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Topas im Schmuck: Farben, Herkunft und wie man ihn auswählt

Topas im Schmuck: Farben, Herkunft und wie man ihn auswählt

Ein Mineral, eine ganze Palette

Jahrhundertelang trug Topas einen Ruf, den ihm sein Glanz nicht ganz eingebracht hat. Manche Berichte behaupten, er habe es im Wert einmal mit dem Diamanten aufgenommen, doch es gibt keinen festen Beleg, dass er systematisch höher bewertet wurde. Entscheidend war die Seltenheit: große, reine Kristalle zu finden war beinahe unmöglich, und jene gelben Steine, die in der Sonne verblassten, hielten die Alten für erstarrtes Gold. Dann erschloss Brasilien Lagerstätten mit handtellergroßen Kristallen, und der Preis brach ein. Das Ansehen blieb.

Das Spannende am Topas ist, dass er kein einzelner Stein ist, sondern ein ganzes Spektrum: gelb, blau, rosa, rot, orange, farblos. Dasselbe Mineral, dessen Farbe von Spurenelementen und Behandlung bestimmt wird. Dieser Leitfaden erklärt, was Topas chemisch und geologisch wirklich ist, worin sich seine Farben unterscheiden, wie man natürlich von behandelt unterscheidet und wie man einen Stein für ein Schmuckstück auswählt.

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Was Topas ist: Chemie, Physik, Optik

Zusammensetzung und Struktur

Topas ist ein Aluminiumfluorsilikat mit der Formel Al₂SiO₄(F,OH)₂. Ein Gerüst aus Aluminium, Silizium und Sauerstoff, in das Fluor und eine Hydroxylgruppe eingebaut sind. Das Verhältnis von Fluor zu OH beeinflusst die Eigenschaften des Steins und sein Verhalten unter Hitze. Topas kristallisiert im orthorhombischen System und bildet die charakteristischen länglichen, prismatischen Kristalle mit einer Längsstreifung auf den Flächen.

Härte und Zähigkeit

Auf der Mohsschen Skala steht Topas bei 8. Er ist das Referenzmineral der achten Stufe der Skala selbst und liegt zwischen Quarz (7) und Korund (9). Im Alltag heißt das: Topas wird weder von Staub (im Wesentlichen Quarz, 7) noch von einem Stahlmesser zerkratzt. Nur Korund, Diamant oder ein anderer Topas können ihn markieren.

Doch Topas hat eine Schwachstelle: eine vollkommene Spaltbarkeit in einer Richtung, quer zur Längsachse des Kristalls. Das ist eine Ebene, entlang der der Stein bei einem scharfen Schlag im falschen Winkel splittern kann, trotz seiner hohen Härte. Quarz hat überhaupt keine Spaltbarkeit und verzeiht daher bei gleicher Sprödigkeit mehr. Deshalb arbeiten Schleifer den Topas vorsichtig, und in einem Ring fasst man ihn besser in eine schützende Fassung.

Dichte und Optik

Die Dichte von Topas liegt bei 3,49 bis 3,57 g/cm³. Der Stein ist spürbar schwerer als Quarz oder Glas gleicher Größe, was sich übrigens für eine einfache Echtheitsprüfung nutzen lässt. Sein Brechungsindex bewegt sich zwischen 1,61 und 1,64, die Doppelbrechung ist schwach, die Dispersion gering (0,014). Erwarten Sie also nicht das Feuerspiel eines Diamanten: Topas überzeugt durch Reinheit und Farbsättigung, nicht durch Regenbogenblitze.

Woher die Farbe kommt

Die Farbe entsteht durch Verunreinigungen im Gitter und durch Strukturdefekte, die Licht bestimmter Wellenlängen absorbieren:

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Geschichte: von den Pharaonen zu den brasilianischen Minen

Antike und ein Wirrwarr der Namen

Die Griechen nannten den Stein „Topazion“. Eine Version führt den Namen auf die Insel Topazos (Zabargad) im Roten Meer zurück, obwohl man dort Peridot abbaute, nicht Topas. Eine andere leitet ihn vom Sanskrit „tapas“ (Feuer, Wärme) ab. Die Alten unterschieden Topas schlecht von ähnlichen gelben und grünlichen Steinen: Unter einem Namen liefen Peridot, Chrysolith und Citrin.

