deren Sache es ist, Schönes zu erschaffen. Ihr Symbol trägt man als Talisman der Inspiration und der Meisterschaft, als Bitte darum, dass die Hand sicher, die Stimme treffend, der Entwurf klar sei. Schöpfung ist für sie kein Chaos, sondern eine vom Wissen errichtete Harmonie.

Reinheit und Klarheit des Geistes

Das Weiß Saraswatis ist das Zeichen einer Reinheit, einer sittlichen und einer geistigen. Ein klarer Geist, frei von Geschäftigkeit, Neid und Kleinlichkeit, das ist das Ideal der Göttin. Ihr Bild trägt man als Erinnerung an innere Ordnung: die Gedanken so geordnet zu halten wie die Worte. Das ist die stille, meditative Seite des Symbols, denen nahe, die Sammlung und Ruhe schätzen.

Gedächtnis und Sammlung

Die Gebetskette in den Händen der Göttin verbindet sie mit Gedächtnis, Disziplin und der Fähigkeit, sich zu konzentrieren. Lernen ist ohne Gedächtnis und geduldige Wiederholung unmöglich, und Saraswati ist Schirmherrin dieser unsichtbaren Arbeit. Ihr Symbol stützt bei langen Aufgaben, die Ausdauer verlangen: der Vorbereitung auf eine Prüfung, dem Erlernen eines Instruments, dem Studium einer Sprache. Es ist das Zeichen dafür, dass Weisheit nicht im Sprung wächst, sondern durch beharrliche Arbeit.

Saraswati und Lakshmi: Wissen gegen Reichtum

Zwei Göttinnen, zwei Wege

Der Gegensatz von Saraswati und Lakshmi ist das Lieblingsthema der indischen Volksweisheit. Lakshmi schenkt Reichtum, Saraswati schenkt Wissen, und ein alter Glaube sagt, beide weilten selten zugleich bei einem Menschen. Ein Reicher ist nicht immer gelehrt, und ein großer Gelehrter nicht immer reich. Dahinter steht eine ehrliche Beobachtung: beides verlangt ein ganzes Leben, und selten reicht einem die Kraft für beide Wege zugleich.

Wurzeln und Früchte

Es gibt auch eine versöhnliche Sicht. Wissen sind die Wurzeln, Reichtum sind die Früchte. Zuerst Saraswati, dann Lakshmi. Wer zuerst Meisterschaft und Weisheit erlangt hat, gelangt früher oder später auch zu Wohlstand, denn Können ernährt. Reichtum ohne Wissen aber zerrinnt zwischen den Fingern. Deshalb rieten die Weisen, zuerst Saraswati zu rufen: gib dem Menschen die Angel, der Fisch kommt von selbst. In diesem Sinn ist das Symbol der Göttin des Wissens eine Anlage in sich selbst, kein Setzen auf das Glück.

Was man für ein Schmuckstück wählt

Die Wahl zwischen dem Symbol Saraswatis und dem Symbol Lakshmis ist eine Wahl des Vorsatzes. Wenn Ihnen die Idee von Verstand, Lernen, Schöpfung, Meisterschaft näher ist, ist Ihre Göttin Saraswati, und Ihre Palette ist weiß, mit Vina, Schwan, weißer Lotosblume. Wenn Ihnen Wohlstand, Fülle, Glück in den Geschäften näher ist, ist Ihre Göttin Lakshmi, und die Palette ist rot-golden. Viele schenken Schmuck mit Saraswati denen, die lernen oder schaffen, und mit Lakshmi denen, die ein Unternehmen beginnen. Manchmal trägt man beide zusammen und gesteht damit ein, dass für ein volles Leben sowohl Wissen als auch Wohlstand nötig sind.