Plinius der Ältere beschreibt in seiner „Naturgeschichte“ (1. Jahrhundert) das Topazion als einen der wertvollsten Steine. Heute ist klar, dass er unter diesem Wort mehrere Minerale vermengte. Die Ägypter verbanden gelbe Steine mit der Sonne und dem Gott Ra und schnitten Amulette daraus; die Römer fassten sie in Ringe und Broschen.

Mittelalter und Alchemie

Mittelalterliche Steinbücher schrieben dem Topas die Kraft zu, Zorn zu besänftigen, das Sehvermögen zu schärfen und vor Gift zu warnen, wobei der Stein angeblich die Farbe wechselte, wenn man dem Getränk Gift beigemischt hatte. Alchemisten sahen im goldenen Topas ein Gefäß des „solaren Prinzips“. Für all das gibt es natürlich keinen Beleg: Es ist die Geschichte der Vorstellungen, nicht der Eigenschaften des Minerals. Doch genau sie festigte den Ruf des Topas als Stein des Adels.

Eine ähnliche Rolle als „solarer“ Stein des Überflusses spielte im Schmuck der Chrysolith, mit dem der Topas jahrhundertelang verwechselt wurde.

Das 18. Jahrhundert: Brasilien ändert alles

Blatt aus einem französischen Album mit Schmuckentwürfen des 18. Jahrhunderts: Anhänger, eine Schleifenbrosche und Fassungen mit leeren Sitzen für große Steine, in brauner Tinte gezeichnet
Als der brasilianische Topas nach Europa strömte, zeichneten Juweliere ihm Fassungen wie diese: Die leeren runden Sitze auf diesen Entwürfen warteten auf einen großen, durchsichtigen Stein. Joaillerie: Album of Jewelry Designs, Page 2, anonymer französischer Meister, 1770. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0).Joaillerie: Album of Jewelry Designs, Page 2, Anonymous, French, 1770 or after. The Metropolitan Museum of Art, Open Access (CC0 1.0)

Die Region Minas Gerais in Brasilien wurde erst Ende des 17. Jahrhunderts erschlossen, und der große Topasabbau, einschließlich des kaiserlichen bei Ouro Preto, kam im 18. Jahrhundert in Gang. Die Kristalle von dort waren durchsichtig, rein und groß, von einer Qualität, die Europa zuvor nicht gesehen hatte. Topas überschwemmte den Markt, und sein Preis sank allmählich.

Mit Brasilien verbindet sich auch die berühmte Geschichte des „Braganza“, eines farblosen Steins von 1.680 Karat aus den portugiesischen Kronregalien, lange für einen Diamanten und später für einen Topas gehalten. Der Streit um seine wahre Natur dauert bis heute an, doch der Name Topas blieb an ihm haften und wurde zum Sinnbild für das Ausmaß der brasilianischen Funde.

Das 19. und 20. Jahrhundert: Wissenschaft und Behandlung

Mit dem Fortschritt der Mineralogie lernte man, Topas genau von seinen Doppelgängern zu unterscheiden. Damals zeigte sich auch, dass Erhitzen die Farbe verändert: Ein farbloser oder blasser Kristall lässt sich in ein stabiles Gelb oder Rosa verwandeln. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war ein großer Teil des gelben und rosa Topas auf dem Markt bereits hitzebehandelt.

Die 1970er brachten die Behandlung durch Bestrahlung: Farbloser Topas wird bestrahlt und anschließend erhitzt, was ein leuchtendes Blau ergibt. Das machte blauen Topas zu einem weitverbreiteten und erschwinglichen Stein. Heute zählt Topas zu den beliebtesten Farbsteinen im mittleren Preissegment.

Geologie und Lagerstätten

Natürlicher blauer Topaskristall mit klaren Flächen und charakteristischer säulenförmiger Gestalt, ein Stück aus Minas Gerais, Brasilien
So sieht Topas in der Natur aus: ein länglicher, prismatischer Kristall mit glatten, glänzenden Flächen und vollkommener Spaltbarkeit quer zur Säule. Blauer Topas, Virgem da Lapa, Jequitinhonha-Tal, Minas Gerais, Brasilien. Mineralogisches Stück. Wikimedia Commons, gemeinfrei.Topaz 21, Géry PARENT, 2011-12-24. Wikimedia Commons, Public domain

Topas bildet sich in sauren magmatischen Gesteinen, in Graniten, Pegmatiten und Rhyolithen, sowie in hydrothermalen Gängen, wo Fluor aus Restlösungen in das Kristallgitter eintritt. Er wächst in Hohlräumen und Spalten, weshalb große, reine Kristalle durchaus möglich sind.

Die wichtigsten Quellen:

Die Geografie des Abbaus verschiebt sich in Wellen: Eine Lagerstätte erschöpft sich, eine andere wird entdeckt, und so verändert sich die Zusammensetzung des Marktes fortwährend.

Behandlung: Erhitzen und Bestrahlen

Rund 90 % des blauen Topas auf dem Markt sind bestrahlt. Sehen wir uns an, wie das funktioniert und wie sicher es ist.

Erhitzen. In Gebrauch seit dem 18. Jahrhundert. Ein farbloser oder blasser Stein wird auf 450 bis 550 °C erhitzt, gehalten und langsam abgekühlt (rasches Abkühlen spaltet den Kristall entlang seiner Spaltbarkeit). Das Ergebnis ist ein stabiles Gelb oder Rosa, das sich im normalen Tragen nicht mehr ändert.

Bestrahlen. Farbloser Topas wird mit einem Strom aus Neutronen oder Elektronen bestrahlt, wodurch Farbzentren im Gitter entstehen, und danach zur Stabilisierung erhitzt. Es ergibt sich Blau in verschiedenen Sättigungen:

Bestrahlter Topas ist sicher zu tragen: Die Restradioaktivität wird gemessen, bevor der Stein auf den Markt kommt, und er wird erst verkauft, wenn sie vollständig auf das Hintergrundniveau abgeklungen ist. Natürlicher blauer Topas ist eine Seltenheit (und dazu ein blasser Ton) und kostet ein Vielfaches des bestrahlten.

Wie man natürlichen Topas von behandeltem und von einer Fälschung unterscheidet

Mystic-Topas: eine Beschichtung, nicht die Farbe des Steins

Der schillernde, changierende „Mystic-Topas“ (auch als „Azotic“ verkauft) ist weder natürliche Farbe noch Bestrahlung. Auf einen farblosen Topas wird eine hauchdünne Schicht aus Titanoxid oder einem anderen Metall aufgedampft, die ein Blau-Grün-Violett-Schillern wie ein Ölfilm auf Wasser erzeugt. Die Beschichtung wird nur auf den unteren Teil des Steins aufgetragen, unter das Unterteil; die oberen Facetten sind durchsichtig, und das Schillern scheint durch sie hindurch.

Das Wichtigste für Käufer: Die Beschichtung selbst hält nicht gut. Die Schicht ist Mikrometer dünn, härtemäßig dem Topas (8) bei Weitem nicht gewachsen, und sie reibt sich durch Reibung, Schleifpasten und Chemikalien ab. An der Rundiste eines täglich getragenen Rings reibt sich das Schillern mit der Zeit ab und hinterlässt klare kahle Stellen, und der Stein wird fleckig matt. Ultraschall- und Dampfreinigung scheiden für einen solchen Stein aus: Heißer Dampf und Kavitation lösen die Beschichtung.

Mystic-Topas gehört deshalb in Ohrringe, einen Anhänger oder eine Brosche, dorthin, wo der Stein nicht an Kleidung und Haut reibt. In einem Alltagsring hält er nicht lange. Gereinigt wird er nur mit einem weichen Tuch und leicht warmem Wasser, ohne Bürste und ohne Chemie. Sein Preis ist gerade deshalb niedrig, weil die Farbe eine Beschichtung ist und keine Eigenschaft des Minerals selbst: Für einen „seltenen Regenbogen-Topas“ sollte man nicht draufzahlen.

Die Farben des Topas und wo welche passt

Die Farbe ist das Herz des Topas. Den Farbton bestimmt die Chemie, nicht „Energie“, doch jede Nuance hat ihre feste Nische im Schmuck.