Materialien für Schmuck mit Saraswati

Silber

Silber ist das passendste Metall für Saraswati, schon ihrem Wesen nach. Der kühle weiße Glanz des Silbers antwortet dem Weiß der Göttin, ihrer Reinheit und Klarheit, ihrer mondhaften, ruhigen Seite. Ein silberner Anhänger mit Vina, Schwan oder der Gestalt der Göttin gibt ihren strengen, hellen Geist genau wieder und ist dabei praktisch für den täglichen Gebrauch. Wer ein zuverlässiges, alltagstaugliches Metall möchte, sollte echtes Silber wählen, über die Punze und die Merkmale der Echtheit gibt es einen Artikel Silber 925, was bedeutet das.

Weißgold und Platin

Wer die Vornehmheit des Goldes möchte, aber nicht seinen warmen gelben Glanz, für den eignen sich Weißgold oder Platin. Das kühle weiße Metall bewahrt die Verbindung zur Palette Saraswatis und bleibt dabei kostbar und langlebig. Weißgold mit Perle oder einem durchsichtigen Stein gibt das reine, helle Thema der Göttin des Wissens gut wieder und passt zu einem feierlichen, aber zurückhaltenden Erscheinungsbild.

Perlen

Die Perle ist ein nahezu idealer Stein für Saraswati. Sie ist weiß, im Wasser geboren, wie die Göttin mit dem Fluss verbunden, und trägt einen Ton von Reinheit und Ruhe. Eine Perleneinlage in einem Lotos-Anhänger oder eine Perle neben der Gestalt der Göttin liest sich als Tropfen reinen Wissens. Auch Perlmutt mit seinem sanften Schimmer passt hervorragend zum wässrigen, hellen Thema. Über die Arten der Perle, ihre Auswahl und Pflege gibt es einen ausführlichen Ratgeber zu Perlen.

Weiße und durchsichtige Steine

Die Palette Saraswatis ist weiß und durchsichtig, deshalb fügen sich Bergkristall, Mondstein, weißer Achat, durchsichtiger Quarz und farbloser Zirkon stimmig in ihr Thema. Der Mondstein mit seinem sanften Leuchten steht dem Geist der Göttin besonders nahe: er ist kühl, rein, von innen leuchtend, wie ein klarer Gedanke. Durchsichtiger Bergkristall liest sich als die absolute Klarheit des Geistes. Diese Steine verstärken die Verbindung zur weißen, reinen Seite des Bildes.

Gold in der Tempeltradition

Figur einer stehenden Göttin aus Kupferlegierung mit Einlagen aus Halbedelsteinen, goldener Glanz des Metalls, 13. Jahrhundert, Kathmandu-Tal
Stehende Göttin aus Kupferlegierung mit Steineinlagen, 13. Jahrhundert, Kathmandu-Tal. So sah das Tempelbild einer Göttin in warmem, goldenem Metall aus, festlich und feierlich, im Gegensatz zum strengen Silber der alltäglichen Saraswati. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)Standing Lakshmi (Goddess of Fortune), 13th century. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Obwohl Weiß die eigene Palette der Göttin ist, goss man in der indischen Tradition des Tempelschmucks Saraswati, wie auch andere Götter, durchaus in Gold, mit reicher Reliefverarbeitung. Eine goldene Figur der Göttin mit der Vina ist das kanonische Tempelbild, besonders für festliche und Altarstücke. Das warme Gold führt das Bild vom strengen Weiß zur Feierlichkeit, und diese Variante wählt man, wenn ein Schmuckstück festlich klingen soll, nicht zurückhaltend.

Der weiße Faden als Grundlage

Viele tragen die Figur oder das Zeichen Saraswatis nicht an einer Kette, sondern an einem weißen oder gelben Faden. Weiß ist die Farbe der Göttin, und Gelb ist mit ihrem Fest Vasant Panchami verbunden. Der Faden trägt in der indischen Tradition den Sinn eines Segens, man bindet ihn in Tempeln und an Festen. Ein Anhänger am Faden wirkt schlicht und trägt dabei einen doppelten Sinn, Wissen und Segen. Das ist eine erschwingliche Variante für alle, denen das Symbol wichtiger ist als ein kostbares Metall.

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Wie und womit man sie trägt, respektvoll

Womit man sie kombiniert

Das Bild Saraswatis ist hell, streng und still, deshalb verträgt es sich mit Silber, Weißgold, Perlen, weißen und durchsichtigen Steinen, mit zurückhaltenden, minimalistischen Formen. Ein Anhänger mit Vina, Schwan oder der Gestalt der Göttin wirkt gut an einer dünnen einzelnen Kette, damit das Zeichen lesbar bleibt. Wer Schichten sammeln möchte, halte Saraswati als Hauptakzent und das Übrige schlichter und feiner. Eine minimalistische weiße Lotosblume oder ein kleiner Schwan fügen sich leicht in die Alltagsgarderobe ein, ganz ohne ethnische Einrahmung.

Alltäglich oder zum Anlass

Eine große Figur der Göttin mit Vina und vier Armen ist eher ein Stück für den Anlass: den Beginn des Lernens, eine wichtige Prüfung, ein Konzert, eine Verteidigung, das Fest Vasant Panchami. Für jeden Tag ist ein feines Zeichen praktischer: eine weiße Lotosblume, ein kleiner Schwan, der Umriss der Vina. Viele tragen solchen Schmuck als persönlichen Talisman der Klarheit des Geistes, ohne den religiösen Sinn zur Schau zu stellen. Zum Fest des Wissens dagegen ist es passend, Gelbes und Festliches anzulegen.

Für Studierende und vor der Prüfung

Der häufigste Anlass, Saraswati zu tragen, ist das Lernen. Einen Anhänger mit der Göttin oder mit dem Buch schenkt man Schülern, Studierenden, Bewerbern als Glücksbringer für das Lernen und als Unterstützung vor der Prüfung. Der Sinn liegt hier nicht in der Magie, sondern in der Einstellung: das Zeichen am Hals erinnert an das Ziel, hilft, sich zu sammeln, hält den Blick auf die Arbeit gerichtet, nicht auf die Sorge. Ein gutes Geschenk zum Beginn des Schuljahres, zur Aufnahme, zur Verteidigung des Diploms.

Für Musiker und schöpferische Menschen

Die Vina in den Händen der Göttin macht sie zur besonderen Schirmherrin von Musikern, Sängern, Tänzern, Malern und allen, die schaffen. Ein Anhänger mit der Vina oder mit der Gestalt Saraswatis ist ein sprechendes Geschenk für einen Musiker oder Künstler, ein Zeichen der Achtung vor seiner Meisterschaft und ein Wunsch nach Inspiration. In der indischen Tradition verehrt man das Musikinstrument als Wohnstatt der Göttin, und ein Schmuckstück mit der Vina setzt diesen Gedanken fort: Kunst ist ein heiliges Können.

Achtung vor einer lebendigen Religion

Saraswati ist kein modisches Ornament, sondern eine Göttin, die Hunderte Millionen Menschen gerade jetzt verehren. Ihr Bild sollte man mit Verständnis des Sinns tragen, nicht als exotisches Dekor. Eine gute Regel: das Bild einer Gottheit nicht dort anbringen, wo es in der hinduistischen Kultur als respektlos gilt, etwa an Schuhen oder an Unterwäsche. Ein Anhänger am Hals, ein Ring, Ohrringe, das ist passend und ehrerbietig. Wenn ein Stück Ihnen als Symbol von Wissen und Klarheit teuer ist, tragen Sie es in Ruhe: Respekt beginnt mit dem Wissen, was genau Sie tragen.