Gelb und Orange

Von Zitrone bis zu einem satten Goldbraun. Die historischste Farbe: Gelber Topas ist genau der, den man in der Antike und in Portugal schätzte. Die warmen Töne entfalten sich in Gelb- und Rotgold. Orange („Imperial“) mit rosa Unterton ist eine der teuersten natürlichen Varietäten und wird in Brasilien abgebaut.

Blau

Von blassem Himmelblau bis zum tiefen London Blue. Fast immer bestrahlt, und daran ist nichts auszusetzen: Die Farbe ist stabil und der Stein rein. Der kühle Ton versteht sich mit Weißgold, Platin und Silber. Blauer Topas ist die erschwinglichste und vielseitigste Wahl für Alltagsschmuck.

Rosa

Von Pfirsich bis zu einem satten Rosa. Natürliches Rosa ist selten (Chrom); der Großteil des Marktes ist das Ergebnis von Erhitzung. Das echte brasilianische „Imperial Pink“ mit orangefarbenem Unterton erzielt hohe Preise. Es wirkt zart in Rot- und Weißgold, eine häufige Wahl für romantische Stücke und eine Alternative zum rosa Saphir.

Rot

Die seltenste Farbe. Natürlicher roter Topas tritt vor allem in Pakistan und sehr selten in Brasilien auf, daher der hohe Preis. Wichtig: Roter Beryll (Bixbit) hat mit Topas nichts zu tun, auch wenn er bisweilen fälschlich „roter Topas“ genannt wird. Echter roter Topas ist ein Stein für einen einzigen mutigen Akzent.

Farblos und mehrfarbig

Farbloser Topas ist klar wie Bergkristall, aber härter, und dient als Rohstoff für die Behandlung. Mehrfarbige Kristalle (bicolor, tricolor), in denen ein einziger Stein mehrere Töne zugleich trägt, sind selbst für Museen eine Seltenheit und ein begehrtes Material für Einzelstücke: Jedes Exemplar ist einzigartig.

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Topas im Schmuck: die Formate

Ringe

Topas ist hart, doch wegen seiner Spaltbarkeit braucht ein Ringstein Schutz. Für einen Alltagsring wählen Sie eine geschlossene oder halbgeschlossene Fassung, die Rundiste und Facetten vor Stößen abschirmt; hohe „krappenbesetzte“ Fassungen mit offenem Stein eignen sich für selten getragene Abendringe. Blauer und rosa Topas wirken in Weißgold und Silber, gelber und oranger in Gelb- und Rotgold. Für einen ausdrucksstarken Mittelstein wählt man 5 bis 10 Karat, für den Alltag 2 bis 3.

Anhänger

Das praktischste Format: Ein Anhänger steckt nicht die Stöße eines Rings ein und eignet sich daher für große und seltene Steine. Ein einzelner Kristall von 3 bis 7 Karat an einer Kette wirkt eindrucksvoll. Länge: auf Höhe der Schlüsselbeine für den Alltag, tiefer zum Ausschnitt hin für den Abend.

Ohrringe

Stecker von 2 bis 4 Karat sind der vielseitige Alltagsklassiker. Hängende Ohrringe und Chandeliers mit Topas entfalten sich am freien Hals und am Abend. Für einen aktiven Tag sind Stecker sicherer; lange Ohrringe bleiben hängen.

Armbänder

Ein Tennisarmband mit abwechselndem Topas und Diamanten wirkt festlich, verlangt aber wegen der Spaltbarkeit der Steine Vorsicht. Ein Armband aus Topasperlen ist eine ruhige Alltagsvariante. Ein starrer Reif mit einem einzelnen Stein ist ein Klassiker.

Wie man einen Topas auswählt: vier Qualitätsfaktoren

Farbsteine bewertet man nach vier Merkmalen.

Farbe. Der wichtigste Faktor. Achten Sie auf Sättigung, Reinheit des Tons (gibt es trübe Nebentöne?) und den Ton selbst. Bei Blau sind Sky, Swiss und London nur unterschiedliche Tiefen, Geschmackssache. Bei Gelb und Rosa gilt: Je reiner und gesättigter die Farbe, desto wertvoller.

Reinheit. Für ein Schmuckstück taugt ein Stein ohne mit bloßem Auge sichtbare Einschlüsse oder nur mit sehr feinen, die erst unter der Lupe auffallen. Trübe Flecken und „Wolken“ mindern Schönheit wie Preis.

Schliff. Die Facetten sollen scharf und symmetrisch sein. Ein zu tiefer Schliff verbirgt die Farbe, ein zu flacher lässt den Stein matt wirken. Klassiker für Topas sind Oval und Kissen: Diese Formen bringen die Farbe am besten zur Geltung.

Karatgewicht. Größer ist nicht immer besser: Ein Anhänger mit 5 Karat sieht großartig aus, während ein Ring mit 5 Karat wuchtig geraten kann. Der Preis steigt mit zunehmender Größe schneller als das Gewicht.

Beim blauen Topas lohnt es sich besonders, beim Verkäufer zu fragen, ob er bestrahlt oder natürlich ist: Das beeinflusst den Preis stark, Sicherheit und Schönheit gar nicht. Für einen teuren Kauf (vor allem bei seltener Naturfarbe) verlangen Sie ein Laborzertifikat mit Angabe von Farbe, Gewicht und Behandlungsart.

Pflege von Topas

Topas als Geschenk: der Stein des November und der Jahrestage

Topas hat feste Anlässe, die die Auswahl eines Geschenks erleichtern. Er ist der Geburtsstein des November (zusammen mit Citrin), sodass ein Stück mit Topas ein naheliegendes Geschenk für einen November-Geburtstag ist. Für ein solches Geschenk greift man meist zu goldgelbem oder blauem Topas: Der erste greift die Herbsttöne auf, der zweite passt zu allem.

Bei den Hochzeitstagen ist die Tradition ebenso konkret. Blauer Topas gehört zum vierten Jahrestag, der Imperial (goldorange) zum dreiundzwanzigsten. Das ist ein praktischer Hinweis, wenn man mit Bedeutung schenken möchte und nicht nur einen hübschen Stein: Ein blauer Anhänger oder Ohrringe zu vier gemeinsamen Jahren lesen sich als durchdachte Geste.

Ist das Geschenk an kein Datum gebunden, gehen Sie von Augenfarbe und Garderobe der beschenkten Person aus. Blau und Rosa stehen kühlen Typen und hellem Gold; Gelb und Orange den warmen Typen und Gelbgold. Die sichere Alltagswahl ist blauer Topas in Silber oder Weißgold: Er passt zu fast allem und verpflichtet zu nichts.

Wozu man Topas trägt

Topas ist ein flexibler Stein: Er ist im Alltagslook ebenso zu Hause wie beim Ausgehen am Abend, man muss nur die Stimmung der Farbe treffen. Für den Alltag nehmen Sie blauen oder gelben Topas in einer schlichten Fassung. Blau nimmt den Lärm heraus, liegt ruhig auf einer hellen Bluse, einem Leinenhemd oder Jeansstoff und hält den Look mühelos zusammen. Gelb dagegen bringt Wärme und macht sich gut auf Beige, Creme und sanftem Grau. Fürs Büro eignen sich Stecker und ein schmaler Ring: Der Stein ist sichtbar, streitet aber nicht mit der Berufskleidung.

Für den Abend gilt eine andere Logik. Ein tiefes Blau (London Blue) oder ein sattes Rosa entfalten sich auf einfarbigem Stoff, besonders auf Schwarz, Smaragd oder Bordeaux. Ein offener Ausschnitt und hochgesteckte Haare geben dem Stein Luft, sodass ein Anhänger an feiner Kette oder hängende Ohrringe hier am besten wirken. Zu einem besonderen Anlass liest sich rosa Topas romantisch, während Rot mutig klingt und denen steht, die einen einzigen kräftigen Akzent einer Fülle von Schmuck vorziehen.

Beim Metall halten Sie sich an eine einfache Regel: kühle Töne (Blau, Rosa) vertragen sich mit Weißgold, Platin und Silber, warme (Gelb, Orange, Rot) blühen in Gelb- und Rotgold auf. Auch das Kombinieren mehrerer Stücke ist möglich: ein feiner Anhänger plus eine kürzere Kette, oder ein Stapel aus zwei, drei Ringen mit Topas in verwandten Tönen. Wichtig ist, in einem Look nicht mehr als zwei verschiedene Steinfarben zu mischen, sonst zerfällt der Akzent.