Für wen sie passt

Das Bild Saraswatis steht denen nahe, die lernen, lehren, schreiben, auftreten, schaffen, die Verstand und Meisterschaft höher schätzen als Glanz. Man schenkt es zum Beginn des Lernens, zur Prüfung, zum schöpferischen Debüt, einem Musiker, einer Lehrkraft, einem Studierenden. Es passt auch denen, denen die geistige, stille Seite wichtig ist: Klarheit des Gedankens, Sammlung, innere Reinheit. Das Geschlecht spielt hier keine Rolle, die Göttin des Wissens verehren Männer wie Frauen.

Vina, Schwan, Lotos oder Figur: was man wählt

Die Wahl des Symbols hängt davon ab, was Ihnen näher liegt und wie offen Sie den Sinn tragen möchten. Die weiße Lotosblume ist die stillste und alltagstauglichste Variante, sie liest sich einfach als schöne Blume, und die zweite Schicht kennen Sie. Der Schwan fügt einen Ton von Unterscheidung und klarem Geist hinzu und bleibt dabei zierlich und verständlich. Die Vina ist das sprechendste und seltenste Zeichen, ein direkter Verweis auf die Göttin und auf die Kunst, die Wahl für Musiker und alle, die ein deutliches Symbol möchten. Die volle Figur der Göttin mit der Vina ist die ausdrucksstärkste und festlichste, man nimmt sie für den Anlass und trägt sie mit Verständnis.

Wie man sie ohne Folklore in die Garderobe einfügt

Das Bild Saraswatis verlangt kein indisches Gewand. Eine lakonische weiße Lotosblume, ein kleiner Schwan oder der Umriss der Vina an einer dünnen Kette fügen sich in die gewöhnliche Stadtgarderobe ebenso leicht ein wie jeder geometrische Anhänger. Für den Alltag nehmen Sie eine minimale Form und ein kühles Metall, Silber oder Weißgold, mit Perle oder durchsichtigem Stein. Eine auffällige Figur in Gold heben Sie für den Anlass auf, wenn Sie Feierlichkeit möchten, und bauen Sie das Erscheinungsbild um sie herum auf, ohne andere große Akzente daneben zu häufen.

Saraswati als Geschenk

Schmuck mit der Göttin des Wissens ist ein sprechendes Geschenk mit einem genauen Empfänger. Einem Studierenden zur Aufnahme oder vor der Prüfungszeit passt der Schwan oder das Buch, als Wunsch nach einem klaren Kopf und Ruhe. Einem Musiker oder Künstler passt am besten die Vina, das direkte Zeichen seines Handwerks und der Achtung vor der Meisterschaft. Einer Lehrkraft, einem Lehrenden, einem Mentor steht die ganze Figur der Göttin nahe, denn sie selbst geben Wissen weiter. Zum Beginn des Schuljahres oder zum ersten Schultag eines Kindes schenkt man etwas Schlichtes und Helles, eine weiße Lotosblume oder eine Perle, im Anklang an den Ritus der ersten Buchstaben am Tag Vasant Panchami. Ein solches Geschenk trägt sowohl Schönheit als auch einen warmen Wunsch nach Wachstum und Verstand.

Die Verbindung der Symbole in einem Set

Die Attribute Saraswatis fügen sich gut zu einem Set, weil jedes seinen eigenen Ton hinzufügt. Die weiße Lotosblume gibt Reinheit, der Schwan Unterscheidung, die Vina Schöpfung, die Gebetskette Sammlung. Ein Lotos-Anhänger an der Kette und Schwan-Ohrringe lesen sich als eine ganze Erzählung über Wissen und Klarheit. Wer das Thema der Göttin in einem Erscheinungsbild sammeln möchte, halte eine einheitliche Palette, weißes Silber oder Weißgold mit Perlen, und vermische sie nicht mit den rot-goldenen Stücken Lakshmis: das sind verschiedene Welten, und nebeneinander streiten sie. Zurückhaltung ist hier keine Bescheidenheit, sondern ein Teil des Sinns, denn Saraswati selbst wählt die Einfachheit gegen den Glanz.