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Mythen und Wahrheiten über Topas

Topas-Mythen
Alles Blau Topas ist künstlich bestrahlt und daher gefälscht.
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Topas leuchtet im Dunkeln, was seine magischen Eigenschaften beweist.
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Sie sollten Topas und Mondstein nie zusammen tragen, da sie sich gegenseitig aufheben.
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Topas verblasst, wenn Sie es in der Sonne tragen.
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Gelber Topas und Diamanten sind chemisch identisch, daher ist Topas nur eine billigere Alternative zu Diamanten.
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Wenn Sie Topas von einem zertifizierten Gemmologen kaufen, ist es garantiert echt und natürlich.
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Topas und andere Farbsteine: ein ehrlicher Vergleich

Topas-Farben auf einen Blick
FarbeSeltenheitPreisbereich (pro Karat)HauptenergieAm besten für
Gelb/GoldHäufig€30-150Wohlstand, VertrauenRinge, Anhänger, tägliche Abnutzung
Blau (Himmel, Schweizer, London)Bestrahlte Häufig (seltenes Natürlich)€15-100 (bestrahlt), €100-500+ (natürlich)Ruhe, Kommunikation, FriedenOhrringe, Armbänder, Halsketten
Rosa/Pfirsich (Imperial)Selten (hitzebehandelt häufig)€40-200 (behandelt), €200-500+ (natürlich Imperial)Liebe, Mitgefühl, KreativitätVerlobungsringe, Anhänger, romantische Geschenke
Rot (natürlich selten)Äußerst selten€200-500+ pro KaratMut, Leidenschaft, KraftSiegelringe, Statement-Stücke, Sammler
OrangeWeniger häufig als Gelb€50-250Kreativität, Freude, WärmeOhrringe, Boho-Armbänder, kreative Geister

Topas und Saphir. Saphir ist härter (9 gegen 8) und in natürlicher Form mehrfach teurer, vor allem der blaue. Doch seine Reinheit ist oft schlechter. Bestrahlter blauer Topas liefert eine ähnliche Farbe zu einem Bruchteil des Preises und ist häufig reiner. Wollen Sie einen Premiumstein, dann Saphir; suchen Sie die beste Verbindung aus Schönheit und Erschwinglichkeit, dann blauen Topas. Wer sich in den Nuancen zurechtfinden möchte, dem hilft der Leitfaden zu den Saphirfarben.

Topas und Amethyst. Amethyst ist weicher (7), zerkratzt leichter und kann in der Sonne ausbleichen. Topas ist härter und beständiger. Für ein Alltagsstück ist Topas die sicherere Wahl.

Topas und Aquamarin. Die Härte ist ähnlich (7,5 bis 8). Aquamarin ist in sehr blassen Meerwassertönen am besten; Topas bietet mehr Möglichkeiten in der Tiefe des Blaus und ist in bestrahlter Form meist günstiger.

Topas und Citrin. Citrin (gelber Quarz) ist weicher und günstiger, aber weniger zäh, und oft wird erhitzter Amethyst für ihn ausgegeben. Gelber Topas ist härter, seine Farbe reiner und beständiger.

Topas und rosa Turmalin. Turmalin ist erschwinglicher, doch seine Farbe ist oft ungleichmäßig und wechselt mit dem Blickwinkel. Rosa Topas ist gleichmäßiger gefärbt und wird als Seltenheit geschätzt.

Topas in Museen

Die eindrucksvollsten Topase liegen in Museumssammlungen. Das Smithsonian in Washington bewahrt große geschliffene Topase auf, darunter den American Golden Topaz mit rund 12.555 Karat. Das American Museum of Natural History in New York ist für seine reiche Edelsteinsammlung bekannt, in der auch Topase vertreten sind. An solchen Sammlungen sieht man, welche Schönheit und Größe dieses Mineral erreichen kann.

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Über Zevira

Topas ist ein Stein mit Geschichte: ägyptische Amulette, portugiesische Könige, brasilianische Minen, Licht, das sich durch die Kristalle der Erde bricht. Ein einziges Mineral, aber eine ganze Farbpalette, jede mit ihrer eigenen Schönheit.