Saraswati-Symbole im Vergleich
SymbolBedeutungBestes MaterialAm besten fürAlltagstauglich
Weißer LotusReiner, klarer Geist über dem LärmSilber, WeißgoldTäglicher Talisman
Schwan (Hamsa)Unterscheidung, Wahrheit gegen LügeSilber, PerleStudent, Prüfung
Vina (Instrument)Musik, Kunst, MeisterschaftSilber, GoldMusiker, Künstler
Buch und GebetsketteLernen, Gedächtnis, KonzentrationSilber, GoldLernen, Schulbeginn
Figur (die Göttin)Das ganze Bild des WissensGold, WeißgoldVasant Panchami, großer Anlass

Göttinnen der Weisheit in verschiedenen Kulturen

Athene bei den Griechen

Saraswati ist nicht die einzige Göttin der Weisheit der Welt, und der Vergleich hilft, ihre Eigenart zu verstehen. Bei den Griechen wachte Athene über die Weisheit, geboren aus dem Haupt des Zeus, Göttin des Verstands, der Strategie und der Handwerke, mit der Eule als Begleiterin. Doch Athene ist auch eine kriegerische Göttin, Weisheit als Berechnung und Sieg. Saraswati ist sanfter: ihr Wissen ist keine Waffe, sondern Musik, Sprache und Reinheit. Wo Athene im Helm und mit dem Speer steht, da steht Saraswati mit der Vina und in Weiß.

Thoth und Seschat bei den Ägyptern

Im alten Ägypten verkörperte Schrift, Rechnen und Wissen der Gott Thoth mit dem Kopf des Ibis, und seine Begleiterin Seschat wachte über Schrift und Vermessung. Wie Saraswati sind sie mit Wort und Aufzeichnung verbunden, mit dem, was Wissen bewahrt. Doch die ägyptische Tradition legte den Nachdruck auf Rechnen, Maß und die Magie der Schrift, während die indische Musik und Kunst hinzufügte. Saraswati verbindet in einem Bild sowohl die Schrift als auch die Musik, was es bei den Ägyptern nicht gab.

Benzaiten in Japan

Der direkteste Verwandte Saraswatis ist die japanische Benzaiten, in die sich die Göttin verwandelte, als sie mit dem Buddhismus kam. Benzaiten wacht über Wasser, Musik, Beredsamkeit und Glück, hält das Musikinstrument Biwa, und ihre Schreine stehen am Wasser, an Teichen und Flüssen. Hier sieht man, wie weit die indische Göttin gewandert ist und wie genau sie den Kern bewahrt hat: Wasser, Musik und Wort blieben bei ihr selbst Tausende Kilometer von der Heimat entfernt. Das ist ein seltenes Beispiel dafür, wie ein Bild durch mehrere Kulturen ging, ohne seinen Kern zu verlieren.

Vasant Panchami als Fest des Wissens

Es lohnt sich, das Fest Saraswatis selbst gesondert in Erinnerung zu rufen, denn es beleuchtet ihr Wesen. Vasant Panchami ist kein prunkvolles Fest des Reichtums wie Diwali bei Lakshmi, sondern ein heller Tag des Lernens und des Frühlings. Gelbe Gewänder, Bücher und Instrumente beim Bild der Göttin, Kinder, die die ersten Buchstaben malen, Drachen am Himmel. Das Fest ist still und freudig, wie die Göttin selbst: es geht nicht um Geld und Prunk, sondern um den Anfang, um das leere Blatt, um den Eintritt in die Welt des Wissens.

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Fakten, die überraschen

Saraswati begann nicht als Göttin, sondern als Fluss. Im „Rigveda" ist sie ein mächtiger, wasserreicher Strom, „der beste der Flüsse", und erst mit der Zeit wurde der Name des Flusses zum Namen der Göttin des Wissens.