In der Kollektion von Zevira ist der Topas-Schmuck so ausgewählt, dass die Farbe voll zur Geltung kommt: ein Ring mit warmem gelbem Topas, ein Anhänger mit blauem Topas im klassischen Schliff, ein Armband mit rosa Topas. Wir gehen offen mit der Behandlung um: Handelt es sich um bestrahlten blauen Topas, sagen wir es klar; bei erhitztem gelbem Topas erfahren Sie es ebenfalls; ein natürlicher rosa Topas ist etwas Besonderes. Angaben zur Behandlung finden Sie in der Beschreibung jedes Artikels.

Wenn Sie ein Schmuckstück mit Topas passend zu Ihrer Farbe und Ihrem Stil suchen, werden Sie bei Zevira fündig.

Häufige Fragen

Kann man Topas täglich tragen?

Ja. Die Härte 8 nach Mohs macht ihn widerstandsfähig gegen Kratzer. Doch beachten Sie die Spaltbarkeit: Vermeiden Sie scharfe Stöße. Für Alltagsringe wählen Sie eine schützende Fassung; Anhänger und Ohrringe sind in dieser Hinsicht sicherer.

Ist bestrahlter blauer Topas sicher?

Ja. Die Restradioaktivität wird gemessen, und der Stein kommt erst in den Verkauf, wenn sie auf das Hintergrundniveau abgeklungen ist. Einen solchen Topas zu tragen ist sicher.

Wie unterscheidet man natürlichen blauen Topas vom bestrahlten?

Ohne Labor ist das schwierig. Ein Anhaltspunkt: Der natürliche ist meist blass, von einem sanften Blau; der bestrahlte ist leuchtend und gesättigt. Die genaue Antwort liefern Spektroskopie und ein Zertifikat.

Welcher Topas ist der seltenste?

Der natürliche rote, der vor allem in Pakistan vorkommt. Danach das natürliche Blau (ohne Bestrahlung) und das brasilianische Imperial Pink. Das bestrahlte Blau ist dagegen das häufigste.

Kann Topas in der Sonne verblassen?

Rosa und Rot können unter langer, starker Sonne allmählich verblassen. Blau ist beständiger, Gelb wird langsam matter. Legen Sie das Schmuckstück vor dem Sonnenbad ab.

Kann Topas zerkratzt werden?

Zerkratzen können ihn nur Korund (9), Diamant (10) oder ein anderer Topas. Staub und Stahl schaden ihm nicht. Deshalb bewahrt man Topas getrennt von anderen Steinen auf.

Eignet sich Topas für eine Verlobung?

Ja, besonders Rosa, Gelb oder Blau, als farbige Alternative zu einem farblosen Stein. Beim Ring zählt wegen der Spaltbarkeit eine geschützte Fassung.

Gibt es synthetischen Topas?

Ja, er wird im Labor gezüchtet und ist physikalisch mit dem natürlichen identisch. Doch er ist selten: Natürlicher Topas ist ohnehin günstig, daher lohnt sich das Züchten für den Schmuck nicht.

Ist Topas magnetisch? Fürchtet er Säuren?

Vom Magneten wird er nicht angezogen. Gegenüber Haushaltssäuren und Laugen ist er inert (Essig und Zitronensaft schaden nicht); er reagiert nur auf starke Säuren, denen man im Alltag nicht begegnet.

Was ist Mystic-Topas, und reibt er sich ab?

Es ist farbloser Topas mit einer hauchdünnen Metallbeschichtung, die ein Regenbogenschillern gibt. Die Beschichtung ist sehr dünn und empfindlich: Reibung, Schleifmittel und Ultraschall reiben sie ab, und der Stein wird fleckig matt. Deshalb ist Mystic-Topas in Ohrringen und Anhängern gut, aber nicht in einem Alltagsring; gereinigt wird er nur mit weichem Tuch und warmem Wasser.

Was ist „Moon Topaz“?

Meist ein Marketingname für einen hellen bestrahlten blauen Topas oder für beschichtetes Glas. Sicherer ist es, sich an die klaren Bezeichnungen zu halten: Sky Blue, Swiss Blue, London Blue.

Worin unterscheidet sich ein Topaskristall von einem geschliffenen?

Ein Kristall ist das unbehandelte Mineral in seiner natürlichen Form. Ein geschliffener Topas ist gesägt und poliert für Glanz und Farbspiel; in Schmuck kommt genau der geschliffene Stein.

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