Einem alten Glauben nach kann der Schwan Saraswatis Milch von Wasser trennen, wenn man sie mischt, und nur die Milch trinken. Deshalb wurde er zum Symbol der weisen Unterscheidung, der Fähigkeit, Wahrheit von Lüge zu trennen.

Am Tag ihres Festes, Vasant Panchami, setzt man in Indien kleine Kinder zum ersten Mal an das Schreiben der Buchstaben, indem man ihre Hand über Reis führt. Das erste Wort ihres Lebens malen viele Inder gerade unter dem Schutz der Göttin des Wissens.

Das Musikinstrument gilt in der indischen Tradition als Wohnstatt Saraswatis, deshalb gilt es als respektlos, achtlos über eine Vina oder Sitar zu steigen, als Respektlosigkeit gegenüber der Göttin selbst.

Saraswati ist die Gemahlin des Schöpfers Brahma, und einer Überlieferung nach erschuf er sie aus seinem eigenen Mund als Verkörperung der Sprache, denn ohne Wort und Wissen ließ sich die Welt nicht ordnen.

Die Göttin des Wissens reiste mit dem Buddhismus bis nach Japan, wo sie zur Benzaiten wurde, einer der sieben Glücksgötter, und die Verbindung zu Wasser, Musik und Beredsamkeit bewahrte.

Die Volksweisheit behauptet, dass Lakshmi und Saraswati, Reichtum und Wissen, selten zugleich in einem Haus weilen, und deshalb hält man ihre Bilder manchmal getrennt.

Die weiße Farbe der Göttin ist nicht Armut, sondern ein Luxus anderer Art. In einer Welt, in der Götter in Gold und Purpur strahlen, wählt Saraswati das reine Weiß, und das ist ihr wichtigstes Erkennungszeichen.

Saraswati: Mythen und Wahrheit
Saraswati ist nur eine andere Version von Lakshmi
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Saraswati reitet auf einem Pfau
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Saraswati ist die Gemahlin von Brahma dem Schöpfer
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Nur Hindus dürfen Schmuck mit Saraswati tragen
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Saraswati war immer eine Göttin, nie ein Fluss
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Häufige Fragen

Wer ist Saraswati, einfach gesagt?

Sie ist die hinduistische Göttin des Wissens, der Weisheit, der Sprache, der Musik und aller Künste, die Gemahlin des Schöpfergottes Brahma. Man stellt sie sich als schöne Frau in Weiß vor, mit vier Armen, auf dem Saiteninstrument Vina spielend, mit Buch und Gebetskette, auf einer weißen Lotosblume, neben einem weißen Schwan. Sie schenkt Verstand, klare Sprache und schöpferische Meisterschaft.

Wodurch unterscheidet sich Saraswati von Lakshmi?

Saraswati schenkt Wissen, Lakshmi schenkt Reichtum. Saraswati in Weiß, mit Vina und Buch, Lakshmi in Rot-Gold, mit Münzen und Elefanten. Dem Volksglauben nach weilen beide selten zugleich bei einem Menschen. Die Weisen rieten, zuerst Saraswati zu rufen: Wissen sind die Wurzeln, Reichtum sind die Früchte.

Was bedeutet die Vina in den Händen Saraswatis?

Die Vina ist ein Saiteninstrument und das wichtigste persönliche Zeichen der Göttin. Die Musik der Vina ist das Bild der aus Klängen errichteten Harmonie, also des in Schönheit verwandelten Wissens. Das Spiel verlangt Meisterschaft und Gehör, alles, was Saraswati schenkt. Ein Anhänger in Gestalt der Vina ist ihr sprechendstes Symbol und ein sprechendes Geschenk für einen Musiker.

Warum ist neben Saraswati ein weißer Schwan?

Der Schwan, auf Sanskrit Hamsa, ist ihr Vahana, ihr Reittier. Einem alten Glauben nach kann der Schwan Milch von Wasser trennen und nur die Milch trinken, und deshalb wurde er zum Zeichen der Unterscheidung, der wichtigsten Fähigkeit des Weisen, Wahrheit von Lüge zu trennen. Saraswati auf dem Schwan ist das Wissen, das zu wählen versteht.

Darf man Schmuck mit Saraswati tragen, wenn man kein Hindu ist?

Ja, wenn man ihn mit Respekt und Verständnis des Sinns trägt, nicht als exotisches Dekor. Saraswati ist eine lebendige Göttin für Hunderte Millionen Menschen. Passend ist es, ihr Bild als Anhänger, Ring oder Ohrringe zu tragen. Respektlos ist es, das Bild einer Gottheit an Schuhen oder Unterwäsche anzubringen. Das Wissen darum, was Sie tragen, ist die wichtigste Bedingung der Ehrerbietung.

Welches Metall und welcher Stein eignen sich am besten für Schmuck mit Saraswati?

Weiß ist die Palette der Göttin, deshalb passen Silber, Weißgold, Platin und an Steinen Perle, Mondstein, Bergkristall, weiße und durchsichtige Steine. Silber mit Perle gibt ihr reines, helles Thema am besten wieder. Warmes Gold ist passend für die festliche, feierliche Variante.

Wann schenkt man am besten Schmuck mit Saraswati?

Der wichtigste Anlass ist ihr Fest Vasant Panchami am Ende des Winters, der Tag des Wissens und des Frühlings. Gut sind auch Anlässe rund um Lernen und Schöpfung: Beginn des Schuljahres, Aufnahme, Prüfung, Verteidigung des Diploms, musikalisches Debüt. Es ist ein sprechendes Geschenk für Studierende, Lehrkräfte, Musiker, alle, die lernen oder schaffen.

Hilft Saraswati nur beim Lernen?

Nein. Ihr Bereich ist weiter: Weisheit und Unterscheidung, Klarheit und Beredsamkeit der Sprache, Musik und Tanz, jede Kunst und jedes Handwerk, Gedächtnis und Sammlung, Reinheit des Geistes. Das Lernen ist nur die häufigste Bitte an sie. Im Grunde ist sie Schirmherrin von allem, was Verstand, Meisterschaft und Wort verlangt.

Schluss

Saraswati ist das hellste und strengste Bild im ganzen hinduistischen Pantheon, denn ihre Gabe kann man nicht kaufen und nicht verlieren. Reichtum kommt und geht, doch Wissen bleibt für immer beim Menschen. Der weiße Sari statt Gold, die Vina statt eines Stroms von Münzen, der Schwan, der Milch von Wasser trennt, die weiße Lotosblume des klaren Geistes, Buch und Gebetskette in den Händen. Ihr Symbol zu tragen heißt, Verstand, Meisterschaft und Reinheit des Gedankens zu wählen, auf die Wurzeln zu setzen, nicht auf die Früchte. Die Göttin kommt zu dem, der lernt und arbeitet, ob Silber oder Weißgold, ob stiller Lotos oder sprechende Vina, das Ergebnis ist eines: dies ist Schmuck über Wissen, der Würde besitzt.

Schmuck mit der Symbolik von Wissen und Reinheit

Weiße Lotosblume, Schwan, Perle, kühles Silber. Wählen Sie Ihr Schmuckstück im Geist Saraswatis, als Geschenk für einen Lernenden, einen Musiker oder für sich selbst.

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Über Zevira

Zevira ist Schmuck mit Bedeutung. Wir sammeln Symbole, die eine Geschichte haben: Talismane, Zeichen der Liebe und des Glücks, mythologische und religiöse Bilder verschiedener Kulturen. Jedes Stück begleitet eine verständliche Erzählung darüber, was es bedeutet und woher es kommt, damit Sie ein Stück mit Charakter tragen und nicht ein unpersönliches Metall mit Stein. Gold, Silber, natürliche Steine, Perlen, alles so ausgewählt, dass das Schmuckstück lange hält und jeden Tag erfreut.

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